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Prolog - Die Schlacht beim Grabhügel/The Slaying Stone (Abend 1)Bearbeiten

Wir befinden uns im Jahr 987. 90 Jahre des Krieges haben die Landkarte verändert. Die letzte Entwicklung: Die Hobgoblins unter Haruk haben sich von Cyre losgesagt und das Land „Darguun“ ausgerufen. König Boranel hat vor zwei Jahren die Armee des Brelandes nach Thrane geführt um dort Länder vom Reich der silbernen Flamme zurückzuerobern.

Unsere Geschichte beginnt auf der fliegenden Festung Chydris. Die Armee des Brelandes steht einem Heer von 38.000 gegenüber. Die Breländer werden ihrerseits unterstützt von den Hobgoblins. Seit drei Tagen tobt die Schlacht. Von der Festung aus feuern die Breländer Geschütze auf das feindliche Heer. Plötzlich gibt es am Boden Bewegung: die Goblins weichen zurück und ein Verband aus Thrane stößt durch die Reihen der Breländer. Die Festung wird getroffen: Das gewaltige fliegende Schiff neigt sich und rammt in den Boden. Die Besatzung wird abgeworfen. Am Boden werden die Überlebenden bereits von einem Verband Thraner empfangen. Drei Trupps aus dem Breland stellen sich gegen die Feinde: Der Elf Sip rückt mit seinen Männern mit Pfeil und Bogen nach vorne, der Trupp von Halbelf Gideon steht an vorderster Front und wird schnell aufgerieben. Ein weiterer Halbelf, Marco, führt den dritten Trupp an und treibt seine Männer recht forsch in die Schlacht. Die Reihen lichten sich auf beiden Seiten, den Ausschlag gibt schließlich der Kriegsgeschmiedete Ash, der auf der Seite der Breländer kämpft: Die Thraner werden in die Flucht geschlagen. Nach dem Gemetzel werden die Überlebenden mit vereinten Kräften versorgt. Unter ihnen ein junger Mann namens Lucian Cruzgar. Schließlich bläst man zum Rückzug.

Am Abend kommt General Bren ir'Gadden auf die drei übriggebliebenen Truppführer Sip, Marco und Gideon zu. „Ihr habt euch gut geschlagen, aber die Entscheidung ist noch nicht gefallen“, berichtet er. Einen Schlauch Wein hat man sich am Lagerfeuer dennoch verdient. Auch der etwas seltsame Lucian bekommt etwas ab. Die Stimmung wird gelöster und Sip zeigt den Mannen ein Trinkspiel. Gideon spielt zwar mit, verwehrt aber den Trunk.

Nach diesem ersten Kennenlernen entsteht Unruhe im Lager: Eine Gruppe Hobgoblins geht zu den Gefangenen und verlangt, so sei es der Brauch, ein paar Sklaven für sich. Sip, Marco und Gideon greifen ein: Während Sip und Gideon sich einer brenzligen Diskussion stellen macht sich Marco auf um dem General Bescheid zu geben. Die Hobgloblins besinnen sich schließlich doch eines Besseren und trollen sich.

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Danach fällt den Dreien ein Mann mit kurzen Haaren auf, der die Szene wohl schon länger beobachtete. Er tritt aus dem Schatten, stellt sich als Kapitän Galaes vor und lädt die Drei in sein Zelt ein. Eine Stunde später machen sie sich zum Zelt des Kapitäns auf. Am Eingang steht der Kriegsgeschmiedete Ash und bringt sie hinein. Drinnen steht Kapitän Kalaes vor einem Tisch voller Karten. „Ich habe einen Spezialauftrag für euch“, unterbreitet er den Männern. Dieser soll die Drei in das Reich Darguun führen. Von dort sollen sie einen so genannten Todesstein holen. Eine Canith-Familie hat in einer Stadt im jetzigen Dagun diese gefährlichen Steine erschaffen. Es könnte auch sein, dass andere hinter den Steinen her sind. „Die Stadt ist in der Nähe der Grenze“, sagt Kalaes, „und die Steine sind entweder in der Bibliothek, im Tempel oder im Anwesen der Caniths.“ Ein Ritual soll den drei Agenten zeigen, ob sich der Stein in unmittelbarer Nähe befindet. Sie bekommen drei Schriftrollen mit dem Ritual. Am nächsten morgen schon sollen sie Aufbrechen. Sollte die waghalsige Operation gelingen, sollen sie mit dem Stein nach Brood reisen.

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Die drei nehmen den Auftrag an. Sie fragen sich aber, ob sie den Stein wirklich aushändigen sollen, oder ob sie ihn nicht besser zerstören, da er viel weiteres Leid über den kriegsgeplagten Kontinent bringen könnte.

Am nächsten Morgen erfährt man, dass tausende Hobgoblins das Lager in Richtung Darguun verlassen haben – genau in die Richtung, in die auch die neu geschmiedete Schicksalgemeinschaft ziehen soll. Die drei bekommen fünf Pferde und brechen schließlich auf. Uneinigkeit herrscht noch darüber, welche Geschichte man allzu neugierigen Bewohnern von Darguun auftischen soll. Jedenfalls vermeiden sie vorerst die Wege und ziehen durch Wälder, um dem Hobgoblinregiment auszuweichen. Das erspähen sie schließlich auch in einem Tal.

Die Reise verläuft einige Tage ereignislos und die Gruppe hat die Gelegenheit, sich besser kennen zu lernen. Sip fällt vor allem durch sein loses Mundwerk auf, bei Marco können die anderen beim Waschen ein Drachenmal am Unterarm erkennen.

Mehrere Tage später kann Sip schließlich verkünden, dass man fast in Darguun angekommen sei: Sie müssten nur noch den Magul-Pass übnerwinden, an dem einst eine große Schlacht geschlagen wurde. Die Drei nähern sich und sehen in 60 Metern Entfernung zwischen zwei großen Felsen, einige Zelte stehen. Bewacht wird der Pass von zwei Goblins. Man nähert sich und bittet um Einlass nach Darguun. Zur Sicherheit wirft Sip sein gesamtes Geld den Goblins entgegen, Gideon gibt ihnen eine Goldmünze und Marco sieben. Das Wächterduo ist hocherfreut und gleich beginnt ein kleiner Streit, wer was bekommen soll. Getrübt wird die Freude der Wächter von einem Hobgoblin, der die reiche Beute gleich einsammelt. Die drei dürfen jedenfalls passieren.

Zwei Tage später ist man schließlich in Kiris-Dahn angekommen, beziehungsweise in Gorizbadd, wie die Stadt nun von den Goblins genannt wird. Die Gruppe beschließt, in der Nacht zu dem Haus der Familie Canith zu gehen. Um nicht zu auffällig zu sein wird ein Teil der Ausrüstung und die Pferde zurück gelassen. Durch den Wald fällt der Blick der Drei auf das bereits verfallene Anwesen. Zwei Goblins sind dort auf Wachpatrouille. Als die beiden aus dem Sichtfeld verschwinden huscht Sip durch ein Fenster, die beiden anderen kommen ihm nach...

Hinter feindlichen Linien/The Slaying Stone II (Abend 2)Bearbeiten

Die Drei landen in einem dunklen Gang und hören das Schnarchen von Goblin-Wachen. Bevor die Abenteurer aktiv werden können, werden sie entdeckt. Die Goblins sind überrascht „Weichhäute“ und „Spitzohren“ vorzufinden, erwartet haben sie anscheinend Orks. Bei einem der Goblins fällt ein Brandmal auf: Ein Auge mit Schnitt verunziert seine Visage. Mit den penetranten Gesellen wird kurzer Prozess gemacht, danach sucht Marco mit Hilfe eines Rituals nach dem Todesstein – leider ohne Erfolg.

Mit leisen Schritten und so heimlich wie möglich huschen die Gefährten zum zweiten Ziel der Nacht: Ein ehemaliger Tempel der Heerschar, nun geschändet und dem Spötter geweiht. Kurz davor lenken Schmerzensschreie die Gruppe ab: Ein Ork foltert einen Goblin und will Informationen über den Stein herauspressen. Die Abenteurer überrumpeln den Folterknecht und verjagen die Konkurrenz. Im Tempel erwartet die Jäger des verlorenen Steins ein weiteres Scharmützel, aber wieder nicht das Objekt ihrer Begierde. Die Hobgoblin-Patrouillen machen die Abenteurer nervös, wenn möglich soll nicht ihr Blut die Straßen der feindlichen Stadt zieren. Ein etwas schlecht koordiniertes Ablenkungsmanöver scheitert: Gideon und Marco kommen nicht zur Bibliothek, sondern müssen sich vieler Feinde auf zwei und vier Beinen erwehren. Sip zieht sich in den Wald zurück, aber dort lauert ein Todessteinsuchender Ork-Trupp. Der Elf versucht mit Halbwahrheiten die Orks loszuwerden und die mangelnde kulinarische Qualität von Elfenfleisch zu vermitteln. Ein Sprung der Verzweiflung lässt ihn knapp entkommen, aber er wird durch Wald, Sumpf und über Stock und Stein von den Orks gejagt. Rettung bietet nur ein flink erklommener Baum.

Wieder vereint und leicht angeschlagen dringen die Agenten Brelands von einer andern Seite in das feindliche Gebiet ein. Die helle Nacht bietet wenig Schutz, doch das Glück ist auf ihrer Seite: in einem Waldstück können sie sich einer Patrouille entledigen – ohne, dass die ganze Hobgoblin-Stadt über sie herfällt. Durch eine eingestürzte Mauer geht es in die verfallene Bibliothek. Der Hort des Wissens birgt aber nicht den erhofften Schatz. Die Gefährten entdecken eine aufgebrochenes Geheimfach...ohne Stein. Große Schuppen in der Farbe von polierten Messing lassen nichts gutes ahnen. Umgestürzte Regale deuten auf eine große Kreatur hin. Klauenspuren an den Wänden vervollständigen das Bild. Wie soll jetzt bloß der Stein gefunden werden? Marco versichert mit Hilfe göttlicher Inspiration, dass sie sich noch nicht geschlagen geben sollen, der Stein sei noch in der Nähe. Nach einigem Grübeln und Kopfkratzen fällt Sip ein Teil des Wissens seiner naturkundigen Ahnen ein: Messing-Drachen mögen Wärme. Und zeigte die Karte des Auftragsgebers nicht eine Therme oder heiße Quellen? Kurz entschlossen wird nach dem letzten Strohhalm gegriffen und die Wagemutigen haben Glück.

Glück ist vielleicht das falsche Wort, denn die Drei stehen in den Höhlen bei der warmen Quelle bald einem riesigen Drachen gegenüber. Das Ungetüm hat anscheinend schon gefressen und beginnt zur Erleichterung der Freunde zu sprechen. „Was wollt Ihr mit dem Stein?“ verlangt der Drache zu wissen. Gideon erklärt, das er zum Wohle aller den Stein am liebsten vernichten würde – auch wenn dies gegen die Befehle ihres Vorgesetzten verstoßen würde. Der Drache kommt in Grübeln und lässt sich durch aufrichtige Schwüre überzeugen. Sip schwört leicht theatralisch, dass er den mächtigen Stein zu keinem bösen Zwecke verwenden wird. Gideon schließt sich dem an. Marco betont, dass mit dem Stein kein sinnbegabtes Wesen getötet werden soll. Der Drache scheint zufrieden zu sein und spricht von einer erfüllten Prophezeiung. Gideon kann den Stein – schwarz wie die Nacht mit blutroten Runen bedeckt – an sich nehmen.

Erleichtert lassen die Gefährten das Lager des Drachen Tyristis hinter sich und ziehen sich in den Wald zurück. Dort warten geduldig ihre Pferde, endlich können die Abenteurer durchschnaufen. Doch zu früh gefreut: Hässliche Orks treten aus dem Unterholz...

The Slaying Stone III/Riding the Rail (Abend 3) Bearbeiten

… und nähern sich mit feindseligen Mienen. Der größte Ork, ein muskelbepackter Hüne mit leerer Augenhöhle, tritt vor – und verlangt nach dem Todesstein. Eine mutige Forderung in Anbetracht der Fähigkeiten des begehrten Objekts. So empfinden auch die Helden und schließlich hebt Gideon den Stein und droht unumwunden mit seinem Einsatz, sollten sich die Grünhäute nicht sofort zurückziehen. Doch soweit soll es nicht kommen... Ein Ork, der sich in einem Baum postiert hat, schießt unerwartet einen Pfeil nach Gideon. Sip und Marco erwidern das Feuer und der fromme Kleriker, überrascht von der plötzlichen Attacke, beschwört die dunklen Kräfte des Steins, und der einäugige Anführer der Orks bricht wie vom Blitz getroffen zusammen. Zwei, drei Pfeile werden noch verschossen, dann flieht die Orkenbrut entmutigt. Marco gibt sich in der Folge höchst entrüstet, dass der Stein gegen die Orks verwendet wurde. Gideon ist sich keiner Schuld bewusst und so entwickelt sich ein längeres Streitgespräch, während die Gefährten die Pferde losbinden, der unfreundlichen Stadt Kiris-Dahn den Rücken kehren und davonreiten. Übereinstimmung herrscht immerhin darin, dieselbe Route für den Rückweg zu benutzen. Obwohl die Gefährten etwaige Verfolger fürchten, können sie nur langsam Strecke gutmachen – die vergangene Nacht ohne Schlaf hat an ihren körperlichen Ressourcen gezehrt. Das letzte Nachtlager in Darguun wird der göttlichen Heerschaar sei Dank aber nicht gestört, und am nächsten Tag erreichen sie Reisenden den Magul-Pass. Die Bestechlichkeit der Wachen dort hat aber beträchtlich gelitten – uninteressiert an den dargebotenen Münzen ordnet der Hobgoblin misstrauisch an, unverzüglich abzusteigen. Als sich die Helden widersetzen, pfeift er nach Verstärkung und es kommt zum Kampf. Nur mühsam kann sich das geschwächte (Halb)elfentrio gegen die Angreifer behaupten – Marco wird zu Boden geschlagen, doch schließlich fällt Sip den Hobgoblin und die restlichen Goblins fliehen.

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Jenseits der Seawall Mountains kann die Reise ohne weitere Unterbrechungen fortgesetzt werden. Nach einem mehrtägigen Ritt durch Thrane erreichen die Gefährten die Stelle, von wo sie ihre Mission begonnen haben. Es zeigt sich, dass die Breländer inzwischen das Lager abgebrochen und – den Spuren nach zu schließen – die Heimreise angetreten haben. Es dauert auch nicht lange bis die drei die Armee einholen. General Bren ir'Gadden unterrichtet die Helden, dass Kapitän Kalaes inzwischen nach Wroat abgereist ist und sie ihm mit der Blitzbahn dorthin folgen sollen. Dieses vom Haus Orien betriebene magische Bahnnetz verbindet alle großen Städte in Khorvaire; Karten seien für sie hinterlegt. Den neugierigen Fragen des Generals über ihren Auftrag begegnen die zur Verschwiegenheit verpflichteten Helden ausweichend. Zwei Stunden noch bis zur Abfahrt der Blitzbahn. Die Karten sind abgeholt, die Pferde zurückgegeben, und vor der wartenden Menschenmenge kündet ein Prophet mit bebenden Worten den Untergang der Welt an. Doch schließlich geht die Fahrt los…
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Die Reise ist schnell und komfortabel. Nach eineinhalb Tagen erreichen sie die am heulenden Fluss liegende Hauptstatt Brelands. Die Station der Blitzbahn ist im Osten Wroats; die Zitadelle, ein aus Obsidian erbauter großer Turm, befindet sich neben der Klingensplitterburg auf einer künstlichen Insel inmitten des Flusses. Der ortskundige Marco führt die Kameraden sogleich auf direktem Wege eben dorthin, wo sie nach kurzer Zeit zu Kapitän Kalaes vorgelassen werden. Gideon gibt detaillierte Auskunft über den Verlauf ihrer Mission. Kalaes gibt sich verständig über den unglücklichen Ausgang und stellt den Helden frei, einen weiteren Auftrag zu übernehmen. Jenseits des Greenhound Waldes liegt die die Ortschaft Sword Keep. Von der dort befindlichen Gefängnisanlage sind zwei Insassen zurück nach Wroat zu überstellen. Nach kurzem Zögern nehmen die drei an, und sie bekommen die entsprechenden Papiere. Abermals dient die Blitzbahn als Beförderungsmittel, die Abfahrt ist am nächsten Morgen. Quartier für die Nacht können sie in der Zitadelle nehmen, doch zuvor führt sie Marco in ein exquisites Lokal mit gutem Essen und noch besserem Wein. Der Abend ist mäßig fortgeschritten, als ein junges, hübsches Mädchen das Lokal betritt, sich schüchtern umsieht und dann erfreut auf den Tisch der Helden, genauer gesagt Marco, zueilt. Die anderen beiden werden Zeugen einer emotionalen Begrüßung durch die Unbekannte, doch schon zieht Marco sie zur Seite. So eindringlich er auf sie einzureden beginnt, so aufdringlich versucht auch Sip, sich ins Gespräch einzuschalten. Einzelne Gesprächsfetzen lassen erkennen, dass die beiden Geschwister sind, und es wird ein gewisser Donn erwähnt, auf den Marco nicht gut zu sprechen zu sein scheint. Nachdem das Mädchen verschwunden ist, wirkt Marco einsilbig und spricht zunehmend dem Wein zu. Als die drei aufbrechen, ist er so betrunken, dass er allein kaum laufen kann. Schließlich erreichen sie die Zitadelle und fallen in ihre Betten. Während Marco schnarchend seinen Rausch ausschläft, wird Gideon von bösen Träumen gepeinigt. Sip, der mit ihm ein Zimmer teilt, hört mehrere im Schlaf gestammelte Protestworte. Am nächsten Tag finden sich die Gefährten mit mehr oder minder klarem Kopf erneut bei der Blitzbahnstation ein. Sofort fällt ihnen auf dem hinteren Teil des Zuges eine liegende, große Säule auf, die gleich zwei Wagons beansprucht. Sie soll, so können sie erfahren, aus Xen'drik kommen und dem Haus Lyrandar gehören. Über Fairhaven wird sie quer durch Audair bis nach Stormhome gebracht, dem Herrschaftsmittelpunkt des Hauses. Marcos Kopfschmerzen klingen langsam ab, während die Fahrt fortschreitet. Gegen Abend suchen die Freunde ihre Schlafkojen auf, die sich eine Etage über ihren Plätzen befinden. Schnell hat die sanft dahingleitende Bahn sie in einen tiefen Schlaf gewiegt… Es ist stockfinstere Nach, als Gideon jählings erwacht. Er kann vier dunkle Gestalten ausmachen, die gerade dabei sind, die wehrlosen Schläfer zu fesseln. Einer hält ihm ein Messer vor das Gesicht und heißt ihn an zu schweigen. Doch mutig weckt er mit einem Ruf seine Gefährten und es kommt zu einem Kampf. Die drohende Dolchklinge hat sofort nach dem Warnruf ihr Ziel gefunden - und die Klinge ist mit einem tückischen Gift versehen. Während Gideon mühsam gegen sie Wirkung ankämpft, klettern Sip und Marco schlaftrunken aus ihren Schlafkojen und setzen sich gegen die Angreifer zur Wehr. Letztendlich gelingt es, drei von ihnen zu überwältigen, der letzte flieht in den Nebenwagon, in Richtung des Triebwagens. Doch Sip kann ihn einholen und niedertrecken. Gideon, noch vom Gift benommen, beginnt die gefesselten Mitreisenden zu befreien, als vier weitere Gegner auf die Kameraden losstürmen. Im Zuge der Kampfhandlungen wird Sip vom Zug gestoßen, kann sich aber mit viel Geschick festhalten und wieder an Bord schwingen. Derweil eilt Marco nach vorne in Richtung Triebwagen, um den immer schneller werdenden Zug anzuhalten. Im Triebwagen angekommen erwartet ihn jedoch ein Bild des Schreckens. Totes Zugspersonal liegt auf dem Boden, und ein Mann, den Hut tief im Nacken, steht mit dem Rücken zu ihm im Wagen. Daneben sitzt ein an einen Skorpion erinnerndes Metallkonstrukt. Marco herrscht den Unbekannten an, sich umzudrehen und die Blitzbahn anzuhalten. Die Antwort ist ein dunkler Energiestrahl, der den Halbelf von den Beinen fegt, und auch der Metallskorpion nähert sich angriffslustig. Endlich ist auch Sip eingetroffen und gemeinsam können sie das Konstrukt niederringen. Der Unbekannte flieht daraufhin, klettert auf den Zug und läuft in Richtung des Zugendes. Sip bleibt ihm auf den Fersen und kann ihn schließlich mit zwei wohlgezielten Pfeilschüssen zur Strecke bringen. Inzwischen versucht Marco mit dem Elementar, welches die Energie für den Betrieb einer jeden Blitzbahn beisteuert, zu kommunizieren, und kann herausfinden, dass der Zug offenbar von irgendwo weiter hinteren gesteuert wird. So laufen die Helden also alle in Richtung der seltsamen Säule aus Xen'drik; Gideon im, Sip auf dem Zug. Marco folgt in einigen Abstand. ==Riding the Rail II (Abend 4)==
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Wir befinden uns auf der Lightning Rail. Der Zug ist in voller Fahrt. Gideon und Marco bewegen sich im Inneren des Zuges, Sip wagt sich auf dem Dach in Richtung des Obelisken aus X'endrik, der von blauen Blitzen umzuckt wird. Marco und Gideon bleibt dieser Blick vorerst verwehrt: Sie stehen vor einer versperrten Abteiltür. Während die beiden mit Gewalt versuchen, durch die Türe zu gelangen, entdeckt Sip Gestalten beim Obelisk: Mehrere Figuren laufen auf ihn zu und attackieren den Elfen: Er zieht sich zurück. Schließlich brechen Marco und Gideon die Waggontüre auf. Gideon klettert ebenfalls aufs Dach während Marco versucht, sich den Weg weiter durch die Abteile zu bahnen. Das stellt sich als schwieriges Unterfangen heraus, da der nächste Waggon ebenfalls abgesperrt ist und zudem mit lauter Kisten verrammelt.

Auf dem Dach wird Sip in der Zwischenzeit vom Waggon gestoßen. Er kann sich aber im letzten Moment am Ende des rasend schnellen Zuges festhalten. Er betritt den Zug durch die letzte Waggontür. Vor ihm befindet sich eine Frau die vor einem metallischen Konstrukt steht. Das Konstrukt ist skorpionförmig, die Augen des Skorpions beginnen zu leuchten. Die Frau befördert den erstaunten Sip mittels Teleportation erneut aus dem Waggon, er kann sich erneut am Ende des Zuges festhalten. Beim Obelisken nimmt Gideon mittlerweile gemeinsam mit zwei weiteren Fahrgästen den Kampf mit den dort verbliebenen Zugräubern auf. Einer der Helfer kann einen Räuber, einen Tiefling, erledigen. Sip entscheidet sich nun wieder für den Weg auf dem Dach, wo ihn die Skorpionfrau bereits erwartet: Mit einem Hieb streckt sie ihn nieder. Gideon sieht das Geschehen und eilt in Richtung des gefällten Sip. Er eröffnet den Kampf mit der Skorpionfrau und kann gleichzeitig Sip wieder zu Bewusstsein bringen. Er nutzt diese Chance und trifft die Skorpionfrau mit einem Dolch. Die befördert ihrerseits Gideon mit einem Zauber vom Zug – auch er kann sich gerade noch am Ende des Zuges festhalten.

Marco ist mittlerweile beim Obelisken angelangt und kann dort einen Gegner niederstrecken. Wieder setzt die Skorpionfrau ihre Teleportationskräfte ein und befördert Marco in einen der Blitze auf dem Obelisken: Er bricht zusammen. Sip und Gideon können nun aber die Skorpionfrau niederstrecken, der verbliebene Tiefling ergreift die Flucht.

Nun haben die Helden die Möglichkeit sich das unheimliche Skorion-Konstrukt anzusehen: Seine Augen leuchten, er reagiert aber nicht auf seine Umgebung. Man entschließt sich dazu, das Konstrukt zu zerstören. Nun meldet sich die Halbelfin zu Wort, die ebenfalls gegen die Zugräuber gekämpft hat. Sie stellt sich als Aldeit d'Lyrandar vor. Mit ihrer Hilfe können sie den Zug anhalten. Sie will erst weiter fahren wenn sie sich ausgeruht hat. Man erfährt zudem noch, dass der Obelisk nach Stormhome gebracht werden sollte. Wie sich außerdem heraus stellt kennt Aldeit Marcos Vater. Sie wundert sich, dass er seiner Familie den Rücken gekehrt hat.

Am nächsten Tag kommen Zehn Männer des Hauses Orien. Sie bemannen den Zug und nehmen wieder Fahrt auf. Nach zehn Minuten gelangt man zu einer Weiche: Offensichtlich wollten die Räuber hier den Zug ableiten. Es gibt eine kleine Krisenbesprechung in einem der Abteile mit Kamiel d'Orien. Er nimmt die Ausweise von Marco, Gideon und Sip unter die Lupe und hört sich einen Bericht an. „Ihr habt euch eine Belohnung verdient“, sagt er. Wichtig ist ihm zudem, dass von dem Vorfall nichts an die Öffentlichkeit dringt um den Ruf des Hauses nicht zu beschädigen. Man akzeptiert sein Schweigegeeld.

Flucht aus Sword Keep Prison (Abend4)Bearbeiten

Während des Frühstücks tauschen sich die drei über ihre traurigen Familiengeschichten aus, dann erreicht der Zug Sword Keep. Wie sich hier heraus stellt ist das Gefängnis zu Fuß mehrere Stunden entfernt. Die drei erreichen schließlich das alt aussehende Anwesen. Es ist umgeben von einer drei Meter hohen Mauer, dahinter steht ein Steingebäude. Eine Wache in grauer Uniform verlangt die Papiere der Helden. Die Wache bringt sie in einen Büroraum, wo ein Gefängnisoffizier mit einem edlem Mann spricht. Man stellt sich vor und trägt das Vorhaben vor, die Gefangenen zu überstellen. Der Offizier gibt den Dreien den Gefängnisschlüssel und bringt sie zu einer Art Liftkäfig, der sie nach unten zu den Zellen bringt.

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Unten angekommen stehen sie in einem schwach erhellten Raum, der zu ihrer Überraschung leer ist. Sie gehen den Gang entlang und stehen im nächsten Raum vor einem Schreibtisch. Eine Blutspur führt in Richtung einer Eisentür, dahinter sind sechs Zellen. Gerade noch können die Helden sehen, wie ein Mann mit aufgeschlitztem Bauch in eine der Zellen gezogen wird. Sip knackt das Schloss der Eisentür, vorsichtig gehen sie nach vorne. In einer der Zellen sehen die Drei gerade, wie ein weinender Mann die Gedärme des Aufgeschlitzten aufwickelt. Von der anderen Seite springt plötzlich ein Mann daher, der den Darnmwickler attackiert. Während dem Handgemenge, das nun entsteht, kann Gideon plötzlich ein kleines Mädchen sehen, dass mit den Gedärmen Springschnur hüpft. Als der Angreifer überwältigt wird, ist plötzlich auch das Mädchen wieder verschwunden.

Was ist in dem Gefängnis los?

Flucht aus Sword Keep Prison (Abend5)Bearbeiten

Was auch immer in dem Gefängnis vor sich geht geht, es hat einigen das Leben und vielen den Verstand geraubt. Ein Gefangener namens Niels fleht um Rettung vor „dem Dunkel“. Auch die Helden der Armee Brelands werden nicht vom Wahnsinn verschont, von Halluzinationen geplagt, attackieren sie sich sogar gegenseitig. In den dunklen Gängen wird eine hässliche Gestalt entdeckt: deformiert, mit langen Armen und Stacheln auf dem Rücken greift das Monster und seine Brutgenossen nach dem Geist der Abenteurer. „Was Ihr seid waren wir einst, was wir sind sollt ihr werden“ hallt immer wieder in ihren Köpfen, wie ein furchtbarer Kinderreim, der an ihrem Verstand nagt.

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Zerbrochene Stuhlbeine und Leichen deuten drauf hin, dass einige Gefangene sich befreit haben – dies bestätigt auch Tars Perryn, einer der Gefangen, der eskortiert werden sollte. Der vermeintliche Verbrecher stellt sich – die Zunge aufgrund der furchtbaren Umstände gelockert – als Agent der Armee und die ganze Mission als Loyalitätstest heraus. Rook, der Anführer der Schurken, gibt sich nun als Kommandant aus, hat die Kameraden via Lift in ihr Verderben geschickt und will vermutlich durch die Maskerade die Drachenmalscherben des Gefängnises verhökern.

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Vorbei an dem Wahnsinn verfallen Gefangenen, die nur noch „Was Ihr seid waren wir einst, was wir sind sollt ihr werden“ murmeln, entdeckt die Gruppe ein Loch in einer Zellenwand. Wie eine Made quetscht sich gerade eine monströse Kreatur durch die Öffnung, ihr wird schnell der Gar ausgemacht. Dem Wahnsinn in diesen Gängen muss Einhalt geboten werden! Gemeinsam stellen sich die Freunde der dunklen Magie der Wesen entgegen, als das letzte Monster fällt verstummen auch endlich die Stimmen in den Köpfen der Abenteurer.

Hinter dem Loch wird ein Gangsystem entdeckt, einer der der Wege führt zu einem seltsamen Raum: In einer langezogenen Halle befinden sich sechs Nischen, in jeder Nische ist eine große, runenbedeckte, bronzene Platte, die vermutlich etwas verschließt. Eine giftig-grüne Flüssigkeit sickert zu Boden und macht die Halle genauso rätselhaft wie bedrohlich. Über die Bauherren dieses Orte und wohin die Wege in die Tiefe führen kann nur spekuliert werden....wer will schon in die dunklen Reiche Khybers vordringen.

Ein zweiter Weg führt – Göttern, Ahnen und Schicksal sei gedankt – durch einen felsigen Kamin an die Oberfläche. Entschlossen marschieren die Gefährten und ihr befreiter Loyalitätstester Tars ins Gefängnis. Dort verladen die Verbrecher gerade die Schätze des Zuchthauses auf dem Wagen eines Händlers. Die Kriminellen geben nicht klein bei, sie müssen mit Stahl, Magie und Pfeil von ihrem moralischen Irrweg abgebracht werden. Nach den Monstern aus der Dunkelheit, sind die Abenteurer fast froh sich wieder mit gewöhnlichen Banditen messen zu können. Die Verbrecher ergeben sich oder sterben im Kampf, einer kann fliehen. Dem leicht enttäuschten Händler wird die Ware wieder abgenommen, er wird aber Verstärkung zum Gefängnis schicken. Nun kann durch geschnauft werden, die Gefangen werden versorgt und auf Entsatz wird gewartet.

Mit einem Brief in der Tasche und mit vielen Kriegsgeschmiedeten in Blitzbahn reisen die Gefährten zurück zu ihrem Vorgesetzten.

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Captain Kalaes hat auch gleich einen neuen Auftrag für die Gefährten: Ein Bataillon zieht nach Droaam, um menschliche Siedler zurück ins Reich zu hohlen. Die von Hexen regierte und Monstren bewohnte junge Nation könnte ein neuer Brennpunkt des Krieges werden. Vor der neuen Mission können sich die Freunde aber kurz erholen und diskutieren tiefsinnig bei Wein und Wasser über viele Themen...zum Beispiel ob man als Drachenmalträger seinem Vaterland oder seinem Mutterhaus verpflichtet ist. Marco nützt seine Freizeit – ohne das Wissen seiner Kameraden – etwas merkwürdiger: er beobachtet seine Schwester.

Droaam (Abend 6)Bearbeiten

An diesem Abend entscheidet sich Marco, Gideon ins Vertrauen zu ziehen und ihm einen Teil seiner schicksalhaften Vergangenheit anzuvertrauen. In einem ungestörten Winkel einer Taverne erfährt der fromme Kleriker, dass Marco als Findelkind aufgewachsen ist und sich in seinen Jugendjahren in Dara, die Tochter seines Adoptivvaters, verliebt hat. Doch in Wahrheit ist auch er ein leiblicher Sohn von Donn d'Lyrandar, eines hochrangigen Angehörigen des Hauses Lyrandar. Die genauen Gründe, warum ihm seine Abstammung verheimlicht wurde, will Marco nicht preisgeben - als ihm jedoch damals diese Tatsache klar geworden ist, hatte er bereits ein intimes Verhältnis mit seiner Halbschwester begonnen. Aus Selbstekel, Hass auf seinen Vater, und um seine Mutter zu finden, hat er sein Elternhaus verlassen und ist schließlich bei der Armee gelandet.

Gideon wiederum erzählt, dass er seinen elfischen Vater niemals kennengelernt hat. Marco ist am Ende des Abends wieder recht trunken und muss von Gideon zu den Quartieren zurückgeleitet werden.

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Am nächsten Morgen versammelt sich vor dem Aufbruch noch einmal die gesamte Streitmacht von 125 Mann samt Pferden vor der Zitadelle. Das Missionsziel, nämlich die Unterstützung der Siedler gegen die Töchter von Sora Kell im wilden Teil des Landes hinter dem Grauwall, wird zur Überraschung der Helden von König Boranel ir'Wynarn persönlich verkündet. Angeführt wird die Kompanie vom breländischen König in höchsteigener Person. Gideon, Sip und Marco führen als Truppführer je neun Mann an; sie sind dem Zugsführer Halden ir'Harlach unterstellt.</p> <p class="MsoNormal">
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Zweieinhalb Wochen dauert der Ritt von Wroat über Ardev zu den Graywall Mountains. Als die Kompanie die Gebirgskette überquert hat, bietet sich die Gelegenheit, das sich im Norden abzeichnende Monument der sechs Könige zu bestaunen, einer gewaltigen, 300 Meter großen Darstellung vergangener Dhakaani Anführer. Mit der Passage dieses von Hobgoblins errichteten Memorials verlassen die Helden das zivilisierte Breland und betreten das wilde, westliche Breland.</p> <p class="MsoNormal">

Eine Vorhut wird nun auf König Boranels Geheiß zur Erkundung abgestellt. Schon nach zwei Tagen wird der Hauptstreitmacht das Antreffen von zwei bis drei Dutzend Flüchtlingen gemeldet. Die Siedler sind arg mitgenommen, hungrig und teilweise verletzt. Notdürftig werden die traurigen Gestalten versorgt - Pargrim, ein milchbärtiger Bursche mit eindrucksvoller Bewaffnung im Trupp Gideons, trennt sich voll Nächstenliebe von seiner Decke und dem Großteil seines Proviants.</p> <p class="MsoNormal"> Die flüchtigen Siedler erzählen von einer Armee von Knollen, Ogern und Trollen, die unbarmherzig den Landstrich heimsucht. Der König zieht sich daraufhin mit seinen Zugsführern zur Beratung in das Offizierszelt zurück. Mit seiner unbeschwerten Art kann auch Sip an dem riesigen, wachhabenden Kriegsgeschmiedeten vorbei ins Zelt gelangen und einige Informationen über den Feind beisteuern, was ihm Boranels Dankbarkeit sichert.</p> <p class="MsoNormal"> Der König ordnet schließlich an, dass ein Zug die Flüchtlinge zurück nach Breland führt, während die anderen drei Züge in verschiedene Richtungen ziehend nach weiteren Flüchtigen forschen. Der Zug von Halden ir'Harlach wird gen Norden ziehen und die Kameraden Gideon, Sip und Marco sollen dabei die Vorhut mimen. Marcos Zweifel an den eindeutigen Befehlen und Sips mangelnde Disziplin bringt ihnen einen Rüffel ihres Vorgesetzten ein.</p> <p class="MsoNormal"> Auch Pargrim, der Gideon durch seine Freigiebigkeit schwer beeindruckt zu haben scheint, wird als vierter Mann der Vorhut zugeteilt. Sip erhält zudem eine Vogelpfeife, mit der er dem Zug Wahrungen übermitteln kann.</p> <p class="MsoNormal"> Eineinhalb Tage reiten die vier vorsichtig durch das feindselige Land, doch plötzlich können Sips scharfe Augen Bewegungen erkennen. Die Helden geben Signal und reiten mit blankgezogenen Waffen voran.</p> <p class="MsoNormal">

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Das Geschehen vor ihnen zeigt eine Schar von Gnollen, die gerade eine weitere flüchtige Siedlergruppe attackieren. Als die hundeartigen Wesen plötzlich von der Flanke von Elfenpfeilen und magischen Blitzen beschossen werden, treten sie wütend dieser Bedrohung entgegen. Doch der junge Pargrim kann die Gnolle mit seiner Hellebarde auf Distanz halten und die vier Gefährten fällen einen Gegner nach dem anderen.</p> <p class="MsoNormal">

Doch auch die Gnolle haben einen Kleriker in ihren Reihen. Der Diener des Spötters setzt den Helden ordentlich zu und schließlich wird gar Gideon zu Boden geschlagen. Doch am Ende liegen alle Gnolle reglos im Staub und Marco kann Gideon ins Leben zurückholen.</p> <p class="MsoNormal"> Erst jetzt kommt der restliche Zug herangeritten. Wieder werden die Flüchtlinge, 13 an der Zahl, versorgt. Die entkräfteten Breländer berichten, dass einige ihrer Genossen in Richtung einer Dhakaani-Ruinenstadt geflohen sind. Halden will den Erfolg der Mission nicht gefährden und zieht mit den Geretteten zurück zur Breländischen Grenze; er stellt aber den vier Kameraden genug Pferde zur Verfügung, um die noch Vermissten zu finden und ebenfalls zurückzubringen.</p> <p class="MsoNormal"> Ohne gerastet zu haben brechen die Helden auf. Einige Stunden später erblicken die vier Reiter am Horizont die zerklüfteten Mauern alter Ruinen. Eine vorsichtige Erkundung muss Sip nach kurzer Zeit abbrechen - zu wenig Deckung versprechen die verfallenen Mauerreste. So reiten die Gefährten kurz entschlossen in die Ruinen ein. Doch das überall liegende Geröll ist von den Pferden nicht gefahrlos begehbar und die braven Tiere müssen zurückgelassen werden.</p> <p class="MsoNormal"> Im Kern der ehemaligen Siedlung sind die Mauern höher und besser erhalten. Inzwischen hat die Dunkelheit eingesetzt, was die Suche nach den Flüchtigen nicht eben begünstigt. Pargrim und Sip gehen vorne weg, die anderen beiden folgen dichtauf. Gerade als sie bei einem der vielen düsteren Winkel vorbeigehen, schießen Hände an langen, dünnen Gliedmaßen von hinten auf Marco zu und legen sich fest um seinen Hals. Zeitgleich heben zwei Gargoyles von einem benachbarten Hausdach ab und gleiten lautlos auf die Helden zu. Kampfeslärm durchdringt die Dunkelheit, als abermals ein wildes Ringen beginnt. Der röchelnde Marco kann aus dem Griff des Würgers befreit werden und kurz darauf wird die Kreatur zur Strecke gebracht. Nachdem sie einige Treffer einstecken mussten, fliegen auch die Gargoyles davon.</p> <p class="MsoNormal"> Da springt mit einem Male in der Mauer gleich neben den Kameraden eine Tür auf. Rötliches Leuchten dringt aus dem Spalt, und als sich Gideon bedächtig nähern will, wird er jählings durch die Öffnung in den Raum dahinter gezogen. Schnell folgen ihm die anderen drei hinein...</p> <p class="MsoNormal">

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Die Wände der Kammer sind mit zahlreichen Schädeln bestückt. Sie sind die einzige Lichtquelle in dem Raum, dutzende Schädel die wie glühende Kohle leuchteten. Marco fällt ein kleiner Schädel, der von einem Kind stammen muss auf.</p> <p class="MsoNormal">„Sie war süss.“ Die Stimme klang wie Stahl der an einem Wetzstein reibt, leise und rau.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify">Eine dunkle Eichen steht in der Mitte des Raums. Jetzt fallen euch die drei Frauen bei den Bäumen auf. Die Sprecherin ist dunkel und groß wie ein Oger, ihre Gliedmaßen knorrig wie jene des Baums bei ihr und ihre ledrige Haut mit blauem Schimmer. Neben ihr steht eine hübsche Elfenmaid mit schneeweißer Haut und strahlend blauen Augen. Ihre wallenden schwarzen Haare fallen über ihre Schultern und betonen ihre perfekten Gesichtszüge. Eine dritte Gestalt beobachtet euch aus den Schatten, rote Augen leuchten aus dem Dunkel unter der grauen Kutte.</p> <p class="MsoNormal">„Seid gegrüßt Reisende“ sagt die Elfe und ihre Stimme klingt wie ein Lied. „Ihr seid weit gereist, um diesen Ort zu erreichen. Einen langen und harten Pfad.“</p> <p class="MsoNormal">„Dem Untergang geweiht und zerronnen…“ knurrt die Riesin.</p> <p class="MsoNormal">„Gerade begonnen…“flüstert die Graurobe.</p> <p class="MsoNormal">Die Elfe hebt die ausgestreckter Hand. Ihre Gesichtzüge ändern sich langsam. Jetzt ist sie ein Mensch mit Augen wie Smaragde  und Haaren wie Feuer.</p> <p class="MsoNormal">„Wir kennen eure Bestimmung, Kinder. Meine Schwester spricht oft von euch Brüdern.“</p> <p class="MsoNormal">Die Graurobe flüstert: „Hütet euch vor jenem, der euch fragt: „Habt ihr jemals unter dem Ring von Syberis dem Dämon ins Auge geblickt? Er will einen Dämon befreien.“  </p>

Die Menschenfrau „Sagt eurem König. Das Land ist nicht länger Breland. Dieses Land ist jetzt Droaam. Ihr dürft die letzten Flüchtlinge von hier mitnehmen. Eilt in euer Breland. Danach ist Droaam in der Hand der wilden Rassen.“ <p class="MsoNormal"> Da die drei Hexen nicht so wirken, als könnte man ihnen eine Bitte abschlagen, erklären sich die vier Gefährten bereit, König Boranel die Botschaft zu überbringen. So schnell sie können, verlassen sie das Gebäude und rufen draußen nach den vermissten breländischen Siedlern. Und wirklich nähern sich fünf abgerissene Gestalten, anscheinend eine Familie mit drei Kindern. Anschließend eilt das Grüppchen so schnell es nur kann zurück zu den Pferden, sitzt auf, und reitet dem Zug Haldens hinterdrein.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal" style="mso-margin-top-alt:auto;mso-margin-bottom-alt:auto"> Auch auf dem Rückweg wagen die Kameraden es nicht, in dem ungastlichen Landstrich ein Lager aufzuschlagen; nur eine kurze Rast legen sie ein. Als jedoch beim Morgengrauen Sip entkräftet von seinem Pferd stürzt wird klar, dass eine längere Ruhepause unumgänglich ist. Der wackere Pargrim bietet sich an, die Wache zu übernehmen, und alle fallen in einen bleiernen Schlaf. Ja, wirklich alle; auch Pargrim wird vom Schlaf übermannt.</p> <p class="MsoNormal" style="mso-margin-top-alt:auto;mso-margin-bottom-alt:auto"> Als die Helden erwachen, ist es bereits Nachmittag. Mit Entsetzen bemerken sie, dass der weiße Gargoyle, einer der Angreifer in den Ruinen, ihnen einen Besuch abgestattet hat. Jedem Schläfer hat ein kleines Fingerknöchelchen von seiner grauslichen Kette aus Menschengebein auf die Brust gelegt. Nachdem Pargrim tüchtig ausgescholten wurde, bricht die Schar erneut auf, froh, noch glimpflich davongekommen zu sein.</p> <p class="MsoNormal" style="mso-margin-top-alt:auto;mso-margin-bottom-alt:auto"> Nun dauert es nicht mehr lange, bis der Zug eingeholt wird. Unter großem Hallo werden die Helden willkommen geheißen, berichten ihrem Vorgesetzten von ihrer Mission und der Botschaft der Töchter von Zora Kell. Dann marschieren alle zu Fuß zurück in Richtung Zivilisation.</p> <p class="MsoNormal"> Haldens Zug hat den Graywall bereits erreicht, als plötzlich Kampfeslärm zu vernehmen ist. Aller Augen blicken in Richtung einer Senke, in der sich unglaubliche Szenen abspielen. Etliche Trolle, Gnolle und Oger haben sich zusammengerottet, auch einige Gargoyles sind dabei; daneben steht eine große Gruppe breländischer Soldaten. Alle beobachten gebannt, wie ein Mensch in glänzender Rüstung, mit Schwert und Schild bewaffnet, sich mit einem riesigen Oger duelliert, der ihn um die nahezu doppelte Länge überragt. Mit einer noch gewaltigeren Keule schlägt er immer wieder nach seinem größenmäßig benachteiligten Gegner, doch immer wieder kann der den wuchtigen Hieben ausweichen. Mit Unglauben können die Soldaten schließlich erkennen, dass es König Boranel ist, der da so unerschrocken dem Oger die Stirn bietet. Gerade eben unterläuft er einen weiteren Ausfall der Kreatur und stößt ihr seine Waffe bis zum Heft in den Leib. Unter den Breländern brandet großer Jubel auf, die zerknirschten Völker des wilden Landes Droaam aber müssen den König mit seiner Kompanie ziehen lassen.</p> <p class="MsoNormal"> Hinter dem Gebirge wird den Männern endlich zwei Tage Rast gewährt. Die Mission war überwiegend erfolgreich - viele Siedler wurden gerettet und in die Heimat gebracht, die Verluste waren gering. Halden ir'Harlach informiert die Helden, dass Boranel sie nun empfängt, anschließend gibt es noch eine Siegesfeier im gebrochenen Schild.</p> <p class="MsoNormal"> Drei, der große Kriegsgeschmiedete, lässt sie passieren, und die Helden berichten wortwörtlich die Botschaft der drei Töchter. Die dreiste Unabhängigkeitserklärung erbost den König zutiefst. Für die Leistungen der Helden findet er aber höchst lobende Worte und ehrt sie, indem er ihnen anbietet, in die Ränge der Schwerter der Zitadelle zu treten, der Elitegarde von Wroat, die Kor ir'Wynarn, dem Bruder des Königs, unterstellt ist. Mit der Bitte, sich das Angebot zu überlegen, entlässt er die vier Kameraden.</p> <p class="MsoNormal"> Im gebrochenen Schild geht es weniger förmlich weiter. Mit der Ausnahme von Gideon sprechen alle Landser eifrig Wein und Bier zu, während bei jedem weiteren Erzählen von des Königs Heldentat der Oger größer und seine Keule dicker wird.</p> <p class="MsoNormal"> Der Ritt nach Wroat vergeht in Überlegungen über das Angebot des Königs. Einem Schwert der Zitadelle wird unbedingter Gehorsam abverlangt, mit einem Eid muss beschworen werden, dass man keiner göttlichen oder weltlichen Macht außer dem König verpflichtet ist. Während Gideon und Marco aufgrund ihrer Verbundenheit zu den Göttern und zum Haus Lyrandar recht schnell erklären, das Angebot nicht annehmen zu wollen, wirkt Pargrim noch unentschlossen. Sip dagegen zeigt sich von der Aussicht recht angetan. </p> <p class="MsoNormal" style="mso-margin-top-alt:auto;mso-margin-bottom-alt:auto">

In Wroat angekommen befiehlt Kapitän Kalaes die Helden zu sich und es zeigt sich schnell, dass er die Offerte von König Boranel nicht goutiert. Er erläutert die Aufgaben und Pflichten der Elitegarde noch genauer, worauf auch Sip und Pargrim unschlüssig werden. Sip fühlt sich dem Breland nur begrenzt verpflichtet, Pargrim befürchtet, zu jung und unerfahren für dieses Angebot zu sein.</p> </p>

Alte Bekannte und neue Aufträge (Abend 7)Bearbeiten

Einige Tage hat Kalaes den Helden gewährt, um zu einer Entscheidung zu kommen. Das ehrenvolle Angebot von König Boranel beschäftigt sie dabei unentwegt. Eben sieht man die vier Waffenbrüder in einer der vielen Wroater Tavernen sitzen, bei Wein respektive Wasser skeptisch über das Thema diskutierend. Als sich aber plötzlich die Schenkentür öffnet und ein Bild von einer Elfenmaid förmlich in den Raum schwebt, verlagern sich Sips Interessen schlagartig. Zielstrebig und doch charmant bezirzt er das holde Geschöpf, das sich Talara nennt, und darf nur kurz darauf der Schönen auf ihr Zimmer folgen.

Knappe 30 Minuten später setzt sich Sip mit undurchsichtiger Miene wieder zu seinen Kameraden. Sehr schnell nimmt er den Gesprächsfaden von vorhin wieder auf und erklärt, nun doch gewillt zu sein, den Schwertern der Zitadelle beizutreten und den damit verbundenen Schwur zu leisten. Mehr noch, er versucht beharrlich, auch seine Kameraden zu diesem Entschluss zu bewegen. Pargrim ist schnell dazu bereit, doch Gideon und Marco halten diesen Schritt nach wie vor nicht mit ihren anderen Interessen vereinbar. Sip bleibt beharrlich und schließlich zeigen sich Risse im Glaubensfundament – wenngleich der plötzliche Eifer des Elfen Marco etwas stutzig macht.

Es ist der nächste Morgen. Man trifft sich in der Taverne zum Frühstück. Sip beharrt darauf, dass es besser wäre den „Schwertern“ des Königs beizutreten. Gideon beschließt sich bei der schweren Entscheidung Beistand eines anderen Geistlichen zu holen. Er geht in den Tempel und spricht dort mit dem Kleriker Alein. Der kann ihm die Entscheidung nicht abnehmen, hat aber weisen Rat: „Ob Du den Göttern abschwörst, entscheiden nicht Schwüre sondern Taten.“ Gideon spricht danach noch einmal mit Marco. Und seine Worte geben die entscheidende Wendung. Gideon entschließt sich seinem Schicksal zu stellen und ebenfalls den Schwertern beizutreten.

Marco überlegt bei einer Flasche Wein noch etwas weiter. Er fasst allerdings einen anderen Entschluss: Er nimmt seinen Mut zusammen und geht zum Haus seines Vaters. Zwei Wachen an der Tür bringen ihn zu dem Mann. Donn d'Lyrandar wirkt nervös. „Komm, wir gehen in den Keller“, sagt er. Donn bringt Marco in einen speziellen Raum, auf dem Weg dorthin sieht er sich immer wieder um. Donn d'Lyrandar ist sichtlich nervös. Der Raum sei überwachungssicher, sagt Donn. Und er hat überraschende Kunde zu bringen: „Du bist nicht mein Sohn“, sagt er. „Du wurdest mir als Kind gebracht. Ich habe mich mit dem Teufel eingelassen. Er hat meine Frau getötet. Er ist mächtig und zu allem fähig.“ Wer der „Teufel“ genau sein soll, kann oder will Donn d'Lyrandar nicht sagen. Nur einen Satz noch: „Er hat gesagt: Hast Du jemals unter dem Ring von Cyberis einem Dämon ins Auge geblickt?“ Marco läuft ein Schauer über den Rücken, als er die Worte der Hexen aus Donns Mund wieder hört. Und eine weitere Nachricht hat er noch für Marco. „Deine Mutter ist nicht tot.“ Das Feuer war anscheinend nur eine Inszenierung. Die Unterhaltung kommt dann noch zu Dara, Donns Tochter. Marco hat eine Botschaft für sie: „Sag ihr ich muss fort, aber ich werde sie wieder sehen.“ Wenig später kommt Marco mit einer weiteren Flasche Wein zu Gideon. „Ich habe den Satz gehört“, sagt er. „Und ich habe auch eine Entscheidung getroffen...“

Alsbald gehen alle vier – Pargrim ist auch dabei – zu Käptn Kalaes. „Wir sind bereit den Schwur zu leisten“, sagen die Helden. Die Worte gehen vor allem Sip, Marco und Gideon nicht leicht über die Lippen, aber sie leisten den Schwur.

Auf den Hügeln lodern die Feuer. In Bieshk sind überall Lagerfeuer entzündet, Hobgoblins, Grottenschrate und Schuppenwesen haben sich in großer Schar versammelt. Einst haben sie Khorvaire beherrscht und heute Nacht stehen sie wieder zusammen. „Wir sind die Daar, das Volk dieses Kontinents,“ ertönt es wie aus einer Stimme. „Niemand wird uns standhalten“. Aus der Menge tritt ein einzelner Sprecher. Er erklimmt den steinernen Thron. Auf der 100. Stufe hält er inne und dreht sich um. „Ich bin Azakhul, der Sohn des Drachen. Morgen wird es Krieg geben!“ Seine Stimme bringt sein Heer zum Jubeln. „Auf in den Krieg!“

Es ist Frühsommer, zwei Jahre sind vergangen, seit unsere Helden den „Schwertern“ des Königs beigetreten sind. Sie werden zu Captain Kalaes gerufen. „Wir haben einen Auftrag für euch“, sagt der Offizier. „In den Eldeenreichen ist es unruhig geworden. Macht euch dorthin als Glücksritter getarnt auf und bringt in Erfahrung was dort los ist.“ Gesagt getan: Die drei werden vom Haus Orion nach Xandra teleportiert, von dort geht es mit dem Streitross weiter. Mittlerweile ist es heiß geworden. Sie sind bereits mehrere Tage unterwegs, da finden sie ein verlassenes Bauernhaus. Die drei ritten den ganzen vormittag ohne eine Siedlung zu sehen. Sips geschärfte Elfensinne schlagen Alarm. „Etwas stimmt nicht“, sagt er. Der Weg wird von Bäumen gesäumt, aber kein Tier ist zu hören. Plötzlich nimmt der Elf ein Knacken im Unterholz wahr. „Hinterhalt!“ ruft er noch schnel

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l, als plötzlich Hobgoblins aus dem Wald stürmen. Die ersten zwei werden sofort von einem Donnerschlag Marcos gefällt, aber weitere Feinde laufen heran. Besonders bedrohlich wirkt ein flammender Hund. Er hüllt die Helden in Feuer, ein Hobgoblin mit einer Schwarzen Klinge auf seinem Wams schießt mit Blitzen. Noch mehrmals kann Marco Feinde mit Blitzen fällen, aber die Drei müssen heftige Treffer einstecken. Am Schluss stehen nur noch der Feuerhund und der Blitzschmeisser den Helden gegenüber. Das Feuer verzehrt Gideon und er geht zu Boden. Der Hobgoblin wird ebenfalls von Marco gefällt, aber auch der kann dem Feuer des Hundes standhalten. Im letzten Moment kann Sip den Feuerhund mit einem Pfeil erlegen. Schnell eilt er seinen Freunden zu Hilfe und kann sie ins Leben zurück holen. Dann startet er einen Versuch, den Hobgoblin mit dem Schwert auf der Brust zu verhören. „Mit euch spreche ich nicht“, sagt der Unhold. „Die schwarze Klinge wird euch alle zerstören.“

Im Bauernhaus liegen fünf menschliche Leichen. Drei von ihnen tragen Kettenhemden und haben Schwertscheiden angelegt. Einer scheint ein Bauer zu sein und einer ein Edelmann. Seine Papiere weisen ihn als „Gavrin Barebert“ aus. Nachdem die Drei keine weiteren verwertbaren Hinweise entdecken reiten sie weiter. Gegen Abend lichten sich die Bäume und die Drei stehen vor einer kleinen Siedlung an einem Fluss. Der Eingang zu dem kleinen Dorf wird von einer Gruppe bewaffneter Männer bewacht – eine ungewöhnlich große Wachmannschaft gemessen an der Größe der Siedlung. „Was ist euer Begehr?“ blafft ihnen einer der Männer entgegen. Die Helden erzählen von ihrer Begegnung mit den Hobgoblins, da bessert sich die Laune der Wachen. „Wir können etwas Hilfe gegen die Hobgoblins gebrauchen. Meldet euch im Zollhaus bei Captain Soarana.“ Sip fragt noch nach einem Druiden im Dorf: Avatil ist ein junger Druide und lebt etwas außerhalb.

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Das Zollhaus ist das einzige Steingebäude in dem Dorf. Eine hochgewachsene, kräftige Frau mit dunklen Haaren empfängt die Drei und schickt sie vorerst in eine Taverne. „Ich werde dort später mit dem Dorfsprecher dorthin kommen.“ Die Taverne, der „Grünen Apfel“, wird von einem Zwerg betrieben. Die Helden sprechen mit ihm über die Hobgoblins, dann kommt Soaran mit einem Mann in die Taverne. „Ich bin Noro Viston, der Dorfsprecher.“ Noro berichtet von ungewöhnlich großen Angriffen der Hobgoblins in der letzten Zeit. „Sie kommen vor allem aus den Bergen“, sagt er. „Ich habe einmal eine Gruppe Wachen losgeschickt, aber sie sind nie zurück gekommen.“ Die Helden sagen ihre Hilfe zu und erklären sich bereit, in den „Hexenwald“ zu gehen um dort mehr über die Angriffe in Erfahrung zu bringen. „Sucht Jorr auf“, sagt Noro. „Er kennt den Hexenwald wie kein Zweiter.“

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Am nächsten Morgen setzen die Drei mit einer Fähre auf die andere Seite des Flusses über. Die Brücke, so erfahren sie, wurde vor langer Zeit zerstört. Bevor es in den Wald geht statten die Helden dem Druiden einen Besuch ab. Der junge Mann – ein Halbork – berichtet ebenfalls von Hobgoblinangriffen. Dann suchen sie das Haus von Jorr. Im Wald finden sie eine marode Hütte mit einer Veranda. Draußen hängen Fischernetze und drei Hunde kommen den Helden entgegen. Dann zeigt sich ein hagerer Mann mit grauen Haaren. „Verschwindet hier“, lautet seine Begrüßung. Die Helden sprechen sofort von ihrer Jagd auf Hobgoblins, was Jorr milde zu stimmen scheint. „Ich hasse diese Kerle“. Jorr berichtet von Angriffen vor allem entlang des Morgenweges. „Ich werde euch führen, ich bin euer Mann.“

Als erstes will die Gruppe die Festungsruine am Hexenweg erreichen. Nach mehreren Stunden Marsch schlagen sie sich durch ein Gebüsch und stehen vor einem Hügel, auf dessen Kuppe die Ruine steht. Sip schleicht sich hin, kann aber nichts auffälliges entdecken. Jorr, in den Zeichen des Waldes besser geschult, kann Hobgoblinspuren entdecken. Vorsichtig gehen die Vier auf die Ruine zu. Im Erdgeschoss hören sie Stimmen...

Nach der Ruine ist vor der Ruine (Abend 8)Bearbeiten

Sip wagt einen Erkundungsgang, die Sorge entdeckt zu werden lässt ihn aber bald umkehren. Jorr schlägt vor, die Hobgoblins mit einem Feuer anzulocken und dann zu überrumpeln. Dem Plan wird entsprochen und am Abend entfachen die vier Gefährten etwa 100 Meter von der Ruine entfernt ein lustiges Feuer. Dabei können sie im Turm der Gemäuers eine grüne Flamme erkennen – können aber nicht lange über deren Herkunft rätseln, denn schon kommt eine Schar Hobgoblins auf Worgs herangeritten. Ein harter Kampf beginnt, denn auch ein Mantikor, der über den Bäumen kreist, setzt den Helden zu. Erst als Jorr und Marco bereits die Waffen gestreckt haben, kann Sip den letzten der Hobgoblins bezwingen. Auch sie haben Emblem der schwarzen Klinge auf ihrer Brust.

Sobald Sip die anderen beiden ins Leben zurückgeholt und die ärgsten Wunden verbunden hat, versuchen die wagemutigen Forscher sich möglichst geräuschlos in die Ruine einzuschleichen. Doch sie sollen nicht weit kommen. Als Marco hinter Sip durch eine Bresche das Innere der Ruine betreten will, tritt er eine einige lockere Stein los… und der Mantikor, der über ihren Häuptern auf der Turmspitze wacht, entdeckt die Gruppe. Mit einem Angriffsschrei stürzt er hinab, und durch eine Tür stürmen einige Hobgoblins, geführt von einem hünenhaften Minotaur, auf die Helden los. Auch ein Grottenschrat betritt den Schauplatz, hält sich aber im Hintergrund.

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Sip gibt sich Angesichts dieser Gegnerschar gewohnt selbstbewusst und gewährt dem Mantikor großzügig freien Abzug – und tatsächlich, das entsetzliche Mischwesen hebt wieder ab und entschwindet in die Nachtschwärze. Doch auch ohne diesen Helfer weiß die Brut, die sich da in der Ruine eingenistet hat, sich wohl ihrer Haut zu wehren. Der Minotaur schlägt Jorr, der sich mutig voran stellt, handtiefe Wunden, während der Schrat mit dunkler Magie den Gefährten zusetzt. Und wenn auch nach wenigen Minuten die Hobgoblins sämtlich im Staub liegen, die Gegner sind gar zu mächtig, zu reichlich fließt das Blut aus den unzähligen Wunden. Selbst dem Tode nahe, kann Marco dem schon bewusstlosen Jorr einen Heiltrank einflößen und zusammen mit ihm fliehen. Derweil bleibt Sip nichts anderes übrig, als sich zu ergeben. Vielleicht ist es seinem gewinnenden Lächeln und dem Märchen, er wäre ein Söldner, zu verdanken; jedenfalls wird er nicht sofort massakriert, sondern erst einmal eingesperrt. Dank seines Dolches, den er in einem Stiefel mitschmuggeln konnte, kann er aber nach wenigen Versuchen das Schloss knacken und sich aus der Ruine stehlen. In einiger Entfernung verbirgt er sich im Gesträuch, wo er schließlich von seinen besorgt suchenden Freunden entdeckt wird. Ob es sich nun empfiehlt, ein weiteres Mal die Ruine zu besuchen, soll nun durch die göttliche Vorausschau Arawais herausgefunden werden.

Sie kommen! (Abend 9)Bearbeiten

Nach Diskussion und göttlicher Zwiesprache entschließen sich die Kameraden zu einem neuen Versuch. Auf dem Weg zur goblinverseuchten Ruine stolpern sie über eine Patrouille mit Hobgoblins. Die Kreaturen schleppen einen Gefangen mit sich. Mutig und mehr oder weniger geschickt wird versucht mit Stahl, Pfeil und göttlicher Macht den Mann zu befreien. Die Goblins werden bis zum letzten Mann aufgerieben und der Gefangene befreit. Er stellt sich als Wandler mit dem Namen Tars heraus. Tars war Gefährten und mit einer druidischen „Hüterin“ unterwegs und wurde vor (vermutlich) einigen Tagen von den Goblins überfallen. Er kämpft – so seine Aussage - auf Seiten der Eldeenreiche und braucht nicht viel Motivation um wieder eine Waffen gegen die Goblinbrut in die Hand zu nehmen.

Über die Burg wacht der Minotaure von einem Turm aus. Die Abenteurer schleichen sich an der Mauer und über einen bröckligen Sims entlang an einen Zugang heran. Trotz Seil und Vorsicht reicht das Klettergeschick nicht aus: immer wieder verliert jemand den sicheren Tritt und – obwohl das Klettern glimpflich überstanden wurde – ist es mit der Heimlichkeit vorbei. Während der Minotaurus zornig attackiert versucht der Grottenschrat wie beim letzten Mal die Gruppe mit seinen Zaubern im Schach zu halten. Aber diesesmal können gemeinsam die Monstren besiegt werden. Bei der Leiche des Grottenschrates findet man eine sorgenerregende Karte, Winterbrecherin – den Legenden nach eine untote Druiden - wird erwähnt, und es scheint wohl eine Armee sich auf eine Invasion vorzubereiten. Der Zeitplan der Feinde wird sorgsam studiert und mögliche Taktiken überlegt.

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Im Turm entdecken die Abenteurer einen ausgemergelten Körper auf einem Holzgestell – anscheinend die Quelle des unheimlichen, grünen Lichtes. War dies ein Signal? Und wen ja – für wen? Im Erdgeschoß des Turms finden die Gefährten auch eine Falltür, die zu einem alten Kellerraum führt. Am Boden liegt ein Skelett mit einem Pfeil in der Brust und in drei von Gittern versperrten Alkoven liegen seltsame Schätze. Im ersten Alkoven hütet eine Truhe magische Ausrüstung. Der zweite Alkoven mit einem Schreibtisch birgt Papiere aus der Zeit der „Reinigung“ der Anhänger der Silbernen Flamme und ein Buch über Goblins. Für den dritten Alkoven mit einem Regal mit zehn Schatullen reicht nicht die Zeit und Sips Schlossknackerfähigkeiten, die Gruppe bricht auf, verbirgt die Falltür und gelobt in ruhigeren Zeiten nochmal zurückzukehren.

Nach einer ruhigen Nacht im Wald wird ein Plan gefasst: Gideon unbd Jorr warnen die nahegelegen Siedlungen, Tars, Marco und Sip gehen nach Westen und erkunden die in der Karte vermerkte Brücke. Möglicherweise bietet diese Engstelle eine Möglichkeit um den Feinden einen Strich durch die Rechnung zu machen.

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Schnell wird losmarschiert. Nur bei einer alten Statue mit wolfsartigen Zügen wird kurz verweilt um sie zu untersuchen (und einige Blicke auf den die Gruppe begleitenden Wandler zu werfen). Kurz drauf wird das Ziel erreicht und ausgespäht: Eine rund 40 Meter breite Schlucht wird von einer Steinbrücke überspannt. Je zwei 12 Meter hohe Türme bewachen die Brücke, in den Türmen kann man vage Gestalten erkennen. Auf der anderen Seite der Schlucht sind Zelte und Rauch zu sehen – die Feinde warten.

Wie hält man eine Armee auf? (Abend 10) Bearbeiten

Die Gefährten stehen erst einmal ratlos vor der Brücke. In jedem der vier Türme ist eine Hobgoblin-Wache, zwischen den Türmen lauert eine brennende hundeähnliche Kreatur, wie sie sie schon öfter gesehen haben und auf der anderen Seite der Schlucht verraten Zelte und Rauch noch weitere Feinde. Klar, das Beste wäre es, die Brücke zu erobern und dann zu zerstören. Aber kann es überhaupt gelingen die Brücke zu erobern? Sip ist optimistisch aber Tars fürchtet, dass ein Angriff über  das freie Gelände zur Brücke wenig Aussicht auf Erfolg hat. Und selbst wenn es gelingen sollte, die Brücke zu erobern, wie kann man sie dann zerstören? Marco schlägt vor, die Schlucht abseits der Brücke zu überqueren um die Hobgoblins vom anderen Ufer zu überraschen. Vielleicht kann man ja einen Baum über die Schlucht legen? Aber die Schlucht ist breit, an ihrem Rand wachsen keine hohen Bäume, so wird dieser Plan erst einmal wieder verworfen. Ein Angriff am Tag werscheint ohnehin als sinnlos, daher folgen die Gefährten der Schlucht ein Stück flußabwärts, um die Schlucht außerhalb des Blickfelds der Wachen genauer zu untersuchen. Leider ist das Ergebnis wenig ermutigend: Die Felsen fallen gut vierzig Meter senkrecht nach unten ab und in der Schlucht rauscht ein reißender Fluß. Hinunter könnte man ja kommen, über den Fluß vielleicht auch noch, aber dann auf der anderen Seite die Felswand zu erklimmen erscheint aussichtslos. So kehren die Gefährten denn wieder zur Brücke zurück, dort kann der einzige Ort für einen Angriff sein. Sip schlägt im Scherz vor, dass Marco sich als Goblin verkleiden soll, Marco reagiert ziemlich erbost, er kann in der Situation überhaupt keinen Gefallen an Scherzen finden. Schließlich begibt sich Sip auf eine Beobachtungsposition am Waldrand während Marco und Tars in einem weiter entfernten sicheren Versteck den Einbruch der Nacht abwarten. Sip beobachtet, dass die vier Hobgoblins in den Türmen bei Sonnenuntergang abgelöst werden, die flammende Hunde-Kreatur dagegen bleibt an Ort und Stelle. Etwas später, nachdem es einigermaßen dunkel geworden ist, machen sich die Gefährten dann an den Angriff. Marco überlegt noch, seine Rüstung abzulegen um besser schleichen zu können, aber Tars redet es ihm aus.Die drei schleichen sich, so gut es im freien Gelände möglich ist an die Brücke heran, doch sie kommen nicht weit, bevor ein Alarmruf ertönt. Also bleibt nur noch der offene Sturmangriff. Marco kann schon mit seinem ersten Blitz einen der Hobgoblins vom Turm schießen, aber dafür setzt ihm der flammende Hund arg zu. Sip eilt auf den Turm, von dort kann er drei weitere Hobgoblins, die aus dem Lager gekommen sind, mit einem schnellen Pfeilhagel niederstrecken, aber auch ihn trifft immer wieder ein Pfeil. Tars hält den flammenden Hund ihn Schach, ohne die Bestie ernsthaft zu verletzen, Marco schaltet mit weiteren Blitzen den verbliebenen Wachposten am diesseitigen Ufer aus und setzt auch dem Hund zu. Da kommen zwei weitere Gestalten aus dem Lager über die Brücke geeilt: Eine Gestalt, die vollkommen in einer Robe verborgen ist und ein riesenhafter Hobgoblin. Sie erreichen Marco, der am nächsten am Turm steht, aus der Robe stossen schreckliche Tentakel hervor und packen Marco, die Tentakel machen sich daran, ihm die Lebenskraft auszusaugen. Marco schleudert den beiden Kreaturen noch einen gewaltigen Blitz entgegen unter dem die berobte Tentakelkreatur benommen taumelt, doch die Tentakel halten ihn weiterhin fest. Sip nimmt die Kreatur vom Wachturm aus unter Beschuss, und feuert Pfeil um Pfeil in die Gestalt, Tars kann sie dann endlich mit einem Hieb seiner Stachelkette zu Fall bringen. Aber im gleichen Moment springt ihn von hinten der flammende Hund an und er verliert das Bewußtsein. Marco kann den Hund mit einem Blitz wegschleudern, so dass Tars wenigsten nicht mehr in der versengenden Aura liegt, aber kurz danach wird auch er niedergestreckt.

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Der riesenhafte Hobgoblin wendet sich zur Flucht und wird von Sip niedergestreckt. Tars Wunden heilen von selbst, so dass er wieder zu Hilfe eilen kann, aber es gelingt ihm weder, den Hund mit seiner sengenden Aura vom bewusstlosen Marco wegzustossen noch ihm ernsthaft Schaden zuzufügen. Als Marco schon am Rand des Todes ist flößt Sip ihm einen Heiltrank ein. Marco kommt taumelnd zu Bewusstsein und schafft es den Hunden mit einem Blitz zu töten, so dass die sengende Aura endlich erlischt. Zwei der Hobgoblin Bogenschützen sind geflohen, alle anderen getötet. Die Gefährten sammeln alle brauchbaren Waffen und Werkzeuge aus dem Hobgoblin-Lager und von den besiegten Feinden, dann machen sie sich daran, die Brücke zu zerstören. Sip kann eine Schwachstelle entdecken, einen Riss an der Unterseite des Steinbogen, dort setzen sie an. Sip schleudert ein Flächschen mit alchemistischem ätzenden Feuer dagegen, das dem Stein deutlich zusetzt. Dann feuert er unzählige Pfeile auf die Brücke, immerhin bei einem davon wirkt die Magie seines Bogens, der Pfeil explodiert in einer donnerndfen Explosion, die weitere Steine aus der Brücke schlägt. Gleichzeitig bearbeitet Marco die Brücke mit Blitzen, die immer wieder weitere Risse in den Stein schlagen. Marco schlägt noch vor, die Brücke nicht komplett zu zerstören sondern nur geschwächt stehen zu lassen, damit sie bei ihrem Einsturz noch feindliche Soldaten in den Tod reißt. Sip und Tars argumentieren dagegen, zu groß erscheint ihnen das Risiko, dass die Brücke gar nicht einstürzt und die Hobgoblins vielleicht einen Weg finden, den Schaden wieder zu reparieren. So schleudert Marco weitere Blitze gegen den Brückenbogen, bis dieser schließlich einstürzt. Die Gefährten verbringen noch eine Nacht in einem der Wachtürme, dann machen sie sich auf den Rückweg. Nach zwei Tagen erreichen sie die Burgruine. Dort haben sich ein paar Hobgoblin-Kundschafter eingenistet, die problemlos besiegt werden können. Diesmal ist genug Zeit, um die verbliebenen Schätze ihm geheimen Raum unter dem Turm zu plündern. Sip schafft es zwar wieder nicht, das Schloss am Gitter der verbliebenen Alkove zu knacken, aber mit Hilfe von Tars Stachelkette und eines Hobgoblin-Speeres gelingt es, die Schatullen von den Regalbrettern und durch das Gitter zu schieben. So erbeuten die Gefährten auch den letzten Teil des Schatzes, 1500 Goldstücke und eine Besitzurkunde für die Burgruine. Nachdem das geschafft ist, kehren die Gefährten nach Drellins Fähre zurück. Sie berichten kurz von ihren Taten und von der Bedrohung durch die Hobgoblins. Der Stadtsprecher ist nicht gerade glücklich über die Zerstörung der Brücke aber akzeptiert, dass das nötig war. Kapitän Soranna erklärt den Gefährten noch, dass das Hobgoblin Heer vermutlich beabsichtigt, auf den Resten der alten Zwergenbrücke in Drellins Fähre eine Behelfsbrücke zu errichten, um den Fluss zu überqueren. Bis der Stadtrat bereit ist, mit ihnen zu sprechen, kehren Sip und Tars im Wirtshaus zum Grünen Apfel ein. Dort treffen sie wieder auf Gideon, der sich ihre Erlebnisse schildern lässt. Kurz darauf kommt eine staubige Reisende im Wirtshaus an, eine Abenteurerin, die sich als Tiana Sura vorstellt und berichtet, dass sie südlich des Düsterwalds von Hobgoblins und Ogern überfallen wurde. Nach einer ruhigen Nacht im Wirtshaus bringt Kapitän Soranna die Gefährten zum Stadtrat. Marco schildert dem Stadtrat, was sie gesehen haben - leider kann er nur von Kundschaftern und gefundenen Plänen berichten, nicht vom Hobgoblin-Heer selbst, denn das haben die Gefährten nicht gesehen. Sip schildert noch einmal eindringlich, wie groß die Gefahr ist, er versucht dem Stadtrat klar zu machen, dass Flucht die einzige Chance ist. Trotzdem ist der Stadtrat noch gespalten. Telora will flüchten, Frau Kelkin will versuchen mit den Hobgoblins zu verhandeln - sie glaubt, dass die Kreaturen nur auf der Suche nach Schätzen sind und beschwichtigt werden können. Jormel, ein reicher Grundbesitzer will gegen die Feinde kämpfen. Kapitän Soranna will nicht entscheiden, merkt aber an, dass ein Kampf wenig Aussicht auf Erfolg hat. Als Marco und Tars die berobte Tentakel-Kreatur beschreiben, gegen die sie an der Brücke gekämpft haben, erklärt ihnen der junge Druide von Drellins Fähre, dass das vermutlich eine Daelkyr-Kreatur ist. Die Daelkyr sind Mächte des Wahnsinns, früher einmal Feinde der Hobgoblins, die durch Siegel gebannt wurden. Sip und Tars vermuten daraufhin, dass die ganze Armee unter der Kontrolle der Daelkyr stehen könnte, vielleicht will sie ein solches Siegel zerstören. Verhandlungen mit den Hobgoblins erscheinen ihnen unter diesden Umständen auf jeden Fall sinnlos. Sip schildert dem Rat noch einmal eindringlich, wie grausam und gefährlich die Armee ist, er weist auch darauf hin, dass gefangene Hobgoblins lieber starben, als etwas über ihre Pläne zu verraten. Schließlich stimmt der Stadtrat ab. Jormel will weiterhin kämpfen, aber die anderen sind sich einig, dass Drellins Fähre evakuiert werden muss, alle Einwohner müssen fliehen. Tars fragt noch den Druiden, ob man vielleicht Hilfe von der Winterbrecherin bekommen könnte - wenn sie auf der Karte der Hobgoblins verzeichnet ist, ist sie offensichtlich eine Macht, mit der man rechnen muss, doch der Druide rät von solchen Spekulationen ab - die Winterbrecherin ist nur eine Legende, aber selbst wenn es sie gibt hätte sie wohl kaum ein Interesse daran, sich einer Armee von Hobgoblins in den Weg zu stellen. Es dauert nur einen Tag, dann sind alle Bewohner von Drellins Fähre bereit zur Flucht. Die Gefährten bleiben zunächst noch zurück, vielleicht können sie ja noch einen Weg finden,  um die Armee der Hobgoblins etwas zu verzögern.

Der Weg nach Rhest (Abend 11) Bearbeiten

Cut Szene

Azar Kull blickte noch kurz dem Boten nach, der gerade sein Zelt verließ, nachdem er die schlechte Nachricht überbracht hatte. Die wichtige Brücke über die Schlucht ist zerstört worden. Der Bote hatte von einer kleinen Gruppe Elfen berichtet, die es anscheinend geschafft hatte die steinerne Brücke zum Einsturz zu bringen. So wie auch Koth über drei Elfen berichtet hatte, bevor Azar Kull nichts mehr von ihm gehört hatte.  Was machten Elfen hier im Eldeenreich. Mit einem kräftigen Schluck marazull spülte er den Ärger hinunter und trat aus dem Zelt. Sein Blick fiel auf das gewaltige Heerlager vor ihm. Hunderte Zelte sind im Tal rund um sein Zelt aufgestellt. Banden von Goblin Worgreitern, Batallionen von entschlossenen Hobgoblinkämpfern trainieren auf einem nahen Übungsplatz. Große kräftige Oger marschieren durch das Lager und ein Wyvern kreist in den Lüften über dem Lager.

Sie haben lediglich ein bisschen Zeit verloren sagte er sich. Es wurde Zeit zum Aufbrechen.

Leer und still ist es in Drellins Fähre geworden. Die Einwohner haben sich auf den langen Weg über Grünklinge nach Erlaskar gemacht, und die Helden sind zurückgeblieben. Eben tritt Avarthel auf die Helden zu, und berichtet ihnen, dass ihm Kunde von weiteren Hobgoblin-Aktivitäten zugetragen wurde. Hinter den ausgedehnten Wäldern im Norden läge ein weitläufiges Sumpfgebiet, dort sei eine alte Ruine, vor tausenden Jahren während des Krieges des Dhakaani gegen die Daelkyr von Hobgoblins errichtet. Was an den Gerüchten dran ist und das Gesocks dort treibt, wollen die Gefährten herausfinden. Noch weiter hinter den Sümpfen befindet sich nach Avarthels Erzählungen der Düsterwald, ein feindseliger Ort mit verkrüppelten Bäumen, Giftpflanzen, Insektenschwärmen und Kreaturen des Schattens. Mabar, die Ebene der endlosen Nacht, berührt diese Gegend, und es empfiehlt sich, sie tunlichst zu meiden. In der verlassenen Ortschaft sind schnell genug Vorräte aufgetrieben und die Reise kann beginnen. Mit der Wegbeschreibung des Druiden haben sie nach drei Tagen den Sumpf erreicht; ein schmaler Pfad, gesäumt von wenigen Bäumen und Grasinseln, windet sich durch die triste Umgebung. Schon nach einem kurzen Marsch entdecken sie in einiger Entfernung eine Holzpalisade, die den Weg zur Gänze versperrt. Tars erklettert einen Baum und kann erkennen, dass sie von Hobgoblins befestigt ist und kaum ungesehen überwunden werden kann. Die Kameraden beschließen, ein kleines Floß zu zimmern, und die Palisade großzügig zu umschiffen.  Wegen der spärlichen Vegetation braucht Tars mit seinem kleinen Beil, welches er aber geschickt zu führen versteht, bis zum nächsten Tag, um das Gefährt zu vollenden.
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Mit zwei Staken beginnen die Helden in einigem Abstand zu der Palisade mit der mühsamen Fahrt durch den Sumpf. Ohne Zwischenfälle, doch recht langsam, erreichen sie schließlich in einem Halbkreis wieder den Weg, der nach der Palisade weiterführt. Nicht weit davon, auf einer kleinen Erhebung mit einem knorrigen Baum, entdeckt Sip eine mehr als menschengroße, tote Eule. Neugierig geworden nähert sich die Gruppe dem Inselchen, doch mit einem Male fährt ein grünes, drachenähnliches Ungetüm aus einer Erdspalte und attackiert das Floß. Die Helden werden ins Wasser geworfen und retten sich unter den Angriffen der Kreatur auf die Erhebung. Verzweifelt versuchen sie, sich ihrer Haut zu wehren, doch die grüne Haut des Monsters ist dick und kaum zu durchdringen. Marco bricht blutend zusammen, doch Sip kann schließlich mit einigen gutgezielten Pfeilsalven den Angreifer fällen.
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Noch während die Freunde ihre Wunden versorgen, nähern sich fünf weitere große Eulen, eine jede wird von einem Wandler geritten. Sie landen, und ein muskulöser Wandler, vielleicht der Anführer, knurrt die Helden an, was sie hier zu suchen hätten. Er untersucht auch die tote Eule und schneidet schließlich mit einem Messer den Magen des getöteten Untiers auf und findet tatsächlich einen goldenen Fingerring, offenbar das Eigentum eines weiteren glücklosen Eulenreiters. Als er schließlich aus dem Mund der Helden erfährt, dass sie das Untier zur Strecke gebracht haben, ordnet er an, das die drei zum Stammessprecher zu bringen sind. Ein jeder von ihnen darf eine der flauschigen Eulen besteigen und ein aufregender Flug über den Sumpf beginnt. Der Wind pfeift ihnen um die Ohren, doch letztendlich nähern sie sich einem Hügel, der von etlichen Lichtern bedeckt ist. Als sie sich weiter nähern, erkennen sie eine Siedlung,  die von drei großen Türmen in der Mitte dominiert wird. Die Eulen
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setzen zur Landung an, und die Gefährten werden an den vielen Lichter vorbei (die übrigens in Laternen kasernierte Glühwürmchen sind) zu einem großen Haus gebracht, in dem sie der greise Dorfsprecher empfängt. An seiner Seite ist eine weitere Wandlerin, auch in die Jahre gekommen, um ihren Hals ein Amulett mit einer Pinie – eine Druidin der Waldhüter. Der Dorfsprecher stellt sich als Ganeth Magnan vor, die Frau neben ihm heißt Morai Sakala und ist die Mondsprecherin. Der  gut gebaute Wandler, der den ersten Kontakt mit den Helden hatte, nennt sich Killiar. Der Dorfsprecher bestätigt das Aufkommen von Hobgoblins bei den Ruinen von Rhest, die Brut wird von einem Hobgoblin namens Saarvith angeführt. Seine Besorgnis ist dem Dorfsprecher ins Gesicht geschrieben, und er bittet die Gefährten, sich des Problems anzunehmen. Er stellt ihnen ein Boot zur Verfügung, um die Ruine zu erreichen, und Sellya, die Schwester des getöteten Eulenreiters, bietet sich als Begleiterin und Führerin an. Außerdem bestätigt Morai Sakala die Existenz der Winterbrecherin. Sie gehörte zu den Aschejüngern, einem fanatischen Druidenzirkel, der Urbanisierung und jeglichen Einsatz von arkaner und göttlicher Magie ablehnt. Durch unheilige Magie wurde sie zu einem Leichnam, der nur nach der Zerstörung ihres Phylakterums endgültig getötet werden kann. Ganeth Magnan legt Tars nahe, „den Mond zu umfassen“, sich mit der animalischen Seite seiner Herkunft auseinanderzusetzen. Nach einer ungestörten Nacht im Vorratszelt und einem nahrhaften Frühstück dürfen die Helden dem Begräbnisritual der Wandler beiwohnen. Anschließend werden sie mit einigen Heiltränken ausgestattet und brechen zusammen mit Sellya auf. Die Ruinen befinden sich mitten in einem See, der bald erreicht ist.
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Die kundige Wandlerin kennt einen guten Aussichtspunkt, von dort wird die Ruinenstadt in Augenschein genommen. Die Häuser sind alle überflutet und ragen nur wenig aus dem Wasser. Nur zwei Bauwerke sind deutlich größer; ein Turm, der oben metallisch glänzt, und ein großes Haus, von dem eben ein brüllendes Geräusch zu hören ist. Am Ufer des Sees liegen mehrere Siedlungen von Echsenwesen. Die Helden observieren den ganzen restlichen Tag den Schauplatz – einmal sehen sie eine imposante geflügelte Kreatur, einen Wyvern, abheben und davonfliegen. Ein anderes Mal steuert ein mit Echsenwesen beladenes Floß vom nördlichen Ufer das große steinerne Haus an. Die Helden entschließen sich, des Nachts das große Steingebäude zu untersuchen. Als die Dämmerung über den See gefallen ist, rudert die Gruppe mit ihrem Boot los. Am Ziel angekommen, erklettert Tars die Mauer, und mit Hilfe eines Seils können auch die anderen auf das Dach gelangen. Dort werden sie schon erwartet. Durch eine Öffnung im Dach sehen die Helden vier Oger in der Ebene darunter. Noch weiter unten im Loch sind etliche grünleuchtende Eier zu erkennen. Sellya, Tars und Sip springen hinab zu den Ogern, während Marco von oben göttliche Magie in das Kampfgetümmel schleudert. Laut schallt der Donner Arawais über die nächtliche Stille des Sees…

Die riesigen Gesellen sind furchterregende Gegner, doch einer nach dem anderen wird niedergestreckt. Ohne größere Verluste können sie Kameraden den Kampf bestehen. Marcos Versuche indessen, das Gelege mit Blitzen zu vernichten, schlagen zweimal fehl.

Der Schmuck der Winterbringerin (Abend 12) Bearbeiten

Die drei Hobgoblins stehen auf dem alten Gebäude, das einst ein Glockenturm gewesen sein muss. Sie sind sehr aufmerksam, denn sie spüren das Muut, die Ehre für den Truppführer Saarvith zu wachen. Heute nacht ist es gar nicht so einfach, denn durch den dichten Nieselregen ist die Sicht sehr eingeschränkt, so dass sie zu den Hütten der Schuppigen gar nicht sehen können.

Plötzlich wird Tariic aufmerksam. Seine Ohren schnellen nach hinten. Ein Donner ist zu hören beim Hauptquartier und Kampfschreie dringen über das Wasser zu ihnen. Tariic zieht sein Schwert und  schlägt mit seinem eisernen Schwertknauf gegen die alte  gewaltige Eisenglocke. Seine beiden Wachkollegen  tun es ihm gleich, so dass der Alarm über den gesamten Teich bis zu den Hütten der Echsenmenschen zu hören ist.

Unten schreckt der Anführer des kleinen Wachtrupps Korlukan auf. Alarm. Er herrscht die anderen Hobgoblins im Turm an. "Schnell in die Boote." Von oben ruft Tariic. "Es gibt einen Kampf bei Saarviths Hauptquartier".

Das Läuten einer großen Glocke hallt über den dunklen See – die Abenteurer wissen, sie haben nicht mehr viel Zeit. Ein Drake, eines der in ihren Kopf herumspukenden Tentakel-Kreaturen und ein zweiköpfiger Riese setzten ihnen zu, am Dach wird Marco von einem Falken attackiert. Dann kommt auch noch der Anführer der Monstren und will mitmischen: Ein bösartiger Goblin im Kettenhemd schießt einen Pfeil nach dem anderen auf die Gruppe. Tars kann mit seiner brennenden Kette die Tentakel-Kreatur töten, er wird dafür aber vom Ettin bewusstlos geschlagen und aus dem Raum geschleudert. Sellya springt mutig nach und Sip eilt mit einem Heiltrank zu ihm. Blutig angeschlagen blicken sich die drei um und entdecken, dass die Boote der Feinde immer näher kommen. „Wir müssen weg!“ zischt Tars, die anderen nicken. Aber wo ist Marco? Keine Spur, keinen Mucks bekommen sie vom Gottesmann zu sehen oder zu hören. Sie wissen nicht ob er gefallen ist oder gefangen genommen wurde....aber für Nachforschungen bleibt keine Zeit, zurück in das Gebäude geht es nicht. Die drei Abenteurer fliehen zu ihrem Boot und rudern so leise wie möglich in die Nacht. Mit Sorgen um Marco und ihre eigene Sicherheit verstecken sie sich in einer Ruine und fallen erschöpft in einen unruhigen, wenig erholsamen Schlaf.

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„Was weißt Du, Mensch?“ faucht der Goblin. Marco windet sich auf dem Stuhl, an den er gefesselt wurde, seine Wunden pochen vor Schmerz. „Sprich!“ „Wir äää Wir sind die Vorhut“, versucht er zu bluffen, aber der Goblin lässt sich nicht täuschen. Mit einer bösartigen Klinge am Hals blickt Marco im wahrsten Sinne seinem Tod entgegen. Er zögert kurz, dann bricht er unter dem Verhör zusammen und packt aus. Er versucht vage zu formulieren, doch der Goblin erfährt von den Abenteuern der Gruppe, den gewarnten Menschensiedlungen, dem Kampf gegen den Grottenschrat und alles was der Anführer der Monster sonst noch wissen will. Am Ende landete eine eiserne Faust mit Schwung in Marcos Gesicht, fast dankbar versinkt er in die Dunkelheit der Bewusstlosigkeit.

Echsenmenschen als Wachen und ein Wyvern am Dach – das sind die ersten Hindernisse, die Tars, Sip und Sellya am Beginn der Rettungsmission entdecken. Die drei wollen nicht an den Tod Marcos glauben und möchten in aus den Klauen des Feindes befreien. Erschöpft und mit dem Mut der Verzweifelten sind sie zwar entschlossen – ein genialer, neuer Plan fällt ihnen aber nicht ein, sie gehen vor wie beim letzten Mal und werfen sich den Feinden entgegen. Sellya wird bald vom Ettin in das kalte Wasser des Sees geschleudert, aber Tars tanzt den Kettentanz mit zwei Gegnern gleichzeitig und verschafft Sip so etwas Zeit. Der Elf rennt in den „Keller“ unter dem Wasserspiegel und findet mit etwas Glück schnell den gefangenen Marco. Hurtig werden die Ketten abgeworfen und der Kampf wird wieder aufgenommen. Die Gefährten schlagen sich tapfer, der Ettin wird gefällt und der Goblin verletzt. Aber der Schurke schwingt sich auf den Wyvern und entkommt kurz vor dem Sieg der Abenteurer. Frustriert starrt die Gruppe dem Wyvern hinterher, aber zu drängend ist die Situation, um zu lange in Gedanken zu verweilen – wer weiß, was noch alles auf dem Weg zu ihnen ist. In einem Raum voller ausgestopfter Tiere finden sie bei der hastigen Suche einen Goldbeutel und eine edle Schatulle. Marco packt einen Stab der Tentakel-Kreatur ein. Dem unheimlichen, blauen Leuchten folgend stoßen sie auf einen merkwürdigen, runenverzierten Bogen und jede Menge großer Eier. Die Eier sind schnell zerschlagen – aber der Bogen löst eine hastige Diskussion aus: Ist es eine Tür für Kreaturen der Ebene des Wahnsinns oder ein Siegel, das die bösen Mächte zurückhält? Die Gruppe wird nicht aus den Runen schlau. Man geht auf Nummer sicher und zerstört den Bogen nicht, reißt aber die Wände ein und überflutet so den Raum. Wer jetzt dazu will, sollte lange die Luft anhalten können. Flink ins Boot und ab zum (hoffentlich) sicheren Ufer geht es weiter. Im Boot öffnet Sip vorsichtig, aber neugierig die edle Schatulle. Er findet einen Samtbeutel mit einer Kette mit Tierknochen und einem Amulett. Als er den beiliegenden Brief vorliest, läuft den Abenteurern ein Schauer über den Rücken.

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Saarvith, Hüte das beiliegende Phylakterum mit großer Sorgfalt. Ich muss Dir nicht erklären, was die Winterbringerin tun würde, wenn sie wüsste, wohin ich ihr kleines Schmuckstück zur Verwahrung geschickt habe. Verstecke es an einem sicheren Ort. Verwahre es bis Erlasker eingenommen wurde. Sollte es in die Hände von jemanden fallen, der es seiner Eigentümerin zurück bringt, würden die Folgen für unseren Plan schlimm sein. Ulwai

Um welchen Preis (Abend 13) Bearbeiten

Während die Gefährten zurück zum Dorf der Wandler ruderten diskutierten sie hitzig: Was soll man mit dem Phylakterium der Winterbrecherin machen? Kann man es verwenden, um die Winterbrecherin auf die eigene Seite zu bringen, sie als Unterstützung gegen die Hobgoblin-Armee gewinnen? Sip spekuliert, wie man am besten mit der Winterbrecherin verhandeeln kann, vor allen Dingen wie man das Phylakterium so verstecken kann, dass die Winterbrecherin es garantiert nicht von selbst findet, denn er will immer einen Trumpf in der Hinterhand behalten. Tars schlägt vor, auf eine solche Rückversicherung zu verzichten, er glaubt, dass man eher Unterstützung von der Winterbrecherin bekommen kann, wenn man ihr das Phylakterium bringt, ohne es mit Forderungen zu verknüpfen. Marco würde lieber gar nicht mit der Winterbrecherin verhandeln, für ihn ist sie eine böse widernatürliche Kreatur und er fürchtet mehr Schaden als Nutzen, wenn man sie mit ins Spiel bringt.   Selia wirft ein: Keiner weiß, wie groß die Armee der Hobgoblins ist und keiner weiß, wo man die Winterbrecherin finden kann. Die Gefährten befürchten, dass die Winterbrecherin ihr Phylakterium auf magischem Weg orten kann, daher verstecken sie es ein Stück vor dem Dorf der Wandler im Sumpf - wenn möglich, sollen die Wandler keinen Ärger mit der Winterbrecherin bekommen.  Die Nacht neigt sich schon dem Ende zu, als sie im Dorf der Wandler ankommen. Tars sinkt sofort in tiefen Schlaf, Sip und Marco diskutieren heftig, wie schlimm die Gefangenschaft von Marco bei den Hobgoblin jetzt wirklich war. Marco findet in dieser Nacht kaum SChlaf, er grübelt noch lange darüber, was man dann jetzt wirklich tun soll. Am nächsten Tag suchen die drei die Mondsprecherin und den Dorfsprecher der Wandler auf. Sie berichten von ihren Erlebnissen in den Ruinen und vor allem von dem Portal, dass sie gefunden haben. Nachdem sie sich das Portal beschreiben lassen hat, zeigt sie den Gefährten, dass sich im Dorf eines  der magischen Siegel befindet, die Xoriat von Eberron abhalten. Bei Betrachtung der Runen ist kein Zweifel mehr möglich: Auch das Portal in den Ruinen im See ist ein solches Siegel. Sie erzählt den Gefährten von der Geschichte dieser Siegel: Einst gab es eine große Invasion von Xoriat aus, die nur unter enormen Verlusten von den Vorfahren der Siegelbewahrer abgewehrt werden konnte. Danach erschufen sie die Siegel als Schutz gegen eine neue Invasion. Die Mondsprecherin macht sich große Sorgen über den Zustand des Portals in den Ruinen. Nach der Beschreibung vermutet sie, dass es durch eine magische Macht verändert wurde, dass also jemand in der Invasionsarmee die Macht hat, die Siegel zu verändern. Die Eier beim Portal sollten vermutlich durch den Einfluss Xoriats verändert werden. Nun wird über die weiteren Pläne beraten. Die Mondsprecherin hält es für sehr gewagt, mit der Winterbrecherin verhandeln zu wollen, aber sie ist bereit, die Gefährten dabei zu unterstützen. Sie selbst weiß nicht, wo sich die Winterbrecherin aufhält - am ehesten hätte sie den Düsterwald nahe des Dorfs vermutet, das passt aber nicht zur Karte, die die Gefährten in der Burgruine gefunden haben. Die Aschejünger müssten mehr wissen, schließlich war die Winterbrecherin eine von ihnen, bevor sie zu einem Leichnam wurde. Sie verspricht ein Treffen mit den Aschejüngern zu arrangieren.  Die Mondsprecherin geht davon aus, dass die Winterbrecherin über magische Rituale verfügt, mit denen sie ihr Phylakterium orten kann und dass irgend jemand unter den Hobgoblins einen Weg gefunden hat, um es vor solchen Ritualen zu verbergen. Sip schlägt vor, Selia mit dem Phylakterium in die Wildnis zu schicken - wenn sie sich immer in Bewegung hält, sollte es unmöglich sein, sie zu orten; der Dorfsprecher ist wenig begeistert von solchen Ideen. Die Gefährten bleiben ein paar Tage im Dorf der Wandler. Das Phylakterium wird an eine andere Stelle verlegt, weiter ein gutes Stück vom Dorf entfernt. Marco überlegt noch, seine Göttin mit einem Ritual zu fragen, ob Verhandlungen mit der Winterbrecherin gut sind, muss aber dann erkennen, dass ein solches Ritual keine Aussicht auf Erfolg hat.  Etwas später weckt eine geheimnisvolle Gestalt Tars mitten in der Nacht. Es ist ein Wandler, noch stärker verwildert als die im Dorf und mit Asche-Verzierungen im Gesicht - einer der Aschejünger. Er bedeutet Tars Sip und Marco zu wecken und führt die drei auf Schleichwegen aus dem Dorf, unbemerkt von den Wachen.  Marco meint auf so einer nächtlichen Expedition seine Rüstung zu brauchen. Er greift sie sich noch schnell, bevor es los geht. Irgendwo unterwegs im Wald bittet er den Aschejünger kurz zu warten, damit er Zeit hat die Rüstung anzulegen. Der Aschejünger reagiert angewidert und schickt Marco zurück ins Dorf. Sip und Tars folgen dem Aschejünger tiefer in den Sumpf hinein. Schließlich erreichen sie eine Insel im Sumpf mit fünf prächtigen Bäumen, dort werden sie von fünf weiteren Aschejüngern erwartet; zwei Wandler und drei Menschen, alle in Tierfelle gehüllt.  Der älteste der Druiden fragt die beiden: "Ihr sucht nach der Winterbrecherin? Was wisst ihr von ihr?" Die Gefährten berichten, was sie bisher von der Winterbrecherin in Erfahrung bringen konnten und dass sie ihre Hilfe suchen im Kampf gegen die Hobgoblin-Armee. Sip schildert sehr eindringlich, welche schreckliche Gefahr von der Streitmacht der Hobgoblins ausgeht. Die Druiden scheinen wenig beeindruckt von der Gefahr, vermutlich geht es ja doch nur um Siedlungen. Tars betont noch, dass die Armee vermutlich vor allem magische Siegel zerstören will und nicht nur Dörfer und Städte.  Wie dem auch sei, die Aschejünger halten nichts von Verhandlungen mit der Winterbrecherin; ganz gleich wie wichtig das Ziel ist, es darf keine Bündnisse mit dem Bösen geben und die Winterbrecherin ist für sie rein böse - sie hat eins böse Magie verwendet, um gegen das Böse zu kämpfen und ist durch die Magie verdorben worden. Ganz gleich wie eindringlich die Gefährten bitten, die Aschejünger wollen kein Bündnis mit der Winterbrecherin begünstigen und sind daher nikcht bereit, ihren Aufenthaltsort zu verraten. Schließlich schlägt Sip einen Handel vor: Den Aufenthaltsort der Winterbrecherin gegen ihr Phylakterium, das die Aschejünger dann später, nach den Verhandlungen bekommen sollen. Die Aschejünger sind gewillt, auf den Handel einzugehen, sie bestehen nur auf Garantien und einem feierlichen Schwur, aber Tars macht nicht mit - er ist nicht bereit einen Schwur zu leisten, den er nicht halten will.  So kehren die beiden erfolglos ins Dorf zurück; Sip macht Tars schwere Vorwürfe, dass er durch seine Entgstirnigkeit alles verdorben hätte. Er sieht jetzt keine Hoffnung mehr, um die Armee aufzuhalten und will aus den Eldeenreichen fliehen. Marco schlägt vor, das Phylakterium der Winterbrecherin nach Erlaskar zu bringen, dort in der Stadt findet man hoffentlich einen Magier, der es tarnen kann und der vielleicht noch mehr damit anzufangen weiß, doch Sip fürchtet, dass das nur die Winterbrecherin nach Erlaskar locken würde, was vermutlich auch keine gute Idee wäre. Am nächsten morgen beraten sich die Gefährten noch einmal mit der Mondsprecherin. Die Mondsprecherin kann noch ein bisschen Hoffnung anbieten. Sie kennt ein Ritual mit dem es möglich sein müsste, zumindest die ungefähre Richtung zur Winterbrecherin zu finden. Marco erklärt der Mondsprecherin und dem Dorfsprecher ziemlich direkt, dass sie ihnen helfen müssen: Er hat in der Gefangenschaft der Hobgoblins vom Dorf der Wandler erzählt, daher muss damit gerechnet werden, dass die Armee hierher kommt, wenn es nicht gelingt, sie zu stoppen oder abzulenken. Mit einem Ritual beschwört die Mondsprecherin einen Geist, der die Gruppe in Gestalt eines Vogels in Richtung der Winterbrecherin führt, der Dorfsprecher lässt sie auf einer der riesigen Eulen in die Richtung bringen, so lange dieser Geist sie leiten kann. So geht es acht Stunden lang durch die Luft, geradewegs nach Süden. Dann verschwindet der dienstbare Geist wieder, die Eule setzt die Gefährten am Weg ab, der Richtung Süden führt, zurück nach Drellins Fähre. Nachdem sie zumindest eine ungefähre Richtung wissen, setzen sie den Weg zu Fuß fort, immer weiter nach Süden.Einmal bemerkt Sip ein Schemen in der Luft, ein magisches Auge? Die drei durchasuchen die Umgebung aber finden nichts, also setzen sie ihren Weg fort. Zwei mal befragt Marco unterwegs Arawei, ob sie noch auf dem richtigen Weg sind - bisher scheint die Richtung noch zu stimmen. Nach drei Tagen  Marsch findet Sip beim Kundschaften eine Gruppe Monster bei der Ruine eines Hauses - ein Oger und mehrere Hobgoblins, zwei Menschen sind an Bäume gefesselt. Die drei Gefährten schleichen sich mehr oder weniger geschickt näher an die Gruppe heran. Sip und Marco eröffnen das Feuer, während Tars sich noch im Hintergrund hält und abwartet. Schnell fallen die ersten der Hobgoblins, doch zu den Monstern gesellen sich noch weitere: Zwei riesige Wölfe haben zwischen den Bäumen gelauert und aus dem Haus schleudert einen menschenähnliche Gestalt magische Strahlen. Unter Sips Pfeilen und Tars Kette fällt einer der Wölfe, auch der zweite Wolf und der Oger stecken viele Treffer ein. Schließlich fällt Marco Oger und Wolf mit einem Blitz. Zum Erstaunen der Gefährten verwandent sich die Wölfe im Tod in Grottenschrats; das waren kein Wolf sondern Barghests. Der Magier aus der Hütte versucht noch zu fliehen, aber auch er kann gestellt und besiegt werden - es war kein Mensch sondern ein weiterer Dol Gaunt. Unter den Besitztümern der Toten finden die Gefährten ein Schreiben, das klar macht, dass diese Gruppe nicht zufällig hier war. Sie haben an dieser Stelle gewartet, um Sip, Tars und Marco zu töten, bevor die drei Gefährten die Winterbrecherin erreichen können.

Die Ränke des Feindes (Abend 14) Link zum Feedback Bearbeiten

Die beiden gefesselten Menschen sind bereits seit mehreren Tagen tot und waren offenbar nur ein Mittel, die Helden zu ködern. Sie werden von den Bäumen geschnitten und begraben. Oger, Hobgoblins, Grottenschrate und Dol Gaunt werden dagegen von Marco und Tars ins Unterholz gezerrt, die Spuren von Sip bestmöglich verwischt. Da die Nacht bald hereinbricht, verbringen die Gefährten die Nacht ungestört im Bauernhaus.

Am nächsten Morgen setzen sie zeitig ihren Weg fort und erreichen mittags eine Weggabelung: Links führt der Weg nach Erlaskar, rechts geht es weiter nach Drellins Fähre. Die Helden entscheiden sich für die zweitgenannte Möglichkeit. Wieder ein Stück weiter führt ein schmaler Trampelpfad in südliche Richtung; doch Arawai, von Marco erneut nach dem Weg zur Winterbrecherin befragt, empfiehlt den Weg Richtung Westen. Als Sip, der wie immer ein Stück vor den andern den Weg erkundet, plötzlich Stimmengewirr und unruhiges Treiben hört und vorsichtig um eine Wegbiegung lugt, kann er mehrere Wagen und eine Vielzahl Menschen erkennen. Er, Tars und Marco kommen näher und sehen mehrere Verletzte auf den Wägen, einige verängstigte Kinder starren ihnen furchtsam entgegen. Sie erfahren, dass das Dorf der Leute von Goblins attackiert wurde, und die drei Kameraden legen sofort Hand an und helfen nach Kräften, auf das der der Tross möglichst rasch nach Osten aufbrechen kann, weg von der heranrückenden Armee und dem ersehnten Schutz von Erlaskar entgegen.
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Eine äußerst attraktive junge Dame, den Arm in der Schlinge, nähert sich den Helden und Sip wittert sofort seine Chance und turtelt auf Olladra komm raus los. Dem Fräulein mit dem Namen Mika Serani scheint das durchaus zu gefallen und sie erzählt ein wenig von sich und siehe da, das junge Ding kann einige neue Details über die Winterbrecherin beisteuern. Die Untote soll beim alten Observatorium hausen, behauptet zumindest ihre Großmutter. Und obwohl keiner der Dörfler das Mädel kennt, entschließen sich die Gefährten, Mika mitzunehmen ‒ als Führerin und der Beule in Sips engen Elfenhosen wegen. Als die Dämmerung hereinbricht, schlagen die Freunde ein Nachtlager auf und Sip und Mika gehen "Holz sammeln". Als sie aus Marcos Blickfeld verschwinden, berührt  Sip gerade versonnen und wie zufällig das lange Haar seiner Begleiterin…

Doch als sich die beiden nach etwa zwanzig Minuten wieder Tars und Marco zugesellen, wirkt Sip verschlossen und bedrückt. Inwieweit dies auf einen vollzogenen Beischlaf hindeutet, ist strittig. Jedenfalls beginnt Marco argwöhnisch zu werden und legt Wert darauf, vor Mika zur Nachtwache eingeteilt zu werden, um ihr ein wenig auf die Finger zu sehen. Vielleicht ist ihm sein Misstrauen ins Gesicht geschrieben; Mika hält ihre Wache vorbildlich und die Nacht endet ohne Vorkommnisse. Während die Sonne in ihrem Rücken höher steigt, wandern die vier weiter nach Westen. Sip plaudert mit Mika, erzählt aus seinem Leben und unterstreicht dabei intensiv seine Vorzüge. Marco geht hinter den beiden und lässt Mika nicht aus den Augen. Doch trotz der intensiven Unterhaltung ist der Elf wachsam und deutet plötzlich auf einen Punkt am Himmel, der rasch größer wird. Schnell verschwindet die Gruppe im Wald und kauert sich ins Unterholz. Die Minuten vergehen, Mika wirkt angespannt. Schließlich nähern sich vom Westen Worgreiter, sicher 30 oder mehr. Sip will die anderen heimlich und leise weiter in den Wald führen, als Mika plötzlich aufspringt und laut rufend zurück zum Weg läuft. Dabei wird sie größer und verwandelt sich in eine haarige Hexe. Die gutturalen Laute, die sie ausstößt, klingen nach Goblin… Sip, Tars und Marco fliehen kopfüber und so schnell sie können in den Wald, nach Süden. Die haarige Hexe, die keine Ähnlichkeit mehr mit Mika aufweist, ist aber schneller. Sip kramt schnell in seinem Rucksack, nimmt den Tethercord und wirft ihn nach der Kreatur und tatsächlich, klebrige Stricke hemmen ihren Lauf. Doch nun sind entfernt auch die Worgreiter zu hören, und die erschöpften Helden wissen, dass es kein Entkommen gibt. Und so fasst Sip den mutigen Entschluss, die Feinde auf sich zu lenken, damit Marco und Tars mit dem wertvollen Phylakterum entkommen können. Er hinterlässt deutliche Spuren und als er einigen Abstand zwischen sich und den beiden anderen gebracht hat, versucht er sein Möglichstes, die Meute abzuhängen. Doch als er mit letzten Kräften eine Lichtung erreicht, ist die Flucht zu Ende. Fünf Worgs greifen von der Flanke an, die Kiefer eines Worgs reißen eine Wunde in Sips Hand. Da tritt mit einem Mal ein alter Hobgoblin auf die Lichtung, wie auch die Worgreiter hat er das Zeichen der schwarzen Klinge auf der Brust. Aus seiner Hand schießt mit einem Mal ein schwarzer Strahl, und alle Goblins und Worgs fallen tot zur Erde. Der alte Hobgoblin wendet sich an Sip und spricht: „Hast Du jemals unter dem Ring von Cyberis einem Dämon ins Auge geblickt?“ Dann dreht er sich um und verschwindet... Auch Sip verlässt die Lichtung und hat Tars und Marco schnell eingeholt. Er erzählt sein ungeheuerliches Erlebnis, und Marco wird bleich, als er hier, viele hundert Meilen von Wroat entfernt, den Satz hört, vor dem ihn sein Ziehvater gewarnt hat. Er erklärt auch Tars die Bedeutung der Worte  und einen Teil seiner eigenen Geschichte. Als die Kameraden sich zur Nachtruhe betten, sind ihre Gedanken immer noch durcheinander… Sip träumt: Die Wände der Kammer sind mit zahlreichen Schädeln bestückt. Sie sind die einzige Lichtquelle in dem Raum, dutzende Schädel die wie glühende Kohle leuchteten. „Sie war süß.“ Die Stimme klang wie Stahl der an einem Wetzstein reibt, leise und rau. Eine dunkle Eiche steht in der Mitte des Raums. Drei Frauen stehen bei den Bäumen. Die Sprecherin ist dunkel und groß wie ein Oger, ihre Gliedmaßen knorrig wie jene des Baums bei ihr und ihre ledrige Haut mit blauem Schimmer. Neben ihr steht eine hübsche Elfenmaid mit schneeweißer Haut und strahlend blauen Augen. Ihre wallenden schwarzen Haare fallen über ihre Schultern und betonen ihre perfekten Gesichtszüge. Eine dritte Gestalt beobachtet euch aus den Schatten, rote Augen leuchten aus dem Dunkel unter der grauen Kutte. „Seid gegrüßt Reisende“ sagt die Elfe und ihre Stimme klingt wie ein Lied. „Ihr seid weit gereist, um diesen Ort zu erreichen. Einen langen und harten Pfad.“ „Dem Untergang geweiht und zerronnen…“ knurrt die Riesin. „Gerade begonnen…“flüstert die Graurobe. Die Elfe hebt die ausgestreckte Hand. Ihre Gesichtszüge ändern sich langsam. Jetzt ist sie ein Mensch mit Augen wie Smaragde  und Haaren wie Feuer. „Wir kennen eure Bestimmung, Kinder. Meine Schwester spricht oft von euch Brüdern.“ Die Graurobe flüstert: „Hütet euch vor jenem, der euch fragt: ‚Habt ihr jemals unter dem Ring von Syberis dem Dämon ins Auge geblickt? ‛ Er will einen Dämon befreien.“ 

Dann erwacht der Elf, schweißgebadet. Beim Frühstück erzählt Marco von der Legende über die Geburt der Drachen und Dämonen. Während die Dämonen aus dem Blut von Khyber entstanden, wurden die Drachen aus dem Blut von Siberys geboren. Die Dämonen vertrieben die Drachen nach Argonessen, wo sie sich gemäß der Drachenprophezeiung mit den Couatls verbündeten. Um einen Dämonen in der Erde dauerhaft zu bannen, muss eines dieser edlen Wesen sein Leben opfern. Nachdem Marco sich bei Arawai nach dem Weg zur Winterbrecherin erkundigt hat, wird aufgebrochen. 
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Als die Gruppe durch den Tann marschiert, wird es zusehends kühler und alle Waldgeräusche verstummen nach und nach. Bald bedeckt eine dünne Eisschicht den Boden, und die Kälte schneidet unerbittlich durchs Gewand und der Atem wird schmerzhaft. Vor ihnen erhebt sich ein Hügel, auf ihm fünf gebogene Steinsäulen: das Observatorium. In Serpentinen schlängelt sich der Weg vor ihnen bergauf.

Audienz bei der Winterbrecherin (Abend 15) Link zum Feedback Bearbeiten

Vorsichtig gehen die Abenteurer den Serpentinen entlang zur Spitze des alten Observatoriums. Obwohl der Winter noch fern ist, herrscht hier bittere Kälte, Frost bedeckt Blatt und Stein. Am Observatorium wartet ein alter Bekannter, der sie mit bösartigen Pfeilen begrüßt. Der Goblin, sein Wyvern und einige Lakaien greifen an, Tars, Marco und Sip kämpfen sich mühsam nach oben. Tars hetzt wie ein jagendes Tier die Wände hinauf und dem Goblin an den Hals, während Halbelf und Elf versuchen den Wyvern aus der Luft zu hohlen. Zuerst fällt das fliegende Monster, bald darauf sein Herr. Aber die Siegesfreude währt nicht lange, nur allzu klar ist den Gefährten auf wessen Türschwelle sie sich gerade lautstark angemeldet haben.

Im Innern der altertümlichen Sternwarte zieren drachenmalartige Zeichnungen die Wände, eine gut versteckte Falltüre führt in das Innere des Hügels. Am Ende einer langen, dunklen Wendeltreppe warten die ersten Wächter der Anlage: Schatten greifen an und nach dem Geist der Abenteurer. Im Gegensatz zu den diplomatischen Versuchen sind die untoten Kreaturen mehr mit dem heiligen Licht Arawais zu beeindrucken. Marcos göttlicher Energie haben die Wesen nichts entgegenzusetzen, wie Rauch im Wind lösen sie sich auf. Weiter hinein in alte, steinerne Gänge und weiter hinein in die Kälte: die drei Kameraden entdecken Seltsames in dem Zuhause der Winterbrecherin. Ein Relief zeigt blutrünstige Wölfe, ein Raum beherbergt einen blutbefleckten Seziertisch und verrottete Wächter. Einer der Zombie wird in ein Loch geworfen und endet mit leisem Zischen auf dem Speiseplan eines riesigen, gallertartigen Würfels. Tiefer in der Anlange finden die Freunde einen Raum erhellt von gelben Licht, das aus einem Becken mit senffarbener Flüssigkeit strömt.

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Ein dunkler, kahler Baum dominiert den Raum und lenkt Blicke auf sich. Bewacht wird der mysteriöse Hain von tentakelbewährten Untoten, die aus Alkoven drängen und angreifen. Die Kreaturen setzten den Gefährten zu, aber am Ende triumphieren Blitz, Kette und Pfeil. Erschöpft und übersät mit Wunden diskutieren die Drei einen Aufstieg für eine Rast. Die Diskussion wird von einem unnatürlichen Kälteschwall beendet: eine Steinwand versinkt im Boden und die gefürchtete Herrin dieser Katakomben betritt den Raum. Die grausige, halb verweste Gestalt kommt auf die Abenteurer zu. Kurz nehmen sie die alten Wolfsfelle an ihr wahr, dann zieht der grausame Blick grün-leuchtender Augen sie in ihren Bann. Unmenschlicher Zorn strahlt von der Winterbrecherin aus, genauso wie Kälte, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Bevor die untote Druidin ihrem Zorn freien Lauf lässt begrüßen die Abenteurer sie mehr oder weniger förmlich und legen – langsam, ohne hastige Bewegungen – das Phylakteron als Geschenk zu Ihren Füßen. Mit ihrer harschen, kratzigen Stimme wischt sie die Bitten der Eindringlinge in ihr Reich bei Seite. Nervös und im Angesicht eines wahrscheinlichen Todes stammeln Tars, Marco und Sip dahin, im wahrsten Sinne des Wortes reden sie um ihr Leben. Sind nicht die Hobgoblins noch unverschämter? Von ihr zu stehlen und dann durch ihre Domäne zu reisen? Mit pochenden Herzen appellieren die Freunde an den Stolz und die Rachsucht der Winterbrecherin. Danach dürfen sie sich – zu ihrer Überraschung – entfernen und das eisige Reich des Leichnams verlassen.

Knapp außerhalb der Domäne des ewigen Winters fallen die Freunde erschöpft zu Boden und flüchten in das Reich des Schlafes. Erholt und trotz Ungewissheit erfreut noch am Leben zu sein machen sie sich am nächsten Tag auf Richtung Erlasker. Die Reise geht durch den Wald – langsamer, aber sicherer als auf der Straße. Die Gefährten erinnern sich nur zu gut an die Vorhut der Armee. Nach zehn Tagen und mittlerweile – so hoffen die Drei – vor der Armee geht es auf die Straße und schneller Richtung Erlasker. Kurz vor ihrem Ziel treffen sie bei einer kleinen Siedlung auf die Parasiten jedes Krieges: Plünderer, die gerade das evakuierte Haus eines – so nimmt man an – anständigen Bürgers berauben. Im Austausch für Leben geben die Strauchdiebe Wissen Preis: Rund ein Tag ist die Hobgoblin-Armee noch entfernt, bis zu 4000 Monster sind auf dem Weg zur Menschenstadt. Außerdem haben die Plünderer beobachtet wie „merkwürdige Kreaturen und Schatten“ die Hobgoblins angegriffen habe – der Besuch bei der Winterbrecherin dürfte (abgesehen davon, dass man der untoten Kreatur die Versicherung ihrer Unsterblichkeit zurück gebracht hat) ein voller Erfolg gewesen sein. Die Beute der Diebe wird zurück ins Haus geschleppt, dann geht es hastig weiter nach Erlasker. Beeindruckt von einer ganzen Reihe eher ausgeschmückter Titel und Taten führt eine leicht verdatterte Torwächter die Abenteurer zum Rat von Erlasker. Auf den Weg zum Kriegskammer, bekommen die Freunde einen ersten Eindruck von der Stadt: Eine Mauer von sechs Metern schützt Erlasker auf drei Seiten, auf der vierten bildet ein breiter Fluss eine natürlicher Barriere. Über den Fluss spannen sich zwei Brücken. Vor der Stadt werden Gräben gezogen und Wachtürme spähen der Armee entgegen. Auf einem Hügel mitten in der Stadt thront eine wehrhafte Feste.

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Der Kriegsrat der Stadt besteht aus Lord Jamat, Herr von Erlasker, Lady Ir`Kal, eine bedeutende Bürgerin, Captain Lars Vath, Anführer der Stadtwache und der Druidin Fredora. Auch Norro Wiston und Captain Soranna d'Deneith aus Drellins Fähre tagen mit in der Ratskammer. Die Abenteurer berichten von ihren Taten, Sip eher subjektiv, Marco und Tars eher objektiv. Danach (und nach einer kleinen Erfrischung) werden einige taktische Entscheidungen, zu denen auch die Freunde gehört werden, gefällt. 


Man wird die Armee an den Mauern erwarteten eine offene Feldschlacht erscheint zu riskant.


Die Druiden werden nahe der Front eingesetzt, nicht weiter entfernt in einem Lazarett.


Die Abenteurer bekommen Sprechsteine und sollen flexibel eingesetzt werden.

Marco, Tars und Sip helfen mit Rat und Tat um die Stadt auf den nahenden Sturm vorzubereiten.

Vorschläge/Maßnahmen der Abenteurer:


Fallen im Feld vorbereiten


Bestien von Haus Vadalis zur Verteidigung nutzen


Truppen an sensiblen Punkten (z.B. Torwachen) über Gestaltwandler aufklären


Feste als letzter Rückzugsort


Barrikaden innerhalb der Stadt


nahe der Mauern behelfsmäßige Lazarette für Erstversorgung


Truppen für Bewachen des Flusses (sensibler Punkt) bereit halten


Truppen auf Dahlkyr-Kreatuern vorbereiten um Hoßenscheißer-Quotienten zu verringern

Nach zwei Tagen, in denen sich die Gefährten mit der Stadt vertraut machen, mit den Wächtern üben und sich auf die nahende Schlacht vorbereiten, ist es soweit: Eine riesige Armee schlägt in Blickweite der Stadt ihr Lager auf. Belagerungsmaschienen rollen heran, Massen von Ogern, Wargs und Hobgoblins versammelen sich. Über Ihnen ziehen Wyvern und Mantikore ihre Kreise. So mancher in Erlasker berührt mit zitternder Hand den kühlen Stein der Stadtmauer – noch bis vor wenigen Tagen hat sie sich um einiges massiver, ja sicherer, angefühlt. Andere ziehen nochmal den Schleifstein über ihre Klinge und prüfen die Federn ihrer Pfeile, bereit um die ungebetenen Gäste in Erlasker zu begrüßen. Und Gäste soll man ja nicht warten lassen. 

Die Schlacht um Erlaskar - Teil 1 (Abend 16)Bearbeiten

Nach dem Kriegsrat beziehen die Gefährten Quartier in der Herberge Stein-Wyvern. Die Straßen der Stadt sind nahezu ausgestorben, weil so viele der Bewohner geflüchtet sind, auch im Stein-Wyvern finden sie niemanden außer dem Wirt, einen Halbling aus dem Haus Jolanda. Nach einem vorzüglichen Nachtmahl und einem kurzen Gespräch über den versteinerten Wyvern in der Herberge suchen sie bald ihr Quartier auf, dann folgt eine kurze, mehr oder weniger erholsame Nachruhe.

Früh am Morgen nächsten Morgen machen sich die Gefährten auf den Weg zu den Mauern; dort gibt es erst einmal nichts zu tun außer zu warten. Bis am Vormittag bleibt das Lager der feindlichen Armee ruhig, dann kommt ein kleiner Trupp näher an die Stadtmauern heran. Die Hobgoblins erzeugen auf magische Weise ein riesiges Abbild ihres Anführers, eines großen Hobgoblins mit dem Wappen der Schwarzen Klinge. Daneben sieht man andere Hobgoblins, darunter auch jenen alte Mann, der Sip einige Tage zuvor im Wald vor seinen Verfolgern gerettet hat. Der Anführer stellt sich als Diener der Furie vor und fordert alle Bewohner von Erlaskar auf zu flüchten, solange sie noch eine Chance dazu haben. Allen, die sich zum Kampf stellen wollen, verspricht er Folter und Tod. Einigen der Soldaten wird recht mulmig, aber zumindest verliert niemand die Nerven.

Und dann passiert erst einmal nichts mehr, die Hobgoblins bleiben den ganzen Tag über in ihrem Lager. Sip versucht die Soldaten auf den Mauern von Erlaskar aufzuheitern, Marco und Tars patroullieren entlang der Mauer und alle können nichts tun außer warten, warten bis der Abend kommt und die Hobgoblins.

Bei Einbruch der Dunkelheit gehen Sip und Tars an die Südseite der Stadt, weil sie einen heimlichen Angriff über den Fluss fürchten, Marco blieb in der Nähe des Westtors. Der erste Angriff kommt dann aber nicht vom Süden sondern aus der Luft: Einige Wyverns mit Dol Gaunt - Reitern fliegen ungesehen über de Mauern in die Stadt. Die Dol Gaunt schleudern Feuerbälle in alle Richtungen, überall brechen Brände aus. Die Gefährten eilen so schnell sie können zum Ort des Angriffs. Sie erreichen einen der Wyvern, Sip nimmt sofort den Reiter unter Beschuss, Marco vor allem den Wyvern selbst; Tars kann ohne Schusswaffe nicht viel ausrichten. Reiter und Wyvern setzen sich heftig zur Wehr, trotzdem bricht der Dol Gaunt schließlich unter Sips Pfeilen zusammen; der Wyvern kann noch schwer verletzt flüchten. Die Verteidiger der Stadt könnenn die Brände nicht löschen, sie müssen sich damit begnügen, die Flammen einzudämmen. Die Gefährten versuchen noch, den nächsten Wyvern-Reiter zu stellen, aber der zieht sich zurück, bevor sie heran sind.

Es gibt nur wenige Augenblicke um zu Verschnaufen, da erreicht eine dringende Nachricht Sip: Die Hobgoblins bombardieren die Stadtmauern von Norden und von Süden mit Kriegsmaschinen, die Gefährten sollen den Angriff im Süden stoppen um die Mauer zu retten. So schnell sie können eilen die drei zur südlichen Stadtmauer; dort finden sie einige verletzte Verteidiger und ein Katapult, das schwere Felsbrocken gegen die Mauern schleudert. Zum Glück sind die meisten Angreifer beim südlichen Stadttor und damit ein gutes Stück vom Katapult entfernt. So können die Gefährten einen Ausfall wagen. Sie klettern mit einer Leiter von der Stadtmauer nach außen und eilen zum Katapult. Sip schießt einen magischen Pfeil auf das Katapult, der dort donnernd explodiert, Tars stürzt sich ins Getümmel und Marco schleudert Blitze auf das Katapult und auf die Dolgrim, die es bedienen. Unter den Angreifern ist auch eine riesenhafte Kreatur, die an einen gehäuteten Affen erinnert. Dieser packt Tars und schleudert ihn auf Marco; Tars kann sich nur mühsam wieder aufrappeln und wird kurz danach von einem Hieb der Kreatur niedergestreckt. Inzwischen schaffen es Sip und Marco die Dolgrim am Katapult auszuschalten, Sip bringt Tars mit einem Heiltrank wieder auf die Beine. Kurz danach geht Tars noch einmal zu Boden, diesmal schafft er es aber dank der Magie seiner Rüstung alleine wieder auf die Füße zu kommen. Schließlich zerbirst das Katapult unter Marcos Blitzen und die letzten der feindlichen Truppen fallen. Die Gefährten flüchten so schnell sie können zurück zur Stadtmauer und erreichen diese gerade noch rechtzeitig, bevor ein Trupp Warg-Reiter herankommt.

Wieder ist nur kurz Ruhe, dann kommt die nächste Alarmmeldung: Feinde haben die Mauern im Norden durchbrochen und sind in der Stadt, die Gefährten sollen eine der Barrikaden auf den Straßen gegen die Angreifer verteidigen. Sie eilen durch die Straßen zr Barrikade. Kaum sind sie dort angekommen, rückt auch schon die erste Angriffswelle an: Ein Mantikor und einige Hobgoblin-Bogenschützen. Die Soldaten an der Barrikade können nicht viel ausrichten, in der Dunkelheit sehen sie die Feinde nicht ricfhtig, so bleibt es an den Gefährten, die Angreifer zu stoppen. Sip spickt den Mantikor mit präzisen Pfeilen, Marco trifft ihn mit einigen Blitzen und irgendwann schafft es auch Tars, mit seiner Kette an die Kreatur heranzukommen. Der Mantikor schleudert Stacheln und schlägt mit seinen Klauen um sich, doch schließlich fällt er unter Pfeilen und Hieben. Die Hobgoblin-Bogenschützen sind dann leichte Opfer für Marcos Blitze.

Wenige Augenblicke später nähert sich auch schon die nächste Angriffswelle - vier von den riesenhaften affenähnlichen Kreaturen. Die Affen sind harte Gegner, sie schlagen wild um sich und immer wieder packt einer einen der Gefährten und schleudert ihn durch die Luft. Die Miliz zieht sich feuernd zurück, Sip spickt die Affen mit Pfeilen und zieht sich dabei Schritt für Schritt zurück, um Abstand zu gewinnen; Marco beschwört Arwens Blitze gegen die Kreaturen, Tars wirbelt die Stacheln seiner Kette durch die Luft und gegen die Kreaturen. Allmählich gelingt es, einen nach dem anderen zu Boden zu strecken. Als schließlich der letzte der hautlosen Affen fällt ist die Barrikade schwer angeschlagen, die Gefährten bluten aus zahllosen Wunden und schon nähert sich eine neue Angriffswelle.

Die Schlacht um Erlaskar - Teil 2 (Abend 17)Bearbeiten

Vier Worgs, von Goblins geritten, nähern sich in der Dunkelheit, bereit, die kampfmüden Recken nun endlich zu fällen. Mit starken Bögen nehmen die Goblins die drei Helden aufs Korn, während ihre Reittiere auf die Barrikade zustürmen. Sip und Marco werfen ihnen Pfeil und Blitz entgegen, Tars erwartet den Ansturm an der Barrikade.

Mit aufgerissenen Zähnen wirft sich der führende Worg gegen Tars, doch der tapfere Wandler steht wie ein Fels, seine Stachelkette wirbelt über seinem Haupt und sucht mit tödlichen Präzision ihr Ziel. So liegen in kurzer Zeit mehrere Goblins und Worgs im Staub, doch haben Tars und auch Marco bereits Biss- und Pfeilwunden. Gerade als der letzte Worg sich anschickt, auch den Elfen anzugehen, wird er von einem Blitz niedergestreckt, der letzte verbleibende Goblin flieht in die Nachtschwärze.

Zeit zum Luft holen bleibt kaum; Sip vernimmt in seinem Kopf die Stimme von Lord  ir’Jamat: „Sammelt euch am Platz vor der Feste!“ Eilig streben die Helden daraufhin zu dem gedrungenen Gebäude mit den vier Ecktürmen. Dort auf dem Platz herrscht großes Chaos. Viele Einwohner der Stadt laufen durcheinander und versuchen, in den Schutz der Festung zu gelangen. Doch irgendwo in der Dunkelheit verbirgt sich ein feiger Heckenschütze mit seiner Armbrust – seine Bolzen strecken einen nach dem anderen der Flüchtenden nieder. Auch Kapitän Sorana liegt tot am Boden, einen Schaft zwischen den Schulterblättern. Die Helden sehen sich wütend um, gehen dann aber schnell in Deckung, als auch sie unter Beschuss genommen werden. Sip Elfenaugen haben glücklicherweise die Richtung erspäht, aus der die Geschosse gekommen sind. Drei unbeleuchtete Häuser stehen dort, und eben zischt wieder ein Bolzen aus einem Fenster und verfehlt Marco nur knapp. Nun knackt Sip flugs das Türschloss und die Gefährten schwärmen ins Innere des Gebäudes.

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Das Erdgeschoss ist menschenleer, aber im ersten Stock treffen sie eine alte Bekannte: Mika Serani, hübsch wie bei ihrer ersten Begegnung, wartet im Schatten hinter dem Treppenaufgang und attackiert Tars, der voran geht. Auch Marco ist schnell ins Kampfgeschehen involviert und auch Sip, begierig, mit dem Luder abzurechen, kommt eilig hinzu. Mika ficht ihren Kampf, provoziert und beleidigt die Helden, doch als sie mehrere Treffer einstecken muss macht sie jählings kehrt und schickt sich an, aus dem Fenster zu fliehen. Doch da schlingt sich Tars' Stachelkette um ihre Beine und bringt sie zu Fall. Wütend blitzen ihre Augen die Helden an, doch da bohrt ihr Sip die Waffe in die Brust und die haarige Hexe, in die sie sich in diesem Augenblick wieder verwandelt hat, stürzt tot zu Boden.

Schnell eilen die Kameraden zur Feste. Auf ihr Klopfen und Rufen wird ihnen aufgetan und sie betreten die schützenden Mauern. Sie erfahren, dass Lord ir’Jamat im Kampf verwundet wurde und ohne Bewusstsein ist. Lady Verasa ir’Kal hat das Kommando übernommen, soeben berät sie sich mit Captain Lars Vath. Die Verteidiger der Stadt sind auf ein kleines Häufchen von etwa 300 Bewaffneten zusammengeschmolzen, die Schreie der Verletzten hallen durch die alten Mauern, die Blicke der Überlebenden bergen nicht viel Hoffnung. Die Helden versuchen, wieder Mut in die Herzen der Männer zu pflanzen, lassen Flucht als Option nicht gelten. Und siehe, als die wunden Kämpfer ausgespeist werden und einige Stunden ruhen, wirkt die Stimmung weniger trist. Auch ir’Jamat ist wieder auf den Beinen, Sips Heiltrank sei Dank.

Die drei Gefährten tun ihr Möglichstes, die Festung auf den unvermeidlichen Ansturm vorzubereiten. Hinter dem Eingangsportal wird eine Barrikade errichtet - und dort im Eingangsbereich wird auch der Helden Platz während der Schlacht sein, so lautet der Befehl des Anführers.

Die Sonne ist schon untergegangen, als von außerhalb Hornsignale zu vernehmen sind, im Anschluss furchteinflößendes Heulen und Knurren. Sip und Tars, die von den Zinnen die Umgebung beobachten, sehen plötzlich von überall Gegner herannahen. Zu hunderten strömen sie auf die Feste zu; befehligt werden sie von dem bereits bekannten Hobgoblin im roten Schuppenpanzer. An seiner Seite wie immer der mysteriöse alte Hobgoblin.

„Kämpft, meine Daar, für Dyrrn, für die Furie!“ stachelt der kahle Heerführer Azakhuls seine Kreaturen an. „Und ihr, Menschenpack, kniet oder sterbt!“

Die Antwort ist ein Pfeil von Tars, der sich jedoch in Luft auflöst, ohne sein Ziel gefunden zu haben. Der greise Hobgoblin hebt seinen Stab, und ein mächtiger Zauber zerfetzt die Portale und wirft die dahinterstehenden Verteidiger zurück. Höchste Zeit für die Helden, sich auf den ihnen zugewiesenen Positionen einzufinden…

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Unten angekommen dringt in dem Moment der Heerführer in die Burgfeste ein. Er schwingt eine schwarze Klinge über dem Kopf, ihm zur Seite stehen zwei dieser unbehaarten Riesen. Der alte Hobgoblin an seiner Seite überblickt kurz die Situation… und zieht sich zurück. Der Hüne im roten Panzer ist nur kurz überrascht, dann wendet er all seine Aufmerksamkeit und Wut gegen die Helden. Hageldicht setzen seine Schwerthiebe den drei Kameraden zu, und obwohl diese bald die nackten Affen an seiner Seite niedergerungen haben, müssen sie es zulassen, dass Tars unter der Wucht der Schläge zu Boden geht. Marco springt herbei, dem Wandler beizustehen, doch auch er wird schwer getroffen, der Heiltrank gleitet aus seiner kraftlosen Hand. Als sich Sip allein dieser brutalen Kampfmaschine gegenüber sieht, kehrt noch einmal das Leben in Tars zurück. Er kann Marco Heiltrank an sich nehmen, und als sich der Hobgoblin erneut umwendet, um dem halbtoten Kämpfer den Rest zu geben, bohren sich drei Pfeile von Sip in seine Brust, und der Anführer der Horde bricht in die Knie.

Der Tod ihres Führers lässt die verbliebenen Goblins in wilder Flucht davonstieben, während der Rest der Verteidiger in Freudengeheul ausbricht. Das Unmögliche ist vollbracht, der Kampf gewonnen, die Stadt gerettet. Fässer werden geöffnet, der Sieg gefeiert. Doch plötzlich befiehlt Lord ir’Jamat die Gefährten zu sich. Überrascht erkennen die Helden in seiner Gesellschaft den seltsamen alten Hobgoblin. Doch nur wenig lichtet dieser das Rätsel um seine Motive. Er nennt sich selbst Mordakesh und erklärt, dass nur die Helden Azakhul, den Sohn des Drachen, aufhalten können, um damit verhindern, dass Dyrrn, der mächtigste der Daelkyr, aus den Tiefen Kybers befreit wird.

Er erklärt den drei Freunden:

„Die Daelkyr sind die Herrscher der Ebene Xoriat, der Domäne des Wahnsinns. Die Berührung eines Daelkyr verursacht Krankheit und Verderben und schon sein Anblick kann Wahnsinn und Verwirrung auslösen. Einige von ihnen waren die Kommandanten der Heerscharen, die auf Eberron eingefallen sind und hier gestrandet sind. Nachdem die Verbindung zu Xoriat durch Magie der Siegelbewahrer getrennt wurde, wurden sie von den mächtigen Druiden in den Tiefen Khybers eingekerkert.

Seit mehreren Jahrtausenden warten die Daelkyr nun schon in den Tiefen auf ihre Stunde, auf jene Zeit, wo Xoriat wieder näher kommt, oder die Siegel geschwächt werden. Einer der mächtigsten der Daelkyr ist Dyrrn, der Verderber! Er soll verantwortlich sein für die Dolgrims, Dolgauns und Dolgarrs. Er hat diese Kreaturen aus dem Volk der Daar geschaffen.“

Doch wie soll Azakhul daran gehindert werden? Darauf gibt Mordakesh keine Antwort, doch er bietet den Helden eine Transportmöglichkeit an. Schon am nächsten Morgen sollen sie mit Hilfe des Hauses Sivis zu Azakhul geschickt werden. Die Nacht vergeht nur langsam, unzählige Fragen gehen den drei Gefährten im Kopf herum. Nach einem kräftigenden Frühstück betreten die drei den Teleportationskreis. Und während sich die Welt um sie verblasst, hallt in Marcos Kopf der eben gesprochene letzte Satz von Mordakesh wider:

„Habt ihr jemals unter dem Ring von Syberis dem Dämon ins Auge geblickt?“

Licht und Dunkelheit (Abend 18)Bearbeiten

Als erstes schlägt den Gefährten der Geruch von Tod und Verwesung entgegen: Der Zauber hat sie in eine große Leichengrube transportiert. Unter den toten Körpern bewegt sich ein wurmartiges Monster, am Rand der Grube wartet ein zweiköpfiger Riese mit seiner Keule auf sie. Der erste Schock ist schnell überwunden, genauso so wie das makabre Begrüßungskomitee. Hinter der Grube wartet ein altes Portal mit druidischen Runen auf die Abenteurer „Bleibt zurück! Es erwartet Euch das Böse und der Untergang der Welt!“ Die drei werfen sich kurze Blicke zu und schreiten dann entschlossen durch das Portal. Zu weit ist man gekommen um jetzt noch umzukehren. Aber die Druiden haben sich nicht nur auf Runen als Warnung verlassen: geisterhafte Gestalten halten die Freunde auf und fordern eine Erklärung für ihr Eindringen in das alte Gewölbe. Sip plappert drauf los und fuchtelt mit seiner Drachenschuppe herum, die Geister-Druiden scheinen wenig beeindruckt. Mehr kann sie da das Fachwissen Marcos und Tars` Loyalität den Druiden gegenüber überzeugen. Schließlich sehen auch die Geister ein, dass die Pläne Dyrrn durchkreuzt werden müssen.

Immer weiter dringen die Abenteurer in die Tiefe vor, die Helden Erlaskers lassen sich von launischen Stiegen, magischen Treibsand und verhexten Statuen nicht aufhalten. Die Kameraden sind leicht angeschlagen, Sip patschnass und außer Atem (während er seinen Umhang auswringt schwört er ewige Rache den verschlagenen Fallenbauern), aber dann spüren sie, dass sie ihrem Ziel nahe sind: Schwefel-Geruch liegt in der Luft und eine große Gestalt steht vor einem wahrhaft bodenlosen Loch. Der Boden bebt, das Licht uralter Runen erhellt flackernd das unterirdische Gefängnis. Als Wandler, Halbelf und Elf losstürmen sehen sie warum Azakhul den Beinamen „Sohn des Drachen“ trägt. Der gewaltige Hobgoblin ist zu Teilen mit reptilienartigen Schuppen bedeckt. Vor den Augen der Gefährten steigt ein dunkler Schatten aus der Tiefe und fährt in Azakhul. Eine Schrecksekunde später steht ein schwarzer Drache vor den Abenteuern, die Flügel ausgestreckt und giftiger Odem spritzt in ihre Richtung. Der Drache kämpft nicht nur mit seiner bestialen Stärke, er fängt auch seine Gegner in unnatürlicher Dunkelheit und schlägt aus der Finsternis heraus zu. Dazu reist das stärker werdende Beben die Kämpfer immer wieder von den Füssen. Mit wachsender Panik sehen die Abenteurer, dass das Leuchten der alten Siegel schwächer wird – sicher kein gutes Zeichen. Mit einem Hauch Verzweiflung greifen sie stärker mit göttlicher Magie, Kette und Pfeil an, aber ihr Gegner ist geschickt und seine Schuppen sind stark. Tars stürzt fast in das Höllenloch, kann sich aber gerade noch fangen und einem schrecklichen Ende in der Tiefe entgehen.Trotz vieler Wunden und Säure, die in den Augen brennt, hören die drei nicht auf mit ihren Attacken. Kurz bevor sie die letzte Kraft verlässt bäumt sich das Ungetüm auf und bricht leblos zusammen. Der Schatten, der Azakhul Kraft gab, fährt zurück in die Dunkelheit und zurück bleibt die Leiche eines einfachen Hobgoblins...fast ist es schwer zu glauben, dass diese Gestalt daran war die ganze Welt ins Verderben zu reißen. Marco geht auf Nummer sicher und schlägt dem Unhold den Kopf ab. Statt sich über ihren Sieg zu freuen und endlich durchschnaufen zu können, werden die Freunde mit einem übernatürlichen Besucher konfrontiert: Über einem gelb leuchtenden Siegel erscheint die etwas durchsichtige Gestalt einer Orkfrau. Der Geist kommt rasch zur Sache: Die Siegel sind geschwächt und brauchen Lebensenergie um wieder die Mächte des Wahnsinns in Schranken zu weisen. Der alte Geist verlangt Selbstaufopferung. Sip geht unbewusst einen Schritt nach hinten und tauscht mit Marco einen unbehaglichen Blick aus. Tars hingegen strafft seine Schultern und geht auf den Geist zu. „Mein Land, meine Aufgabe.“ sagt der Sohn der Eldeen Reiche kurz, aber ernsthaft und greift entschlossen nach der Hand des Geistes. Marco und Sip beobachten mit großen Augen wie Tars` Körper von Innen heraus zu leuchten beginnt. Das pulsierende Licht des tapferen Wandlers fließt aus seiner körperlichen Hülle in das alte Siegel der Druiden. Von Tars bleibt nichts zurück, aber die Runen leuchten nun in alter Stärke. Nach dem ehrenhaften Opfer finden sich Marco und Sip plötzlich in einem Steinkreis in Mitten eine Waldes wieder. Mit widersprüchlichen Gefühlen schaut der Rest der Gruppe sich um. Sie erinnern sich nicht nur an das warme, magische Lebenslicht, sondern auch an ein dunkles Flüstern aus der Tiefe vor ihrem Aufbruch. „Ich werde Neue finden...“

Aufbruch nach Cyre (Abend 19) Bearbeiten

Bald finden die Gefährten einen Weg, der sie zum Wald zurück in die Zivilisation führt, nach einigen Tagen kehren sie nach Erlaskar zurück. Sie werden freundlich empfangen, beim Bürgermeister erzählt Sip von den Heldentaten der Gruppe, nach seiner Schilderung haben sie die ganze Welt gerettet; Gideon und Marco betonen den Heldenmut von Tars, der sich aufgeopfert hat, um das Siegel zu retten. Der alten Hobgoblin Mordakesh ist spurlos verschwunden, Erlaskar erholt sich allmählich vom Angriff der Hobgoblins, es gibt noch ein Fest zu Ehren der erfolgreichen Helden, die so viel zur Rettung von Erlaskar beigetragen haben, etwas später kehren die Helden nach Breland zurück. In Wroat werden sie von Hauptmann Kalaes empfangen, erneut berichten sie von ihren Taten; Sip betont wie gewohnt die herausragenden Leistungen, die sie vollbracht haben. Als die Gefährten berichten, dass die große Hobgoblin-Armee unter dem Einfluß der Dalkyr stand bitte Kalaes Jarnarul dazu, eine Expertin für magisches Wissen. Jarnarul lässt sich ausführlich schildern, was sich in den Tiefen von Khyber bei den magischen Siegeln zugetragen hat. Sie stimmt zu, es war sehr wichtig den Dalkyr Dyrrn aufzuhalten. Die Gefährten berichten auch kurz von ihrer Begegnung mit der Winterbrecherin und beschreiben das Phylakterum der Kreatur. Auf Marcos Frage hin berichtet Hauptmann Kalaes auch von der Lage in Wroat. Die Situation ist angespannt, denn Breland hat vor kurzem Valenar als eigenen Staat anerkannt. Das war nötig, um elfische Söldner für die Armeen zu erhalten, aber es führt leider dazu, dass die Beziehung zu Cyre schlechter wird. Auch die Beziehung zuThrane und zu Aundair ist kritisch.  Als Belohnung für ihre Taten erhalten die Helden magische Utensilien aus der Waffenkammer des Königs. Da sie nun etwas Urlaub vom Dienst bei den Schilden des Königs haben und zurück in Wroat sind, will Marco herausfinden, wie es seinem Ziehvater und seiner Ziehschwester Tara geht, aber er wagt es nicht, offen Kontakt zu suchen, denn ein mysteriöser Unbekannter hat ihm klargemacht, dass er sich von ihr fernhalten soll. Marco bittet Sip und Gideon um Hilfe, um etwas über Tars Wohlergehen zu erfahren ohne offen mit ihr in Verbindung zu treten. Gideon erklärt sich bereit, den Mittelsmann zu spielen. Er begibt sich unter einem Vorwand zur Enklave von Haus Lyrandar und sucht dort ihr Haus auf. Tatsächlich findet er Tara wohlbehalten vor, er bestellt ihr Marcos Grüße und dass Marco nicht wagt, sie zu treffen. Tara will daraufhin wenigstens einen Brief für Marco schreiben, sie vereinbaren die Übergabe des Briefes am nächsten Tag zu Mittag im Goldenen Drachen. Unterdessen trifft sich Sip im goldenen Drachen mit einer Elfin, die ihn nach einem kurzen Gespräch in ein Zimmer zu einer weiteren Elfin führt, Loara. Obwohl Loara sich sofort an Sip heranmacht, bleibt er auf Distanz, ganz anders als sonst in Gegenwart von Frauen. Sie befragt Sip ausführlich nach seinen Erlebnissen und nach der Lage in Wroat. Sip bericfhtet von der großen Hobgoblin-Armee, die bei Erlaskar gestoppt werden konnte, aber er verschweigt den Dalkyr, der dahinter stand. Von der Lage in Wroat weiß er nicht viel zu berichten, nur dass das Verhältnis zu Cyre angespannt ist, seit der König Valenar anerkannt hat. Gideon verpasst das Treffen mit Tara, er kommt erst am Abend in den Goldenen Drachen, so muss er den Brief schließlich doch wieder in der Enklave von Haus Lyrandar abholen. Taras Brief fordert Marco auf, doch zu ihr zu kommen, sie versteht die Vorsicht und Distanz nicht. Marco trifft sich noch einmal mit seinem Ziehvater, der warnt ihn erneut, dass er Abstand von Tara halten muss, wenn er sie nicht gefährden will. Marco berichtet den Gefährten auch noch, wie die ganze Situation entstand: Er wuchs als Ziehsohn von Haus Lyrandar auf, bald empfand er eine tiefe Liebe zu seiner Ziehschwester Tara. Doch dann erschien ein Drachenmal auf seinem Arm, so musste er sich fragen, ob er wirklich nur ein Ziehsohn war oder vielleicht mehr. War Tara womöglich seine Halbschwester und die Liebe zu ihr etwas schmutziges verbotenes? Inzwischen ist er sich sicher, dass er kein Blutsverwandter von Tara ist, trotzdem wagt er es nicht, wieder Kontakt mit ihr aufzunehmen. So schreibt er schließlich schweren Herzens einen Brief an Tara, in dem er ihr erklärt, dass er eine andere gefunden hat. In den nächsten Jahren arbeiten die Gefährten vor allem als Eskorte von Diplomaten, dabei lernen sie Ilmek Arsun kennen, einen kriegerischen Halbling aus der Talenta-Ebene, der ebenfalls im Dienst des Königs von Breland steht. Die Diplomat trägt Früchte, Breland und Thrane schließen einen Nichtangriffspakt, aber die Beziehung zu Cyre bleibt angespannt. Dann ruft Hauptmann Kalaes die mittlerweile vier Gefährten wieder einmal zu sich: "Der breländische Agent in Cyres Hauptstadt Metrol hat sich schon seit einer Woche nicht mehr gemeldet", erklärt er ihnen, "findet heraus, was los ist." Der verschwundene Agent heißt Orson Lond, er ist ein Mensch mit blonden Haaren, ca. 170cm Körpergröße, Mitte 30. Orson Lond war offiziell als Händler tätig, er wohnte seit 10 Jahren in der Hafnergasse in Metrol. Die genaue Planung, wie sie nach Cyre kommen wollen, überlässt Kalaes den Gefährten. Sie diskutieren verschiedene Möglichkeiten: Vielleicht könnten sie als Handelsdelegation auftreten, aber das würden sie vermutlich nicht glaubwürdig schaffen. So entschließen sie sich schließlich für eine Tarnidentität, die möglichst nahe an der Wahrheit bleibt. Offiziell sind sie Ermittler, die im Namen eines Handelshauses aus Aundair arbeiten. Dieses Handelshaus hatte vorgeblich geschäftlich mit Orson Lond zu tun und macht sich Sorgen, weil er verschwunden ist. Ihre echten Identifikationspapiere weisen sie als Agenten des Königs von Breland aus, das funktioniert nicht, also besorgen sie sich gefälschte Papiere; als offizieller Herkunftsort wird Otarund in Aundair ausgewählt, als Bürger von Aundair sollte man es in Cyre leichter haben, als als Breländer. Die vier Gefährten heißen jetzt offiziell Si'Paradar, Marco Kaldamus, Gideon Arland und Ilmek Rue; Marco läßt sein Drachenmal durch ein Ritual verstecken. Nachdem alles vorbereitet ist, besteigen die Gefährten in Wroat die Blitzbahn nach Cyre. Natürlich werden sie an der Grenze kontrolliert und nach ihren Geschäften befragt. Sofort verstricken sie sich in Widersprüche. Sip behauptet gleich einmal "Wir kommen direkt aus Aundair, wir haben die Blitzbahn in Breland nicht verlassen". Das ist leider bei einem Zug, der aus Wroat kommt, völlig unmöglich. Sie versuchen noch, sich mit Umsteigen herauszureden und damit, dass sie anscheinend die falsche Blitzbahn genommen haben, aber es ist hoffnungslos, die Geschichte ist zu unglaubwürdig, um den Zöllner zu überzeigen. Sip versucht es noch mit Bestechung, auch das ohne Erfolg. Der Zöllner notiert sich die angeblichen Namen der Gefährten, doch Sip schafft es, das Notizbuch unbemerkt zu entwenden, so besteht wenigsten noch eine vage Hoffnung, mit den vorbereiteten Tarn-Identitäten nach Cyre zu kommen. Ilmek schlägt vor, sich zu Fuß über die Grenze zu schleichen, davon wollen die anderen nichts wissen. Nach einigen Diskussionen einigt man sich schließlich auf eine neue Route: Mit der Blitzbahn nach Sharn und von dort mit dem Luftschiff direkt nach Metrol. Um die neue Reiseroute zu erklären, wird die offizielle Geschichte etwas modifiziert: Jetzt sind mehrere Händler verschwunden, zuerst Karl Mortus in Passage in Aundair, dann Jakob Jons in Sharn und zuletzt auch noch Orson Lond in Metrol. Sip schlägt noch vor, kurz vor Metrol vom Luftschiff abzuspringen - mit geeigneter Ausrüstung müsste das machbar sein und es würde die Einreisekontrolle in Metrol umgehen, der Vorschlag wird aber schnell verworfen.

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Die Reise mit dem Luftschiff verläuft problemlos, nach der Ankunft in Metrol muss aber wieder eine Zollkontrolle passsiert werden. Wieder gibt es bohrende Fragen, die Zöllner wirken misstrauisch und lassen die Gefährten eine Weile warten, schließlich lassen sie sie aber doch passieren. In Metrol suchen sich die Gefährten gleich eine Herberge in der Hafnergasse. Sie befragen eine Kellnerin nach Orson Lond und erfahren, dass er öfters hier gegessen hat, aber in den letzten Tagen nicht mehr. Bevor sie in Orsons Unterkunft nachfragen, kundschaftet Sip die Umgebung aus. Und tatsächlich, da patroulliert ein Mensch in der Hafnergasse, der offenkundig die Unterkunft  im Auge behält, in der Orso gewohnt hat. Nun sind die Gefährten erst einmal ratlos: Sollen sie versuchen, den Aufpasser auszuschalten, sollen sie ihn ablenken oder vielleicht trotz des Aufpassers ganz offen zu Orsons Unterkunft marschieren? 

Ein dunkler Plan (Abend 20) Bearbeiten

Schließlich ist ein Plan gefasst: Während Marco von der anderen Richtung an den Fremden herantritt und sich genau den Weg zum Tempel der himmlischen Heerschar weisen lässt, kann Sip unauffällig „Palas Unterkünfte“ betreten. Eine Halblingsfrau (Pala) begrüßt ihn mit der dem Haus Ghallanda eigenen Freundlichkeit und Sip erzählt eine Geschichte über seinen guten Freund Oarsen, den er verzweifelt sucht. Um seine Seriosität zu unterstreichen, mietet Sip eine Unterkunft im Erdgeschoss für 35 Galifare an. Er kann schließlich erfahren, dass Pala Oarsen seit zwei oder drei Wochen nicht gesehen und dass niemand seine Räumlichkeiten betreten hat. Mit seiner redegewandten Art kann er die Herbergsmutter sogar dazu bringen, ihm Oarsens Zimmer im ersten Stock zu zeigen – Doch als Sip beginnt, die Möbel intensiv zu begutachten, wird Pala stutzig und bittet ihn, das Zimmer zu verlassen. Eine kleine Notiz kann Sip aber klammheimlich einstecken… 

Wieder im Lachenden Bären zusammen, beschreibt Marco genauer den Wächter vor der Herberge, der wohlgerüstet ist, ein Drachenmal trägt und nach Marcos Einschätzung aus Karrnath stammt. Sip erzählt von seinen Erkenntnissen und zeigt den stibitzten Plan. Darauf steht nur Whistler?, und einen einfachen abgebildeten Grundriss.

Um mehr über diesen mysteriösen Whistler zu erfahren, beschließen Gideon und Ilmek eine kleine Kneipentour. Auf der Straße begegnen sie einem festlichen Umzug; er werden Darstellungen von vier Recken im Kampf gegen untote Heerschaaren von zahlreichen Menschen getragen. Ein Einwohner erklärt Gideon, dass dies die Champions der Glocke seien, ehemalige große Helden von Cyre.

Erst nach dem Besuch mehrerer zwielichtiger Kaschemmen bringen die Erkundigungen eine Spur zutage. Der Whistler soll ein Mann sein, der Aufträge vermittelt, zu finden ist er im Eichenfass

Sip möchte sich einstweilen genauer Oarsens Wohnung ansehen. In seinem neuen Appartement schreibt einen an Oarsen adressierten Brief, schläft noch ein bisschen, und gleitet dann lautlos in den ersten Stock. Das Schloss ist rasch geknackt, und Sip betritt erneut Oarsen Lonns Räumlichkeiten. Doch er wird schon erwartet: Zwei Halblinge, die von der misstrauischen Pala zur Wache bestellt, erwischen Sip in flagranti beim Einbruch. Seinem Vorwand, er wollte nur den eben geschriebenen Brief für Oarsen hinterlegen, wird nicht Glauben geschenkt und die beiden schicken sich an, den Elfen zu fesseln. Der aber reißt sich los und flieht durch ein Fenster in die Dunkelheit. In einem anderen Stadtviertel nimmt er sich eine Kammer. Dass Pala Einschau in seine Papiere und Reisedokumente genommen hat, bereitet ihm einige Sorgen.

Auch Gideon schläft nicht gut. In einem intensiven Traum erlebt er hautnah die den bevorstehenden Tag der Klage. Er erwacht schweißgebadet und höchst beunruhigt. Beim Frühstück erreicht Gideon, Marco und Ilmek eine Botschaft von Sip, und nachdem sie sich bei einem Brunnen getroffen haben, berichtet Sip von dem nächtlichen Fiasko. Als dann auch noch unvermutet in eine Routinekontrolle ihre Papiere gecheckt werden, wird allen klar: Sip benötigt neue Dokumente. Doch woher?

Da das Eichenfass noch geschlossen hat, besuchen die Helden die Kathedrale der himmlischen Heerschar. Sip kann das Gespräch zweier Novizen belauschen, der weise Seher der Ordens, Gotha, ist offenbar wahnsinnig geworden, die Kleriker sind beunruhigt.

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Zwei Stunden später betreten die Kameraden nun das Eichenfass. Der Schankwirt deutet auf ihre Frage nach dem Whistler auf eine Nische, doch die ist (noch) leer. Gideon, dem der Albtraum in der vergangenen Nacht sehr nahegegangen ist, sorgt mit seinen pessimistischen Äußerungen für betretenes Schweigen im ganzen Lokal. Doch plötzlich ist die Nische besetzt, der Whistler ist da. Ein Mann mit langem schwarzen Haar und einer schweren Goldkette sitzt an einem kleinen Tisch und bittet die Helden auf ihre Anfrage zu sich. Mit Geld ist bei diesem Kerl alles zu machen, und schon bald erzählt er bereitwillig, dass Oarsen Männer für einen Einbruch gesucht hat. Die vier Freunde sind erstaunt. Zwar weiß der Whistler nichts über das Ziel des Einbruchs, aber gegen ein großzügiges Entgelt nennt er die Namen der Männer, allesamt alte Soldaten. Finden kann man sie in der Taverne „Zum letzten Gefacht“.

Besagte Kneipe wirkt sehr heruntergekommen und wird nahezu ausschließlich von altgedienten der Armee von Cyre besucht. Viele der Gäste sind vom Krieg gezeichnet, und man betrachtet die vier fremden Neuankömmlinge voll Argwohn. Doch die Helden haben Glück, einer der gesuchten ist anwesend und spielt mit einigen anderen Veteranen Würfel. Man lädt ihn auf ein Bier ein und gibt sich informiert über Oarsen Lonns Pläne. Tjure erzählt, Oarsen wollte mit ihm und drei weiteren Altgedienten doch tatsächlich in ein Drachenmalhaus einbrechen. Doch bevor er ins Detail gehen kann, bricht bei einem Nachbartisch ein Tumult aus. Ein Mann ruft etwas über Armeen, die sich in Cyre befinden, als sich eine weitere Gestalt plötzlich über ihn beugt und ihm einfach die kehre durchschneidet. Die Kameraden und einige andere Gäste springen auf, den Angreifer zu überwältigen, doch der ist ungewöhnlich geschickt und zäh und hält gegen die auch alleine erstaunlich lange gehen die Vielzahl der Angreifer. Schließlich fällt ihn ein Schuss von Sip.

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In einem anderen Lokal, bei einem Gläschen Schnaps, erzählt Tjure genauer. Über dem Hügel von Metrol befindet sich ein Anwesen des Hauses Vadalis, wo geheime Experimente stattfinden sollen. Als er von Oarsen erfahren hat, dass es gegen ein Drachenmalhaus geht, hat er auf die Teilnahme an dem unterfangen verzichtet - seine drei Kameraden aber, die in Kürze wieder hätten einrücken sollten, haben eingewilligt. Der Bruch sollte erst zwei Wochen später stattfinden, wurde aber wegen dem zeitnahen Einrücktermin vorverlegt. Doch irgendwas muss schiefgelaufen sein, sowohl Oarsen als auch seine Kameraden Jut, Elfira und Zech wurden seitdem nicht mehr gesehen.

Mit diesen Informationen machen die Helden erst mal eine Rückmeldung bei Hauptmann Kalaes. Da immer noch nicht ausgeschlossen werden kann, dass Oarsen noch am Leben ist und im Haus Vadalis gefangen gehalten wird, überlässt der Hauptmann den Helden die Entscheidung, ob das Risiko vertretbar ist und ein erneuter Einbruch gewagt werden kann. So beginnen die Helden mit einer schwierigen Planung. Sip erhält vom Whistler für 100 Galifare schlecht gefälschte Papiere, die eine oberflächlichen Überprüfung standhalten sollten. Und auch seine dubiosen Kontakte lässt er spielen: Am Morgen besucht ein fremder Elf in ihr neues Quartier und gibt Sip im Austausch gegen 200 Galifare brisante Informationen über das Haus. Das Projekt, dem dort nachgegangen werden soll, nennt sich wildes Herz, und es sollen auch die Häuser Jorasco und Deneith involviert sein. Angeblich werden dort künstliche Supersoldaten geschaffen, wobei auf mentaler Ebene Nebenwirkungen entstehen können. Solche Ambitionen stehen jedoch im Widerspruch mit den Korth-Edikten und sind deshalb streng verboten. Die Gefährten denken dabei sofort an den Angreifer im letzten Gefecht. Bewacht wird das Anwesen von magischen Tigern und Bären.

Was sind nun die nächsten Pläne?

Ilmek beschließt, dem Ort des Geschehens einen Unauffälligen Besuch abzustatten, und Gideon geht in die Kathedrale, um mit einem Geweihten seine beunruhigenden Visionen zu besprechen. Marco möchte eine Bibliothek besuchen und sich ein wenig über magische Kreaturen einlesen.

Die Klage (Abend 21)Bearbeiten

Lange noch saßen unsere Helden in der Taverne und grübelten. Zu viele Fragezeichen standen vor ihrer nächsten Mission, der Erkundung eines Anwesens außerhalb von Metrol. Dort, so hatten sie in Erfahrung gebracht, führten die Drachenmalhäuser Vadalis, Jhorasco und Deneith verbotene Experimente durch. Sie hatten zum Ziel einen Supersoldaten zu züchten. Nach langem Abwägen konnten sie sich darauf einigen, dass Ilmek das Gebäude auskundschaften sollte. Bevor es ins Bett ging, machte sich der Halbling aber noch einmal auf, um nachzusehen, ob Orsons Unterkunft noch beschattet würde. Der Spion war allerdings nicht mehr vor dem Haus.

Am nächsten Tag machte sich Marco auf, um in der Bibliothek näheres über die magischen Tiere heraus zu finden. Ilmek kam in der Zwischenzeit problemlos an den Stadtwachen vorbei. Das besagte Anwesen zu finden war für ihn kein Problem. Auf den Hügeln lichteten sich die Bäume und er sah in der Entfernung eine drei Meter hohe Mauer, hinter der ein größeres Haus zu sehen war. Es war rund 30 Meter lang und 15 Meter breit. Einziger Zugang zu dem Anwesen war ein großes Tor in der Mauer. Ilmek entschied sich vorerst dazu, das Tor zu beobachten.

Marco konnte in der Zwischenzeit nach Vorlage seines Ausweises und der Zahlung von einer Silbermünze die Bibliothek nutzen. Seine stundenlangen Studien waren vorerst ohne Erfolg., Schließlich fand er in einer Geschichte über die Champions der Glocke einen Eintrag über magische Bestien. Es schien so, als ob im Krieg immer wieder auf magische Art gestärkte Tiere eingesetzt wurden. Viel mehr konnte er nicht in Erfahrung bringen.

Sip holte sich in der Zwischenzeit beim „Whistler“ seine neuen, gefälschten Papiere ab und verkleidet sich. Dann ging er noch einmal zur Unterkunft Orsons. Dort konnte er einen neuen Beschatter ausmachen. Nach stundenlangem Warten gab der Spion seine Position auf, Sip folgte ihm. Der Mann ging schließlich in ein Gebäude mit dem Wappen des Hauses Deneith. Somit war auch klar, dass jene Häuser, die Orson gefangen nahmen, die Unterkunft überwachen ließen.

Bei Einbruch der Dunkelheit beobachtete Ilmek immer noch das Anwesen. In all der Zeit war aber niemand ein- oder ausgegangen. Im Schutze der Dunkelheit wagte er es, sich der Mauer zu nähern.- Dahinter hörte er Schritte und ein leises Knurren. Als er sich dem Tor näherte, sah er, wie das Tor wackelte, das Knurren wurde lauter. Schließlich warf er noch einen Stein über die Mauer, was allerdings zu keiner von ihm wahrnehmbaren Reaktion führte. Ilmek entschied sich noch dazu, die Nacht weiter vor dem Haus zu wachen. Dabei übermannte ihn allerdings der Schlaf.

In der Herberge trafen sich in der Zwischenzeit Sip, Marco und Gideon und berieten sich weiter über ihre Situation. Sie beschlossen, sich noch ein Schlafgift zu besorgen um eine der magischen Bestien außer Gefecht setzen zu können. Für 140 Goldstücke bekamen sie selbiges beim „Whistler“.

Am nächsten Morgen erwachte Ilmek auf seinem Beobachtungsposten. Er sammelte sich kurz und machte sich dann schnell auf den Rückweg. Beim Stadttor wurde er kurz befragt, kam aber problemlos wieder in die Stadt. In der Herberge tauschten sich die vier aus. Ein Bote brachte ihnen schließlich das Gift. Sie kauften sich noch Seile und Haken und machten sich auf zu dem Anwesen...

Cut Szene

Die gewaltigen Streitmächte von Breland und Thrane waren bereits tief in die Länder von Cyre eingedrungen und überquerten die Saerun Straße . 30.000 Mann stark - 2000 Kronritter, 2000 Pikenträger, 4000 reguläre Fuss-Soldaten und 6000 ausgehobene Bauern auf Seiten von Thrane - angeführt von Militärbischof Graden einem engen Vertrauten des Hochkardinals Krozen.

Auf Seite Brelands marschierten 5000 Breland Dragoons von Wroat, 1500 Schwere Kavallerie, 2000 Schwerbeffnate Infantrie, 3000 Breland Ranger, 2500 Bogenschützen und 3000 Elfensöldner aus Valenar. Angeführt von der Tochter des Königs Boranel, Prinzessin Borann.

Ihnen gegenüber standen die letzten Kräfte von Cyre und hielten den Schlachtenreihen trotz der Übermacht stand. Plötzlich fängt der Himmel Feuer und ein dichter gelber Nebel steigt auf, der die Sicht auf wenige Schritt reduziert. In dem Nebel zucken grelle und orange Feuerblitze. Durch den Nebel sind die Schmerzens- und Todesschreie von Tausenden zu hören.

Die Augen der Helden sind auf das Gebäude gerichtet. Hinter ihren Rücken spielt sich aber ein beunruhigendes Spektakel ab. Sip bemerkt als erster, wie sich der Himmel verdunkelt. Dunkle Wolken nähern sich mit rasender Geschwindigkeit, aus ihnen zucken Blitze und Feuer ist zu sehen. Metrol wird von einem Nebel verschlungen, dann hüllt er auch die Helden ein. Aus der Stadt sind die Schreie Tausender zu hören. Eine dunkle Präsenz ist in dem Nebel zu spüren. Sie scheint ein Ziel zu haben: zu fressen.

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Nachdem die vier ihre Schockstarre abgeworfen haben sehen sie vor sich, wie eine riesige Feuerkugel aus dem Nebel erscheint. Sip macht sich davon, Ilmec und Marco werden von dem Feuer verzehrt. Mit der Macht der Götter kann Gideon die Kugel vorerst davon treiben. Sip feuert aus der Distanz Pfeile auf die Kugel. Die Kugel schnellt aber wied

er auf die Gruppe zu und trifft sie erneut. Marco bekämpft sie mit Blitzen, wird aber immer wieder vom Nebel dabei aufgehalten, der ihm die Lebenskraft zu entziehen scheint. Ein grüner Fleck erscheint plötzlich auf seinem Gesicht. Der Kampf tobt weiter, immer wieder attackiert auch der Nebel mit seiner dunklen Aura die Gruppe. Ein flammender Pfeil aus Gideons Amulett lässt die Feuerkugel schließlich verschwinden.

Dann fliehen die Helden durch den Nebel. Sip führt sie an, immer wieder müssen sie aber pausieren, weil der Nebel an ihrer Lebenskraft zu zehren scheint. In einem Hain werden sie schließlich von einer Wolke attackiert, die sich aus dem Nebel löst. Die schemenhafte Gestalt hat ein schmerzverzerrtes Gesicht. Immer wieder fahren die Schreie der Monstrosität den Helden schmerzhaft durch Mark und Bein.

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Ein Pfeil von Sip lässt die Gestalt aber schließlich verschwinden. Weiter geht die Flucht. Zwischenzeitlich verliert Sip einmal die Orientierung, mit vereinten Kräften können die vier aber schließlich wieder die richtige Richtung finden und auch eine untote Kreatur, die vor ihnen auftaucht, zerstören. Nach mehreren Stunden lichtet sich schließlich der Nebel. Vor ihnen ist der Grenzfluss zu den Talenta-Ebenen zu sehen. Sie drehen sich um und blicken auf eine gewaltige, unheilvolle Nebelwand zurück.

Sharner Detektive (Abend 22)Bearbeiten

Ein lautes Pochen reißt Marco aus dem Schlaf. Instinktiv macht er sich kampfbereit, sieht vor seinen schläfrigen Augen noch die wabernden Nebel-Monster der Klage, als ihm klar wird, dass Frieden herrscht und er in Sicherheit ist. Zumindest was man in Khorvaire Frieden und Sicherheit nennen kann. Mit einem kurzem Gebet dankt er Arawai, dass vor zwei Jahren der ewige Krieg zu Ende gegangen ist. Vor der Tür seines bescheidenen Zimmers wartet ein ungeduldiger Bote, der ihm rasch eine Nachricht überreicht und wieder in den Sharner Morgen
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hastet. Marco erkennt sofort das Sigel des Breländischen Heeres, sein alter Captain hat eine Mission für ihn und seine Kameraden: Der Kriegsgeschmiedete und Veteran Ash braucht Hilfe. Anscheinend werden in den tieferen Regionen Sharns immer wieder Kriegsgeschmiedete auf brutale Art ermordet. Marcos Stirn legt sich in Falten, als er nochmal die düstere Botschaft liest. Soviel zu Frieden und Sicherheit, es wird wohl Zeit die alte Truppe zusammenzutrommeln. Sip und Ilmek kommen als Söldner oft in die Stadt der schwebenden Türme, auch Gideon ist sicher wo aufzutreiben. Marco straft seine Schultern, packt die Botschft ein und zieht los. Veteranen müssen nicht viele Worte austauschen, man nickt sich kurz zu und verfällt wieder schnell in gewohnte Muster und Verhaltensweisen, gut eingelaufene Soldatenstiefel reden ja auch nicht über das ganze Blut, durch das sie gestapft sind. Wieder vereint formen Gideon, Illmek, Marco und Sip ihre kriegserprobte Vierer-Formation und machen sich auf den Weg zu den Cogs, wo in den Gießereien und Schmieden – gut verborgen vom Blick der feineren Bürgern weiter oben – Tag und Nacht geschuftet wird. Die Vier drängen sich durch das Gewühl der Straßen Sharns, als plötzlich zuerst Gebrüll und dann Schreie von einer Kreuzung zu hören sind. Den Abenteurern – kampfbereit zum Ort des Tumults geeilt – bietet sich ein chaotisches Bild: Ein Karnevalszug ist auf einen Gefangentransport gestoßen und Verbrecher haben den Wirbel zum Ausbruch genutzt. Bevor die Lage genauer analysiert werden kann stürmen schon Goblins und ein Ettin in Häftlingskleidung heran. Ilmek - nie von Größenunterschieden eingeschüchtert – hopst auf einen der umgekippten Käfigwägen und springt dem Ettin ins Gesicht. Sip – ungewohnt tolpatschig – kommt nicht auf eine taktisch bessere, da höhere Position, und lässt seine Pfeile eben von der Straße aus fliegen. Mit Hilfe von Gideons und Marcos Magie ist mit den Goblins schnell aufgeräumt. Der zweiköpfige Riese macht sich aus dem Staub, als ihn Gideon ein mit heiligem Zorn geladenes „Du hast mehr Angst als ich!“ entgegenschleudert.
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Den Wächtern des Hauses Medani kann nicht mehr geholfen werden, aber die Veteranen und Detektive in spe helfen der Stadtwache mit ihren Beobachtungen. Wächterin Jani Tradisch (hübsch, kurz angebunden) berichtet, dass „Die Sechs“ ausgebrochen sind. Bei der Truppe handelt es sich um die wohl gefährlichsten Verbrecher Sharns, unter Ihnen auch alte Bekannte, der Hobgoblin Grimgraj und der Albino-Gargoyle Srimshaw. (siehe NPCs_Neu) In den Eingeweiden Sharns finden die Freunde Ash in einer Art Kriegsgeschmiedeten-Taverne. Auch wenn die Konstrukte nicht Essen und Trinken müssen, im „Rothammer“ finden sie Geselligkeit und eine Schmiede für Reparaturen. Eifrig nehmen die Freunde ihre Ermittlungen auf und tragen viele Stücken eines Puzzles zusammen, nach zwei Tagen können sie aber noch nicht das ganze Bild erkennen. In der Nacht auf den dritten Tag der Ermittlungen reißt ein Schrei die Abenteurer aus dem Schlaf: Der Mörder hat wieder zugeschlagen!
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Akte: Kriegsgeschmiedeten-Morde Zeitraum: Morde starteten vor einem Monat Opfer: 8 Kriegsgeschmiedete, wurden auf offener Straße auseinandergerissen (ergo getötet), Körperteile fehlen, unter Opfern viele Angestellte der Tain-Schmieden Augenzeugen: Dandy, hat vor wenigen Tagen letztes Opfer gefunden, hat einen Schatten gesehen, Schatten soll sich über Opfer gebeugt haben Besondere Merkmale: Kriegsgeschmiedeter mit Menschenkleidung Verdächtige: "Eisener Jack": Mächtiger Cannith-Magieschmied, der Legenden zu Folge auch nach seinem Tod noch Schrecken verbreiten soll (Wohnort unbekannt) Besondere Merkmale: wurde mit magischen Ketten gefangen (nicht bestätigt) Mögliches Motiv: böser, untoter Magiewirker
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Kupfer: Sammler diverser Dinge, ein Kettenglied wurde am letzten Tatort gefunden, ähnliche Kette bei Kupfer, Geisteszustand beeinträchtigt (Trauma?), kaum Kooperation, keine sinnvolle Aussage („Es wird uns alle auslöschen! Es ist mächtiger als wir!“) Besondere Merkmale: großer, kupferfarbener KG Mögliches Motiv: Wahnsinn Lord Slogar: Vorstand des Haus Cannith, wirft verdächtigerweise Ermittler aus Haus während Autopsie, jähzornig, Besondere Merkmale: kleine Statur Mögliches Motiv: Mitglied eines Drachenmalhauses Schwarzschatten: war Späher im Krieg, hetzt gegen Menschen, Anhänger des Lord der Klingen Besondere Merkmale: KG mit dunklen Mithrilplatten (Schatten?) Mögliches Motiv: Aufhetzen der KG-Gemeinschaft, umstürzlerische Pläne Molric: Aufseher der großen Tain-Schmieden, kannte Opfer, hasst KG (mögliche Körperverletzung) Besondere Merkmale: glazköpfiger & bartloser Zwerg Mögliches Motiv: starke Abneigung gegen KG, bartloser Zwerg Autopsiebericht: Aufgrund mangelnder Zeit und Kompetenz kann nur bestätigt werden, dass den KG-Leichen Körperteile fehlen und ihre Existenz ein gewaltsames Ende gefunden hat. Besondere Vorkommnisse:  §1 Ermittler Gideon und Illmek wurden in einem Tunnel von zwei Wandlern mit bolzenverwendenden Fernkamf- und klingenbestückten Nahkampfwaffen angegriffen. Die Ermittler konnten nach angemessenen Amtshandlungen (Enthauptung mit Sharrash) ihren Dienstweg fortsetzen. Attentäter verwendeten Gift und kamen vermutlich von “weiter oben“ (wenig Dreck), vermutlich gezielter Versuch die Ermittlungen zu behindern, ein Attentäter ist flüchtig. §2 Die Ermittler konnten nur knapp ein blutiges Aufeinandertreffen von zwei aufgewiegelten Personen-Gruppen (Zwerge der Schmiede Tain / KG ) verhindern. Rädelsführer waren die zwei Verdächtigen Molrek und Schwarzschatten. Die Ermittler haben den Gemeinschaften zur Deeskalation der Lage versichert, innerhalb von 10 Tage die Mordfälle aufzuklären. Weiter Zusammenstöße können nicht ausgeschlossen werden.

Nach dem Fall ist vor dem Fall (Abend 23) Bearbeiten

Die Gefährten werden Nacht aus dem Schlaf gerissen. Der eiserne Jack hat wieder zugeschlagen. Im Rothammer ist es passiert, soviel erfahren sie. Schnell reissen sie die nötigste Ausrüstung an sich und rennen durch die Eingeweide von Schwarzknochen zum Rothammer. Vor dem Lokal sind einige Kriegsgeschmiedete versammelt, die das Lokal nervös beäugen. "Da ist noch jemand drinnen." Also vorsichtig aber bestimmt zur Tür, Gideon voran. Im Lokal sind auf den ersten Blick die Überreste von zwei Kriegsgeschmiedeten zu sehen. Während Gideon die Leichen untersucht, sichern Sip und Ilmek das Lokal und suchen nach Hinweisen auf den Mörder; Marco bleibt an der Tür um sicherzustellen, dass niemand flüchtet. Die erste Leiche ist ihr alter Kriegsgefährte Ash, von mehreren Stichen durchbohrt und ohne Kopf, Gideon erkennt, dass man den Kopf sorgfältig chirurgisch abgetrennt hat. Daneben liegt noch die Leiche von Schwarzschatten, von einem einzigen Stich in den Rücken getötet.Der Mörder ist offensichtlich nicht mehr im Lokal, auch sonst finden sich wenig konkrete Spuren. Immerhin kann Sip zwei kleine Kupferstücke entdfecken - das könnten Stücke von der Haut des Kriegsgeschmiedeten Kupfer sein.Nachdem im Lokal keine Spuren mehr zu verwerten sind, befragen die Gefährten auch noch die Kriegsgeschmiedeten vor dem Lokal. Dandy war der erste, der die Leichen im Lokal entdeckt hat, er hat noch einen Schatten gesehen, der sich dort bewegte und ist dann sofort losgerannt, um Hilfe zu holen.  Mittlerweile deuten doch einige Indizien auf Kupfer, aber wo kann man den finden? Auf Marcos Nachfrage weiß keiner der Umstehenden, wo Kupfer wohnt. Also suchen die Gefährten erst einmal die Wirte des Rothammer auf, das sind die beiden Kriegsgeschmiedteten Blau und Schmelztiegel - Dandy zeigt ihnen den Weg. Von Schmelztiegel erfahren sie, dass Ash und Schwarzschatten in der Schmiede im Rothammer waren, als Blau und Schmelztiegel das Lokal vor einigen Stunden verließen. Und sie erfahren auch endlich, wo Kupfer wohnt: In der Tain-Schmiede. Also machen sie sich sofort dorthin auf. Der Zugang zur Tain-Schmiede wird von drei zwergischen Wachen bewacht, und diese drei sind nicht bereit, die Gefährten einzulassen - das geht nur mit Erlaubnis von Molric, und der kommt erst in einigen Stunden. Ilmek will sich nicht aufhalten lassen und sich zur Not mit Gewalt Zutritt zur Schmiede verschaffen, aber die anderen Gefährten halten ihn davon ab. Sip sucht nach einem anderen Zugang, durch den man vielleicht unbemerkt in die Tain-Schmiede gelangen könnte, aber die Gänge in Schwarzknochen führen nur zu der einen Tür, wenn es andere Zugänge gibt, sind sie irgendwo in anderen Gängen verborgen, die Bewohner der Oberfläche vermutlich niemals finden würden. Also bleibt nichts anderes übrig als zu warten, ganz gleich wie ungeduldig die Vier sind. Sie bleiben vor der Schmiede und halten Wache, damit Kupfer zumindest nicht auf diesem Weg flüchten kann. Endlich, nach langen Stunden kommt Molric zur Schmiede. Molric wirkt amüsiert, als er erfährt, dass möglicherweise ein Kriegsgeschmiedeter der Täter ist. Er bringt die Gefährten zu einem Gang im Keller der Schmiede, in dem Kriegsgeschmiedete in winzigen Kammern hausen und zeigt ihnen Kupfers Zimmer. Der Raum ist leer aber Sip kann an der Rückwand eine Geheimtür entdecken, die in einen Gang nach unten führt. Keine Frage, dieser Ort muss untersucht werden. Gideon und Marco diskutieren noch mit Molric, ob er sie nicht bei der Untersuchung begleiten soll, Ilmek macht sich ohne weitere Umschweife auf den Weg nach unten. Er ist schon einige Meter in die Dunkelheit vorgestoßen, da schnellen auf einmal Klingen aus den Wänden. Ilmek kann sich gerade noch durch einen Sprung nach hinten retten und wartet erst einmal auf die anderen Gefährten. Sip untersucht die Falle fachmännisch. Es gibt eine getarnte Druckplatte als Auslöser, hinter einer gut getarnten Klappe in der Wand findet er Zugseile, die anscheinend die Klingen bewegen. Er schaffte es schließlich die Klingen unschädlich zu machen. Vorsichtig folgen die Vier dem Gang weiter nach unten bis sie schließlich nach einigen Windungen in einer großen Kaverne ankommen. Am Boden ist Schrott aufgehäuft, vor allem auch Teile von Kriegsgeschmiedeten, eine Wand ist mit unzähligen leuchtenden Drachenscherben besetzt. Auf einer Art Bett davor liegt eine verhüllte Gestalt. Und da kommt tatsächlich auch Kupfer auf die Gefährten zu. Sie stellen ihn zur Rede. Ja, er hat diese Kriegsgeschmiedeten getötet. "Sie haben um den Tod gebeten, ihre Existenz war wertlos", erklärt er, "durch Fleisch verdorben." Er wird dafür sorgen, dass sie als etwas besseres wiedergeboren werden, rein und frei vom Fluch des Fleisches. Bald hat Sip genug davon, er eröffnet ohne weiteren Kommentar das Feuer. Kupfer wehrt sich mit einem Schwert, er erweist sich als gefährlicher Kämpfer aber den vier Gefährten ist er bei weitem nicht gewachsen. Doch da, als Kupfer schon schwer verletzt ist, flammen plötzlich alle Drachenscherben an der Wand auf, die verhüllte Gestalt erhebt sich, streift noch einige Schläuche ab, an denen sie angeschlossen war und stellt sich zum Kampf. Die Gestalt ist das Zerrbild eines Kriegsgeschmiedeten - schief, mit Stacheln besetzt, der eine gewaltige Arm ist so lang, dass er am Bode schleift; der Kopf gehörte einmal Ash. Kupfer wird niedergestreckt und Ilmek versucht sich der Gestalt in den Weg zu stellen um sie von den anderen abzuhalten, während Sip, Marco, und Gideon sie auf Entfernung bombardieren. Aber der riesige Kriegsgeschmiedete läßt sich nicht von einem kleinen Halbling stoppen, er schubst ihn einfach zur Seite und stürmt mitten zwischen die anderen drei hinein, er schleudert mit einen gewaltigen Hieb Sip und Gideon zu Boden und packt Marco mit seinem riesigen Arm. Unterstützt von Gideons Heilzaubern hält Marco einigermaßen stand, während Sip die Gestalt weiter mit Pfeilen spickt während Ilmek mit seinem Scharrasch auf sie einschlägt, Marco Blitze schleudert und Gideon  sie mit göttlichem Licht schwächt. Endlich, nach hartem Kampf bricht das Monster zusammen.

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Nun kann die Höhle durchsucht werden. Kupfers Sack mit Schrott findet sich, viele Teile von Kriegsgeschmiedeten und allerlei alchemistische Apparaturen, die Kupfer genutzt hat, um dieses Monster zu erschaffen. Vieles deutet daraufhin, dass mehr hinter der ganzen Sache steckt als nur ein wahnsinniger Kriegsgeschmiedeter - wer hat den Geheimgang mit der Falle angelegt, woher bekam Kupfer die Rituale und die alchemistischen Zutaten, mit denen er sein Monster erschuf? Leider gibt es keine konkreten Spuren, die zu einem Hintermann führen könnten. Die Gefährten diskutieren, ob es Molrek sein könnte, aber das wirkt wenig plausibel. Eher Haus Cannith oder jemand in dem Haus, aber sie haben nichts konkretes in der Hand. Gideon zerstört die alchemistischen Apparaturen. Zurück in der Tain-Schmiede stellte Gideon noch einmal Molric zur Rede. Der versichert glaubhaft, nichts von dem Gang gewußt zu haben, aber er verrät schließlich, dass Kupfer von Haus Cannith Geld bekommen hat. Wie und warum will er nicht sagen.  Gideon macht sich schwere Vorwürfe, weil er Ash nicht beschützen konnte und ihr alter Gefährte diesem Mörder zum Opfer viel. Er will Lord Slogar von Haus Cannith zur Rede stellen, die anderen reden ihm das aber aus, da sie nichts in der Hand haben. Die Gefährten berichten Blau und Schmelztiegel im Rothammer, dass die Morder aufgeklärt sind und erfahren dort, dass Kupfer vermutlich dem Wahnsinn verfallen ist, weil er nach der Klage noch längere Zeit in den Überresten von Cyre unterwegs war. Mit dem Klingenfürsten hat sein Wahn aber eher nichts zu tun, denn der Klingenfürst will die Kriegsgeschmiedeten so wie sie sind zur Macht führen und nicht durch neue andere ersetzen. So kehren die Vier schließlich an die Oberfläche zurück, erfolgreich aber doch unzufrieden mit dem, was sie erreicht haben. Sip überlegt noch, ob man vielleicht eine andere Fraktion von Haus Cannith dafür gewinnen könnte, gegen Lord Slogar vorzugehen und ob man vielleicht auch die gefundenen Informationen verkaufen kann, diese Ideen werden aber alle wieder verworfen. An der Oberfläche werden noch immer die Tage der Furie gefeiert. Zurück in der Taverne Schwarzer Möwe in Deathsgate rasten die Gefährten erst einmal, Sip verfasst einen Bericht an Hauptmann Kalaes. Zwei Tage lang ist Zeit zur Ruhe, dann kommen kurz nach einander Boten. Zuerst zwei Halbelfen von Haus Medani, sie bitten die Gefährten sich in den Dragon Towers bei Baron Trelib de Medani einzufinden. Gleich danach kommt noch ein Kurier von Haus Orien, der eine Nachricht von Hauptmann Kalaes überbringt. Kalaes bedauert, dass Ash ermordert wurde, aber er dankt trotzdem für die erfolgreiche Aufklärung des Mordfalls. Er hat die Gefährten bei Haus Medani empfohlen.
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In den Dragon Towers befindet sich eine kleine Enklave von Haus Medani. Die Wachen führen die Gefährten sofort zu Baron Trelib de Madani, dem Patriarchen des Hauses. Er begrüßt sie freundlich und berichtet dann, warum er um Hilfe bittet: Verbrecher haben einen silbernen Basilisken aus Haus Medani gestohlen, nicht nur ein wertvolles Stück sondern zudem noch ein Symbol des Hauses. Der Baron verdächtigt den Wechselbalg Vrinn, einen der geflohenen Verbrecher. Vrinn hatte diesen selben Basilisk vor kurzem schon einmal gestohlen, damals konnte er geschnappt werden. Jetzt Selina, die Tochter des Barons, versucht, die gestohlene Skulptur wieder zu beschaffen, seither ist sie ebenfalls spurlos verschwunden. Der Baron gibt den Gefährten nur einen Tag Zeit, um die Skulptur und seine verschwundene Tochter wieder zu finden. Am Abend des nächsten Tages will er zu einer Audienz beim König nach Wroat reisen, bis dahin soll alles geklärt sein. Dafür verspricht er eine Belohnung von 200 Drachen. Beim vorigen Diebstahl wurde Vrinn im Stadtteil Kasarenbrücke gestellt, beim Strahlenden Silberstern, einem Silberschmid aus den Schattensümpfen, den der Baron für einen Hehler hält. Dort wollte Selina auch mit ihrer Suche nach der Skulptur beginnen. Seit dem letzten Diebstahl war die Statue durch zusätzliche Schutzzauber geschützt, aber diese haben offensichtlich versagt. Trelib vermutet, dass Verbündete des Diebes sein Haus infiltriert haben, deshalb beauftragt er auch Außenstehende mit der Untersuchung. Zuletzt legt er den Gefährten noch ans Herz, bei ihren Nachforschungen diskret vorzugehen.
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Die Gefährten folgen der einzigen Spur, die sie haben, sie suchen den Strahlenden Silberstern im Stadtteil Kassanbrücke auf. Sie finden die Tür des Ladens offen, darinnen ist alles verwüstet, silberne Schmuckstücke liegen im Laden verstreut und neben der Theke liegt die Leiche eines Mannes, der vor kurzem, vielleicht vor einer halben Stunde getötet wurde, anscheinend tot geprügelt. Offensichtlich hatte er gerade einen Guß vorbereitet, in einem Schmelztiegel befindet sich eine beträchtliche Menge geschmolzenes Silber, daneben eine Gußform für den Knauf eines Stockdegens. Das geschmolzene Silber könnte von einer Basiliskenstatue komme, die Menge müsste passen. Zumindest von den Diamantaugen der Skulptur gibt es aber keine Spur.  Die Gefährten fragen Passanten in der Umgebung, was sie beobachtet haben, und sie erhalten tatsächlich die Beschreibung von zwei Verdächtigen: Ein großer Wandler mit roten Haaren und ein ebenfalls rothaariger Hobgoblin, das könnten Mange und Grimgraj sein. Die beiden sind vor kurzem aus dem Laden gekommen. Ilmek berichtet den Passanten, dass der Eigentümer des Ladens ermordet wurde - soviel Offenheit stößt bei Sip und Marco auf wenig Verständnis.Die Gefährten fragen sich weiter durch und es gelingt ihnen der Spur der beiden Verbrecher bis zu einem Aufzug in die Unterstadt zu folgen, dort verliert sie dann die Fährte. Als sie zum Laden zurückkehren, hat sich die Nachricht vom Mord herumgesprochen, viele aufgeregte Bürger sind im und um den Laden versammelt. Marco fragt noch herum, ob jemand Selina gesehen hat, er hat aber zunächst keinen Erfolg. 

Mordversuch im Sharner Express (Abend 24) Bearbeiten

Der Ort des Geschehens hat sich in der Zwischenzeit gefüllt: Zahlreiche Schaulustige haben sich vor dem Geschäft des ermordeten Silberschmiedes und Hehlers Mullar versammelt. Während sich Ilmec zur Überbrückung eine gebratene Eidechse genehmigt, erscheint die Stadtwache. „Tretet zur Seite“ bellt der Offizier und sie beginnen den Tatort zu untersuchen und die Passanten zu befragen. Gideon meldet sich sehr zum Unmut seiner Kameraden zu Wort und erzählt den Wachen, was er weiß. Die Obrigkeit ist aber nicht sonderlich an der Gruppe interessiert und so trollen sich die vier vom Tatort. Nach kurzer Ratlosigkeit warten sie ab, bis die Wachen die Schmiede verlassen haben und hören sich noch einmal in dem Viertel um. Ein Händler berichtet, dass Mullar schon ein seltsamer Gesell gewesen sei. Er sei zwar wie die anderen Bewohner des Viertels aus den Schattenmarschen, man habe ihm aber misstraut, weil immer wieder seltsame Gesellen in dem Haus ein- und aus gingen. Auch Zelina d'Medani sei vor zwei Tagen hier gewesen. Da der nächstgelegene Lift ins Viertel Treppab führt, entscheiden die Detektive schließlich, sich dort etwas umzuhören. In Treppab wird sehr intensiv der Wildnacht gefrönt. Das bringt Sip zwar einen Flirt ein, aber es bringt die Gruppe in ihren Ermittlungen nicht weiter. Schließlich beschließen sie, hinab ins Dura zu steigen. Der Weg ist weit, nach mehreren Stunden erreichen sie Mullons Tor und betreten das verrufene Dura-Viertel. Das wilde Treiben von Goblins und Grottenschraten verstummt und alles blickt die vier Neuankömmlinge an. Nach einem kurzen Wortgeplänkel kommen sie mit einem Grottenschrat ins Gespräch. Der hat zwar nichts von den beiden Verdächtigen Mange oder Grimgraj gehört. Dafür kennt er aber Durok the Masher, der ebenfalls aus dem Gefängnis geflohen ist. Er soll süchtig nach Traumlilie sein. Die Droge würde neben dem Dura auch von den Tyrannen in Drachenauge verkauft.

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Das ist also das nächste Ziel unserer Detektive. Dort finden sich – wieder sehr zur Freude von Sip - zahlreiche Bordelle. Sip wird gleich wieder angesprochen, statt nach einem ruhigen Zimmer fragt er aber nach den Tyrannen und wird zur Halle der Wandlung gewiesen. Gegen Geld führt die Dame die Gruppe zu einem Lokal, wo sie Traumlilie bekommen würden. Ein blonder Mann bietet der Gruppe erst die Droge an. Nach einem kurzen Gespräch erfahren sie, dass er den ebenfalls flüchtigen Vrinn finden will, der vor einem Monat bei einem Drachenmalhaus eingebrochen sein soll. Einen Auftrag reicher aber nicht viel weiser beschließen die vier schlafen zu gehen. Am nächsten Morgen hat Ilmec die Idee, man könnte doch bei dem Detektiv Viktor Demain nachfragen, ob er eine Spur zu der entflohenen Bande habe. Schließlich hat er die berüchtigten Sechs schon einmal hinter Schloss und Riegel gebracht. Im Haus Orien bekommen sie die Adresse des Meisterdetektives. Demain wohnt in einem umgebauten Wasserturm im oberen Dura. Aufgrund der nicht abgeholten Zeitungen lässt sich schließen, dass er seit dem Ausbruch der Sechs nicht mehr zu Hause war. Sip beschließt in dem Haus einzubrechen und kann die Tür knacken. Hinter der Türe findet er eine Art von Alarmmechanismus. Die Behausung wurde offensichtlich durchwühlt. Im ersten Stock entschärft Sip einen weiteren Mechanismus. Hier liegt eine balsamierte Leiche im Gewand von Demain hinter einem alchemistischen Labor. Der Körper hat eine Tätowierung des Hauses Medani. Schnell schließt die Gruppe, dass der Detektiv wohl seinen eigenen Tod bei einem Brand vortäuschen wollte. Im ersten Stock finden sie im Büro einen zerknüllten Zettel, auf dem steht, dass Demain vom Haus Medani als Meisterinquisiteur abgelehnt wurde. Zudem finden sich Unterlagen, denen zu Folge Demain regelmäßig eine kleine Summe an ein Waisenhaus einzahlt. Vor zwei Woche hat er schließlich dort die Summe von 20.000 überwiesen. Sein Bankberater ist ein gewisser Bengen Bordael. Eine weitere Entdeckung alarmiert die Helden schließlich: Zugpläne weisen darauf hin, dass Demain einen Anschlag auf Baron Trelib d'Medani plant: Zwei Züge sollen gegeneinander stoßen.
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Man eilt zum Bahnhof, durch die feiernden Massen kommt man aber nur langsam voran. Um 17.15 Uhr soll der Zug von Medani gehen, die vier erreichen den Bahnhof um 17 Uhr. Auch am Bahnhof herrscht großes Gedränge. Auf dem Weg zum richtigen Bahnsteig versperren ihnen zwei Kriegsgeschmiedete den Weg. Nach kurzen Erklärungsversuchen springt Sip über die beiden hinweg und eilt zum Zug. Dort zeigt er zwei Wachen des Hauses Medani seinen Ausweis, sie lassen ihm zum Baron. Gerade, als Sip mit dem Baron den Zug verlässt, kommt es zum Zusammenstoß. Als die beiden Elementare zusammenstoßen, kommt es zu einer Explosion. Die Druckwelle stößt alle zu Boden. Gideon und Marco wenden sich dem befreiten Luftelementar zu, als Sip auf einem Vordach den entflohene weißen Gargoyle Srimshaw entdeckt. Dieser feuert einen Pfeil mit einer Nachricht auf Sip ab. Sip und Ilmec nehmen sofort die Verfolgung auf und können den Gargoyle tatsächlich stellen und überwältigen. Mit vereinten Kräften ringen die vier auch den Luftelementar nieder. Nach dem Kampf informieren die Detektive schnell den Baron und verschwinden mit Srimshaw zum Verhör in ein Extrazimmer im Bahnhof. Im Austausch für seine Freiheit verspricht er ihnen Informationen. Man erfährt, dass Viktor Demain mit dem Rest der geflohenen Häftlinge in einem verlassenen Tempel von Aureon im Viertel Goldtor haust. Das Viertel ist im unteren Dura. Schnell brechen die Helden dorthin auf. Die Feierlichleiten haben in der Zwischenzeit in der ganzen Stadt ihren Höhepunkt erreicht. Man sieht einzelne Gebäude brennen, illegale Aktivitäten, auch einzelne Menschen sollen in den zu Unruhen verkommenen Festivitäten umgekommen sein. In Goldtor ist es aber ruhiger. Über beschädigte Straßen gelangen sie zu dem Tempel. Über einem Eingangstor ist ein Drache abgebildet. Die Helden betreten den Tempel... 

Der Fall des Detektivs (Abend 25) Bearbeiten

... durch einen offenen Torbogen, dahinter liegt ein dunkles Atrium. Langsam gewöhnen sich die Augen der Helden an das Dämmerlicht; ein Balkon mit mächtigen steinernene Statuen führt in vier Meter Höhe über drei Seiten der Halle, eine Treppe rechter Hand ist eingestürzt und nur noch ein Trümmerhaufen. Ein leichter Anisgeruch liegt in der Luft... Da erkennt Sip Bewegungen bei zwei der Statuen und lässt sofort seinen Bogen sprechen, und geht dann unter dem Balkon in Deckung. Der Anisgeruch ist hier noch intensiver, doch da schießen zwei lange Arme aus der Dunkelheit und schließen sich wie Schraubstöcke um Sips zierlichen Körper – Rrreyln the Gasper! Und auch oben auf dem Balkon wird es lebendig: Die Freunde erkennen den rothaarigen Hobgoblin Grimgraj, als er kurz an die Brüstung tritt und eine Flasche inmitten der überraschten Gefährten schleudert. Eine kleine Explosion benebelt kurz ihre Sinne, was sich der Wandler Mange, der ebenfalls hinter einer der Statuen gelauert hat, zunutze macht, und seinerseits mit einer Armbrust die Geblendeten aufs Korn nimmt. Sip kann sich losreißen und auch die anderen fliehen unter den Balkon, Rrreyln verschmilzt wieder mit der Mauer hinter ihm. Ilmek schafft es, auf den Balkon zu teleportieren, während die anderen Mange und Grimgraj von unten unter Beschuss nehmen. Sip kann das Versteck des Würgers erahnen und ihm eine schwere Pfeilwunde zufügen, worauf die Kreatur in Windeseile aus dem Tempel flieht. Doch auf dem Platz vor dem Heiligtum Aureon ereilt sie der Tod durch einen Schaft des Elfen... Oben setzen die beiden anderen Schergen Ilmek schwer zu, doch kurz darauf fällt ein weiterer gut gezielter Pfeilschuss den Wandler Mange, und der Halbling kann wieder Atem schöpfen. Mit Pfeil, Blitz und Sharrash bezwingen die Helden schließlich auch den Hobgoblin. Ilmek seilt sich ab, die ärgsten Wunden werden verbunden und weiter geht es durch die Türe gegenüber dem Eingangstor. Nach einem kleinen Durchgangsraum wartet eine weitere Doppeltür. Dahinter ist eine weitläufige Halle, an deren anderen Ende ein Altar aufgebaut ist. Darauf festgeschnürt liegt – Zelina, die vermisste Tochter des Barons Trelib d'Medani. Ihre Augen sind bittend auf die Helden gerichtet, steht doch der hünenhafte Grottenschrat Durok, genannt der Stampfer, neben ihr, bereit seine riesige Keule auf die hübsche Elfe niedersausen zu lassen. Gideon kann mit Hilfe der Heerschar den Giganten in Furcht versetzen, worauf dieser in Richtung Ausgang flieht. Beherzt eilen die Kameraden zum Altar, doch die vermeintliche Zelina entpuppt sich als Vrinn, der Wechselbalg. Sein Feueroden hüllt Sip und Marco ein, es riecht nach verbrannter Haut und versengten Haaren. Euch Durok hat sich wieder gefangen und lässt seine Keule auf Marco niederkrachen und schickt ihn zu Boden. Ilmek stürzt sich ungeachtet der Größendiskrepanz todesmutig auf der Schrat und fügt ihm eine Wunde in der Kniekehle zu. Ein weitere Feuerschwall geht aus dem Rachen des Wechselbalgs auf die Helden nieder... es soll der letzte sein. Sip trifft Vrinn mit einem gut platzierten Schuss, der Wechselbalg verschwindet. Auch Durok wird erneut getroffen und versucht aus dem Tempel zu fliehen. Ein Pfeil ins Genick stoppt aber prompt seinen Lauf. Eine kleine Pforte hinter dem Altar führt in eine Kammer mit einer Wendeltreppe und einer weiteren Türe. Während die Helden Atem schöpfen, knackt Sip flink das Schloss. Das Gelass dahinter beherbergt einen Schreibtisch mit mehreren Dokumenten. Noch immer keine Spur von Zelina und Viktor Demain. Nur kurz schöpfen die Helden Atem, dann erklimmen sie die Stufen zum Turm... Das Ende der Treppe. Eine gewaltige, gusseiserne Glocke hängt über den Helden. Flankiert von zwei steinernen Löwen steht Viktor Demain am Rand der hölzernen Plattform, gestützt auf einen elegant gearbeiteten Schwertstock, und blickt in die Dunkelheit. In der linken Hand hält er eine Uhr, gerade beginnt es, Mitternacht zu schlagen. Er dreht sich um und blickt die Helden triumphierend an. Da entdecken die Gefährten endlich Zelina! Die vermisste Elfe hängt bewusstlos angebunden an dem großen Balken, der auch die Glocke trägt! Und der niederträchtige Detektiv hat an beiden Enden des Balkens Säure angebracht, die bereits begonnen hat, diesen aufzulösen! Sip versucht sofort, den drei Meter hohen Balken zu erreichen. Plötzlich beseelt springen die Löwen auf und reißen ihn zurück. Ilmek beginnt ebenfalls den Balken zu erklettern und hilft auch Sip nach oben. Die beiden Löwen sind sichtlich ausschließlich darauf bedacht, die Rettung von Zelina zu vereiteln, und springen mit einem Satz mit auf den Balken. Gideon und Marco versuchen, die Löwen zu beschäftigen, werden aber gleichzeitig mit blanker Klinge von Viktor Demain angegangen. Sip kann eines der beiden Schlösser, die die Elfe am Balken fixieren, knacken, und wird im selben Moment von einem der Löwen wieder herabgerissen. Bereits acht Mal hat die Glocke geschlagen, erbarmungslos frisst sich die Säure in das Holz. Sip kann erneut den Balken erklimmen, mit zitternden Händen öffnet er das zweite Schloss. Da stürzt auch schon der Balken mitsamt der Glocke mit ohrenbetäubenden Krachen durch den Turm hinab – der Heerschar sei Dank ohne Zelina, die von Ilmek gehalten wurde. Als sein perfider Plan scheitert, ist der durchtriebene Meisterdieb kurz davor, sich vom Turm zu werfen, ergibt sich aber dann doch. Er wird gefesselt, Zelina ins Bewusstsein zurückgeholt. Von dem hohen Turm seilen sich die siegreichen Kameraden ab, bergen die Dokumente und einige im verborgenen Keller gefundenen Schätze. Als sie auch die Leichen der gefallenen Ausbrecher durchsuchen wollen, müssen sie erkennen, dass der Körper von Mange, dem Wandler, fehlt. Verärgert, dessen Selbstheilungskräfte unterschätzt zu haben, verlassen die Gefährten Goldtor und das untere Dura. Sie lassen Viktor Demain in der Zitadelle einsperren und liefern die verlorene Tochter im Haus Medani ab – beide Male wird ihnen das Versprechen abgenommen, am nächsten Tage noch einmal vorzusprechen. Kurz vor der Morgendämmerung liegen die Helden endlich in ihren Betten und schlafen sofort ein. Am nächsten Vormittag besuchen die Freunde zuerst die Zitadelle. Sie berichten Meister Iyan ir'Talan von ihren Erlebnissen und sämtlichen Vorwürfen gegen Viktor Demain und erhalten im Anschluss eine kleine Belohnung. Später im Haus Medani bedankt sich Baron Trelib nochmal bei den Helden und gibt ihnen die vereinbarte Entlohnung. Die vielen seinetwegen ums Leben gekommenen Opfer bei dem Anschlag beim Bahnhof belasten sein Gewissen schwer, und er lässt durchblicken, dass er sich um die Angehörigen der Opfer kümmern möchte. Zurück in der Schenke sucht eine unbekannte Frau die Helden auf. Sie scheinen eine gewisse lokale Berühtheit erlangt zu haben – die Frau ist vom Sharner Boten und möchte einen detailierten Bericht über die vier Freunde schreiben. Während Sip sich nicht lange bitten lässt, verlässt Marco nach wenigen Minutenden Raum.

Die untergetauchte Laterne (Abend 26)Bearbeiten

Während Gideon und Marco über die theologischen und akademischen Implikationen bei der Identifizierung des gefunden Kettenhemdes diskutieren, entspannen Ilmek und Sip bei einem Gläschen. Dem Halbling fällt ein neues Plakat in der Taverne auf. Anscheinend wird bald „Gefangen im Traum“ aufgeführt, in der Hauptrolle eine ansehnliche Halbelfe, die auch den Wirt in ihrem Fanclub weiß. Von den eleganten Rundungen der Halbelfe wandern Sips Gedanken in Richtung des Sharner Immobilienmarktes. Das Büro des verhafteten Meisterdetektivs sei ja leer und praktisch eine angemessene Belohnung für Sip (und die ganze Truppe natürlich). Gottgefällige und juristische Argumente schlagen ihm entgegen, der Vorschlag geht den Weg vieler nicht durchdachter Vorschläge und stirbt leise unter einem Tavernentisch. Am nächsten Tag setzt sich Gideon über Marcos Wünsche hinweg und bringt das magische Kettenhemd zur Universität. Und siehe da: Prof. Larian ir`Morgraine, Lehrstuhl für arkane Künste, kann weiterhelfen. Das Kettenhemd ist ein Artefakt, weiß der gebildete Mann, und Artefakte haben immer ein Ziel, eine Aufgabe. Was das genau sein könnte weiß er nicht – aber das Hemd wollte anscheinend von Marco gefunden und getragen werden. Am Abend besucht die schöne Erbin des Haus Medani die Gruppe: Zelina hätte einen neuen Auftrag für sie. Die Abenteurer (auch Marco nun mit neuem Kettenhemd) rücken zusammen und lauschen den Worden der hohen Tochter. Akte: „Der Fall der untergetauchten Laterne“ Zielperson: Gesucht wird der Shifter Tychen Raslot, ehemaliges Mitglied der dunklen Laternen (Breländischer Geheimdienst) Chronologie: Vor 4 Tagen hat der Gesuchte mit 4 Komplizen und unter Verwendung gefälschter Dokumente rund 30.000 Galifars vom Schatzmeister in Wroat gestohlen. Motive: Neben Geldgier und krimineller Energie könnte die Familiengeschichte des Gesuchten die Motivlage beeinflussen. Der Bruder des Gesuchten wurde von der Kirche der Silbernen Flamme gefoltert. Der Gesuchte wollte Hilfe von seiner Organisation, bekam sie aber nicht. Auch Anträge auf Wiedergutmachung wurden abgelehnt. Danach verließ der Gesuchte frustriert den (geheimen) öffentlichen Dienst. Kontakte: - 4 (auf ersten Blick menschliche) Komplizen - ein Fälscher (siehe Zeugen) - es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Gesuchte auch Verbündete in den Reihen der dunklen Laternen hat. Zeugen: Sylvander Ezad Zilkrot (Schreibwarenhändler / Fälscher)
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Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten die Ermittler den gnomischen Zeugen im versteckten Teil seines Ladens zu einer Aussage bewegen. Zeuge gibt zu, dass er die Ausweise für den Raub gefälscht hat. Laut Zilkrot ist der Gesuchte auf dem Weg nach Graywall in der Monster-Nation Droaam. Er wurde von 4 „stinkenden Menschen“ begleitetet. Die Komplizen waren mit großen Keulen bewaffnet und tragen in den Papieren die Namen Erol, Gawin, Tant und Womar. Aktenvermerk: Hr. Zilkrot scheint mehr als nur ein kleiner Fälscher zu sein. Er hat disziplinierte Handlanger (mindestens noch 3 gnomische Leibwächter). Mehrere magische Portale führen durch Bildern in andere Bereiche seines Quartiers. Die Ermittler konnten wegen dem Ermittlungsdruck nicht die ganze Anlage inspizieren. Es seien aber die Befehlsworte „Sess“ (Sicht in einen anderen Raum) und „Restiel“ (Transport für eine Person) vermerkt. Belohnung: 250 GM pro Ermittler + 500 GM für Gruppe als Gefahrenbonus nach Nachverhandlung. Haus Medani übernimmt Kosten für Reise (Blitzbahn, Pferde) und Quartier. In Begleitung von Zelina reisen die Abenteurer den Räubern hinterher: Mit der Biltzbahn geht es Wroat, dann per Pferd weiter Richtung Droaam. Nach einigen Tagen – das Graywall-Gebirge ist schon zu sehen – stößt die Gruppe auf die ersten Einheimischen: Ein Minotaure will Wegzoll für „seine Straße“. Ein Ultimatum des Wegelagerers führt schnell zum Kampf und dem Minotauren fliegen Magie, Pfeile und ein merkwürdiges Wurfholz um die Rindsohren. Auch die Gnoll-Handlager des Räubers sind den reisenden Veteranen nicht gewachsen – die letzten paar Überlebenden laufen wie geprügelte Hunde weg.
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Drei Tage nach dem Überfall sieht die Gruppe schwarzen Rauch am Himmel und bald darauf Graywall. Die Stadt ist von einer roten Mauer umgeben, im Westen sieht man neue Gebäude, im Osten große Steinbrüche und Zeltlager. Es scheint separate Tore für die verschieden Rassen und eventuell Größen zu geben. Ein – für Droaam – hilfsbereiter Halbork des Hauses Tharashk - weist sie in Richtung des „Zwingers“, dem Fremdenviertel der Stadt. Außerdem ratet er den neuen Besuchern Medusen nicht in die Augen zu schauen – sicher keine schlechte Idee. Den Gefährten fällt auf, wie die Oberflächen aller Gebäude sich zu kräuseln und zu bewegen scheinen – ein merkwürdiges Phänomen, das die Monsterstadt nicht freundlicher wirken lässt. Die Gruppe gibt dem „Golddrachen“ den Vorzug gegenüber der Nobel-Kneipe „Dämmerungspalast. Der Halblingswirt des Haus Jorasco hat zwar viele Narben an den Armen, ist aber freundlich und auskunftsbereit: Die rote Mauer stammt aus der Zeit des antiken Goblin-Imperiums. Im Zwinger findet man einen menschlichen Tempel und die Niederlassungen der Drachenmalhäuser. Im Viertel Blutstein halten sich vor allem Orks, Miotauren und Wandler auf, während „Klein-Graywall“ von Kobolden und Goblins bevorzugt wird. „Karda“ heißt die Feste im Zentrum der Statt und ist der Sitz des Herren von Graywall: der Gedankenschinder Xoralitt. Der Gedankenschinder sei auch an den merkwürdigen Bewegungen an den Gebäuden schuld. Die sogenannte „Schinder-Garde“ sorgt für ein gewisses Maß an Ordnung, der Wirt würde aber auf jeden Fall einen Führer des Drachenmalhauses Tharashk für einen Stadtspaziergang außerhalb des Zwingers empfehlen. Nach dem Plausch mit dem Wirt versuchen die Freunde sich zu entspannen und sich von der Reise zu erholen – sie werden ihre Kräfte sicher noch brauchen.

Drei Brüder? Drei Brüder! (Abend 27) Bearbeiten

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Der nächste Tag beginnt etwas ungewöhnlich für unsere Helden. Sip beschließt sich als Tiefling zu verkleiden, um in der unfreundlichen Umgebung von Graywall etwas weniger aufzufallen. Ihr erster Weg führt sie ins Haus Tharashk. Vor dem Haus sehen sie einen unliebsamen alten Bekannten wieder. Der Gargoyle Srimshaw beobachtet sie, wie so oft, von einem Hausdach aus. Selina wird ob des Anblickes nervös und beschließt, sich von Illmek zurück begleiten zu lassen. Die übrigen drei gehen vorbei an der großen Mantikor-Statue in das Haus. Dort werden sie von zwei Halborks empfangen, die sie an eine gewisse Jana Veldarana weiterverweisen. Die hört sich geduldig die Geschichte der drei Helden an und macht ihnen dann ein Angebot: Anstatt selbst nach Tyker Roslof zu suchen, sagt sie ihnen gegen eine gewisse Gebühr, wo sie zu suchen begonnen hätte. Die Drei willigen ein und Jana schickt sie in den Blutstein-Bezirk in eine Unterkunft namens „Labyrinth“. Dort, so sagt sie, könnten man unter der Obhut von Minotauren unterkommen, ohne dass lästige Fragen gestellt würden.
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Auf dem Weg dorthin überquert die Gruppe einen Platz, auf dem so etwas wie ein Schauspiel vorgeführt wird. Ein Goblin macht sich über den König des Brelands lustig, was die Anwesenden Gnolle und Goblins sehr zu amüsieren scheint. Etwas weiter werden sie Zeugen eines Wettkampfs. Zwei Oger halten sich gewaltige Steine über dem Kopf, das Publikum wettet darauf, wer es länger aushält. Die Drei versuchen jeweils nicht aufzufallen und verlassen die beiden Spektakel schleunigst. Beim Labyrinth angekommen stellen sie fest, dass die Unterkunft ein riesiges Loch im Boden ist. In dem ehemaligen Steinbruch sieht man von oben auf die offenen Gänge dieses labyrinthartigen Systems. Die Zimmer dazwischen sind überdacht. Um keinen Verdacht zu erwecken mieten sie sich gleich für einen Woche ein. Nachdem sie ein komplett leeres Zimmer (ja, wirklich ganz leer) bezogen haben machen sie einen Rundgang durch die Unterkunft. Schließlich kommt hinter ihnen aus einer Türe ein alter Tiefling, der sich auf einen Stab stützt. Gegen mehrere großzügige Spenden erfahren sie, dass er die Wandler tatsächlich gesehen hat und dass sie zu einem Laden namens Hauer und Zahn gehen wollten. Schnell machen sie sich dorthin auf. Unterwegs erfahren sie, wie in Graywall für Recht und Ordnung gesorgt wird. Sie sehen, wie ein Oger aus einer Türe stolpert. Er blickt sich noch einmal erschrocken um, dann erstarrt er zu Stein. Kurz nach ihm kommen drei Medusen aus der Kneipe. Sie tragen dunkle Rüstungen mit einem Tentakel-Emblem. Schnell gehen die Drei weiter.
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Schließlich finden sie das „Hauer und Zahn“. Sip beschließt, draußen zu warten. Drinnen finden die anderen zwischen übergroßen Rüstungen und Waffen eine blaue Gestalt, die über ein Buch gebeugt ist. Sie hat kleine Hörner und pechschwarze Zähne. „Ich dachte, ihr wärt zu dritt“, sagt der Ogermagus. Solcherart ertappt beschließen sie, den wartenden Sip herein zu holen. Schließlich erfahren sie, dass der Magus ein Student der Drachenprophezeiungen ist. „Kennt ihr Sora Terasa?“ will er wissen. Und sagt ihnen dann ein Stück der Prophezeiungen, nachdem nichts mehr so sein würde wie es war. „Drei Brüder von drei Müttern treffen auf drei Schwestern von drei Vätern um die Schafe des Löwen vor den Kindern des Schattens zu retten.“ Die drei Brüder würden zurück kommen, erzählt er weiter, um Geld zu suchen und die Ruinen Korash Khaar zu finden. Als die Helden noch nicht ganz kapiert haben, wird er deutlicher: Die Brüder haben den gleichen Vater, sagt er Schließlich dämmert es den Dreien: Sie sind die drei Brüder. Weder Marco noch Gideon kennen ihren Vater. Und Sip weiß, dass sich sein Vater lange Zeit herumgetrieben hat. In diesen Moment der Erleuchtung mischt sich der Ogermagus mit einem Geschäft ein. Er hat das Geld der Wandler bekommen und ihnen eine Waffe verkauft. Er wäre bereit, den Helden die selbe Summe zu geben, wenn sie in die Ruinen steigen und ihm die Aschene Krone bringen. Dabei soll es sich um ein uraltes Artefakt handeln, das von den Elfen geschmiedet wurde und von den Drachen im Kampf gegen Xoriat verwendet wurde. Zwei Eingänge sollen in die Ruine führen: Die tiefe Tür, die von der Schindergarde bewacht wird. Manchmal würde es der Herrscher Xorchylic Abenteurern erlauben, nach unten zu gehen. Der zweite Weg führt über den Platz namens „Das Gebrüll“. Dort könne man sich einen Zugang ergraben. Noch immer im Schock von der Nachricht willigen die drei ein. Auf dem Rückweg entbrennt eine Diskussion über die Verwandtschaftsverhältnisse der Drei. In dem Gespräch rastet Sip plötzlich aus, was die Aufmerksamkeit von Minotauren erregt. Mit etwas Glück lassen sie von der Gruppe ab, die sich umdreht und in die andere Richtung geht. Zurück im Goldenen Drachen finden die drei zwischen ausführlichen Gesprächen über ihre Familien Zeit, sich auch auf die Arbeit zu konzentrieren, die vor ihnen liegt. Sie überlegen, was sie über Illithiden, wie Xorchylic es einer ist, wissen. Ihnen fällt ein, dass die Illithiden anderen ihren Willen aufzwingen können und sich von Gehirnen ernähren. Sie können nicht sprechen sondern unterhalten sich mittels Telepathie. Ihre Untertanen sind ihnen hörig. Solcherart beunruhigt entschließt sich die Gruppe zu der Grabungsvariante. Sie können in Erfahrung bringen, dass auf dem Markt jede Nacht ein Markt statt findet. Sie überzeugen sich gleich davon. Am Markt sehen sie reges Treiben, es werden verschiedene Waren verkauft, dazu gehören in Greywall auch Sklaven. Die Gruppe kauft sich gleich ein Zelt und mietet einen Verkaufsplatz an der Stelle, wo sie später graben wollen. Da sie selbst keine Waren anbieten, kaufen sie selbst Stoffe, die sie später weiter verkaufen wollen. Außerdem besorgen sie sich noch magische Rituale. Die wollen sie in der Straße der Schatten in Sargun kaufen, wo die dunklen Sechs verehrt werden. Zurück im Goldenen Drachen vergisst Gideon seine eisernen Vorsätze und betrinkt sich. Dabei wird er äußerst übellaunig. Nach einiger Zeit stammelt er etwas von „sie starben im Feuer“ und bricht in Tränen aus. Schließlich lässt er sich willenlos zu Bett bringen. Am nächsten Morgen erwachter mit einem Kater. Illmek kommt zurück von der Herberge Selinas, die sich etwas luxuriöser untergebracht hat. Schließlich fragen sie den Wirt nach der Straße der Schatten. Dort betreten sie einen Tempel und finden dort eine geschuppte Gestalt, die sich von ihnen abwendet. Auf ihrem Kopf winden sich Schlangen. „Willkommen im Auge des Schattens“, sagt sie. „Was führt euch zu mir?“ Sie kaufen die benötigten Schriftrollen und machen sich auf den Rückweg. Dabei werden sie noch Zeugen eines Handgemenges zwischen Goblins und Hobgoblins. Plötzlich schießen drei Harpyien aus dem Himmel, die Schlägerei löst sich schnell auf. Greywall, eine Stadt, in der Recht und Ordnung herrscht. Naja, zumindest Ordnung...

Eine Aschene Krone (Abend 28) Bearbeiten

Nachdem die Gefährten sich schon auf eine Grabungsaktion am Markt vorbereitet haben, beraten sie noch einmal, wie sie das jetzt anstellen sollen. Ein Marktzelt kann man nur in der Nacht aufstellen, am Tag muss es verschwunden sein, also muss man alles in einer Nacht erledigen: Einen Schacht nach unten graben, hinunter in eine unbekannte Tiefe, dort in den Gängen die Aschene Krone finden, wieder nach oben zurückkehren, den Schacht wieder zuschütten und das Pflaster wieder herstellen. Und während der ganzen Zeit muss jemand beim Zelt Waren verkaufen. Wer soll das sein? Oder soll man nur nach unten graben und darauf vertrauen, dass sich schon ein anderer Ausweg finden wird? Es ist verboten, hier zu graben, ohne Spuren wird es kaum zu machen sein. Also vielleicht doch Xorschillik um Erlaubnis bitten, um die Ruinen durch die Tiefe Pforte zu betreten? Aber Xorlik ist ein Gedankenschinder, vermutlich kann er alle Gedanken der Gefährten lesen, all ihre Geheimnisse ergründen. Was wird ein Gedankenschinder tun, wenn er erfährt, dass  die Gefährten aus Breland kommen und früher sogar im Krieg für den Geheimdienst gearbeitet haben? Das Breland ist in Droam nicht beliebt. Ilmek empfiehlt, einfach nur an blaue Dinosaurier zu denken, aber irgendwie überzeugt das niemanden.

Nach einiger Diskussion entschließen sich die Gefährten, es trotz aller Risiken auf dem offiziellen Weg zu versuchen. Sip merkt an, dass man sich zur Not ja immer noch den Weg freikämpfen kann, wenn alles andere versagt. Gideon erkundigt sich beim Wirt des Goldenen Drachen, was man eigentlich tun muss, wenn man eine Bitte an Xorschillik richten will. Er erfährt, dass man um eine Audienz bitten muss, dazu wendet man sich an Haus Tharashk. Manche kehrten nie von ihrer Audienz zurück.  Ilmek fragt noch weiter, ob es wohl möglich ist, Zutritt zu Korrashtar zu bekommen. Der Wirt bestätigt, dass Xorschillik manchmal die Erlaubnis dazu erteilt. So machen sich die vier auf den Weg zu Haus Tharashk um eine Audienz beim Herren der Stadt zu erbitten. Einer der Halborks dort hört sich ihr Anliegen an, lässt sich die Ausweise vorlegen und meint dann, dass es einige Tage dauern kann. Sip fragt noch nach, ob man das durch eine Spende beschleunigen kann, aber der Halbork blockt ab - dafür hat er nicht genug Einfluss. 

Es bleibt nichts weiter übrig als zu warten. Zurück im Goldenen Drachen lernt Marco erst einmal das Ritual, das er erworben hat, die anderen langweilen sich im Wirtshaus. Ilmek zeigt Interesse daran, die anderen Viertel der Stadt zu erkunden, vor allen Klein-Graywall, der Bezirk der Goblins würde ihn interessieren, aber die anderen Gefährten raten dringend ab. So begnügen sich die Gefährten mit einem Streifzug durch den sicheren Teil der Stadt, den Zwinger. Sie finden diverse Tavernen und Herbergen, eine Herberge, das "Haus der Neun" fungiert nebenbei auch als Tempel der Himmlischen Heerschar. Gideon und Marco sind sofort begeistert, als sie das sehen. Am nächsten Abend lädt Sip die Gefährten zu einem Besuch im Theater ein. Marco zeigt wenig Interesse an dem, was die Wilden hier  an Theater zu bieten haben, kommt dann aber trotzdem mit. Die Vorstellung übertrifft die Erwartungen bei weitem: Es ist die Oper "Armee der Verdammten", ein kritisches Stück über Karnath und seine untoten Armeen, hervorragend gespielt und so vermutlich  nie in den Fünf Reichen zu sehen, weil man zu viel Sorge wegen diplomatischer Verwicklungen hätte.

Nach dem Theaterstück sucht Gideon noch ein vertrauliches Gespräch mit Marco und erklärt ihm, warum er vor drei so sehr die Beherrschung verloren hat: Gideon hat früher viel getrunken, sehr viel. Er hatte damals Frau und Kind, aber er vernachlässigte sie und auch seine Arbeit sehr, weil er nur an den Alkohol denken konnte. In einer Nacht fand er im Vollrausch nicht mehr ins Haus, sondern schlief im Schweinestall. In dieser Nacht brauch ein Feuer aus, sein Haus brannte nieder, Frau und Kind starben. Nach dieser schrecklichen Erfahrung wurde Gideon Priester, um aus seinem Leben noch etwas sinnvolles zu machen.

Am vierten Tag in der Früh kommt ein Halbork aus Haus Tharashk in den Goldenen Drachen: Xorshillik wird den Gefährten an diesem Nachmittag eine Audienz gewähren. Die Vier verzichten auf große Vorbereitungen für die Aidienz, stellen aber sicher, dass sie alles haben, was sie den Höhlen unter der Stadt brauchen könnten. Nach einigen zähen Stunden des Wartens machen sie sich auf den Weg nach Kardar, der Festung des Herrschers. Die Mauern sind hier noch unheimlicher, als im Rest der Stadt, alles scheint sich zu bewegen. Die Minotauren am Tor lassen sie durch zu einem Platz voller Steinstatuen - vermutlich von Medusen versteinert? Seltsamerweise fehlt allen die rechte Hand. Über dem Gelände kreisen Harpien und Gargoylen. In der Mitte des Platzes erhebt sich der hohe Turm des Ilithiden. Am Eingang nimmt sie ein Ork in Empfang und führt sie über eine Treppe nach oben vor ein Portal. Dieses öffnet sich wie von Geisterhand auf einen kreisrunden Raum, leer bis auf einen Thron, auf dem eine unheimliche Gestalt sitzt.

Eine Stimme in ihrem Kopf fordert sie auf "Tretet ein". Nachdem sie treten unter Verbeugungen den Raum betreten haben, fällt hinter ihnen das Portal krachend ins Schloss. Xorshillik fragt, warum die Gefährten nach Korrashtar wollen, Sip erklärt, dass eine Prophezeiung sie dorthin führt. Der Gedankenschinder zeigt sich wenig beeindruckt von Prophezeiungen, Gideon versucht es noch einmal zu erklären, er berichtet, wie erstaunlich gut die Prophezeiung sich bisher bewahrheitet hat. Als Gegenleistung für die Erlaubnis, die Höhlen zu betreten, bietet er die Dienste der Gefährten an. Der Herrscher von Graywall gibt etwas von sich, dass ihm niemand den Gefallen erweisen kann, den er eigentlich bräuchte. Gideon erklärt noch näher: Die Gefährten suchen die Aschene Krone, sie benötigen sie im Zuge ihres Auftrags, um eine verschwundene Person zu finden. Gideon und Sip berichten auch, dass sie vor Jahren einmal den Töchtern von Sora Kell begegnet sind. Das scheint Xorshillik schließlich zu überzeugen. "Ihr habt die Erlaubnis", und damit öffnet sich das Portal wieder. Ohne Umschweife machen sich die Gefährten auf den Weg zur Tiefen Pforte, der Ork begleitet sie nach Blutstein, in das Gewölbe unter einem verfallenen Gebäude, wo ein Minotaurus für sie ein Fallgitter öffnet. Dahinter führen Stufen in die Tiefe.

Die Gefährten gehen vorsichtig weiter nach unten. Dann ist der Gang von Spinnweben blockiert, Sip erkennt giftige Blutwebspinnen, er überlegt kurz, ob man friedlich an diesen Netzen vorbeikommt, aber alle entscheiden sich dagegen. Gideon schleudert aus seinem Symbol heilige Flammen gegen das Netz, worauf sich Hunderte von Spinnen auf die Gefährten stürzen. Ilmek stellt sich ihnen entgegen, versucht sie abzufangen und wirbelt seinen Sharrash herum, um wenigstens einige der Spinnen zu spalten, Gideon schleudert ihnen weitere Flammen entgegen und Marco Blitzen. Schließlich löst sich der Schwarm unter Marcos Blitzen auf, das Hindernis ist beseitigt. Etwas tiefer im Tunnel kreuzt ein künstlich behauener Gang den Tunnel, in dem sich die Gefährten bewegen. Sie wählen zunächst den Weg nach rechts, finden eine Höhle in deren Mitte sich ein runenbedeckter Obelisk befindet, darum Sarkophage und eine steinerne Tür. Marco kann den Obelisken als Portalstein identifizieren, mit dem man zu einem zweiten solchen Stein an einer anderen Stelle tiefer unten reisen kann, aber nur, wenn man einer Goblin-Rasse angehört. Sip untersucht die Tür, er erkennt darauf das Zeichen des Spötters aber keine Fallen. Also öffnet er sie, dahinter scheint ein unheiliger Tempelraum zu sein: An der Decke hängen Ketten, beim Altar am anderen Ende des Raums sind seltsame braune Flecken. Als er näher an den unheimlichen Altar herantritt, ergreift plötzlich eine unheimlich Macht Besitz von Sips Geist, er rammt sich selbst den Dolch in die Brust. Die Gefährten eilen in den Raum, um Sip heraus zu zerren, da überkommt etwas Gideons Geist, er schleudert eine Flamme auf Sip. Sip wird wieder Herr seiner Sinne und flüchtet aus dem Raum, aber jetzt überkommt es plötzlich Marco und er schleudert Blitze auf Gideon. Irgendwann gelingt es dann doch allen, dem Einfluss zu entkommen und aus dem Raum zu flüchten.

Die Gefährten kehren zur Kreuzung zurück und erkunden den Gang gegenüber. Dort finden sie eine Kammer mit verschlissenen violetten Bannern an der Decke und steinernen Bänken. Eine Tür führt weiter, daran aufgespießt die mumifizierte Leiche einer großen Kreatur. Sip reißt den Speer heraus - die Waffe ist schnell als magisch zu erkennen und wird erst einmal mitgenommen, dahinter befindet sich wieder ein Altarraum. Vier steinerne Statuen, drei davon mit blanken Schwertern in den Händen stehen hier, auf dem Altar befindet sich ein geschlossenes Tabernakel. Misstrauisch von ihrer letzten Begegnung mit einem Altar wagen sich die die Gefährten nur vorsichtig näher. Als Sip schließlich doch an den Altar tritt erscheint vor ihm eine geisterhafte Gestalt, die ihm zuflüstert "Nur der Träger des verlorenen Schwertes darf passieren". Sip, Gideon und Marco sind sich sicher, dass dieses Tabernakel wichtig ist, vielleicht enthält es sogar die Aschene Krone. Sie wollen die Würde des Orts nicht stören und sich an die Anweisung des Geists halten: Es gilt das verlorene Schwert zu finden, das Schwert, das offensichtlich der vierten Statue fehlt. Die vier kehren zur Kreuzung zurück und folgen dem einen verbleibenden Gang. Nach längerem Weg weitet sich der Gang zu einer Höhle, der Weg durch die Höhle wird von einem unterirdischen Fluss blockiert, dahinter sind einige Felsen, hinter denen die Gefährten eine Bewegung erahnen können. Während Sip den Bogen bereit hält, nähert sich Ilmek dem Fluss. Tatsächlich, dort lauert eine Gestalt, es scheint sich um eine Art Goblin zu handeln. Die Gefährten beeilen sich, dem Goblin ihre friedlichen Absichten zu versichern. Mit Hilfe eines Weinschlauch lässt sich die Kreatur zumindest soweit herauslocken, dass man mit ihr sprechen kann, nach weiteren Verhandlungen erklären sich die Goblins - inzwischen sind weitere aufgetaucht - bereit, die Gefährten passieren zu lassen, als Bezahlung wird eine silberne Kette vereinbart. Ilmek und Sip schaffen es ohne Probleme, über den Fluss zu springen, Marco und Gideon holen sich nasse Füsse, dann geht es durch einen schmalen Gang weiter.

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Der Gang weitet sich zu einer Höhle voller seltsamer bunter Tropfsteine. Aus der Nähe können die Gefährten erkennen, dass darin Goblins gefangen sind wie Fliegen in Bernstein. Als Ilmek näher heran tritt taucht eine kleine geisterhafte Gestalt vor ihm auf. Sie gibt einige unverständliche Laute von sich und verschwindet dann wieder. Ilmek versucht, einen der Tropfstein zu zerschlagen, um an den darain eingeschlossenen Goblin heranzukommen, aber er hat kein Glück - der Stein bekommt nicht einmal einen Kratzer. Auch der Boden ist aus einem unzerstörbaren harten Material. Da sich hier nichts ausrichten lässt, gehen die Gefährten weiter.

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Die Tropfsteinhöhle öffnet sich zu einer größeren etwas tiefer gelegenen Höhle, noch etwas weiter dahinter, noch einmal tiefer gelegen, befindet sich noch eine weitere Höhle mit einem leuchtenden Teich in der Mitte. Um den Teich stehen verschiedene Gestalten, zum Teil mit Tentakeln auf dem Rücken, eine davon scheint zu den anderen zu sprechen . Diese Kreaturen stehen offensichtlich unter dem Einfluss von Xoriat, hier gilt es nicht zu verhandeln sondern zu kämpfen. Die Gefährten versuchen sich näher heran zu schleichen, um in eine bessere Angriffsposition zu kommen, aber das klappt nicht ganz, eine der Kreaturen bemerkt sie. So gehen sie zum Angriff über: Marco schleudert einen Blitz auf die Kreaturen, Sip schießt zwei Pfeile auf den Anführer - die Gestalt, die vorher gesprochen hat - Marco wirft blitzende Lichter auf sie. Als der Anführer hinter einer Ecke in Deckung geht, stürmt Ilmek um die Ecke auf ihn zu und attackiert mit seinem Sharrash. Die Kreaturen umzingeln Ilmek, es tauchen auch noch weitere Wesen auf, die eisige Blitze schleudern. Aber als Marco eine Säule aus Flammen von oben hernieder schießen lässt fällt der erste der Feinde, bald danach gelingt es den Gefährten, auch die anderen niederzustrecken. Das Leuchten des Teichs kommt von einem Schwert, das auf seinem Grund liegt. Sip zögert keinen Augenblick und holt das Schwert aus dem Teich - kein Zweifel, das muss das verlorene Schwert sein. Die Gefährten kehren mit dem Schwert zum Altar mit dem Tabernakel zurück. Mit diesem Schwert und den drei anderen von den Statuen gelingt es tatsächlich, das Tabernakel zu öffnen. Darin liegen eine Krone, ein Beutel und ein Paar Armschienen. Die Gefährten nehmen die Schätze an sich, da bemerkt Sip eine verhüllte Gestalt mit leuchtenden Augen hinter einer der Statuen. Sie spricht Sip an, stellt sich als eine der drei Schwestern vor, ein der Töchter von Sora Kell. Und sie erzählt den drei Brüdern mehr über ihre Bestimmung und die Prophezeiung: Die Bestimmung hat mit Dämonenfürsten zu tun, 33 solche Dämonenfürsten wurden einst von den Coatl in Kyber gebannt und zusammen mit ihren Dienern eingesperrt. Aber einige dieser Diener konnten entkommen und arbeiten seither daran, die Dämonenfürsten zu befreien. Die gefährlichsten dieser Diener sind die Rakshasas, uralte und unglaublich mächtige Gestaltwandler, die im Verborgenen ihre Intrigen spinnen. Speziell einer von ihnen, ein Rakshasa namens Mordakesh hat es auf die drei Brüder abgesehen. Die Schwester deutet an, dass er es war, der Marcos Familie einschüchterte, Gideons Haus in Brand steckte und Sips Dorf auslöschen ließ. Die drei Brüder scheinen nur Spielfiguren in seinen Plänen zu sein. Mordakesh ist der oberste Diener Dämonenfürsten Ralturkesch. Die Hexe prophezeit noch, dass die Gefährten bald noch einem anderen Dämonenfürsten nahe kommen werden, dann verschwindet sie wieder in den Schatten.

Sip, Gideon und Marco sind entsetzt, dass sie die Werkzeuge eines Rakshasas sein sollen. Ilmek fragt Sip direkt, was damals mit seinem Dorf geschehen ist und Sip erklärt, dass sein Dorf von Agenten des Aurum überfallen wurde. Das Aurum hatte es auf ein Atrefakt abgesehen, dass im Dorf bewacht wurde, sie töteten alle Bewohner, nur Sip überlebte, weil er nicht da war. Sip fragt Marco, was er von Rakshasas weiß. Marco zögert etwas, weil er fürchtet, dass es die Aufmerksamkeit dieser Wesen auf sich ziehen kann, wenn man ihren Namen nennt, hat dann aber doch einiges zu berichten. Die Rakshasas sind unsterbliche Kreaturen, die schon seit Urzeiten existieren. Sie können ihre Gestalt verändern, aber in natürlicher Form sehen sie ähnlich aus wie Menschen mit dem Kopf eines Tigers. Diese Wesen sind tatsächlich unsterblich, man kann sie nicht töten, sondern bestenfalls für eine Weile bannen. Das Zentrum ihrer Macht liegt in der Dämonenebene, dort treffen sich die Staubfürsten, wie sie sich nennen öfter.

Die Gefährten kehren ohne weitere Schwierigkeiten an die Oberfläche zurück.

Chaos in Flamekeep (Abend 29) Bearbeiten

In der tiefsten Nacht gehen die Helden vorsichtig von der tiefen Tür zum Laden Hauer und Zahn, Auf ihr Klopfen werden sie unverzüglich von dem Ogermagier mit grünblauer Haut hereingebeten, fast als hätte er sie erwartet. Marco übergibt wie abgemacht die Krone, und der Oni erzählt, was er Tyker Roslof für den in Wroat gestohlenen Goldschatz verkauft hat: zwei seltene magische Dolche, erschaffen aus Siberyskristallen, die Kreaturen zu binden bzw. gebundene Kreaturen zu befreien vermögen. Auch das nächste Ziel des Wandlers und seiner vier Spießgesellen kann er den Gefährten nennen – die fünf wollten zur Stadt Flamekeep in Thrane, wo in der Kathedrale der silbernen Flamme das heilige Feuer des Ordens seit rund 700 Jahren brennt. Entsetzen spiegelt sich auf den Gesichtern der Helden als ihnen zu dämmern beginnt, was die ehemalige dunkle Laterne vorhaben könnte.

Der Ogermagier will die entstandene Verwirrung nützen und sich um den zweiten Teil der Abmachung drücken, nämlich den gesamten Erlös des Verkaufs den Helden auszuhändigen. Doch als diese auf das Gold bestehen, lenkt er ein und händigt ihnen zwei Beutel aus, Bags of Holding, die je 10.000 Galifare enthalten). Nachdem Marco eingesehen hat, dass diese Summe nicht so ohne weiteres zählbar ist, nimmt er die Beutel an sich und die Helden verlassen das Geschäft und das Viertel Blutstein. Dabei besprechen sie ihre Befürchtung: dass Tyker, der Todfeind der Kirche der silbernen Flamme, den durch Tira Miron in der ewig brennenden Flamme gebundenen Dämonenfürsten Bel Shalor mit Hilfe des erstandenen Dolches zu befreien trachtet. Eile ist geboten, wenn dieser niederträchtige Plan noch vereitelt werden soll. Also beeilen sich die Kameraden, schnell den Dämmerungspalast zu erreichen um Zelina d'Medani zu informieren, und im Anschluss schnell abzureisen.

Auf dem Weg zu der elitären Herberge bemerkt Sip einen Verfolger. Er warnt die anderen vor der kleinen Gestalt und bleibt selbst zurück, um sie abzupassen. Aber der Unbekannte ist plötzlich verschwunden.

Im Dämmerungspalast angekommen gibt es das nächste Problem. Der Nachtportier weigert sich ebenso freundlich wie bestimmt, Zelina zu wecken; das Haus Ghallanda habe Strenge Richtlinien zum Schutze seiner Gäste. Alles Überredungskunst fruchtet nichts, die Helden müssen sich damit begnügen, eine Nachricht für die Halbelfe zu hinterlassen und in den goldenen Drachen zurückzukehren.

Am nächsten Morgen trifft endlich Zelina ein und kann über den neuen Stand der Dinge unterrichtet werden. Alsdann bricht die Gruppe zum Haus Orion auf, da eine Teleportation die einzig verbleibende Chance zu sein scheint, Flamekeep noch rechtzeitig zu erreichen. Zelina dagegen möchte sich mit dem zurückgewonnenen Goldschatz nach Wroat befördern lassen.

Für die nicht unbeträchtliche Summe von 700 Gold pro Ritual erklärt sich das Haus Orion bereit, die erforderlichen Rituale durchzuführen. Die Kosten übernimmt freundlicherweise das Haus Medani. Da Transporte zwischen einzelnen Reichen, gerade von Droaam, nicht gerne gesehen werden, führt man die Helden mit verbundenen Augen zur Teleportationskammer.

Der Magier des Hauses Orion erzeugt eine Lichtkugel, und Sip und Marco schreiten durch den gleißenden Ball. Doch da bricht der Zauber unversehens ab; das Ritual muss erneut gewirkt (und bezahlt) werden. Kostbare Minuten verstreichen...

Inzwischen erreichen Sip und Marco Flamekeep. Sie eilen los, um Tyker zu finden, werden aber nach wenigen Schritten von einem älteren Herrn aufgehalten, der ihre Papiere kontrollieren möchte. Doch da überschlagen sich die Ereignisse. Panik bricht in der Stadt aus, ein Dämon soll sich befreit haben und in der Kathedrale wüten. Sip und Marco können den Wachbeamten überzeugen, sie gehen zu lassen und laufen zur Kathedrale.

Inzwischen sind auch Gideon und Ilmek angekommen. In ihren Köpfen hallt plötzlich die Stimme eine Mädchens: "Eilt zum Heiligtum, rettet die Kirche." Und so betreten die Helden durch eine wuchtige Doppeltür die brennende und an mehreren Stellen bereits eingestürzte Kathedrale,

Eine fünf Meter große Dämonengestalt befindet sich dort, wo das ewige Feuer der silbernen Flamme sonst lodert. Auf einem Balkon darüber entdeckt Sip Tyker Roslof. Ilmek stellt sich tapfer dem Dämon. Von der Decke senken sich mit einem Male die geisterhaften Gestalten einer gerüsteten Frau und eines Couatl herab, stärken Ilmeks Kampfkraft und befähigen Marco zu fliegen. Doch der Halbelf schafft es nicht, fliegend den Balkon mit Tyker zu erreichen, sieht aber dort im Hintergrund ein liegendes kleines Mädchen. Mittlerweile haben sich auch die Begleiter des Shifters in den Kampf gemengt, als Werwölfe bedrängen sie Sip. Die Angriffe des Dämons werfen die Helden quer durch den Raum, aber Gideon beschwört eine Kugel, die einige der Wunden zu schließen vermag. Hinter einer Tür findet Marco ein silbernes Schwert, eine mächtige Waffe gegen die Mächte der Finsternis.

Das Mädchen auf dem Balkon, die Hohepriesterin Jaela Daran, kann sich befreien und springt vom Balkon. Alle Angriffe von Tyker gelten von nun an ihr, so groß ist sein Hass auf die silberne Flamme. Doch Gideon kann Jaela mit Hilfe der Heerschar Heilung zukommen lassen. Marco schwingt das magische Schwert gegen den Dämon, was ihn sichtlich zeichnet. Auch senken sich die geisterhaften Wesen erneut herab und stärken die Gefährten. Ihre Angriffe treiben schließlich den Dämon zurück und er versucht, durchs Dach zu fliehen. Doch geschwächt von Sips Pfeilen und der Präsenz von Tira Miron und ihrem Begleiter wird er dann doch vernichtet. Seine letzten Worte: "Töte das Mädchen", ein Befehl, dem Tyker zu gerne nachkommen möchte. Doch Gideon kann die Wunden, die seine Pfeile bei Jaela anrichten, heilen, und Tyker Roslof wendet sich zur Flucht – erfolgreich.

Die Kathedrale ist schwer beschädigt, doch nun können die Feuer gelöscht und die Verwundeten verarztet werden. In einer Audienz verrät die dankbare Hohepriesterin, dass der besiegte Gegner nicht Bel Shalor, sondern nur seine Verkörperung, ein sogenannter Avatar, war. Mächtig zwar, aber doch von Sterblichen zu bezwingen. Ferner kann sie noch einige Details über den Widersacher der Helden Mordakhesh, der auch die Schattenklinge genannt wird, seinen Meister, den Dämonenfürsten Ral Turkhesh, und die Staubfürsten im Allgemeinen beisteuern. Dass ein Rakshasas nicht endgültig getötet werden kann, sorgt bei den Helden für unbehagliches Schweigen.

Mit der Dankbarkeit der ganzen Stadt brechen die Helden schließlich auf und kommen nach einer ereignislosen Reise in Sharn an. Bei einem letzten Treffen mit Zelina bekommen sie ihre ausgemachte Bezahlung.

In den nächsten Tagen ist Marco sehr in den Bau eines neuen Luftschiffes im Haus Lyrandar involviert und hat keine Zeit, weitere Nachforschungen über die Rakshasas anzustellen. Als er an einem  seiner wenigen freien Abende zusammen mit seinen Brüdern und Ilmek in der Kneipe sitzt, werden die vier von einem Abgesandten der Wache angesprochen: Der Oberkommandant der Sharner Stadtwache möchte sie sprechen!

Kurz darauf treffen die Gefährten in der Zentrale auf den Kapitän der Wache und einen alten Bekannten: Tars Perryn, den sie damals in Sword Keep Prison kennengelernt haben. Es werden diskrete Detektive benötigt, die den Mord an einer Schauspielerin aufklären sollen. Es handelt sich um die hübsche Halbelfe, die ihnen vor ihrem Abenteuer in Droaam auf dem Plakat in der schwarzen Möwe aufgefallen ist. Der Vater der Toten ist Yorin Thauram, eine wichtige Persönlichkeit in Karrnath; eine politische Verbindung zu dem Gewaltverbrechen wird vermutet. Es ist von größter Wichtigkeit, Yorin Ergebnisse präsentieren zu können, sobald er in Sharn eintrifft (Vermutlich wird er nach Erhalt der Nachricht vom Ableben seiner Tochter sofort die Reise beginnen.)

So brechen die Freude unverzüglich zum oberen Menthis Plateau auf, genauer zum Universitäts-Distrikt, wo sich auch das Sternblicktheater befindet. Es handelt sich dabei um eine große, oben offene Bühne. An diesem Abend gab es hier keine Aufführung; was Kelani Tauran hier wollte, ist unklar. Das bedauernswerte Opfer scheint totgeprügelt worden sein, aber eine Untersuchung ergibt, dass ihr die Schläge post mortem verabreicht wurden. Sip findet neben dem leblosen Körper das Glied einer Goldkette. Weiter Hinweise sind Blutspritzer im Vorhangbereich und eine zerkratzte Türschnalle, die die Gefährten an einen Warforged als möglichen Täter denken lässt. Ilmek findet einige Kisten mit einer verdächtigen kleinen Box darauf und löst bei dem Versuch, selbige zu öffnen, eine Explosionsfalle aus.

In diesem Moment zieht ein Geräusch im Eingangsbereich, die Aufmerksamkeit der Helden auf sich. Eine stolze Luftkutsche, der ein gut gekleideter Mann, ein Halb-Elf mit einer Aura der Arroganz entsteigt, hält vor dem Theater. Der Halbelf gibt vor, ein Botschafter der Königin Aurala von Aundair zu sein und sich hier zu einem Treffen mit Kelani eingefunden zu haben. Er stellt sich als Helais ir'Lantar vor. Das Treffen hätte vor einer Stunde stattfinden sollen, den Tod der Halbelfe nimmt er überrascht auf, reagiert auf die Fragen der Helden ansonsten aber ungehalten und wenig kooperationsbereit.




Der Fall der toten Diva (Abend 30)Bearbeiten

[Typisch für Meisterdetektiv Si`Pralanthar wurde die Akte nicht ordentlich aktualisiert, sondern stellt ein Sammelsurium an Notizen, Berichten und Informationen, die auf die Rückseite der Speisekarte der schwarzen Möwe gekrakelt wurden, dar. Die Blätter wurden (vermutlich) zumindest in chronologischer Folge abgelegt]

Aktenvermerk I Der Fall ist diplomatisch sehr sensibel, die Ermittler wurden als unabhängige Partei (oder Sündenböcke) angeheuert. Die dunklen Laternen sind ebenfalls an dem Fall interessiert. Die Ermittler erhielten die Bären-Silbermarken der Stadtwache um ihre Ermittlungen mit etwas offizieller Autorität zu unterstützen.

thumb|182px|link=Datei:Iyan_ir'Talan3.jpgAuftraggeber: Iyan ir'Talan, Oberkommandant der Sharner Stadtwache

Auftrag: Den Mord an der Schauspielerin Kelani Thauram aufklären und diplomatische Schwierigkeiten mit ihrem Heimatland Karrnath und ihrem sehr einflussreichen Vater & Kriegshelden Yorin Thauram verhindern.

Zeitrahmen: ein paar Tage, bis Vater des Opfers eintrifft

Tatort: Sternblicktheater

Spuren:


  • Glied einer Goldkette neben Opfer
  • Blutspritzer im Vorhangbereich (event. Transport von Leiche)
  • zerkratze Türklinke
  • Kiste mit Explosionsfalle (zerstört)
  • zerknüllte Papierseite mit silberner Schrift (womöglich arkan)

Das Opfer, Kelani Thauram, Halbelfe, Schauspielerin, Bürgerin Karrnaths, wurde gegen 22 Uhr entdeckt, die Tatzeit kann am Abend verortet werden. Das Opfer wurde mit großer Kraft und möglicherweise mit einer drei-fingrigen Hand erwürgt, post mortem wurde die Leiche mit Schlägen malträtiert. Nach dem Mord wurde das Opfer auf der Bühne des Theaters platziert (Botschaft? Warnung?). Als Täter wird ein Kriegsgeschmiedeter vermutet (Würgespuren, zerkratzte Türklinke), der möglicherweise im Auftrag einer anderen Partei gehandelt hat.

Person von Interesse 1: Helais ir'Lantar, Halbelf, Botschafter Ihrer Majestät Königin Aurala von Aundair 

Traf während der ersten Ermittlungen am Theater ein und zeigte sich überrascht vom Tod des Opfers. Wollte sich mit dem Opfer treffen, verspätete sich aber um ca. eine Stunde. Grund des Treffens unbekannt, wenig kooperativ.

Ermittlungen am Wohnort des Opfers 

Die Ermittler entdeckten in dem mehrstöckigen Anwesen im oberen Plateu von Mentis in einem gut gesicherten Geheimfach Juwelen, Briefe, getrocknete Blumen (Souvenirs und Erinnerungsstücke) und ein weiteres Blatt mit silberner Schrift. Ermittler Marco erkennt in dem Einzelblatt eine verschlüsselte Seite aus einem Zauberbuch. Ermittler Sip erkennt unter dem Schmuck acht schlichte, silberne Ringe – ein Zeichen für eine Mitgliedschaft des Opfers bei der auf den ersten Blick ehrbaren, auf den zweiten Blick kriminellen Organisation Aurum. Zerknüllte Briefe in einem Papierkorb zeigen eine romantische bzw. sexuelle Beziehung zwischen dem Opfer und Syra ir`Tarn, Botschafterin von Karrnath.

Person von Interesse 2: Zanifer Kalissa, Vampirin, inoffizielle Mitarbeiterin des Geheimdienstchefs der Botschaft von Karrnath

Zanifer attakierte mit ihren ebenfalls untoten Lakaien die Ermittler. Die Vampirin konnte in Nebelform fliehen und drohte den Ermittlern weiter Gewaltakte an, ihre Untergebenen konnten aufgehalten werden. Die Gesuchte wollte das Anwesen des Opfers nach einem anscheinend wichtigen Buch durchsuchen. Ein Zusammenhang mit den Blättern mit silberner Schrift scheint sich aufzudrängen.

Person von Interesse 3: Malen Tor, Geheimdienstchef der Botschaft von Karrnath

Nach Informationen von Tars Perryn (Kontaktperson Dunkle Laternen) ist Tor (im Gegensatz zur Botschafterin für die er arbeitet) nicht an einem friedlichen Status quo interessiert, sondern will vielmehr Galifar unter dem Primat Karrnaths vereinen.

Organisation von Interesse: Aurum

Eine dubiose Organisation zu deren Mitgliedern reiche und einflussreiche Bürger verschiedener Nationen zählen. Nach Außen hin erweckt das Aurum den Anschein einfach ein Club für Leute aus der Oberschicht mit einem Interesse an Geschichte zu sein. Dahinter steckt eine skrupellose Kabale, die an mächtigen Artefakten genau so interessiert ist, wie an Reichtum, Macht und politischen Einfluss. Nach Informationen von Tars Perryn (Kontaktperson Dunkle Laternen) ist in Sharn der Boromar Clan über ihre Oberhaupt Saidan (Gold-Rang) verbunden.

Zeugenaussage 1, Kammerzofe des Opfers: Kelani Thauram soll gut zu ihren Dienern gewesen sein, zudem klug und unabhängig. Das Opfer hatte in letzter Zeit einmal die Woche Tee (inklusive Übernachtung) mit der Botschafterin aus Karrnath. Vor drei Tagen besuchte sie der Botschafter von Aundair (ohne Übernachtung). Das Opfer scheint sexuelle Kontakte zu Personen beiderlei Geschlechts gehabt zu haben. 

Expertise: Prof. Channa Roole, Morgrave Universität

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Porf. Roole bestätigte den Ermittlern, dass die beiden mit silberner Tinte beschriebenen Blätter aus einem Zauberbuch stammen. Die Blätter wurden vorsichtig herausgelöst. Der Text ist sehr gut verschlüsselt – ohne dem ganzen Werk ist eine Entschlüsselung unmöglich, mit dem Buch noch immer sehr aufwendig. Eine magische Suche nach dem Rest des Buches kann aus budgetären Gründen nicht gestartet werden.

Aktenvermerk II

offene Fragen:

Hatte das Opfer das Buch und wollte sie es dem Botschafter übergeben/verkaufen? Wurde das Buch in der explodierten Kiste transportiert?

Wer wusste von dem Treffen im Theater?

War der Mord eine Botschaft für jemanden?

Person von Interesse 4: Syra ir`Tarn, Botschafterin von Karrnath

Die Ermittler befragten die Botschafterin in dem festungsartigen Botschaftsgebäude. Die Botschafterin berichtete über ihre Liebesbeziehung zum Opfer und gab wichtige Informationen über das viel gesuchte Buch. Die Botschafterin hat dem Opfer das Buch geliehen. Aus ihrem Heimatland hat die Botschafterin Anweisung auf den Vater des Opfers zu warten – aber sie wollte schon früher etwas unternehmen: Gegen das Versprechen die Täter zur Verantwortung zu ziehen bot sie den Klerikern unter den Ermittlern eine Ritualrolle zur Erweckung von Toten an. Die Ermittler willigten ein.

Buch von Interesse: Das Zauberbuch von Kestival Valoreck, Erzmagier aus Aundair

Der Magier soll während des Krieges über mächtige Beobachtungsmagie geboten haben. Er soll am Tag der Klage Cyre ausgespäht und die Klage magisch dokumentiert haben. Ebendiese Informationen sollen in dem verschlüsselten Text des Buches befinden. Gerüchten zufolge könnte man mit diesen Information feststellen wer oder was die Klage verursacht hat und möglicherweise den Effekt replizieren. Die Macht über diese Katastrophe, ja auch nur das potentielle Wissen darüber stellt eine große Bedrohung für das wackelige Gleichgewicht der Nationen und dem ebenfalls wackeligen Frieden dar. (Beispiel: Nation A hat das Buch, Nation B glaubt, dass Nation A bald die Macht hinter der Klage entschlüsselt. Nation B greift Nation A präventiv an um nicht unter die Räder einer „Wunderwaffe“ zu kommen. Nation C, D und E würden vermutlich auch nicht nur zuschauen, der Kontinent versinkt wieder im Krieg.) Das Buch galt als lange verschollen und wurde erst vor kurzem von Abenteurern aus Karrnath in den Klagelanden entdeckt und zur Botschaft gebracht.

Zeugenaussage 2: Kelani Thauram, Schauspielerin / Mordopfer

Ermittler Gideon konnte nach einem anstrengenden, achtstündigen Ritual das Mordopfer wieder zum Leben erwecken. Bevor die Ermittler die Zeugin einvernehmen konnten, bestand die Botschafterin auf ein Gespräch mit der Zeugin unter vier Augen. Nach dem Gespräch wirkte die Botschafterin emotional negativ beeinträchtigt, sie bleib aber bei der Zeugenaussage der ehemals Toten im Raum.

Nach ihrer Aussage verwendete die Zeugin ihre Beziehung zur Botschafterin um an das Buch zu kommen und damit ihr Ansehen und möglicherweise ihren Rang im Aurum zu steigern. Danach wollte sie das Buch nicht zurückgeben, sondern mit Profit an Aundair verkaufen. Vor dem Verkauf wurde sie aber im Theater von drei Kriegsgeschmiedeten (einer [Zitat Zeugin] strahlendes Silber, die zwei anderen eher dunkel) zur Herausgabe des Buches gezwungen und danach getötet. Die Zeugin konnte einen der Angreifer als Person aus dem Kreis des Boromar-Clans identifizieren. Die Zeugin erkannte einen der Mörder von einem ihrer Auftritte in der Lucky Lady, eine Taverne im Besitz von Saidan Boromar, wieder. Saidan Boromar sei ein Konkurrent der Zeugin im Aurum.

Aktenvermerk III Wer will für den Weltfrieden sterben?

Nach dem Bericht des Mordopfers zogen sich die Ermittler zur Beratung und hitziger Diskussion zurück. Geopolitische und persönlich-biographische Konsequenzen wurden erörtert. Ermittler Gideon drängte zu einem Besuch der Taverne, Ermittler Sip – trotz persönlicher Abneigung dem Aurum gegenüber – mahnte zur Vorsicht in Bezug auf das organisierte Verbrechen. Ermittler Marco schnitt die wichtige Frage an wer – sollten die Ermittler es in die Hände bekommen – das Buch erhalten sollte bzw. was damit geschehen sollte. Man konnte weder diese wichtige Fragen noch andere Bedenken ausräumen, aber man einigte sich auf eine Erkundung der Taverne.

Person von Interesse 5: Saidan Boromar, Patriarch des Boromar-Clans, Aurum-Mitglied, Unterweltboss

In der vollen Taverne fiel den Ermittlern sofort ein silberner Kriegsgeschmiedeter auf. Eine Kellnerin identifizierte ihn und seine Kollegen als „Ordner“ mit den Namen Kart, Balance und Stun. Charme und Trinkgeld brachten mehr Informationen zu Tage: Die intelligenten Konstrukte gäben mit Edelsteinen an und Kart habe in der vorigen Nacht auch verdächtigerweise mit einem Diamant-Halsband bezahlt.

So nah an den Tatverdächtigen wollte Ermittler Gideon endlich Gerechtigkeit walten lassen und erwirkte mit der Silbermarke der Stadtwache eine Audienz beim Herrn des Hauses. Saidan Boromar begrüßte die Detektive in seinem Büro im ersten Stock umringt von Schergen und einem Dinosaurier. Der Clan-Chef zeigte sich überrascht und skeptisch nachdem die Vorwürfe gegenüber seinen Untergebenen vorgebracht wurden. Aber sein Interesse wurde geweckt, der Halbling ging ins Erdgeschoss um

[hier bricht die Akte ab, Fortsetzung vermutlich in einem anderen Schrank und/oder Ordner]

Der Fall der toten Diva Teil 2 (Abend 31)

Wir befinden uns noch immer in der „Lucky Lady“. Die Halblinge servieren, die Warforged passen auf, dazwischen findet sich eine bunt gemischte Kundschaft. Nach ihrer Unterredung betreten die vier Helden und Saidan Boromar wieder den Schankraum. Er knöpft sich den beschuldigten Kriegsgeschmiedeten gleich vor. „Diese hier erheben schwere Anschuldigungen gegen Dich“, sagt er. Mit der Frage konfrontiert, wo er das Diamantarmband her hätte, mit dem er neulich in der Bar bezahlt hatte, nehmen er und seine zwei Kollegen reißaus: Sie stürzen zum Ausgang. Sip schießt ihnen einen warnenden Pfeil hinterher den sie ignorieren. Während Zwei fliehen können wird ein Dritter von der Magie Marcos gelähmt und bleibt in der Türe stehen. Die Gruppe lässt ihn links liegen und läuft den Flüchtigen nach: Die Stiegen hinunter zum nächsten Lufttaxi-Stand. Sie sehen gerade noch, wie die beiden einen Fahrer bedrohen. Kurz bevor sie mit dem gekaperten Taxi lossausen, schießt der silberne Kriegsgeschmiedete noch einen Armbustpfeil auf den zweiten Taxifahrer. Er ist tot. Die Helden übernehmen das auf tragische Weise frei gewordenen Taxi und jagen den flüchtigen Mördern hinterher. Sip übernimmt das Steuer. Erst unbeholfen, aber bald hat er den Dreh raus. So gut, dass er sogar einem entgegenkommenden Taxi erfolgreich ausweichen kann. Allerdings so rasant, dass Gideon beinahe von Bord stürzt. Als er sich gerade wieder hochgerappelt hat, muss er zu seinem Entsetzen sehen, wie Ilmek den Fahrer des anderen Taxis mit einem Bumerang fällt. Immerhin: Das Taxi kann so eingeholt werden. Marco und Ilmek springen an Bord. Nach einem kurzen Kampf bietet der silberne Warforged an, aufzugeben – nur um kurz darauf auf die nächste Straße zu springen. Gerade noch kann er sich am Straßenrand festhalten. Ilmek springt hinterher und macht es besser. Als der Kriegsgeschmiedete nach oben klettert erwartet ihn Ilmek schon. Gegen das Versprechen, dass er nicht dem Boromar-Clan ausgeliefert wird, packt er über seinen Auftraggeber auf. Der Zwerg Drago Darrn habe ihm Geld für das Buch geboten, der Mord sei ebenfalls Teil des Auftrags gewesen. Darrn befinde sich im Viertel Holdfast, das Buch hätte er in einer Schenke namens Dunas Theke übergeben.

Die Helden brechen auf nach Holdfast – mitsamt dem Taxi und der Leiche des Fahrers, die später einer ordentlichen Bestattung zugeführt werden soll. In Holdfast leben und werken viele Zwerge, in einigen Schmieden herrscht reger Betrieb. Die Helden fragen sich durch und können schließlich die Wohnung von Drago Darrn finden. Klopfen ist etwas für normal-Sterbliche, deshalb wird das Schloss geknackt. Leider erweckt so eine Aktion am hellichten Tag Aufsehen, deshalb werden sie von einem Nachbarn kritisch befragt. Der kann aber durch die Urkunden der Stadtwache beruhigt werden. Schließlich geht das Schloß auf und die Vier stehen vor dem verdutzten Leibwächter von Drago Darrn, einem riesigen goldenen Warforged namens Aurax. Man fragt nach Darrn und der erscheint schließlich. Er streitet freundlich aber bestimmt alles ab und bittet die Detektive, wieder zu gehen. Schließlich willigt er ein, dass seine Wohnung durchsucht wird. Gerade als die vier aufgeben wollen, findet Sip einen geheimen Schalter. Er betätigt ihn und ein geheimer Raum kommt zum Vorschein. Ilmek läuft sofort hinein, was eine Falle mit Feuerflammen auslöst. Für Darrn und Aurax der richtiger Moment, um anzugreifen. Mächtige Hiebe von Aurax strecken Sip nieder, während weitere Feuersäulen aus dem Geheimraum schießen. Von Gideon wieder aufgepäppelt, kann Sip den Zwerg mit zwei Pfeilen fällen. Aurax ist zwar ein mächtiger Gegner, der kräftige Hiebe austeilt, bietet aber schließlich an, aufzugeben. Sip ignoriert das Angebot und schießt ihn eiskalt über den Haufen. Zu groß ist sein Hass auf das Aurum.

In dem Raum finden sie schließlich das Buch des Magiers, das Aufschluss über den Tag der Klage liefern könnte. In dem Moment betreten zwei Gerüstete den Raum und mit ihnen Botschafter Helais ir'Lantar von Aundair. Hinter ihm kommt auch noch der Geheimminister der Karrner Botschaft, Malen Torr. Auch Task Perrin ist dabei und gratuliert den Helden schon mal zu dem erfolgreich gelösten Fall. Während die andern noch versuchen, die Existenz des Buches abzustreiten stürzt Ilmek in den Raum und entzündet das Buch. Es brennt völlig nieder. Wenig begeistert davon zieht die Abordnung der Diplomaten von dannen. Das gibt den Helden die Gelegenheit, die Wohnung auf Wertsachen zu durchsuchen. Sip legt zudem die Leiche des Zwerges in die Feuerfalle, in der Hoffnung, dass sie dadurch eingeäschert wird.

Unter den Wertsachen war auch ein Expeditionstagebuch. Darin sind mehrere Geschichten über Versuche des Zwerges, an magische Artefakte zu kommen. Einmal beschreibt er, wie er an magische Fesseln aus einem elfischen Dorf gekommen ist. Diese Fesseln finden die Helden auch. Es dürfte sich um das Dorf handeln, aus dem Sip stammt. Mit den Fesseln lassen sich Extraplanare an eine Dimension binden. Ein weiterer Eintrag handelt von dem gescheiterten Versuch einer Orkbande, einen Todesstsein zu erlangen. Darrn hatte den Auftrag dazu gegeben. Genauso war es, als er eine Gruppe von Tieflingen beauftragte, an einen Monlithen zu gelangen. Auch dieser Auftrag scheiterte. Viele Informationen shein Drago Darrn von einem Tieflking namens H'Shekadrom bekommen haben. Wie Marco mit scharfem Verstand fest stellt, handelt es sich dabei um den Namen Mordakesh verkehrt herum gelesen. Eine beunruhigende Erkenntnis. Zumal alle Aufträge mit unseren Helden zusammenhängen.

Die Zeit danach verbringen die Helden damit, sich eine nette Wohnung in einem Teil von Tarviks Landing zu kaufen, der Little Barrington heißt. Zudem erfahren sie, dass Victor Demain in einem Gefängnis namens Hells Heart untergebracht ist.

Ein neues Büro, ein neuer FallBearbeiten

Tage später schiebt sich schwarzer Rauch über die Stadt der Türme. Die Maschinerie brennt seit Tagen. Alle verfügbaren Kräfte kämpfen gegen die Flammen an, die sich nicht unter Kontrolle bringen lassen. Die Ursache des Feuers ist unbekannt. Der Regen verfärbt sich schwarz, die Sonne ist seit Tagen nicht mehr zu sehen. An diesem Tag klopf es an der Tür des neuen Büros der Detektive. Vor ihnen steht der Halbork Torco Krom, der ihre Stammschenke betreibt. Er überbringt ihnen eine Nachricht des flüchtigen Wandlers Mange. Er bietet Informationen über die „Unterwelt“, wenn ihn die Gruppe vor dem „Raben“ schützt. Ein Unbekannter mit diesem Namen hat zwei hoch literarische Morddrohungen im Sharner Boten abdrucken lassen. Die Gruppe teilt sich auf. Während die einen überprüfen wollen, dass sich Victor Demain noch immer hinter Schloss und Riegeln befindet, gehen die anderen zum Sharner Boten. Dort erfahren sie, dass die Nachrichten des „Raben“ vor der Tür der Zeitung gelegen seien. Wegen der literarischen Qualität seien sie abgedruckt worden. Außerdem sei in einer Silberschmiede ein Mord geschehen: Ein Wandler sei getötet worden. Schleunigst eilen Gideon und Ilmek dorthin. Tatsächlich: Für Mange war es bereits zu spät. Ihm wurde flüssiges Silber in den Rachen geleert. Zudem wurde auch ein Universitätsprofessor ermordet. Schon wieder treibt ein Mörder in Sharn sein Unwesen.

Stern der Dunkelheit (Abend 32) Bearbeiten

Die Luft ist voll schwarzem Rauch, der Regen fließt in schwarzen Strömen, als die Gefährten sich am Abend wieder treffen. Die Stadtwache hat keine Einwände dagegen, wenn sie in dieser Sache ermitteln, aber bezahlen wird sie nicht dafür. Trotzdem, man kann diese Mordserie nicht einfach so hinnehmen. Zuerst ein Professor von der Morgrave-Universität, dessen Tod vom Raben als Geschichte in Blut beschrieben wurde:

    Rache ist Rot - Geschichten in Blut
    Der Ort des Wissens ist seine Heimat
    Die Epen und Büchern der Großen liegen ihm nah
    Die Schüler lauschen seinen Worten
    Nicht jeder darf sein Schüler sein
    Doch das Ende des Traums wird zum Alptraum
    Rot ist die Rache, und wird ihn quälen
    Rot ist das Blut, und wird aus seinen Adern gesaugt
    Rot ist die Tinte der Inschrift seines Grabes
    Sprach, der Rabe

Die Leiche war dann auch völlig ausgeblutet und sein Blut überall im Raum verteilt, dann der Wandler Mange, vom Raben beschrieben als "Rache in Silber":

    Rache ist Silber - der Abgang eines feigen Wandlers
    Halb Tier – Halb Mensch flößt er uns Furch ein
    Aber in der Stunde der Wahrheit ließ er am Platz des Wissens
    Einen großen Mann im Stich und floh in die Nacht.
    Silber ist Syberis.
    Silber ist der Bann des Wolfes.
    Silber ist der Tod des Feiglings.
    Er wird ihn sich holen. Zuschlagen und bestrafen.
    Dort wo schon einmal der Tod zugeschlagen hat.
    Sprach, der Rabe

Die Gefährten wollen auf jeden Fall weiter nachforschen, auch wenn es kein Geld dafür gibt.

Vom Mord am Wandler Mange gibt es keine verwertbaren Spuren, also soll die Morgrave Universität das nächste Zierl sein, vielleicht kann man mehr über den ermordeten Professor erfahren - Professor Lithian Ir'tassan von der Morgrave Universität.

Zuerst ist eine Nachtruhe fällig. Als die vier dann in der Früh aufbrechen wollen, finden sie vor der Tür ihres Detektivbüros einen Brief vom Raben: 

 Stern der Dunkelheit – Teil 1
Licht und Magie überall, 
wenn sie sich dreht zum Jubel der Rohlinge und Einfaltspinsel.
Sie ist ihr Traum und der Stern, 
nach dem sie ihren Kurs setzen über die unbekannten Gewässer des Donnermeers.
Denn für eine Nacht gehört sie ihnen, bevor sie der Tod 
in den staubigen Gruften von Xendrik  oder in der Umarmung der Riesen findet.
Die Silhouette ihres Körpers im Schein des glitzernden Silbers, 
trifft sein Herz härter als der Hammer eines Titans. 
Die scheinende Silhouette einer Göttin.
Alle Lichter sind aus und sie ist alleine.
Der lange Weg nach Hause durch den beissenden Wind und schwarzen Regen 
lässt sie kalt und leer zurück.
Niemand wartet auf sie. Glaubt sie. 
Sie ist nicht mehr allein als ein Stern in der Nacht.
Ich warte im Dunkel. Ich halte sie nah. Halte alles von ihr so nah.
Sprach, der Rabe

Sie spekulieren, wer die beschriebene Person sein könnte. Ilmek spekuliert auf eine Schauspielerin oder Tänzerin, er denkt auch darüber nach, ob es vielleicht Selina d'Medani sein könnte, Sip denkt eher an eine Lotsin oder etwas ähnliches, da von Fahrten nach Xendrik gesprochen wird. 

Da der neue Text keinen konkreten Anhaltspunkt bietet, begeben sich die vier erst einmal zur Universität. Sie laden Channa Roole zum Mittagessen ein, um sie über den toten Professor zu befragen. sie kann berichten, dass das Mordopfer, Prof. Lithian Literaturprofessor war; sie selbst weiß nichts von den Tatumständen und verweist die Gefährten an Hulas, den Assistenten des Professors. Die vier weisen Channa Roole auch auf den neuen Text hin, den sie vor ihrer Tür gefunden haben - das Gedicht ist inzwischen auch im Sharner Boten erschienen, und die Morgrave Universität hat ja auch oft Expeditionen nach Xendrik ausgerüstet, vielleicht gibt es da eine Verbindung. Prof. Roole erkennt den Ort, der im Gedicht beschrieben wird: Der Club "Glitzerstaub" im oberen Dura in Klippspitz ist ein beliebter Treffpunkt vor dem Aufbruch zu Expeditionen.

Hulas, der Assistent des verstorbenden Professors ist ein großer schlanker Mann Mitte 20. Er weiß tatsächlich von einem Schüler, den der Professor aus seinen Vorlesungen verwiesen hat - ein Bibliothekar, mehr zur Person kann man vielleicht in der Bibliothek erfahren. Die Gefährten besichtigen noch den Tatort, das Büro des Professors. Die ausgeblutete Leiche von Prof. Lithian lag auf seinem Schreibtisch, daneben ein Pergament, auf das mit dem Blut des Professors der Todestag geschrieben stand und "Ruhe in Frieden" sowie "Geschichten in Blut, letzter Teil". Das Büro war leicht zugänglich, eine Untersuchung fördert keine neuen Hinweise zutage.

In der Bibliothek der Universität erfährt Marko, dass es da tatsächlich einen Mann gab, der sich besonders für Literatur interessierte: Ein junger Mann namens Corbain Eldritch, der öfters unentgeltlich in der Bibliothek aushalf. Anscheinend arbeitete er nur in der Bibliothek, um die alten Bücher sehen zu können; auffällig war noch, dass er Bücher manchmal falsch einsortierte, nach einem alten Ordnungssystem aus der Zeit vor dem Krieg. Leider weiß niemand an der Universität mehr als den Namen dieses Mannes.

Marko und Gideon kaufen sich noch schnell in der Nähe Schriftrollen mit Ritualen: "Arkanes Schloss" für Marko und "Mit Toten sprechen" für Gideon. Dann versuchen die Gefährten erst einmal mehr über Corbain Eldritch zu erfahren, da sich ein Besuch des Clubs Glitzerstaub vermutlich erst am Abend lohnt.

Die Kurierstation von Haus Orien hat keine Adressdaten zu irgendwelchen Namen, also beauftragen sie Haus Tarrask, den Mann zu suchen. Der Halbork, der den Auftrag entgegen nimmt, zeigt sich schon ein wenig erstaunt, dass Detektive ihn anheuern.

Nun geht es zum Club Glitzerstaub im oberen Dura. Die vielen Wege durch den ewigen Ascheregen zehren inzwischen schon deutlich an den Kräften. Der Club hat fünf Hobgoblins in eleganten Anzügen als Türsteher. Schnell stellt sich heraus, dass nur Marko hinein darf - für Adelige ist der Club jederzeit zugänglich, andere müssen sich tatsüber auf die Gästeliste setzen lassen, wenn sie hinein wollen. Also suchen sich Sip, Gideon und Ilmek eine Schänke in der Nähe während Marko den eleganten Club betritt. 

Drinnen stechen sofort die Plakate ins Auge: Eine elfische Tänzerin mit einem glitzernden Stern auf der Stirn. Marko erfährt von einer Kellnerin, dass das Modreia ist, sdeit einigen Monaten der große Star auf der Bühne im Club und ohne Zweifel der "Stern in der Dunkelheit" aus dem Gedicht. Marko erzählt der Kellnerin von seiner Sorge um das Wohl der Tänzerin, etwas später kommt dann auch der Eigentümerr des Clubs, Weychel Trace. Er hört sich Markos Geschichte an, reagiert eher verschlossen aber scheint sie durchaus ernst zu nehmen.
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Marko beobachtet Modreias Auftritt auf der Bühne. Auch wenn sie sich danach erst einmal in einen privaten Bereich zurückzieht, schafft er es mit etwas Glück zu beobachten, wie sie den Club verlässt. Unter dem Schutz von zwei Hobgoblins besteigt sie ein Lufttaxi, einer der beiden begleitet sie. Marko fragt den anderen, der zurückbleibt, nach dem Wohnort der Tänzerin. Der Hobgoblin reagiert erst einmal sehr abweisend, er befürchtet wohl, dass Marko finbstere Pläne hegt, lässt sich aber dann doch einigermaßen überzeugen, dass Marko die Tänzerin beschützen will und verrät, dass sie im Distrikt Eichenbrücke wohnt, nahe einer Manufaktur für Schaufensterpuppen.

Marko verständigt die anderen mit einem Sprechstein und sie nehmen gemeinsam ein Lufttaxi zur Schaufensterpuppenfabrik in Eichenbrücke. Vor Ort fällt schnell ein erleuchtetes Haus neben der Manufaktur auf, und der Hobgoblin, der davor die FEnster kontrolliert belegt ohne Zweifel, dass das die Wohnung der Tänzerin ist. Sip bemerkt eine Bewegung an einem Fenster der Fabrik - ist das der Täter? Die vier Gefährten entfernen sich erst einmal aus dem Sichtbereich des Hobgoblins und dringen dann durch ein Fenster in die Manufaktur ein. Sip bemerkt neben einer der Puppen eine getarnte Gestalt, als Marko näher eilt zückt die Gestalt eine Waffe und sticht nach ihm. Sip fordert die Gestalt auf, die Feindseligkeiten zu unterlassen; als Ilmek den Raum mit einer Sonnenrute beleuchtet können alle erkennen, dass es ein elfischer Söldner ist. Schnell stellt sich heraus, dass der Elf kein Feind Modreias ist, sondern ein Freund, der sie beschützen will - er ist ein Söldner aus Valenar, der sie noch von früher kennt, aus Cyre. Er hat beobachtet, dass jemand Modreia nachstellt und dann erzählt er noch, dass die Tänzerin in den letzten Tagen etwas verändert war. Sip vermutet, dass sie durch einen Wechselbalg ersetzt wurde, auch wenn das bemerkenswerte Fähigkeiten voraussetzt - immerhin trat sie auch nach diesem Austausch noch immer erfolgreich als Tänzerin auf.

Inzwischen verfrachtet der Hobgoblin im Haus gegenüber die (vermutlich falsche) Modreia in ein Lufttaxi um sie irgendwohin weg zu bringen; die Gefährten verzichten auf eine Verfolgung. Sie durchsuchen noch kurz das nn verlassene Haus der Tänzerin, finden aber keine neuen Spuren.

Da es schon spät in der Nacht ist, kehren die vier erst einmal in ihr Büro zurück um zu schlafen. Der Elf bleibt vor Ort, er will das Haus weiter beobachten.

Am nächsten Tag in der Früh ist schon wieder ein Brief vom Raben an der Schwelle des Detektivbüros:  

Stern der Dunkeheit – Teil 2
Das Metall wurde verschweißt und geschmiedet.
Rost schlägt dennoch seine tiefen Wunden.
Vergessene Monster des letzten Krieges aus Stahl und Eisen 
liegen zerstört im Schlamm und Dreck 
und es wird noch Jahre dauern bis sie verrotten.
Schwarzer Schnee liegt wie ein Film aus schwarzen Schleim und Blut 
über dem alten Friedhof.
Doch trotz dem schwarzen Rauch liegt der Geruch von Verwesung in der Luft.
Der Geruch von toten Fleisch.
In der kalten und gefroren Erde steckt ein riesiger Sarg aus Metall 
voller stinkenden Fleisch.
Sie starb so langsam.
Ich habe ihr lebendiges Fleisch gegessen, 
während ihre feuchten Augen voller Angst und Pein mich dabei neugierig beobachteten.
Ihr Tod war ein exklusives Festmahl.
Es dauerte etliche Tage bis ihre Schmerzen ein Ende fanden.
Zwischen all den vergessenen Riesen aus Metall, 
konnte niemand ihre qualvollen Schreie hören.
Der Stern der alten Riesenkönige erlischt in den Dunkelheit 
trotz all der kleinen blendenden Lichter, welcher nach ihr suchen.
Sprach, der Rabe

Ilmek glaubt den im Text beschriebenen Ort zu kennen: Maschinentor, dort ruhen verrostete Überreste von alten Blitzbahn-Wagen. Sip und Gideon begeben sich zu Maschinentor, um nach der dort vermuteten Leiche zu suchen, Marko und Ilmek gehen wieder nach Eichenbrücke, um dem Elfen von den neuesten Vorkommnissen zu berichten und das Haus der Tänzerin weiter zu beobachten. 

Marko und Ilmek finden nichts - keine Spur vom Elfen, beim Haus scheint niemand zu sein, auch auf Klopfen reagiert niemand. So machen sie sich dann auch auf den Weg nach Maschinentor.

Chaindevil.jpg
In der Zwischenzeit: Sip und Gideoin sind mittlerweile schon dort angekommen. Die Maschinerie ist ein Viertel voller Lagerhäuser und Lagertürme. Sip und Gideon gehen zu dem großen Schrottplatz für Züge. Unzählige alte Waggons, vom Rost zerfressen, sind hier gelagert. Dazwischen huschen immer wieder Gestalten: Herrenlose Kriegsgeschmiedete mit körperlichen Gebrechen bewohnen diese Stätte der Ödnis. Zwei inenander verkeilte Waggons jüngeren Datums kommen den Detektiven bekannt vor: Es dürfte sich um den Zug handeln, der bei dem Anschlag von Viktor Demain entgleist ist. Aber Sip und Gideon suchen etwas anderes. Nach einer Stunde werden sie fündig: Von drei zusammenhängenden Waggons kommt ihnen der Gestank der Verwesung entgegen. Im Inneren des ersten Waggons finden sie ein dutzend Tierkörper, sie hängen auf Ketten von der Decke. Maden zerfressen das verwesende Fleisch. Im nächsten Waggon bietet sich ihnen das gleiche Bild: Verwesende, madenzerfressende Tierkörper. Als sie am Ende dieses Waggons angekommen sind, bewegen sich plötzlich die Körper hinter ihnen. Gideon geht schnell in den nächsten Waggon, dort bietet sich ihm ein Bild des Grauens. Statt der Tierkörper hängen hier menschliche Überreste von der Decke. Lange kann er sich dem Anblick nicht hingeben: Denn von hinten werden die beiden von einem Kettendämon attackiert. Er kämpft mit Ketten und Klingen, Sip und Gideon mit Flammen und Pfeilen. Während der Kampf tobt, muss Gideon fest stellen, dass ih auf seltsame Weise die Kräfte verlassen, er sich krank fühlt. Schließlich kann der Dämon aber besiegt werden. Seine Leiche löst sich in Luft auf. Am Ende des Waggons finden Sip und Gideon schließlich auch einen Kopf: Es ist jener der ehemals schönen Modreia, der von einer Kette an der Decke hängt. Im Mund steckt ein weiterer Zettel, ein weiteres Gedicht des irren Schlächters.
Stern in der Dunkelheit - Teil 3
Sie starrt in die Dunkelheit, Würmer bilden ein Lächeln 
genauso eingefroren wie  das glühende Silber ihres letzten Versagens.
Das schwindende  Sternenlicht verspricht keinen Morgen 
für die vier ruhmreichen Helden, zu schnell verrann die Zeit
Die letzte Minute hängt noch immer in der Luft, 
vergeht wie der Wandler und die Tänzerin bevor die vier sie bewahren können.
Vielleicht kann die letzte Minute  in den Hallen der Heerschar gefunden werden.
Vielleicht kann die letzte Minute in den Ebenen von Talenta gefunden werden.
Vielleicht kann die letzte Minute in den Stürmen der Luft gefunden werden.
Vielleicht kann die letzte Minute unter dem Rock einer Magd gefunden werden.
Aber da die vier lieber meine Worte in Schlachthaus des Sterns lesen, 
wird die letzte Minute wohl auch für sie vergehen.
Sprach, der Rabe

Diesmal sind die vier Helden selbst das Zentrum der morbiden literarischen Ergüsse. Vor dem Waggon treffen Sip und Gideon Ilmek und Marco wieder.

Die vier kehren noch einmal zum Club Glitzerstaub zurück, um herauszufinden, was aus Modreias Doppelgänger geworden ist. Dort erfahren sie, dass Modreia seit gestern nacht verschwunden ist, gemeinsam mit dem Hobgoblin, der sie beschützen sollte.

Da hier nichts mehr zu erfahren ist, gehen sie noch zur Stadtwache, um den bestialischen Mord an Modreia zu melden und der Wache den sichergestellten Kopf zu übergeben.

Sie spekulieren noch, ob Modreias Doppelgänger der Mörder ist oder jemand anderer. Ilmek wirft ein, dass der Gestaltwandler, der hier am Werk ist, auch ein Rakschasa sein könnte - das würde zum veralteten Sortierungssystem in der Bibliothek passen, es überzeugt aber niemanden so recht. Sip überlegt, ob bzw. wie die drei Mordopfer zusammenhängen könnten. Vielleicht eine Verbindung im Krieg?

Da klopft es an der Tür des Detetikbüros: Der Halbork von Haus Tarrask berichtet, dass sich die Suche nach Corbain Eldritch unerwartet schwierig gestaltet. Immerhin konnte in Erfahrung gebracht werden, dass er in seiner Kindheit im Waisenhaus in Golden Gate war - dieses Waisenhaus wurde großzügig von Viktor Demain unterstützt - eine neue Spur.

Stern der Dunkelheit II (Abend 33) Bearbeiten

Sollen sie bei der Erkundigung über Corbain Eldritch bei der Wahrheit bleiben oder den braven Missionaren eine Lügengeschichte aufgetischt werden? Darüber diskutieren die Helden hitzig auf dem Weg zum Waisenhaus. Als sie ankommen, öffnet auf ihr Klopfen ein junges Fräulein namens Berna. Dem Wunsch der Gefährten gemäß führt diese sie ins Büro des Leiters der Einrichtung. Er stellt sich als Agan vor und lauscht den Ausführungen Gideons, der beschlossen hat, bei der Wahrheit zu bleiben. Erinnern kann sich der der dicke kleine, etwas behäbig wirkende Mann kaum, aber auf sein Geheiß sucht Berna im Aktenschrank nach Aufzeichnungen über den Verdächtigen – mit Erfolg:

Corbain Eldritch hat vor 19 Jahren als Sohn eines Säufers das Licht von Eberron erblickt, mit fünf ist er in das Waisenhaus gekommen, vor zwei Jahren ist er schließlich der Obhut der Missionare entwachsen und wurde entlassen. Viktor Demain, der großzügige Förderer der Einrichtung, hat übrigens hier im Waisenhaus Unterricht gegeben, wo auch der junge Corbain dabei war…

Nun ist es wirklich höchste Zeit, Viktor Demain in Hells Heart aufzusuchen und zu befragen. Doch auf dem Rückweg wird Gideon immer schwächer, er fiebert und kann sich kaum noch auf den Beinen halten. Er wird zu Bett gebracht und Ilmek eilt flink zum Huas Jurasco und holt für teueres Geld einen Heiler. Der diagnostiziert bei Gideon das sehr gefährliche Kicherfieber, das er sich wohl bei dem Kampf gegen den Kettendemon zugezogen hat. Doch der Medikus versteht sein Handwerk und kann Gideon von der Krankheit befreien.

Nun geht es aber endgültig ins untere Dura, nach Schwarzbogen. Dort steht das Kawasis Sanatorium, auch Hell’s Heart genannt. Es dauert ein wenig, bis die Helden zu Dr. Lukar Kawasi, dem Leiter der Anstalt, der Familienkontakte zu König Boranel persönlich hat, vorgelassen werden. Der hagere Mann mit grauem Haar hört sich die Geschichte und den Verdacht der Helden  an und stimmt schließlich einer Befragung von Viktor Demain zu. Sie werden in einen gepolsterten Verhörraum gebracht, in den kurz darauf auch der gefallene Meisterdetektiv von Sharn geschoben wird, im Rollstuhl sitzend. In der darauffolgenden Unterhaltung bestreitet Victor zuerst, den Raben zu kennen, was ihm Gideon aber nicht ganz abnimmt. Schließlich erfahren die Kameraden von Victor Demain, dass sich Corbain Eldritch vielleicht im alten Archiv  aufhalten könnte, das sich in Hochmauer im unteren Tarviks Landing befindet. Früher hatte dort eine Sharner Zeitung ihre Niederlassung.

Am Ende schockt Dr. Kawasi die Helden, indem er zugibt, dass Victor Demain in Hell’s Heart Postverkehr erlaubt wird und mit dem Raben Briefkontakt hat!

Als die vier Freunde das Sanatorium verlassen, werden sie von einem der Wache schiebenden Hobgoblins angesprochen. Ein Knabe hat inzwischen eine Botschaft für die Helden abgegeben, die sich als Rätsel entpuppt:

Stern in der Dunkelheit - Teil 4
Etwas zum Grübeln für Euch an Euren letzten Tagen.
Ein Hinweis um eine musikalische Seele zu retten:

Ebb, fade, be dead
Beg be deaf

Viel können die Helden nicht mit dem seltsamen Schlusssatz anfangen. Eine Auffälligkeit ist die Tatsache, dass alle Buchstaben eine Entsprechung in der Tonleiter aufweisen. Als die Helden einen Straßenmusiker bitten, die Melodie zu spielen, beginnt wieder der Zweifel an ihnen zu nagen – gar zu schräg klingen die gespielten Töne.

Im Zuge ihrer Recherchen über die Bedeutung der „musikalischen Seele“ werden sie aber auf Paul Roole aufmerksam, einen bekannten Musiker und Bruder von Channa Roole, die in der Morgrave Universität arbeitet. Anscheinend ist auch er verschwunden! Eile ist also geboten und bevor die Gefährten zum Archiv aufbrechen, lässt Sip noch schnell einen Brief mit den aktuellen Ermittlungsergebnissen per Boten zum Kommandanten der Stadtwache, Iyan ir'Talan, bringen.

Hochmauer ist ein heruntergekommener Bezirk mit verhärmten Leuten, die die Helden misstrauisch beobachten. Als das Archiv erreicht ist, führt dort eine Treppe zu einer Art Terrasse, wo gegenüber eine Figur von Aureon  an der Wand zu sehen ist. Zwei Statuen, die die Götter Boldrei und Onatar darstellen, stehen davor. Im Steinboden darunter stehen die Worte „Weisheit ist der Schlüssel zur Erlösung“ eingekratzt. Die Helden sprechen diesen Satz, doch nichts passiert. So passieren die sie die Statuen, die anscheinend Golems sind, und gehen unbehelligt durch den Eingang.

Im Eingangsbereich empfangen die Helden verschiedenste Geräusche. Von oben klingt es als würde Metall auf Metall schlagen, von links hört man eine Orgel spielen und von rechts dringen Stimmen in die Halle. Die Helden wenden sich nach rechts und gehen in Richtung der Stimmen. Im angrenzenden Saal sind mehrere Vitrinen und marmorne Büsten, besagte Büsten sind wohl magisch und versorgen Besucher mit Informationen über ihre Geschichte. Hinten im Raum führt eine Wendeltreppe nach oben.

Die Helden wenden sich nun nach links, zu wo die sakralen Töne der Orgel herkommen…

Der Saal ist mit einen Kristalldarstellung von Aureon, der zu einer Menschenmenge spricht, geschmückt. Auf einem Altar liegt gefesselt Torco Krom, die Wirt der Schwarzen Möwe. Zwei adamantene Ketten sind quer über seinen Leib gespannt, der Halbork ist bei Bewusstsein und fleht die Helden an, ihn zu befreien. Die Orgel im Hintergrund wiederholt selbstständig eine Melodie, die den entsetzten Helden irgendwie bekannt vorkommt:

e b b f a d e b e d e a d

Ja, die erste Zeile der seltsamen Satzes aus dem Rätsel ist es, die sie hören. Als die Sequenz endet, ziehen sich die Ketten noch fester um Torcos Leib, der schmerzgepeinigt aufheult. Aus einer der Orgelpfeifen flattert ein dunkler Schatten, der sofort die Helden angreift. Während Gideon verzweifelt, doch vergeblich versucht, die Ketten zu entfernen und Ilmek und Sip auf den neuen Gegner einschlagen, begibt sich Marco zur Orgel und versucht, den zweiten Teil des Rätsels nachzuspielen.

b e g

Doch schon wieder ist die Orgel beim letzten d angekommen, Torco brüllt, wie die Ketten seinen Leib quetschen und mehrere Rippen brechen. Ein zweiter Schatten steigt aus einer weiteren Orgelpfeife und attackiert. Marco spielt, doch langsam und ungeschickt kommen ihm die Noten über die Finger, auch hemmen die Angriffe der Schatten seinen Fortschritt.

b e d

Wieder ziehen sich die Ketten enger, Torco würgt und seine Augen treten hervor, flehentlich starrt er Gideon an. Ilmek kann einen Schatten bezwingen. Ein feiner Nebel legt sich über die Gefährten, der ihre Bewegungen lähmt. Marco schüttelt die Lähmung ab und schickt sich an, die letzten Noten zu spielen.

e a


Doch als sein Finger schon über dem f schwebt, hat die Orgel wieder das e b b f a d e b e d e a d beendet. Die Ketten ziehen sich direkt über den Altar und vierteln den armen Torco, dessen Gliedmaßen in einem Meer von Blut rechts und links herunterfallen. Gleichzeitig ertönt ein lauten Pfeifen, worauf die Kristalldarstellung zu zerbrechen beginnt und scharfe Scherben auf die Helden herabregnen.


Betroffen und wütend verlassen diese den Raum und gehen nun die Treppe hoch, in Richtung der Metallgeräusche. Dieser Raum wird von einer großen Druckpresse eingenommen, darüber läuft ein Förderband. Auf der Druckmaschine liegt Channa Roole, bewusstlos, aus ihrem Körper ragen etliche Schläuche, die Blut aus ihrem Körper zapfen. Darüber liegt… ebenfalls Channa Roole, mit Metallseilen gefesselt und auf dem besten Weg, demnächst von Druckplatten erschlagen zu werden, auf die das Förderband, wo die Professorin fixiert ist, unbarmherzig zusteuert.


Gideon springt auf die „untere“ Channa zu und beginnt, mit Vorsicht und medizinischem Sachverstand die vielen Schläuche von ihrem Körper zu entfernen. Während Marco ihm zu Hilfe eilt, erklimmen Sip und Ilmek das Förderband und machen sich daran, die Fesseln der „oberen“ Channa zu knacken. Als wäre die akute Todesnot nicht genug, greift noch ein Schwarm Käfer die Helden an. Als Gideon soeben den letzten Schlauch aus Channas Körper zieht, packt diese plötzlich seinen am Gürtel hängenden Morgenstern und springt kampflustig auf… Der Wechselbalg Vrinn, also muss die Channa am Förderband die „echte“ sein. Während Sip die letzten Fesseln löst, springt Ilmek mutig zu Vrinn herab, und seine und Gideons Angriffe bewegen den Wechselbalg bald zur Flucht. Während Marko den Schwarm weiter ausgedünnt, jagen die anderen Vrinn nach, und zwei wohlgezielte Pfeile von Sip in den Rücken des Fliehenden bewegen ihn schließlich, sich zu ergeben. Der Wechselbalg wird so gut es geht gefesselt, derweil drückt Channa ihre tiefe tiefe Dankbarkeit gegenüber den Helden aus.


Doch wo ist der Rabe? Vrinn behauptet, er befinde sich weiter oben und er habe noch ein weiteres Opfer, einen Elfen. Ist vielleicht auch Modreias Freund aus den Elfenreich Valenar in Gefangenschaft des verrückten Serienmördern geraten?

Take thy beak from out my heart, and take thy form from off my door! (Abend 34)Bearbeiten

Ein düsterer, staubiger Raum erwartet die Ermittler im nächsten Stock. Der Wind pfeift um das alte Archiv, Im Licht eines großen Lüsters steht ein großer Schreibtisch und wartet auf eine gründliche Untersuchung. Offensichtlich hat hier der Rabe seine mörderische Poesie geschrieben. Trotz aller Vorsicht übersieht Sip eine dunkle Gestalt am Ende einer Wendeltreppe und wird  vom herabstürzenden Lüster zuerst zu Boden und dann durch die morschen Bretter in das untere Stockwerk gerissen. Illmek versucht das gierig nach Papier greifende Feuer einzudämmen, während Marco der Figur auf das Dach folgt. Oben hat der Rabe seine tierischen Namensvetter versammelt, durch eine Wolke aus Geschrei, Krallen und Federn kann Marco vage eine Gestalt erkennen und greift sofort an. Die Gestalt wird von der heiligen Energie vom Dach gefegt wie ein Blatt im herbstwind. „Euren Freund habt Ihr ja schon selbst umgebracht!“ tönt es aus einer Ecke hervor. Mit einem Schauern erkennt Marco, dass er nicht den Raben zu Strecke gebraucht hat, sondern seine letzte Geisel.  Der Übeltäter stellt sich als Figur in einer Kutte und mit einer Schnabelmaske heraus. Verbissen kämpfen die Abenteurer gegen den Serienmörder und seine Vögel. Die Gefährten stecken laufend Wunden aus Schnäbeln und von dunkler Magie ein, während der Rabe über das Dach teleportiert und ihnen in den Rücken fällt. Sip geht als erster zu Boden, kann aber bald wieder von Marko mit einem Trank ins Leben geholt werden…nur um kurz selbst drauf vom unhold in die Bewusstlosigkeit geschickt zu werden. Selbst Illmeks robuste Konstitution kommt an ihre Grenzen. Mit einem letzten, verzweifelten Aufbäumen und jeder Menge Glück versetzten sie dem Raben aber den Todesstoß. Der gestörte Mörder fällt flügellahm vom Dach und schlägt dumpf am Boden auf. 

Auch schwer verletzt stehen die die Ermittlerhände nicht still: Es werden die Briefe von Demain an den Raben entdeckt. Er hat den Mord an Mange in Auftrag gegeben und vor den Sharner Detektiven gewarnt. Die unverschlüsselten Briefe werfen kein gutes Licht auf den Doktor und sein Sanatorium. Niedergeschlagen kümmern sich die Ermittler um die Beerdigungen des toten Söldners und Torco, dem Theaterliebhaber und Wirt. Die Schwarze Möwe wird wohl dem Haus Kundarak zur Schuldentilgung zufallen. Ein Grund mehr was zu trinken.

Beim betrübten Zechen kommt den Freunden eine ehemalige Wache von Hellsheart unter. Der Doktor sei ein „kranker Bastard“ und führt Experimente an den Patienten durch…einige kommen „verbrannt und krumm“ aus den Prozeduren. Eine ernüchternde Information. Der Entschluss dem lieben Doktor – Verbindungen zur Königsfamilie hin oder her – auf die Finger zu schauen wird bekräftigt.

Am nächsten Tag wird das Sanatorium beobachtet und ein Wagenlenker als Zeuge von Illmek vernommen. Niemand geht dort ein oder aus – kein Schichtwechsel oder ähnliches. Sehr verdächtig. Der Wagenlenker berichtet vom „komischen Blick“ des Doktors und dass die Hobgoblins irgendwie sonderbar seien. Dunkles geht im Sanatorium vor, mindestens so dunkel wie der Ascheregen der auf Sharn prasselt.

Doktor von Sinnen (Abend 35)

Baron Medani freut sich die Retter seiner Tochter begrüßen zu dürfen, wie es das Schicksal will ist er zu einer Besichtigung in der Anstalt geladen – ob er aber externe Leibwächter dabei haben will, muss gründlich überlegt und abgewogen werden.

Während der Herr des Drachenmalhauses grübelt will Gideon dem Feuer, das Sharn noch immer zusetzt, beikommen. Mehr oder weniger kompetente Helfer sind willkommen die Hölle aus Rauch, Asche und Feuer zu erkunden. Zuerst hilft Gideon mit heilender Energie, frisch genesen können viele Wächter wieder bei den Löscharbeiten helfen. Aus einer brennenden Fabrik können die Ermittler einige vom Feuer Gefangene retten – auch wenn brennende Schindeln und Balken sich in den Weg legen bzw. auf die heldenhaften Köpfe fallen.

Nach zwei Tagen Löscheinsatz geht es mit einem - der Heerschar sei Dank – von der Nützlichkeit der Detektive überzeugten Baron in das verdächtige Irrenhaus. Der seltsame Doktor will für die Besichtigung die Gruppe teilen und Baron mit Tochter von den Abenteurern trennen. Sip protestiert etwas undiplomatisch und schließt sich der etwas nobleren Gruppe, die eine Führung vom Hausherrn bekommt, an. Illmek, Gideon und Marco bekommen eine der merkwürdigen Hobgoblin-Wachen als Führer angediehen.

 Zuerst läuft alles normal: der Doktor zeigt einen Gesprächsraum, die Bibliothek und dann einen Raum mit Orgel und Stahlsessel. Während die andere Gruppe Küche, Speisesaal und Zellentrakt besichtigt. Hinter einer Sicherheitsschleuse sind ein regloser Patient mit blauer Haut, ein alter Goblin mit Brille und ein schlafender, bärtiger Mann verwahrt.  Beim Goblin handelt es sich um einen von Schuhen besessenen Serienmörder…das verhutzelte Männchen hat rund 80 Opfer auf dem Gewissen. Bei der anderen Gruppe offenbart sich eine andere Art von Wahn: Plötzlich wirft der – nun nicht mehr so hilfreiche – Doktor die Tür hinter sich zu. Der Baron, seine Tochter und Sip sind gefangen….und leise zischt Gas in den Raum. Sip kann mit einem Sprechstein noch seine Kameraden warnen….die Drei sind aber von Neugierde auf die Zellen der Irren hinter ein Fallgitter gelockt worden und nun selbst Gefangene. Mit Magie und Muskelkraft wird dem Gitter zugesetzt, der Goblin lockt mit Informationen über Demain im Austausch für seine Freiheit. Marco versucht den Schläfer aufzuwecken und entdeckt, dass es sich bei dem Mann und dem blauhäutigen Insassen um Illusionen handelt. Es kommt den Dreien wie eine Ewigkeit vor, aber schlussendlich gibt das Gitter nach und sie stürmen in Richtung von Sips magischen Hilferuf. Der Raum mit der Orgel ist aber leer…Sip wird erst nach einigen Rufen im zweiten Zellblock – leicht gedemütigt, unbewaffnet, aber unverletzt – entdeckt. Vom Baron und seiner Tochter fehlt jede Spur. Auch im zweiten Zellblock gibt es Illusions-Gefangene: Victor Demain und den Hobgoblin Grimgrai. Bei einem echten Insassen handelt es sich um einen schreienden Zwerg, der ein Buch gegen die Zellentür wirft.

Systematisch, aber mit wachsender Eile und Unbehagen erforschen die Abenteurer die unheimliche Anstalt. Neben einem Operationsraum, einer Töpferei, Baracken der Wachen und einem chaotischen Schlafzimmer, entdecken sie einen Raum, mit merkwürdigen Exponaten  in alchemistischen Gläsern und einen Raum voller Insekten. Von den Entführten keine Spur – auch nicht im Glockenturm der Anstalt. Auf einem Schreibtisch finden die Detektive die Akten der Insassen – merkwürdige Fälle hat der liebe Doktor hier zusammen getragen. Obwohl die Zeit drängt wird nochmal alles gründlich untersucht. Endlich gibt es eine neue Spur: Hinter einer Truhe im Schlafzimmer führt ein Weg nach unten. Grünliches Leuchten lockt die Ermittler in einen Raum wie aus einem Alptraum: Folterwerkzeuge zieren die Wände, ein Mann mit Schnauzbart und Gehstock ist gerade dabei einen gefangene Halbelfen in ein brodelndes Säurebecken zu tunken… unterhalb der Irrenanstalt hat der Wahnsinn eine schöne Heimat gefunden. Der von Säure glitschige Boden ist heimtückisch: Marco rutscht aus und landet im Becken, während der Verrückte weiterkurbelt und die Geisel sich weiter absenkt. Illmek und Gideon werden von einer Zombie-Kreatur und Kettendämonen bedrängt, während Sip kurzerhand zum Gefangen an die Kette springt. Der Elf kann die Geisel befreien, aber tragischerweise landet diese in der Säure bei Marco. Illmeks Kampfkunst und dass heilige Feuer Gideons setzt den unheiligen Kreaturen und dem Verrückten ein Ende. Für die Geisel ist es – wieder – zu spät. Sip kann nur den bewusstlosen Marco aus der Säure ziehen. Strapaziert, aber entschlossen, schnaufen die Gefährten kurz durch….dieser Ort hat sicher noch mehr Wahnsinn für sie auf Lager.

Abend 36 Das Finale Kanale Bearbeiten

Nach dem Kampf hält die Gruppe kurz inne und studiert die Akten. Marco trennt dem Mann mit dem Spazierstock die Hand ab. Dann gehen sie nach Süden weiter. Hier treffen sie auf ein verwinkeltes Gangsystem, ein Plätschern ist zu hören.  Schließlich kommen sie in eine Kammer. Hier sind mehrere Metallzylinder zu sehen, die mit einem Röhrensystem verbunden sind. Marco weiß, dass dieses Wasser nach Schwarzbogen läuft. Sip erkennt, dass sich jemand an dem System zu schaffen gemacht hat. Sip und Gideon öffnen eine Luke der Metallzylinder. Drinnen ist eine Flüssigkeit zu sehen. Sip kostet und stellt fest, dass es sich dabei um Gift handelt. Die Helden können feststellen, dass alle Tanks vergiftet sind: Wenn sie geöffnet würden, würde die gesamte Wasserversorgung vergiftet! Sie drehen die Tanks ab.

Die Gruppe geht durch das Gangsystem weiter. Sie kommen zu einem Becken mit einer Brackwasser-Flüssigkeit. Darin ist ein halbes Dutzend Körper zu sehen. Sie gehen einen langen Gang entlang weiter. Er ist 6 Meter breit, abschüssig und voller Wasser. Der Gang endet in einem riesigen Raum, der geflutet ist. In dem Wasser stehen einige Menschen, deren Köpfe gerade noch aus der Oberfläche ragen. Unter anderem handelt es sich dabei um den Baron und seine Tochter. 40 Meter über den Helden sehen sie ein Gitter. Mehrere Leitern führen dorthin. Auf dem Gitter steht Victor Demain.

„Lasst die Flut sich erheben“, sagt er. Dr Kevani, der ebenfalls oben steht, beginnt an einem Rad zu drehen. Wasser schießt aus Rohren an den Wänden des Raumes. Die Helden stürzen sich ins Wasser. Dort werden sie von dem Mörder mit dem Hai-Kopf erwartet. Das Wasser steigt sehr schnell. Illmek geht in den Nahkampf mit dem Hai. Gideon erkennt einen Abfluss des Raumes weiter oben und klettert auf einer Leiter dorthin. Auch Marco geht zu einer Leiter, um nach oben zu gelangen. Die Leiter war aber angesägt und kippt um, Marco stürzt ins Wasser. Gideon klettert allerdings erfolgreich nach oben. Illmek kann in der Zwischenzeit den Hai töten. Und Sip befreit Cetina erfolgreich und taucht weiter zum Baron. Gideon wird von einem flammenden Dolch attackiert. Marco versucht erneut auf einer Leiter nach oben zu klettern, die wiederum abbricht. Im letzten Moment kann er sich aber festhalten. Während Sip am Schloss der Fesseln des Barons arbeitet, kämpfen sich die anderen nach obenzu dem Gitter. Marco kommt oben an und schleudert Blitze. Währenddessen kann Sip auch den Baron befreien. Gideon ist schließlich beim Wasserhahn angekommen und dreht daran. Das Wasser fließt ab. Victor Demain hat zwischenzeitlich ein Kästchen gezückt, aus dem Licht kommt. Damit leuchtet er auf Gideon und den Abfluss. Danach tötet Gideon Doktor Kevani. Victor Demain seilt sich ab und ihm gelingt so die Flucht.

Als das Wasser abgelaufen ist werden die anderen Elfen befreit und wiederbelebt. Danach überprüfen die Helden noch einmal die Wassertanks. Dann erscheint die Stadtwache und hält die Helden auf. „Ihr seid verdächtigt, einen Anschlag verübt zu haben.“ Victor Demain hätte ihnen einen Hinweis gegeben und einen Beweisfilm gezeigt, den er mit seinem Leuchtkästchen aufgezeichnet hatte. Als die Gruppe die Wachen überzeugen kann, dass Demain sie getäuscht hat, müssen sie eingestehen, dass er ihnen entkommen ist. Abermals. Die Tagebücher des Doktors ergeben schließlich, dass er in den Wahnsinn getrieben wurde.

Abend 37 Schon wieder in Geiselhaft Bearbeiten

In den nächsten Tagen können die Brände in der Maschinerie endlich gelöscht werden, die Lage in Sharn normalisiert sich. Baron Trelib d'Medani ist den sehr dankbar dafür, dass die Gefährten ihm und seiner Tochter das Leben gerettet haben. Als Sip versucht, seinen Kontakt mit dem Sharner Boten auszubauen, um Werbung für die Detektivagentur SPIRE zu machen, weist Baron d'Medani ihn aber darauf hin, dass die Ereignisse in Hell's Heart besser nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

In einer Nacht träumt Gideon von der Kathedrale Flamekeep und von dem Dämon, den die Gefährten dort bekämpft haben. Er sieht diesen Traum als Vision einer drohenden Gefahr und schreibt an Jealle, die Stimme der Flamme, die beruhigt ihn aber, bei der Flamme ist alles in Ordnung.

Marco hat inzwischen wenig Zeit für seine Gefährten - er hilft beim Bau der Golden Dragon eines gewaltigen neuen Luftschiffs, an dem Haus Lyrandar arbeitet. Dieses Schiff, die Golden Dragon, ist so groß, dass das Schwebeholz allein nicht ausreicht, um sie in der Luft zu halten. Daher verfügt sie über zwei Elementarringe. Einer hält sie in der Luft, der zweite sorgt für den Vortrieb.

Die anderen versuchen noch Spuren dfes verschwundenen Viktor Demain zu finden. Sie beginnen beim Wechselbalg Vrinn, der im Hochsicherheitsgefängnis eingesperrt ist. Dank ihrer Kontakte ist es kein Problem, zum Gefangenen zu kommen, das ist aber wenig hilfreich. Die Aussicht auf Rache, die Sip ihm versprechen will, reizt ihn wenig, Er erzählt durchaus bereitwillig von seiner Beziehung zu Viktor Demain, nur hat er nicht viel zu berichten. Er hat anscheinend keine Ahnung, wo der ehemalige Ermittler stecken könnte. Immerhin weist er darauf hin, dass Viktor Demain hauptsächlich Mörder dingfest machte, gegen das organisierte Verbrechen ist er nie vorgegangen, so dass der Boromar-Clan oder die Tyrants ihm durchaus Unterschlupf gewähren könnten, wenn die Bezahlung stimmt.

Die nächsten Ansatzpunkte sind Saidan Boromar und Haus Medani. Mit etwas Überredung gelingt es Gideon und Ilmek, eine Audienz bei Saidan Boromar zu erhalten, zu der dann auch Sip mitkommt. Leider zeigt dieser aber wenig Interesse, ihnen bei der Suche nach Viktor Demasin zu helfen und lässt sich auch nicht von Berichten über Viktor Demains gefährlichen Wahnsinn beeindrucken.

Sip nimmt inzwischen Kontakt mit Haus Medani auf. Zelina d'Medani ist anscheinend nicht in Sharn, aber er erfährt, dass Finn d'Medani die Suche nach Viktor Demain leitet und bittet um Zusammenarbeit. Finn d'Medani ist durchaus daran interessiert. Er berichtet, dass die Suche bisher wenig Erfolg gezeigt hat, ein offizielles Kopfgeld will Haus Medani einstweilen nicht anbieten, das erscheint ihm wenig erfolgversprechend. Er kann noch berichten, was in den Aufzeichnungen aus Hell's Heart zu finden war. Anscheinend gelang es Viktor Demain im Professor eine Persönlichkeitsspaltung auszulösen und ihn sowie die meisten Insassen unter seinen Einfluss zu bringen.

Irgendwann ist es soweit, die Golden Dragon ist fertiggestellt und Marco hat Eiladungen für die große Schiffstaufe. So machen sich die Gefährten auf den Weg zum Luftschiffturm von Haus Lyrandar, wo man das gewaltige Schiff schon von weitem erkennen kann. Sie werden von Wachen von Haus Medani begrüßt und auf das Schiff gelassen. Die große Feier ist unter Deck im Vorschiff, dort sind viele bekannte Gesichter zu sehen. Baron d'Medani und seine Tochter sind da, mehrere Mitglieder von Haus Lyrandar aber auch Saidan Boromar. Baron d'Medani stellt die Gefährten dem Oberbürgermeister von Sharn vor, der sich eher gelangweilt Zeit. 

Ilmek schafft es dabei noch, sich unsterblich zu blamieren, weil er beim Versuch, ein Gespräch des Oberbürgermeisters zu belauschen, mit einem Goblin-Kellner kollidiert und ein Tablett voller Getränke über den Oberbürgermeister verteilt.

Auf der Bühne singen drei Elfinnen von Haus Phiarlan. Eine davon macht sich an Sip heran und tuschelt mit ihm. Als die Gefährten später auf dem Oberdeck die Aussicht über die Stadt genießen - ausnahmsweise kann man sogar die Sterne sehen - kommt sie noch einmal auf sie zu. Es ist Luara Phiarlan und sie hat Sip vor fünfzehn Jahren einen Sohn geboren, der nie etwas von seinem Vater erfahren hat. Kaum ist sie gegangen macht Gideon Sip heftige Vorwürfe - wie kann er sich nur so aus seiner Verantwortung stehlen? Sip weicht aus, murmelt nur etwas davon, dass alles nicht so einfach ist und Haus Phiarlan gefährlich ist.

Nach diesem Intermezzo kehren die Gefährten ins Vorschiff zurück. Ilmek will sich gerade einem Glücksspiel zuwenden, als eine Horde die Feier stürmt: Angeführt werden sie von einem rothäutigen Hobgoblin, daneben sind es noch acht weitere Hobgoblins und drei Minotauren. Jeder schnappt sich eine reiche Dame als Geisel, und nachdem alle Festgäste im Zentrum des Raums zusammengetrieben sind, verkündet der Rothäutige, dass sich eine Bombe auf dem Schiff befindet. Sie wird explodieren, wenn er nicht innerhalb einer Stunde 200000 Galifare als Lösegeld erhält. Die Gefährten sind alle unbewaffnet, nur Sip hat es geschafft, wenigsten einen Dolch auf die Feier zu schmuggeln. Den steckt er Ilmek zu, während er - vergeblich - nach einer Möglichkeit sucht, unbemerkt aus dem Ring der Hobgoblins zu entkommen. 

Gideon versucht mit den Verbrechern zu verhandeln, das zeigt leider wenig Erfolg. Ilmek erfragt unauffällig von Saidan Boromar, um wen es sich bei den Hobgoblins handelt. Der vermutet, dass es Daask sind. Während die Oberhäupter von Haus Medani und Haus Lyrandar beginnen, ein Lösegeld zu organisieren, kommt ein weiterer Hobgoblin zum rothäutigen Anführer, er flüstert etwas von Problemen mit der Bombe. Eine Weile später kommt er noch einmal, flüstert etwas davon, dass die Bombe tickt und "er" abgehauen ist, es wirkt so, als hätten die Geiselnehmer ihre Bombe nicht mehr unter Kontrolle. 

Der Anführer wirkt jetzt schon sehr nervös. Er verkündet, dass das mit dem Lösegeld schneller gehen muss, als Ansporn werden sie jetzt beginnen, Geiseln zu töten.

Drama auf der Golden Dragon / Auf der Spur von Victor Demain (Abend 38) Bearbeiten

Wie um die Ankündigung ihres Anführers zu bestätigen, bedrohen seine Kumpane ihre Opfer noch intensiver. So haben unter anderem der Oberbürgermeister, Sips ehemalige Affäre Luara Phiarlan, Baron Trelib d'Medani, seine Tochter Zelina, die Schauspielerin Kelani Thauram und, sehr zu Marcos Besorgnis, auch die Matriarchin seines Hauses, Esravash d'Lyrandar ein Messer direkt an der Kehle. Sip ergreift das Wort, will die Bande beschwichtigen und hinhalten, erreicht aber nur, dass nun er derjenige ist, der als erstes hingerichtet werden soll. Die Gefährten warten noch ab, bis der Anführer dem Hobgoblin hinter Sip bestätigend zunickt, dann schlagen sie zu. Sip windet sich aus dem Griff seines Gegners heraus, während Ilmek mit dem Dolch, den er von dem Elfen erhalten hat, auf den Widersacher von Zelina einsticht. Gideon und Marco werfen mit Zaubern um sich und auf dem Deck bricht ein wildes Handgemenge los. Trotz Ilmeks Angriffen wird Zelina die Kehle durchgeschnitten, doch scheint noch Leben in ihr. Der Halbling, der vorhin im Spielsalon beschäftigt war, entpuppt sich als respektabler Kämpfer und schützt den Oberbürgermeister vor dem drohenden Tod. Auch die Leibwächter der hohen Herrschaften sorgen dafür, dass sich das Blatt langsam wendet und die Angreifer sich zur Flucht wenden. Sip beherrscht eben noch flugs den Geist eines Minotauren, da springt er auch schon über das Geländer auf die Ebene  darunter. Dicht verfolgt von dem Anführer der Verbrecher, sieht er sich auch hier einem Minotauren gegenüber. Auch Ilmek springt eine Etage tiefer, während Marco und Gideon die letzten Gegner überwältigen und die verletzte Zelina stabilisieren. Schließlich ist die Situation auf Deck unter Kontrolle und Gideon regt nun zu einer geordneten Flucht an.

Nun konzentriert Marco sich auf die Magie der noch unentdeckten Bombe, und tatsächlich, er kann eine Aura in einem nahen Raum wahrnehmen. Vor der Tür angekommen trifft er auf Sip und Ilmek, die den Anführer schließlich überzeugen konnten, ihnen das Versteck der Bombe zu verraten, wenn sie ihn laufen lassen. Dass das Schloss der Tür bereits geknackt ist, bestätigt ihren Verdacht vollends und die treten ein.

Dahinter laufen mehrere Rohre, Dampf füllt den Raum. In der Mitte steht eine blau leuchtende Sphäre. Und nahe am Außenrumpf steht ein Metallwürfel: die Bombe. Eine beleuchtete Spule scheint ein Indikator für die Zeit bis zur Detonation zu sein. Mit Entsetzen stellen die Gefährten fest, dass ihnen nur noch anderthalb Minuten verbleiben… Um die Bombe herum liegt ein Kreis Drachenscherben und Marco kann erkennen, dass Bewegungen die Bombe in 6 Sekunden zünden würden. Und die Folgen wären verheerend, denn die Golden Dragon verfügt über zwei Feuerelementare, und einer ist einzig für den Auftrieb verantwortlich. Würde die Bombe losgehen, würde dieser Feuerelementar befreit werden und das Schiff hinab auf Sharn stürzen. Ein perfider Plan, der nicht gerade an Minotauren oder Hobgoblins denken lässt.

Ilmek hat sich ein Beil organisiert und beginnt, ein Loch in die Schiffshülle zu schlagen. Der Plan ist, die Bombe an einem Seil befestigt aus dem Schiff zu werfen, wo sie hängend relativ gefahrlos explodieren würde. Marco sinniert noch über einen Alternativplan, doch die Zeit ist bereits sehr knapp und das Loch fast groß genug. So wird eilig ein Seil um die Bombe verknotet und die gefährliche Fracht in buchstäblich letzter Sekunde aus dem Schiff geworfen. Im selben Moment ertönt ein dumpfer Knall, der den ganzen fliegenden Koloss vibrieren lässt, aber es kommt zu keinem Absturz und nur geringen Schäden. Wieder einmal haben die Helden die Situation gerettet und ist ihnen die Dankbarkeit einiger wichtiger Persönlichkeiten von Sharn sicher.

Am nächsten Tag bekommt die S.P.I.R.E. Detektei unerwarteten Besuch. Saidan Boromar, Oberhaupt des gleichnamigen Clans und bei der letzten Unterredung mit den Helden eher als unkooperativ einzustufen, ist nun aus Dankbarkeit doch geneigt, die Helden bei ihrer Suche nach Victor Demain zu unterstützen. Er hat Informationen, dass sich der gefallene Detektiv in einem alten Tempel des Schattens in Trümmerfeld aufhalten soll.

Trümmerfeld, im unteren Dura gelegen, ist ein trauriges und gefährliches Viertel. Als der Glasturm von Sharn im Jahr 918 durch unbekannte Hand zum Einsturz gebracht wurde, wurden hunderte Bewohner getötet und etliche Häuser und Tempel zerstört. Neben anderen eher unangenehmen Kreaturen leben hier „die Rasenden“, über die man nicht viel weiß, die aber überall gefürchtet und berüchtigt sind. Wo sich der Tempel des Schattens befinden soll, wollen die Kameraden in der Schwarzfelskirche erfahren - wie die Silberne Flamme hier ein Gotteshaus halten kann, mögen die Götter wissen.

Nach kurzen Vorbereitungen geht es los. Spätestens als Trümmerfeld erreicht ist, bewegen sich die vier Freunde sehr vorsichtig weiter, doch sie bleiben unbehelligt. Die Schwarzfelskirche ist ein trutziger Wehrbau in erstaunlich gutem Zustand, die junge Priesterin Faela kann ihnen wirklich den Weg zum gesuchten Tempel weisen.

Auch dieses Ziel erreichen die Gefährten ohne Zwischenfälle. Sip und Ilmek entdecken nach kurzer Suche einen alten Kanal, über den die Freunde wie sie glauben unauffällig in den Keller des Tempels gelangen. Die unheimlichen Steinsärge dort ignorierend, laufen sie schnell über eine Treppe nach oben. Eine Tür am Ende führt in den Tempelraum, von dort kommt ein roter Lichtschein.

In der Mitte des großen quadratischen Raumes hängt eine regloser Körper von der Decke, die Schlinge um den Hals. Den Helden gegenüber befindet sich die wuchtige Eingangspforte des Tempels. An den vier Wänden stehen in roter Farbe die Sprüche „Drei Brüder eines Vaters“, „Bruder des Sturmes“, „Bruder der Drachen“ und „Bruder, der Bel Shalor bannte“. Doch bevor überhaupt Zeit ist, sie zu lesen, läuft Ilmek auch schon in den Raum, auf die hängende Leiche zu. In dem Moment schlägt die Tür hinter ihnen zu, und ein grünes, auf der Haut brennendes Gas tritt in den Raum ein. Marco eilt zu der anderen Tür, doch die ist verschlossen. Durch magische Bande, wie die verzweifelten Helden durch Sips nichts ausrichtende Dietriche bald wissen. Ilmek schneidet die Leiche von der Decke, es ist tatsächlich Viktor Demain, doch in seinen Taschen findet sich auch kein Hilfsmittel aus der vertrackten Situation. In höchster Not schießen Marco und Gideon Blitz- und Feuer auf die Tür und können so schließlich eine Öffnung schaffen. Mit letzter Kraft stürzen die Kameraden ins Freie, den toten Detektiv mit sich ziehend.

Der Drache fliegt (Abend 39) Bearbeiten

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Da liegt sie nun, die Leiche ihres Widersachers. Merkwürdig

wie blutige Fehden so enden. Die Ermittler werden durch die Priesterin Faela von ihren dunklen Gedanken abgelenkt: Die Dienerin der silbernen Flamme benötigt Hilfe um einen alten Freund zu finden. Dilnar (Elf mit hellbraunen, langen Haaren; besondere Kennzeichen: magischer Stab aus dunklem Holz mit goldenem Beschlag am Ende, keine Augenbrauen) wird vermisst, er kehrte nicht von seiner Expedition ins Innere des mysteriösen Xendriks zurück. Dort suchte er den Drachen-Friedhof, ein Ort an dem – den Sagen und Gerüchten nach – zehn Drachen-Schädeln ( je einer von jeder Schuppen-Farbe) aus dem Jenseits ihre Weisheit an andere Drachen weitergeben sollen. Die Priesterin bietet ihre Dankbarkeit und ein magisches Kettenhemd als Belohnung an. Die Abenteuer, wohl zu gleichen Teilen aus Hilfsbereitschaft und der Sehnsucht nach einem Tapetenwechsel, nehmen den Auftrag an. Nach Xendrik, genauer gesagt der Kolonie Sturmkap (was auch die erste Station Dilnars war), wollen sie mit dem Goldenen Drachen, dessen Jungfernfahrt – leicht verzögert, aber dank der Ermittler wenigstens fast unbeschädigt – dorthin führt.

Die Leiche des vom rechten Weg abgekommenen Meisterdetektivs wird (da ein normaler Wachmann sie nicht übernehmen will) zur Garnison gebracht. Dort gibt es 200 Golddrachen als Kopfgeld. Am Abend lassen die Halbbrüder und ihr Halblingsfreund denn Abend mit Reflektion und (teilweise) Alkoholischem im Salon der Detektei ausklingen.

Am nächsten Vormittag sammeln die Ermittler Informationen und machen Reisevorbereitungen. Marco spricht bei seinem Haus vor, der Rest findet zwar die Wayfinder…aber leider nichts Nützliches. Die Expeditions-Spezialisten wissen nichts von Dilnar oder dem Drachenfriedhof – oder wenn, dann rücken sie nicht damit heraus. Im Hauptquartier des Clans Lyrandar ist das Haus-Klima leicht angespannt: Marco muss sein Engagement im Detektivberuf vor der Sharner Vorsteherin Solia verteidigen. Marco soll sich auf jeden Fall Gedanken über seine Prioritäten machen und seine „Jugendliche Unruhe“ hinter sich lassen. Zu Ehren der Retter des Goldenen Drachen wird aber ein Festmahl angekündigt – eine Chance mit der Matriarchin des Drachenmalhauses selbst zu sprechen.

Wieder vereint an der Universität werden die Gefährten von Prof. Roole an Flammenwind – ihres Zeichens eine Sphinx und die lokale Xendrik-Expertin – verwiesen. Nach einem Blick auf die gigantischen Artefakte der universitären Xendrik-Sammlung stehen sie Flammenwind (Löwenkörper mit schwarzem Fell mit roten Streifen, große, schwarze Falken-Schwingen, Kopf einer Elfe mit silbernen Diadem) in der Bibliothek gegenüber. „Endlich finden die drei Brüder zu mir!“ frohlockt die rätselhafte Kreatur. „Reist über das Wasser der Stürme, zum Platz des alten Konflikts und findet dort Wissen für euren Kampf!“ Eine Karte mit einem schönem, großen X oder ein klarer Hinweis scheint wohl von einer Sphinx zu viel verlangt. Das Wissen gebannt in den Büchern der Bibliothek ist weniger vage, aber doch allgemeiner Natur: In Xendrik warten Dschungel, Wüsten und Bergketten gefüllt mit barbarischen Riesen, Dunkelelfen und Skorpione auf abenteuerlustige Forscher. Exportiert werden Drachenscherben, importiert werden Kartographen, die vom „Fluch der Reisenden“ in den Wahnsinn getrieben werden.

Estravash dLyrandar.jpg
Das Luxusrestaurant „Sannids“ in Platinspitze bietet den Rahmen

für das Ehren-Dinner. Neben breländischen und internationalen Spezialitäten dankt Matriarchin Esravash d'Lyrandar den Ermittlern. Leiser gibt sie ihre Sorgen preis: War der Anschlag erst der Anfang? Wer half mit seinem Fachwissen bei der Platzierung der Bombe? Wer profitiert von der Zerstörung des edlen Schiffes oder vom Tod der genauso edlen Passagiere? Bei einem guten Tröpfchen einigt man sich schnell: S.P.I.R.E. wird für die Jungfernfahrt angeheuert um zusätzliche Sicherheit für den Golden Drachen und seine Crew und Gäste (darunter viele Botschafter) zu bieten. Dezent, aber eindrucksvoll, (wie es sich für eine großes Drachenmalhaus gehör) wird im Lufttaxi für die Heimfahrt eine Kiste mit 3000 Gold und magischen Gegenständen deponiert.

Nachkurzen Vorbereitungen (Rituale! Shopping!) richten sich die zukünftigen Bezwinger Xendriks auf dem Luxusluftschiff ein.

Kajütenplan:

Crew Position Kajüte
Velgram Linntorm Bootsmann 14
Jaeden Kovane Schiffskoch 14
Kalibar Jenks Leiter des Spielsalons 14
Zan Elfenmasseur 14
Captain Alastair d'Lyrandar Captain 8a
Paldrith

Malinko

Seebaron

von Lhazaar

8b
Azango, Jackrin, Shrakes, Meldin Leibwächter von Malinko 8b
Botschafter

Sedge Avadarrn

Botschafter

von Karrnath

8c
Kanarr

Talan

Kaptain der

Wache der Botschaft in Sharn

8c
Aldan Cerfas, Brenius Senglin Leibwächter

von Sedge

8d
Gunter Hegerin Schreibkraft für Botschafter 8d
Logar

Vericrosst

Bote für

Orien

8e
Halas Martain legendärer Forscher 8e
Lt.

Mazzia d'Lyrandar

Leutnant 8f
S.P.I.R.E. Ermittler, Helden & Abenteurer 8g 8j
Helais

ir'Lantar

Botschafter

von Aundair

8k
Ari Mantanaye, Dover Redeker Leibwächter von Helais 8l
Desrida,

Tarla und Luara

Entertainment, Haus Phiarlan
Kardinal Menasos Bethenade Botschafter von Thrane 8n
Sir

Gedavin Brant

Leibwächter

für Kardinal 

8o
Dame Hollia Keln Leibwächter für Kardinal  8o
Manten

Dramgrim

Magieschmied 8p
Torren Blackfingers Magieschmied 8p
Karte Golden Dragon2.jpg



























Am Abend funkelt Sharn unter dem beeindruckenden Luftschiff. Auf einem knappen Befehl des Kapitäns hin flammt der zweite Elementar-Ring auf und die Jungfernfahrt beginnt. Der Goldene Drache fliegt los.


Crew des Goldenen Drachen.jpg

Abend 40: Eine rasante Fahrt Bearbeiten

Es ist Abend, als der goldene Drache ablegt. Mit rasender Geschwindigkeit saust das Luftschiff durch die klare Nacht und bietet den Reisenden einen imposanten Blick auf Sharn. Die Helden genießen die Aussicht nur kurz. Sie beziehen gleich ihre Kajüten. Marco nimmt seinen Detektivauftrag gleich wahr und begeht den Maschinenraum. Ilmek und Gideon gesellen sich zu den anderen Passagieren an Deck. Die Zusammenkunft gewährt einen ersten Überblick über die Mitreisenden. Drei Königreiche haben Botschafter mit Entourage entsandt:  Kardinal Menasos Bethenade aus Thrane wird von zwei Paladinen begleitet. Aus Karrnath  ist Botschafter Sedge Avadarrn dabei, begleitet von einem Schreiber sowie drei Leibwächtern. Botschafter Helais ir’Lantar vertritt Aundair. Seebaron Paldrith Malinko ist auf eigene Rechnung mit zwei Begleitern mitgereist. Ebenso wie die Abenteurer Logar Vericrosst und Halas Martain.

Während das Schiff Sharn schnell hinter sich lässt, werden die Passagiere unter Deck zum Empfang gebeten. Der Kapitän heiß alle willkommen und lässt seine Gäste wissen, dass man in drei Tagen Sturmkap zu erreichen gedenkt. Während Gideon noch etwas unsicher zwischen den Menschen steht, sucht Ilmek schon Gesellschaft: Er wechselt ein paar freundliche Worte mit dem Schreiber des Botschafters aus Karrnath, Gunter Heregrin. Dann kommt Marco von seinem Rundgang zurück und man geht gemeinsam in den Spielsalon – nur Sip lässt sich entschuldigen, er zieht sich, von Krankheit geschlagen, in seine Kabine zurück.

Am Spieltisch gesellen sich die Helden zum Abenteurer Halas Matain, der gerne Geschichten aus Xendrik erzählt - und sich ebenso gerne auf Wein einladen lässt. Er erzählt von einem ebenso tödlichen wie profitablen Regen von Drachenscherben. Von dem legendären Friedhof der Drachen hat er zwar gehört, einen Anhaltspunkt, wie man ihn finden könnte, kann er nicht geben. Stattdessen lädt er die Helden ein, ihn auf seine  Reise zur alten riesischen Tempelruine von Pal Ankor zu begleiten. Man werde es sich überlegen, sagen die Helden. Als schließlich nur noch die Helden und Halas wach sind, beschließen sie, endlich ihre Kajüten zur Nachtruhe aufzusuchen.

Am nächsten Morgen erwartet die Reisenden prächtiges Wetter, ein ebenso prächtig gelaunter Halbork, ein Crewmitlgied, begrüßt die Helden. Auch der Zwerg Torren Blackfingers und der Gnom Manten Dramgrim, die als Magieschmiede an Bord des Schiffes sind, sind an Deck. Ihr ständiges Gezanke ist wohl alltäglich, jedenfalls scheint niemand davon Notiz zu nehmen. Ebenso fällt auf, wie sich die Entourage von Thrane und Karrnath misstrauisch beäugt. Zum Frühstück gesellt sich der Botschafter von Aundair zu den Helden. Nach ein paar aufgesetzt freundlichen Begrüßungsworten kommt er zum eigentlichen Grund des Gesprächs. „Falls ihre jemals wieder mit Aundair in Konflikt kommen solltet, überlegt euch eure Entscheidung gut.“ Er hat nicht vergessen, dass die Helden damals den Todesstein vernichteten, den auch die Mächtigen von  Aundair unbedingt besitzen wollten.

Am Nachmittag scheint dann das Eis zwischen Thrane und Karrnath gebrochen: Es gibt erste freundliche Gespräche zwischen den Botschaftern. Es sind aber nur vermeintlich gute Vorzeichen für das abendliche Dinner. Dort werden die Gespräche zwischen den Fraktionen schnell hitzig. „Warum wollt ihr unbedingt, dass die Untoten für euch kämpfen?“ fragt Kardinal Menasos Sedge von Karrnath. „Weil es besser ist, als sie für irgendeinen lächerlichen Gott zu verbrennen“, lautet dessen Antwort. Daraufhin verlässt der Kardinal und seine beiden Paladine erbost das Abendessen, Sedge schneidet sich weiter genüßlich Scheiben von seiner Blutwurst herunter. Während die Helden ein kurzes Gespräch mit ihm führen, wird er von einem seiner Leibwächter unterbrochen. „Es scheint als wäre Gunther tot“, sagt der. Gideon konnte nicht umhin, diese Worte zu hören und bietet seine Hilfe an. In der Kabine der Karranther muss er feststellen, dass Gunther, der Schreiber, tatsächlich verstorben ist. Es lassen sich aber keine Anzeichen eines Mordes finden. Ein Leibwächter kann zwar Gift in einem Weinglas entdecken. Gideon ist sich aber sicher, dass nicht das Gift die Todesursache war: Er hätte sonst Spuren der Substanz im Rachenraum finden müssen. Einen kurzen Disput zwischen den Karrnathern und den Ermittlern wird vom herbeikommenden Kapitän gestoppt. „Diese Männer sind bekannte Detektive. Sie sollen in dem Fall ermitteln“, sagt er in Richtung des Botschafters. Der akzeptiert das schließlich.

In der Zwischenzeit gehen auch im Casino, wo sich Ilmek immer noch aufhält, die Wogen hoch. Logar Vericrosst wird von Wein angeschüttet, dabei muss er feststellen, dass sein Gürtel, wo ein wichtiges Dokument aufbewahrt war, fehlt. Es entsteht ein Tumult, der in einer handfesten Kneipenschlägerei endet. In dem Trubel kann Ilmek entdecken, wie der Bartender, der Halbling Kalibar Jenks, einem der Leibwächter des Seebarons Malinko etwas zusteckt. Schließlich kommen der Kapitän und der Halbork dazu. „Stoppt diesen Unfug“, schreit der Halbork. Der Kapitän lässt sich die Vorfälle berichten. Obwohl Vericrosst Opfer eines Diebstahls wurde, schickt ihn der Kapitän auf seine Kajüte, wo er sein Mütchen kühlen soll. Marco und Gideon kommen nun auch ins Casino und versuchen hier ebenfalls Licht in die Angelegenheit zu bringen. Sie befragen Halbling Kalibar Jenks, der ihnen offensichtlich ein Theater vorspielt. Gideon reißt der Geduldsfaden, hat ihm doch Ilmek zugeraunt, dass der Halbling dem Fürstentum-Leibwächter etwas zugesteckt hat. Triumphierend fischt er den Umschlag aus der Tasche des völlig überraschten Leibwächters. „Wie erklärt ihr das?“ fragt Gideon. Der Halbling bekommt plötzlich einen erbosten Gesichtsausdruck. „Gehen wir in die Küche“, zischt er die Helden an. Es stellt sich heraus, dass der Brief eine gefälschte Botschaft des Exilkönigs von Cyre enthält. Dieser hatte vorgehabt, ein neues Königreich auf Xendrik aufzubauen. Die gefälschte Botschaft sollte einen Keil zwischen den Exilkönig und seinen Verbündeten auf Xendrik treiben, um dieses Vorhaben zu verhindern. „Es wäre schlecht für das Breland“, sagt der Halbling. Gideon leuchtet das ein, er versteht, dass er möglicherweise einen Fehler gemacht hat.

Während man überlegt, wie man den Brief dem Boten Vericrosst wieder unterjubeln könnte, dringt wieder Lärm von draußen herein. Die drei Karranther Leibwächter stehen den zwei Paladinen gegenüber. „Der Fall ist klar, ihr habt Gunther ermordet“, sagt der Karrnather mit der Augenklappe. Es beginnt ein Zweikampf zwischen ihm und der weiblichen Paladinin. Gideon drängt sich mit Gewalt zwischen die Kontrahenten, da stoppen auch der Botschafter und der Kardinal den Kampf. Eine Eskalation der Situation wird im letzten Moment verhindert. Marco und Gideon werden den Eindruck nicht los, dass der Kardinal mit dieser heiklen Situation sehr zufrieden ist.  „Wir werden alles aufklären. Und jetzt werden wir erst einmal die Vertreter von Thrane befragen“, sagt Gideon. Der Kardinal ist dabei nicht sonderlich entgegenkommend. Er wisse von nichts, sagt er unwirsch. Und Gift sei nicht seine Methode. Das passt, denken sich die Helden, die ja glauben, dass das Gift ohnehin eine falsche Fährte war.

Ilmek ist in der Zwischenzeit auf eigener Erkundungstour. Ihm wird erzählt, dass der zwergische Magieschmied in der Kajüte von Seebaron Malinko war. Dann kann er aus der Distanz sehen, wie der Zwerg zum Maschinenraum geht. Nach diesem Ereignisreichen Abend beschließen die Helden mit Nachtwachen zu schlafen. Am Morgen werden die noch schlafenden Helden von einem lauten Knall geweckt. Als sie nach oben eilen, müssen sie feststellen, dass die Aussichtsplattform von einer Explosion weggesprengt wurde. Der Zwerg liegt schwer verletzt am Boden. Gideon kann ihn zum Glück heilen. Der Zwerg berichtet, dass die Plattform explodierte, als er die Zugangstüre öffnen wollte. Glaubhaft kann er versichern, dass er nicht, wie Zeugen sahen, in der Kajüte des Seebarons war. Die Helden befürchten, dass ein Formwandler an Bord in die Verbrechen verwickelt ist. Der Seebaron Malinko seinerseits behauptet, dass der Zwerg nicht bei ihm gewesen sei.

Gemeinsam mit dem Kapitän wird die Explosionsstelle noch einmal untersucht. Marco kann feststellen, dass wohl Gas die Explosion verursacht hat. Wo die Tür war, können sie die Zündquelle ausmachen. Als die Helden vor der Crew ihren Verdacht über einen Formwandler äußern, sagt der elfische Masseur, dass er glaubt, dass der bärtige Begleiter des Seebarons ein solcher sei. Kraft der Autorität des Kapitäns wird die Kajüte von Malinko untersucht. Sie finden tatsächlich einen zu kleinen Mantel, den der Formwandler getragen haben könnte. Auch wenn der Baron behauptet, so kleine Mäntel seien die neueste Mode. Da die Helden aber nur Indizien gegen die Verdächtigen in der Hand haben, müssen sie wieder abziehen. Am Nachmittag geben sie schließlich dem Boten den gefälschten Brief zurück und sagen, der Leibwächter des Seebarons hätte ihn gestohlen. Am Abend wird der Sturm wieder stärker…


Abend 41: Piraten in der LuftBearbeiten

Sip hat sich wieder halbwegs erholt, so beraten die Gefährten nun zu viert, wie es weiter geht. Was war der Zweck hinter der Spremgfalle im Labor? Wollte jemand den zwergischen Magieschmied Manten Dramgrim ermorden, wollte jemand einen Diebstahl von alchemistischen Zutaten tarnen oder ging es nur darum, dem Luftschiff zu schaden? Schließlich teilen die Gefährten sich auf, um verschiedene Personen zu befragen.

Sip und Ilmek suchen Manten Drangrim auf und fragen ihn, ob ihm vielleicht jemand nach dem Leben trachtet. Für den Zwerg gibt es keinen Zweifel: Es kann nur der Gnom Torren Blackfingers dahinter stecken, vermutlich will er den Posten als Magieschmied auf dem Goldenem Drachen haben. Sip und Ilmek sind nicht wirklich davon überzeugt. Sie fragen noch weiter nach und erfahren zuminest noch, dass es im Labor zwar einige Ingredienzien gab, aber um daraus eine Bombe herzustellen, wie die, mit der bereits ein Anschlag auf den Goldenen Drachen verübt wurde, würde man Tage brauchen. Er hat im Labor nichts verdächtiges bemerkt und will seine Ruhe haben um endlich zu schlafen. Gideon sucht inzwischen den Gnom Torren Blackfingers auf. Torren sagt, dass die Sprengfalle im Labor keine besondere Kunstfertigkeit erforderte, er nimmt an, dass sie einfach dem Luftschiff schaden sollte, weil dadurch kaum mehr Reparaturen möglich sind. Im Übrigen hatte er auch Zutritt zum Labor, während die Sprengfalle vorbereitet wurde, lag er angeblich mit Kopfschmerzen im Bett. Marco geht zum elfischen Masseur. Zunächst findet er ihn bei der Arbeit, er massiert gerade eine der elfischen Sängerinnen, aber eine halbe Stunde später ist dann Zeit für eine Unterhaltung. Marco fragt, wie der Masseur den Gestaltwandler identifizieren konnte. Der erzählt etwas von Einfühlungsvermögen und überhaupt ist das nur ein Verdacht. Marco nimmt ihm das nicht ab, er drängt nach mehr Informationen und macht eine vage Drohung, dass der Elf Probleme bekommen könnte, wenn er wichtige Information zurückhält, aber alles ohne Erfolg.Sip begibt sich noch einmal in den Spielsalon, um die Delegation aus Lazard genauer zu beobachten. Der Seebaron Malinko spielt gegen Halas Matain und Logar Vericrosst, die Leibwächter sehen zu. Aber ganz gleich wie sehr Sip sich anstrengt, er kann am bärtigen Leibwächter nichts erkennen, was ihn als Gestaltwandler entlarven würde.

Nach diesen Nachforschungen treffen sich die Gefährten noch einmal in der Kabine, um zu beraten. Es gibt viele Spekulationen, verdächtig ist eigentlich jeder. Die Passagiere aus Lazar haben auf jeden Fall etwas angestellt, aber vermutlich gibt es weitere Schurken an Bord: Warum hat Haus Lyrandar für das Kommando einen Kapitän ausgewählt, der in der Vergangenheit eher negativ aufgefallen ist? Warum ist keine offizielle Delegation aus Breland an Bord? Die elfischen Unterhalter gehören zu Haus Phiarlan und sind somit ebenfalls verdächtig. Schließlich begeben sich Sip und Marco noch auf Beobachtungspositionen im Schiff, während Ilmek und Gideon schlafen. In der Nacht können die Beobachter nichts verdächtiges entdecken.

Während die Gefährten bei einem späten Frühstück sitzen, kommt plötzlich Geschrei aus Richtung der Karnather Kabinen. Die Gefährten eilen hin und finden die beiden Paladine aus Thrane im Kampf mit den Karnathern. Ilmek versucht mit mäßigem Erfolg, sich zwischen die Kämpfenden zu drängen, Gideon versucht vergeblich einen der angreifenden Paladine wegzustoßen; Marco gelingt es schließlich, die kämpfenden mit einem furchteinflößenden Zauber auseinander zu treiben. Sip beobachtet zunächst die Umgebung - vielleicht ist der Kampf ja nur als Ablenkung gedacht und holt dann den Kapitän zu Hilfe, um den Kampf zu schlichten. Als der Kapitän eintrifft, haben Gideon und Marco den Kampf bereits aufgelöst. Während der Karnather Botschafter gegen den feigen Angriff der Thraner protestiert, erklären die Paladine, dass Ihr Kardinal den Angriff befohlen hatte, es ginge darum, einem Mordversuch zuvorzukommen, der Hochkardinal habe ihm mitgeteilt, dass die Karnather ein Attentat planen. Die Gefährten kehren mit den beiden Paladinen zur Kajüte des Kardinals zurück. Dort finden sie den Kardinal tot, vergiftet mit eben jenem Gift, dass auch in Gunthers Becher war, nur ist der Kardinal im Gegensatz zu Gunther wirklich an dem Gift gestorben und nicht an etwas anderem. Neben dem Kardinal liegt ein Abschiedsbrift - angeblich hat er sich selbst das Leben genommen, weil er die Befehle des Hochkardinals, die er ausgeführt hat, nicht mit seinem Gewissen verinbaren konnte. Aber die Paladine erklären, dass der Brief gefälscht ist, es ist nicht die Handschrift des Kardinals. Während Sip beginnt, die Kajüte des Kardinals nach Spuren zu durchsuchen, geht Ilmek nach draußen, um Wache zu halten - vielleicht gibt es noch eine Gelegenheit, den Attentäter zu stellen.

Da plötzlich sackt das Luftschiff ab, der Bug neigt sich nach unten und es beginnt rasch zu sinken.Ilmek schaut sich noch kurz unter Deck um, dann klettert er die Stiege nach oben. Aufgrund der starken Neigung des Schiffes ist der Weg durch die Gänge nicht mehr ganz einfach, Während Ilmek problemlos an Deck kommt, machen sich auch die anderen auf den Weg nach oben, zuerst Marco und dann Sip und Gideon, wobei Sip versucht, Gideon mit einem Seil zu helfen. Ilmek findet an Deck einen höhnisch grinsenden Seebaron Malinko, der dem Kapitän einen Dolch an die Kehle hält. Der Seebaron und seine Leibwächter springen über Bord, sie reißen den Kapitän mit sich. Ohne zu zögern springt Ilmek hinterher - er verfügt genauso wie die Lazarer über einen Gegenstand, der ihn vor den Folgen des Absturzes schützen kann, der Kapitän stürzt dagegen in den Tod. Sip kämpft sich inzwischen mühsam über die Leiter an Deck und hilft dann Marco und Gideon mit seinem Seil nach oben. Am Deck schießt er drei Pfeile als Tritthilfe in die Planke und schafft es so, zur Kommandobrücke zu klettern. Marco folgt am Seil kletternd. Mit Unterstützung von halbelfischer Magie von sich selbst und Gideon erreicht Marco schließlich das Steuerrad. Als er das Rad berührt, spürt er den unbändigen Zorn der beiden Elementare, eine Feursbrunst und ein Orkan, aber er schafft es, ihre Macht unter seinen Willen zu zwingen. Der Elementarring am Bug flammt wieder auf und das Luftschiff stabiliert sich wenige Meter über dem Meer.

Ilmek platscht inzwischen hahe bei den Lazarern ins Wasser. Er schwimmt auf sie zu, während sie versuchen zu einem Ruderboot zu gelangen, auf dem weitere Männer warten. Ilmek kann einen der Leibwächter des Seebarons packen, aber der Seebaron und die anderen erreichen das Ruderboot. Kaum sind sie an Bord steuert das Boot auf Ilmek zu, die Männer an Deck haben Harpunen. Während zuerst der Lazarer Leibwächter und Ilmek abtauchen, steuert Marco den Goldenen Drachen an das Ruderboot heran. Gideon ruft eine gewaltigen Flammensäule vom Himmel auf das Boot herab als auch Sip und die Wächter von Haus Medani mit Bögen in Stellung gehen, ergeben der Seebaron und seine Männer sich. 

Seebaron Malinko bekennt sich für den Anschlag auf den Goldenen Drachen schuldig, auch die Bombe bei der Schiffstaufe hat er zu verantworten, dabei hat ihm ein Magieschmied namens Telgrin Char geholfen. Aber mit dem Tod des Schreibers Gunther und des Thraner Kardinals Bethenade hat er nichts zu tun.

Während der Goldene Drache sich der Küste von Xendrk nähert, untersucht Sip noch einmal die Kajüte des Kardinals. Der Abschiedsbrief ist eine plumpe Fälschung, keine Frage, aber er hat tatsächlich einen Becher mit purem Gift getrunken, wenn das kein Selbstmord war, hat ihn jemand unter seinen Willen gezwungen. Auch der Botschafter aus Karnath will sich die Sache anschauen, er ist erst skeptisch, ob der Kardinal nicht doch Selbstmord verübt hat - Sips erster Versuch, den Abschiedsbrief unauffällig versxchwinden zu lassen, klappt nicht, aber es gelingt den Gefährten, ihn zu überzeugen, dass der Brief gefälscht war. Die ganze Affaire rückt Thrane in ein sehr schlechtes Licht, also kann man wohl ausschließen, dass jemand aus Thrane hinter der Sache steckt. Die Paladine wissen auch noch zu berichten, dass ihr Kardinal sich in den letzten Tagen seltsam verhalten hat. Stand er vielleicht unter einem Einfluß oder wurde er durch einen Doppelgänger ersetzt? 

Der erste Verdächtige bei einem Streit zwischen Thrane und Karnath ist ein dritter. Steck vielleicht Aundair dahinter? Das Land ist für seine mächtigen Magier bekannt. Sip und Gideon suchen noch ein Gespräch mit Botschafter ir’Lantar und werfen ihm vor, hinter dem gefälschten Brief zu stecken. Der Botschafter zeigt sich ziemlich gelangweilt - während der Kardinal starb, saß er beim Frühstück, wie die Gefährten wissen, sonst hat er nichts zu erzählen. Während der Goldene Drache bereits in Sturmkap anlegt, spekulieren die Gefährten noch. Aundair passt vielleicht doch nicht so gut, das Land ist vom Krieg sehr geschwächt und würde bei einem neuen Konflikt vermutlich verlieren. Sip vermutet, dass ein Vampir den Kardinal bezaubert haben könnte, vielleicht ist einer unter den Karnathern? Aber sie wurden alle bei Tageslicht gesehen. Marco fragt sich, was der Mord an Gunther mit der ganzen Sache zu tun hat. Und dann stellt Ilemk die Frage, ob Gunther wirklich tot war, oder vielleicht nur untot? Es gab keine sichtbare Todesursache, fast alles würde passen, allerdings hat Ilmek Gunther auch bei Tag gesehen, kann ein Vampir Sonnenlicht ertragen? Im Laderaum, wo Gunthers "Leiche" verstaut wurde, ist er nicht mehr aufzufinden. Die Gefährten stellen noch einmal die Karnather Delegation und fragen, was es mit der verschwundenen Leiche auf sich hat, aber die Karnather wissen natürlich von nichts.


Abend 42: Auf den Spuren des SchreibersBearbeiten

Während die Gefährten noch über das überraschende Verschwinden von Gunters Leichnam spekulieren, lässt Botschafter Sedge Avadarrn von Karrnath durchklingen, dass er die Sache noch einmal durchgedacht hat, das Schuldeingeständnis von  Kardinal Menasos Bethenade für authentisch hält und entsprechende Handlungen setzen wird. Und kurz darauf wird Marco wird informiert, dass Calynden d'Lyrandar, der Vorsitzende des Hauses Lyrandar hier in Sturmkap, ihn und seine Begleiter zu sprechen wünscht. Der Landeturm, an dem der Goldene Drache angedockt hat, ist auch der Sitz von Marcos Haus; so steht man schon bald dem Kraken, wie man den alten, undurchsichtigen Halbelf hinter vorgehaltener Hand oft zu nennen pflegt, gegenüber. Der lässt sich die Vorkommnisse auf der Fahrt genau schildern und entlässt die Helden wieder.

Nun gilt es erst mal eine Unterkunft zu finden. Auf dem Weg über dem Basar bietet sich ein buntes Bild von Ständen, die allerlei feilbieten, oft Gegenstände für Expeditionen ins Landesinnere. Ein Stand bietet sogar Kartenmaterial an: hier auf Xen'Drik ein wahrer Segen, wo es aufgrund des Fluch des Reisenden kaum möglich ist, Reiserouten zu dokumentieren. Von einem Drachenfriedhof, der den einzigen Hinweis auf den gesuchten Elfen Dilnar darstellt, hat der Verkäufer aber noch nicht gehört.

Bei einem weiteren Stand, wo Bilder verkauft werden, entdecken die Kameraden plötzlich entsetzt ein Gemälde, das Marco zeigt, wie er leblos auf einem eisernen Zaun hängt, im Hintergrund sind eine stürmische See und ein dunkler Turm zu sehen. Der Betreiber des Standes, der Gnom Anruli, erschrickt ebenfalls, als der der Helden ansichtig wird, und offenbart ihnen, dass er von jedem der vier ein Bild hätte. Und tatsächlich, auch von den drei anderen gibt ein es ein Konterfei  – und ein jedes zeigt das Ableben des Dargestellten! Sip wird mit einem Dolch erstochen, Ilmek in einem Sumpf von einer Hydra zerrissen, und Gideon wird von einem Vampir gebissen. Der Gnom behauptet, er hätte gelegentlich Visionen, die er dann auf Leinwand bannt; diese wären seine besten Werke. Der Schreck sitzt den Helden jedenfalls tief in den Gliedern, wie kann dieser Gnom, den sie noch nie gesehen haben, ihren Tod vorhergesehen haben? Vielleicht wieder ein geschmackloser Scherz von Mordakesh, wer weiß. Marco ist jedenfalls der einzige, der sein Bild käuflich erwirbt.

Die Gefährten nehmen im "Chapterhouse" Quartier, das von den Häusern Phiarlan und Ghallanda betrieben wird. Auch Halas Martain und die Delegation aus Karrnath haben sich hier eingemietet. Nachdem die Helden Halas auf den obligatorischen Wein eingeladen haben, erzählt der ihnen einiges über Sturmkap und Xen'Drik. Die Stadt wird von den Sturmherren regiert, und die Landsleute eines jeden Reichs auf Khorvaire haben sich vornehmlich in den gleichen Stadtteilen angesiedelt. Breländer sind zum Beispiel vor allem in Cross anzutreffen. Dann wiederholt Halas sein Angebot, die Helden auf seine Expedition mitzunehmen, streng genommen besteht er darauf, sonst wird er keine Recherchen über die Lage des Drachenfriedhofs anstrengen. Die besten Führer auf Xen'Drik sind übrigens die Thri-kreen, seltsame Insektenwesen, die sich aber nur sehr selten für solche Dienste zur Verfügung stellen.

Während Marco schon seine Lagerstatt aufgesucht hat, gesellt sich noch Kalibar Jenks zu Gideon und Ilmek und unterrichtet sie von den neuesten Erkenntnissen der dunklen Laternen. So ist der verschwundene Schreiber Gunter Hegerin ein Mitglied der Smaragdklaue. Mit Hilfe eines Rituals hat er seinen Geist in einen Edelstein gezwungen, so dass sein Körper wie tot ausgesehen hat. Dann hat er die Kontrolle über den Kardinal übernommen, worauf er in dessen Gestalt durch den Abschiedsbrief und seinen vermeintlichen Selbstmord das Verhältnis zwischen Thrane und Karrnath mit einem Schlag immens verschlechtert hat. Kalibar Jenks appelliert an die Helden, Gunter zu finden und den Karrnathern die Augen zu öffnen, bevor schwerwiegende diplomatische Konsequenzen hereinbrechen.

Marco hat sich oben eben zur Ruhe gebettet, da macht ihm das Artefakt Arnds, das ihm getreulich seit seiner Entdeckung im Tempel des Aureon als Rüstung gedient hat, klar, dass es für es Zeit ist, weiter zu ziehen. So muss er am nächsten Morgen, nachdem ihm seine Kameraden über die Unterhaltung mit Jenks ins Bild gesetzt haben, schwer enttäuscht eine ganz mundane Rüstung beim Waffenhändler erstehen. Dann entschließt man sich, noch einmal im Landungsturm des Hauses Lyrandar nach Spuren von Gunter zu suchen. Und tatsächlich, ein Zeuge hat beobachtet, dass der Schreiber schnell und quicklebendig von Bord gegangen ist und den Turm verlassen hat. Doch dann verliert sich seine Spur im Trubel des Marktplatzes.

Marco bittet noch Lt. Mazzia d'Lyrandar, sein gekauftes Gemälde nach Sharn mitzunehmen, dann gehen die vier Freunde zu Hafen. Es gilt festzustellen, ob der niederträchtige Schreiber schon die Stadt verlassen hat. Beim Hafenmeister erfahren sie, dass nur die Perlbeißer demnächst nach Korvaire ausläuft, und von Volorian, dem Kapitän des Schiffes, dass niemand mit dem Namen oder Aussehen Gunters eine Überfahrt gebucht hat.

Gideon und Marco begeben sich nun zum Tempeldistrikt, um zu ihren Göttern zu beten und vielleicht einige Informationen zu erhalten. Auf Xen'Drik wird die himmlische Heerschar in ihrer Drachengestalt verehrt. Im anschließenden Gespräch mit einem Mitbruder erfährt Gideon, dass sich die Smaragdklaue in Sturmkap relativ ungeniert bewegt und vornehmlich in Grindstone anzutreffen ist – im "Schwarzen Frachter" sollen sie gelegentlich zusammenkommen.

Ilmek hat bei seinen Nachforschungen in manch dunkler Gasse dieselben Erkenntnisse gewonnen, und so gehen die Freunde daran, einen Plan zu entwerfen. Sie einigen sich schließlich, Gunter einen anonymen Brief zu schreiben und ihn zu Mitternacht zu Delera’s Watch (den hiesigen Friedhof) zu bestellen. Abgegeben wird er von einem bezahlten Boten im "Schwarzen Frachter". Ilmek bezieht dort Posten und hofft zu sehen, an wen der  Brief weitergereicht wird. Doch verschwindet der Brief schnell aus seinem Sichtbereich, und er wird so unverhohlen angefeindet, dass er die Kaschemme verlassen muss.

So bleibt den Gefährten nichts anderes übrig, den Treffpunkt aufzusuchen und zu hoffen, dass Gunter auftaucht. Ohne große Erwartungen verstecken sie sich um kurz vor Mitternacht zwischen den Grabsteinen, nur Gideon stellt sich offen auf einen gut einzusehenden Platz.

Man wartet. Die Zeit kriecht dahin, und eben wollen die Gefährten aufgeben, da nähert sich durch den leichten Nebel der Nacht eine dunkle Gestalt. Sie kommt näher, und Gideon erkennt tatsächlich Gunter. Kaum hat er ihn mit Namen angerufen, wird er bereits von einem schwarzen Strahl dunkler, nekromantischer Energie schwer getroffen. Marco und Ilmek springen aus ihrer Deckung und attackieren, doch auch Gunter ist nicht alleine gekommen. Mehrere dunkel bekleidete Gestalten stellen dich an seine Seite und bieten ein kurze, heftige Gegenwehr. Doch das Kampfglück ist an der Seite der Helden, Schwertstreiche und Zauber gehen gut von der Hand, und Gunter wird bewusstlos niedergetreckt. Da rammt ihm einer seiner Spießgesellen den Dolch in die Kehle, dreht sich um und gibt Fersengeld. Auch ein weiterer Schurke kann entkommen.

Tja, da liegt nun Gunter, diesmal wirklich mausetot zu den Füßen der Sharner Detektive. Um eine Bestätigung zu haben, dass der Schreiber noch kürzlich quicklebendig war, gehen sie zum Haus Jorasco. Für einen angemessenen Obolus bestätigt der diensttuende Priester ihnen schriftlich, dass der untersuchte Leichnam eben erst an einer Stichwunde verstorben ist. Mit der Leiche und dem Dokument klopfen sie schließlich zu nachtschlafender Zeit an die Tür von Botschafter Sedge Avadarrn, doch es wird ihnen mitgeteilt, sich bis morgen früh zu gedulden.

Abend 43 Entführte, Nekromantinnen und Untoten Riesen Bearbeiten

Trotz der überstandenen Anstrengungen entschließt sich Gideon zu einem zeitigen Aufstehen. Er will den Karnathern ihren getöteten Kameraden Gunther zeigen. In deren Kammer findet er aber nicht den gesuchten Botschafter, sondern nur die Spuren eines Kampfes. Zwei Leibwächter wurden getötet, im Schlafzimmer wurde zudem mit einem Dolch ein Pergament an die Wand geheftet. In dem Moment betritt ein anderer Kanather den Raum: Es ist Kanar, der Kapitän der Abordnung mit der Augenklappe. Sofort verdächtigt er Gideon des Anschlages, er kann ihn aber beruhigen. Gemeinsam lesen sie die Botschaft auf dem Pergament: Eine Gruppe namens Danels Zorn gibt an, den Botschafter entführt zu haben. Sie verlangen Ländereien für Cyre, andernfalls wollen sie den Botschafter töten. Gideon holt seine Gefährten und gemeinsam untersuchen sie den Raum noch einmal. Kanar sagt, dass er die Gruppe bei der Aufklärung des Falles begleiten möchte. Bevor die Ermittlungen beginnen, zeigen sie dem Karnather noch die Leiche des getöteten Gunther. Kanar glaubt der Gruppe nun ihre Version der Vorfälle auf dem Goldenen Drachen.

Dann berichtet Kanar, was er über die Gruppe „Danels Zorn“ weiß: Sie wird angeführt von einem Spion aus Cyre, einem Wechselbalg namens Fury. Agenten aus dem Breland und Aundair sind bereits hinter ihm her. „Wir wurden vor unserer Reise darüber informiert“, sagt Kanar. Während des Gesprächs verplappert sich Marco und Kanar erfährt, dass die Gruppe auf dem Goldenen Drachen die gefälschte Botschaft für König Orgaev abgefangen hat.

Schließlich entschließen sich die Helden dazu, den Halbling Kalibar Jenks aufzusuchen. Er erzählt ihnen ebenfalls, dass Fury ein legendärer, gefürchteter Spion war und er nun „Danels Zorn“ anführt. Er führt die Gruppe in verschiedenen, kleinen Einheiten, die unabhängig voneinander agieren. Seine rechte Hand ist eine Magieschmiedin namens Esten.

Auf dem Weg zurück kommt die Gruppe über einen Marktplatz. Plötzlich ertönt ein Brüllen, und sie sehen zwei Halbriesen, die eine Elfin verfolgen. Die zierliche Gestalt ist in Schleier und Schals gekleidet. Heldenhaft stellt sich die Gruppe zwischen die Elfin und die Riesen und es kommt zum Scharmützel. Die Hühnen werfen Kisten mit scharfen Gewürzen und Nägeln auf die Helden, wuchtige Schläge treffen sie. Schließlich können sie die Riesen aber mit ihrer Magie und Kampfeskunst in die Flucht schlagen.

Nun ist Zeit, die Gerettete etwas näher in Augenschein zu nehmen. Sie trägt schwarze Schminke und einen Schleier vor dem Gesicht. Dahinter ist eine verweste Gesichtshälfte zu sehen. Da sie allerdings atmet, ist sie wohl keine Totlose, bei der Verwesung dürfte es sich um eine Wunde handeln. Die magieerfahrenen Mitlgieder der Gruppe wissen, dass Nekromanten solche Wunden mit stolz tragen. Schließlich erfährt die Gruppe noch den Namen der Elfin, sie heißt Kilembra. Dann läuft die Nekromantin davon.

Zurück im Chapterhouse überlegt Marco, ob es eine Möglichkeit gibt, einen Zauber zu sprechen um Gegenstände zu orten: Der auffällige Ring des Botschafters müsste mit magischen Mitteln aufzuspüren sein. Da er noch zögert, sagt ihm Kanar zu, die Kosten für den Zauber zu übernehmen. Schließlich gehen sie in das Viertel „Danels Stolz“ um dort den Zauber zu wirken. Marco kann den Ring sofort orten. Die Gruppe läuft los, klettert über eine Mauer und sprintet weiter durch die Gassen. Schließlich stehen sie vor einer Ruine eines alten Tempels, das Gemäuer scheint verlassen zu sein. Im Inneren finden sie einen verriegelten Abgang. Da dieser Weg offenbar seit langem nicht mehr genutzt wurde, muss es einen anderen Eingang geben. Diesen suchen die Helden in der Kanalisation. Dort müssen sie mehrmals das brackige Wasser überwinden bis sie schließlich am Ende eines Ganges einen Aufgang entdecken.

Dort kann Illmek auch eine Gestalt ausmachen. Der tapfere Halbling springt in das Wasser um sich dem Wächter von dort unbemerkt zu nähern. Als die Gestalt Illmek im letzten Moment sieht, eröffnet Marco das Feuer auf die Wache. Diese versucht, durch die Tür zu fliehen, doch Illemk wirft ihn zu Boden. „Alarm“ schreit die Wache, dann zieht sie Kanar mit sich ins Wasser. Die verbliebenen Helden eilen durch die Türe. Sie stehen in einem Raum mit mehreren Sakrophagen. Zwei weitere Wachen sowie ein Mann und eine Frau stehen zwischen den Grabstätten. Sind das Fury und Esten? Auch der gefesselte und geknebelte Botschafter ist zu sehen. Es entbrennt ein heftiger Kampf. Als die Helden die Oberhand zu gewinnen scheinen, sagt der Mann plötzlich „Wir müssen los. Lass ihn zurück.“ Dann beginnt die Frau zu zaubern und ein Sakrophagdeckel öffnet sich. Zwei untote Hände, die zu einem Riesen gehören, strecken sich aus dem Steinsarg. Der Mann flüchtet durch eine Geheimtür, die Helden nehmen den Kampf mit dem Untoten Ungetüm auf. Als Gideon gerade den bewusstlosen Botschafter heilt, ergreift ihn der Riese. Mehrmals beißt er den Kleriker, der es nicht schafft, sich aus dem kräftigen Griff zu befreien. Als Gideons Kräfte zu schwinden drohen, schafft es die Gruppe mit vereinten Kräften, ihn aus den Klauen des Riesen zu befreien. Dann ergreift die Gruppe die Flucht.

Abend 44 Entlang der Hydra Bearbeiten

Da es keine Chance gibt, den Untoten Riesen zu bezwingen, flüchten die Gefährten. Das Wesen folgt ihnen nur kurz, sie können problemlos ins Chapterhaus zurückkehren. Kanan übergibt Gideon eine Belohnung für die Hilfe bei der Befreiung des Botschafters. Im Chapterhaus finden sie Sip mit leichten Blessuren, er erzählt, dass er etwas Ärger hatte. Zunächst weicht er Ilmeks bohrenden Fragen aus, als ihn dann auch die anderen Gefährten bedrängen, erzählt er schließlich: Er musste Luara helfen, Gefährtinnen von ihr aus den Klauen des Aurum zu befreien. Dabei wurde er von einem Zwerg namens Guldan Soldarak gesehen, der könnte in Zukunft Ärger machen.

Zwischendurch wird die Unterredung unterbrochen, weil Halas Martein hereindrängt. Halas will sofort zusammen mit den Gefährten nach Pra'xirek aufbrechen, so schnell wie möglich, und ja, er hat herausgefunden, wo der Drachenfriedhof ist und wird es den Gefährten erzählen, wenn sie ihm geholfen haben, das zu finden, was er in Pra'xirek sucht. Die Zeit drängt, weil eine andere Expedition auf der gleichen Fährte ist, wie er. Die andere Gruppe stammt aus Riedra, das ist ein recht ungewöhnliches Reich auf Sarlona. Es wird von den Erleuchteten regiert, einer Gruppe von Menschen mit besonderen psionischen Fähigkeiten, die vom Rest der Bevölkerung wie Götter behandelt werden und das Land mit harter Hand regieren. Alle nichtmenschlichen Rassen sind in Riedra Bürger zweiter Klasse, die einzige erlaubte Religion ist der Pfad der Erleuchtung: Jeder soll streben, in einem zukünftigen Leben zu einem Erleuchteten zu werden. Die Erleuchteten nutzen Monolithen mit psionischen Kräften als Hilfsmittel ihrer Herrschaft. Auf Xendrik gibt es die Stadt Dar'Qat unter der Kontrolle von Riedra, daneben erhält Riedra Botschaften in allen wichtigen Ländern.

Halas Martein hat drei mögliche Führer für die Expedition gefunden: Einen Wandler, der 1 GM /Tag verlangt, eine Halbelfin, die 3 GM / Tag fordert und eine Steinriesin, die nur 1 SM / Tag haben will, aber zusätzlich auch alle riesischen Schriften, die in Pra'xirek gefunden werden. Alle sind sich einig, dass die Steinriesin die beste Führerin wäre - als Riesin ist sie auch nicht so stark vom Fluch des Reisenden betroffen. Man muss sich nur einig werden, dass sie nicht just den Gegenstand für sich beansprucht, den Halas sucht, das ist eine mächtige Waffe.

Die Gefährten vereinbaren mit Halas Martein, dass sie ihn nach Pra'xirek begleiten. Er soll die Waffe bekommen, die er sucht, dafür erfahren die Gefährten, wo der Drachenfriedhof zu finden ist. Alle anderen Schätze werden zu gleichen Teilen zwischen den Gefährten und Halas Martein aufgeteilt.

Nachdem sich alle vom Geruch der Kanalisation befreit haben, machen sich Halas Martein und die Gefährten auf den Weg zu den Zelten von Rusheme, um mit der Steinriesin zu verhandeln. Die Riesin Jagred macht nicht viele Worte, als Sip ihr erklärt, dass alle Schriftrollen und ähnliches Jagred gehören sollen aber alle magischen Artefakte Halais Martain und den Gefährten, stimmt sie zu.

Für die Fahrt nach Pra'xirek wird ein Schiff benötigt und ein Schutzabkommen mit den Sahuagin, die die Küstengewässer kontrollieren. Während Halas Martain ein Schiff mietet, begeben sich die Gefährten in den Hafen, um mit den Sahuagin zu verhandeln. Sie finden die Sahuagin im Leaky Dingy, einer heruntergekommenen Kneipe. Die Sahuagin sind üble Zeitgenosseen, viele von ihnen verehren den Verschlinger. Gideon wird sich mit einer der Kreaturen einig: Für 100GM werden sie sicheres Geleit durch die Thunder Bay gewähren. Schließlich besorgen die Gefährten am Markt noch einige Ausrüstung für den Dschungel von Xendrik, bevor sie sich spät abends zur Ruhe begeben.

Am nächsten Morgen trifft man sich mit Halas Martein im Hafen. Er hat wie versprochen ein Schiff gemietet, die Lucky Lady unter Kapitän Ariellon. Während der Überfahrt über die Thunder Bay erzählt Halas noch diverse Geschichten aus Xendrik: Er erzählt von einem teerhaltingen Troll, von einem Saurier mit zwei Köpfen und von einem riesigen weißhaarigen Affen. Der Sahuagin hält Wort, während der Überfahrt gibt es keine Angriffe. Nach 10 Tagen auf der Bucht ist die Mündung der Hydra erreicht, ab hier geht es den Fluss aufwärts.

Da der Proviant knapp wird, gehen Sip und Ilmek auf die Jagd während Gideon und Marco nach essbaren Früchten suchen. Bei der Verfolgung einer Fährte erreichen Sip und Ilmek eine große Lichtung. In der Mitte dieser Lichtung befindet sich ein großer Bogen aus Kristall. Alles ist etwas seltsam, für Ilmek wirkt die Umgebung des Torbogens irgendwie unwirklich, während Sip nichts besonderes spürt. Sie kehren zum Schiff zurück und holen die anderen, es gelingt tatsächlich, die Lichtung und den Torbogen erneut zu finden. Die Riesin Jagred meint, dass der Bogen von den Quori stammt: Während der Kriege der Riesen gegen die Quori war die Ebene Dal Quor nahe an Eberron, solche Torbogen dienten den Quori als Portale. Jetzt sind die Portale inaktiv. Es heißt, dass jeder, der durch ein solches Tor geht, Wunden erleiden wird aber auch neue Fähigkeiten erlangt. Als Sip den Kristall des Torbogens berührt, öffnen sich zwei Luken im Kristall und kristallene Figuren treten heraus - diese Wächter ähneln Kriegsgeschmiedeten, sind aber vollständig aus Kristall. Die Konstrukte greifen sofort an und werden nach kurzem Kampf besiegt. Schließlich entschließt sich Ilmek, tatsächlich durch den Torbogen zu gehen. Als er ihn passiert, sehen die anderen geisterhafte Erscheinungen, die Ilmek wie Traumbilder erscheinen. Zuerst Szenen aus seiner Jugend, von seiner erfolglosen Jagd - Ilmek verließ die Talenta-Ebene seinerzeit, nachdem er bei der Saurierjagd, die ihn zu einem Mann machen sollen hätte, kläglich gescheitert war. Dann sieht man noch weitere Bilder, Ilmek scheint von einer Hydra zerrissen zu werden, genau wie es auf dem Gemälde in Sturmkap zu sehen war. Äußerlich ist Ilmek nichts anzumerken, er fühlt sich aber tatsächlich irgendwie verändert. Auch Jagred geht durch den Bogen, bei ihr passiert anscheinend nichts.

Auch in den folgenden Tagen wird täglich gejagt. Einmal stößt Sip dabei auf einen verwitterten Stein mit der Inschrift "Zur Erinnerung an die namenlosen Toten". Es scheint sich um einen der Friedhöfe zu handeln, auf denen die Elfen seinerzeit nach der Rebellion gegen die Sklaverei der Riesen ihre zahllosen Toten begruben. Sip und Gideon verbringen die Nacht auf diesem Friedhof in Medidation bzw. Gebet, Marco und Ilmek halten Wache bzw. schlafen normal.

Einige Tage später ist Pra'xirek erreicht: Im Dschungel sind die Ruinen einer gewaltigen Stadt zu sehen, ein Stück vom Ufer entfernt schwebt auch ein großes Gebäude über den Baumwipfeln. An einer Anlegestelle liegt bereits ein kleines Segelschiff - anscheinend war die Expedition aus Riedra schneller.

Abend 45: Riesen-ProblemeBearbeiten

Das Schiff entpuppt sich als ein Rätsel - und nicht als das Gefährt von Konkurrenten. Die „Küstenspringer“ liegt schon längere Zeit verlassen an dem Steg, Pflanzen überwuchern es und die Feuchtigkeit nagt an den morschen Planken. Kurz beunruhigt über eine größerer Fisch-Kreatur, die sie aus dem Wasser heraus beobachtet, untersuchen die Xendrik-Forscher das Schiff. Der Dschungel hat Karten und Bücher unbrauchbar gemacht, aber im Inneren des Schiffes wird ein Altar aus Marmor entdeckt. Über ihn ein unheilvolles Bildnis: ein Drachenschädel über einem roten Stein – direkt über dem Becken des Altars. Becken in Altare verheißen oft nichts Gutes, auch ein naher Ritualdolch scheint den Eindruck zu bestätigen. Die Theologen der Gruppe ordnen Altar und Schiff der Religion Blut von Vol zu. Ein Waffenrock mit einer Smaragdklaue liefert ein ziemlich klares Indiz auf die Besitzer der Klippenspringer. Das Schiff wurde schon von anderen durchsucht, aber in einer Schatulle (die magische Falle daran schon ausgelöst und nicht mehr gefährlich) entdeckt die Gruppe Edelsteine und das Tagebuch von Theband Kraal. Die Schurken der Smaragdklaue suchten hier Hinweise auf „ihr eigentliches Ziel“. Aber zum Lesen bleibt keine Zeit, Riesen-Ruinen wollen erforscht werden. Schnell ist klar, dass monumentale Gebäude, das ca. 100 Meter über der verfallenen Stadt schwebt, als erstes

erforscht werden soll.
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Um den magischen Ort zu erreichen, nehmen die Gefährten zuerst ein Ruderboot um die teilweise versunkenen Ruinen hinter sich zu lassen, um dann zu Fuß tiefer in die alte Riesen-Siedlung einzudringen. Zwei riesige, schwarze Skorpione kriechen aus einer Höhle und fallen über die Abenteurer her. Trotz giftiger Stachel und scharfen Scheren lassen sich die Monstren relativ leicht überwinden – ein größeres Hindernis wartet weiter im Landesinneren: Hinter einer Ruine lagern zwei gewaltige Hügelriesen. Vorsichtig wird das Riesen-Lager umrundet und überlegt, wie das schwebende Gebäude erreicht werden könnte. Die riesische Historikerin Jagred (als schwerste der Truppe) soll mit einem Flugtrank nach oben und dann ein mehr oder weniger kunstvoll zusammengestückeltes Seil herablassen. Der erste Teil des Plans gelingt (zur Überraschung der meisten) ganz gut und Illmek kann als erster behände nach oben klettern. Bei der Riesin angekommen sieht er hinter der Brüstung einen großen Torbogen und dahinter ein Raum mit magischen Licht und schwebenden Kugeln aus Wasser. Nach etwas verwirrender Kommunikation zwischen Oben und Unten klettert Sip Illmek nach. In 20 Meter Höhe entdeckt er eine leuchtende, geisterhafte Riesen-Gestalt, die sich auf das Basis-Camp ihrer Ruinen-Expedition zubewegt. Eile tut not! Halbling und Riesin schuften als Aufzug-Arbeiter und Sip kommt nach oben. Halas Martein soll als Nächster befördert werden, als ein Riese mit blauer Haut aus dem Torbogen auftaucht und mit Jagrid zu reden beginnt.

Die Riesin kann ihren Vetter überzeugen, dass sie ihre Sklaven braucht und der Rest der Gruppe kann nach oben geholt werden. Dann ist die Geduld des Wolkenriesen erschöpft, die Abenteurer werden zum Häuptling des Stammes eskortiert. Die Wolkenriesen scheinen zivilisierter zu sein als ihre Cousins aus den Hügeln. Die Räume sind prächtig eingerichtet und Bilder zeugen vom untergegangen Imperium der Riesen. Der Anführer der Wolkenriesen scheint nicht beeindruckt zu sein vom historischen Interesse der Gruppe. Trotz Gideons silberner Zunge lässt er sich nicht beschwatzen.  Die Gefährten werden abgeführt, der Häuptling will über ihr Schicksal später entscheiden. Frustriert sitzen die Freunde für Stunden in einem Raum ohne Fenster (dafür mit zwei Wachen und einer steinernen Tür). Die Beratungen drehen sich im Kreis: Kampf erscheint gegen die Übermacht nicht sinnvoll, Magie bietet keine Hilfe und eine gute List fällt auch niemanden ein. Halas erzählt zumindest mehr über das von ihm gesuchte Artefakt: Die „Gläve der dunkelsten Tiefe“ wurde von Riesen-Nekromanten für den Kampf gegen die Ebene der Alpträume geschmiedet. Ob sich die Schicksalswaffe im Besitz der Wolkenriesen befindet, weiß er aber nicht – er konnte sie zumindest bisher nicht entdecken. Das Tagebuch der Smaragdklaue offenbart – Lesen hilft ja im Gefängnis die Zeit zu vertreiben – dass die Vol-Anhänger das “Herz von Siberys“, eine gewaltige Drachenscherbe, suchen. Eine elfische Sekte, genannt die Schüler des Schatten (es scheint Aurons Schatten gemeint zu sein), sollen mit so dunkler Magie hantiert haben, dass Siberys selbst ihre Stadt mit der geschleuderten Scherbe zerstört hat. Das Herz soll nun in den Ruinen umgegeben vom Ring der Stürme liegen.

Am Morgen wird die nervöse Truppe wieder zum Häuptling gebracht. Kampf? Flucht? Gehetzt blicken sich die Freunde nach einer Chance um. In der Audienz-Halle steht der Anführer mit dem Rücken zu seinen Gefangen an einem Fenster. Der Wolkenriese scheint die Aussicht zu genießen. Dann dreht er sich um.

Abend 46: Dicke LuftBearbeiten

In seinem Gesicht spiegelt sich die Unschlüssigkeit wider, wie er mit den unerwünschten Besuchern weiter verfahren soll. Gideon tritt vor, spricht den Patriarchen unterwürfig als König der Wolkenriesen an, entschuldigt abermals für das Eindringen der Gefährten und bietet zum Ausgleich deren Fähigkeiten an. Der Patriarch zeigt sich unbeeindruckt und das Sklavenschicksal der Freunde scheint bereits besiegelt. Erst als ihm Marco als „Meister der arcanen Künste“ vorgestellt wird, regt ich mildes Interesse. Er führt die Helden über mehrere Gänge in einen anderen Raum mit einem magischen Portal, das es zu erforschen und zu reaktivieren gilt.

Runen in fremder Sprache bedecken das Portal. Dass es einige Kerben für speziell geformte Drachenscherben gibt, hat Marco schnell herausgefunden. Was die Runen betrifft, die kann Jagred lesen, mühevoll wiederholen die Kameraden die ungewohnten Laute „Rukit esul ul siltish“. Und nach längerer Recherche wird auch das Geheimnis der dritten Komponente enthüllt, die das Portal aktivieren sollte, nämlich magisches Feuer; ein Element, mit dem Gideon gut vertraut ist. So ist er es, der nach dem Befüllen mit Drachenscherben die Formal spricht und dabei ein magisches Licht im Torbogen entstehen lässt.

Da wird das Portal jäh erfüllt mit magischem Leuchten. Die wabernde Öffnung ist der gesuchte Fluchtweg. So springt die Truppe ohne lang zu Zaudern hindurch.

Ein Raum mit sechs Nischen empfängt sie, über ihnen wölbt sich in etwa sechs Meter Höhe eine Kuppeldecke. Jede Nische beinhaltet ein Relief, das eine Szene aus der Riesengeschichte darstellt. Und davor steht je eine Statue in Riesengröße.

Inzwischen sind nach den Helden auch Jagred und Halas Martein angekommen. Und nach ihnen kommen noch zwei der Wolkenriesen Wächter.

Grünliches Gas steht im Raum und erschwert das Atmen und brennt in den Lungen. Immer wieder befällt ein Hustenreiz einen der Anwesenden. Hier gibt es kein Portal für einen eventuellen Rückweg, der einzige Ausgang ist eine Tür, solide und verschlossen. Sie widersteht sowohl Sips Dietrichen als auch der kombinierten Kraft Jagreds und der Wolkenriesen. So beginnt Sip, die Nischen genauer zu untersuchen und kommt dabei einer der Statuen zu nahe  und da regt sich die steinerne Figur mit einem Male und attackiert die überraschte Gruppe. Jagred versucht noch, den geisterhaften  Riesen friedlich zu stimmen, doch vergeblich. Als sich die Gefährten als wehrhaft erweisen, animiert der Riese eine zweite Statue. Aber schließlich werden die beiden Gegner bezwungen.

In den Nischen wird Sip nun doch fündig: in der dargestellten Szenerie entpuppt sich der von einer Figur gehaltene Hirtenstab als ein Schlüssel, der die verschlossene Tür auch prompt sperrt.

Hinter der Tür führt ein Gang weiter, aber auch hier wird die Luft erfüllt von dem unangenehmen Gas, das (Halb-)Elfen, Halblingen und Riesen gleichermaßen zusetzt. Ilmek, der der Gruppe voran geht, hat erst einige Schritte zurückgelegt, da löst er über eine Trittplatte eine Falle aus – hinter ihm schließt sich eine versteckte Türe. Es sind die beiden Wolkenriesen, die die Situation retten, indem sie die Türflügel kurzerhand aufstemmen.

Der Gang endet an einer Doppeltür, dahinter ist eine oktogonale Halle, in der Mitte eine sechs Meter hohe Statue, die eine Glefe in der Faust hält; die wackeren Forscher sind auf dem richtigen Weg. Immer abwechselnd findet sich an den Wänden immer eine Tür und dann ein großer Spiegel:

1. Spiegel: grauer Steinrahmen, blaue Spiegelfläche, unbekannte Magie, zeigt Wasser

2. Spiegel: Holzrahmen, Spiegelfläche aus Obsidian, Illusionsmagie und nekrotische Magie

3. Spiegel: Eisenrahmen, weißes Glas, Illusionsmagie, zeigt einen Riesen mit bunten Lendenschurz und Federschmuck auf dem Kopf, der versucht, die Gruppe in den Spiegel zu locken

4. Spiegel: Bronzerahmen, rötliches Glas, Illusionsmagie

Die Gefährten gehen den Gang links weiter. Er endet kurz darauf an einer unscheinbaren Tür. Als diese geöffnet wird, gelangen die Helden in einen Quergang. Es ist sofort ersichtlich, dass dieser Zugang nicht entdeckt werden soll, er fügt sich fast unsichtbar in die Wand ein. Gegenüber der geheimen Tür sind in etwa fünf Meter Höhe vier Drachenköpfe an der Wand angebracht, und Sip entdeckt sofort, dass in dem Maul des grünen Drachen etwas glitzert. Er lässt sich von Jagred hochheben end identifiziert das Glitzern als hübsch gearbeiteten Stirnreifen. Als er danach greift, schnappt der Drachenkopf zu und verletzt den Elfen an der Hand, doch Sip verbeißt den Schmerz, lässt nicht los und kann schließlich seine Hand frei bekommen, den Stirnreif in den lädierten Fingern.

Die Helden gehen weiter nach links, doch schon bald sehen sie, dass hier kein Weiterkommen ist. Genau dort, wo Treppen nach oben zu führen beginnen, hat ein Felssturz den Gang völlig verschüttet. Man dreht um und geht den anderen Gang entlang.

Auch in diesem Gang gibt es Nischen, diesmal mit Elfenstatuen. Wohl der Sklaventrakt, vermuten die Kameraden. Die Überraschung ist schon nicht mehr so groß, als auch diese sechs Statuen plötzlich beseelt die Gruppe attackieren. Doch die Forscher bleiben ohne größere Probleme siegreich.

Rechts im Gang ist eine Türöffnung, die jedoch mit einem großen Felsbrocken zugeschoben ist. Wieder sind es die Wolkenriesen, die mit ihrer Kraft den Weg frei machen. Doch das allgegenwärtige giftiggrüne Gas fordert seinen Tribut. Einem jeden brennt Mund, Rachen und Lunge, und Halas Matain und ein Wolkenriese bluten aus der Nase. Gideon ruft den heilenden Segen der himmlischen Heerschar auf die Gruppe herab, das lindert die Beschwerden etwas.

In dem Gang, der sich nach dem weggeschobenen Stein nun erstreckt, befinden sich rechts und links einige Urnen. Und am Ende eine massive, verschlossenen  Bronzetür. Eine weitere Falle davor wird umgangen, die Tür geknackt.

Ein großer Raum befindet sich dahinter. In der Mitte eines Ovals aus steinernen Säulen befindet sich ein sechs Meter langer Steinsarg. Die eingravierten Runen kann Jagred übersetzten: Hier ruht Kaspol (SL bitte Namen korrigieren/ergänzen!) Diesen Sarkophag zu öffnen erfüllt die beiden Wolkenriesen mit zu viel Unbehagen, die Gefährten müssen sich selbst helfen und schieben die schwere Steinplatte zur Seite. Dem mumifizierten Leichnam darunter wird ein Beutel mit Edelsteinen abgenommen. Sip öffnet noch die Urnen im Gang davor und findet neben anderen Ölen auch ein magisches Öl unbekannter Wirkung.

Dann gehen die Gefährten den Gang nach den Elfenstatuen weiter entlang. Schon bald kommen sie zu einer weiteren Abzweigung, der neue Gang geht aber nur einige wenige Meter weit und endet, wo eine große Truhe aus Silber steht. Trotz Ilmeks Bedenken, es könnte sich um eine Falle handeln, nähert sich Sip vorwitzig – und schon geht eine Falltür auf, und es ist nur seinen Feyleaf Sandals zu verdanken, dass der Elf es zur Kiste schafft. Nur eine Attrappe, wie sich eherausstellt. Der ursprüngliche Gang mündet bald in einem weiteren Raum.

Die Halle, ganz in grau gehalten, ist Dolurrh nachempfunden, dem Reich der Toten. Im Vordergrund ist ein Diorama, das einen Garten mit schön gepflegten Rasen und Büschen präsentiert. Eine weitere Tür ist im Raum, Ilmek springt mit viel Körpereinsatz bis zu der auf „Riesenhöhe“ befindlichen Klinke und hängt sich dran, was eine weitere Falle auslöst. Ein Schwarzen Strahl trifft ihn, doch die Tür ist offen.

Der folgende Raum ist bevölkert mit Statuen von Riesenkriegern, die dichtgedrängt umherstehen. Weiter hinten ist ein weiterer verschlossener Steinsarg, Jagred übersetzt wieder die Inschrift: Hier ruht der Meister der Gruften und der Macht.

Marco hat derweil Magie geortet, und so finden die Kameraden an der Wand einen Geheimgang. Doch die Statuen stehen so dicht gedrängt im Raum, dass Jagred und die Wolkenriesen weggeschickt werden, aus Angst, sie könnten an eine Statue stoßen und erneut einer riesenhafte Gestalt zum Leben erwecken. So kommt die auf fünf Kämpfer reduzierte Gruppe im nächsten Raum an. Von einem großen Balkon blicken die Helden herab auf ein weiteres Diorama, das die Miniatur einer Stadt zeigt. Ein Palast, der 6 Meter lang ist, zieht Marcos Aufmerksamkeit auf sich, da dies das gängige Maß für Riesensarkophage zu sein scheint. Als Nachschau gehalten wird, bestätigt sich der Verdacht; obenauf liegt wieder eine Steinplatte, und es wird sofort der Versuch unternommen, selbige beiseite zu schieben.

Sip untersucht auf eigene Faust ein paar Nebengebäude, hinter einer Fenstermulde entdeckt er eine Kiste aus Holz. Ilmek und Marco haben letztendlich die Steinplatte vom Steinsarg wegschieben können, eine weitere Mamie liegt darin. Auf der Brust liegt eine Gleve, die Helden sind am Ziel. Da schlägt die unheimliche Kreatur mit einem Mal die Augen auf!

Abend 47: Ein Angebot, das sich nicht abschlagen lässt Bearbeiten

Das Licht fällt auf eine sehr große Mumie, Staub wirbelt auf und zum Erschrecken aller öffnet die Kreatur ihre Augen. Sie hat eine titanengroße Glaive in ihrer Hand: Das gesuchte Relikt! Die Helden wissen noch, dass es sich dabei um eine der Schicksalswaffen handelt.

Gideon verfehlt die Mumie mit einem Zauber. Sip tritt den Rückzug an und erklimmt die Palustrade, welche die Miniaturstadt überblickt. Ilmek springt in den Sakrophag und versucht die Glaive der Mumie zu entreißen, aber diese ist zu kräftig. Sie richtet sich mit einem Grollen auf, ihre Augen lodern. Es geht eine dunkle Woge von ihr weg, die sich überall ausbreitet. Die Lungen von Halas und Marco füllen sich mit Staub: Die Mumienfäulnis befällt sie. Marco erhellt die Szenerie mit heiligem Licht. Aus der hellen Kuppel kommt ein Blitz, der die Mumie aber verfehlt. Sip feuert aus sicherer Entfernung Pfeile auf die Mumie. Die Hände der Helden erzittern, das Treffen wird umso schwieriger. Ein heftiger Hieb von Ilmek wirft das Ungetüm wieder zurück in den Sakrophag. Daraufhin verflucht die Mumie die Helden und eine dunkle Kälte geht ihnen durch Mark und Bein. Vor allem Marco wird davon befallen. Dann verschließen sich die Wunden der Mumie. Sie will neuerlich attackieren, als ein weiterer Pfeil von Sip die Mumie trifft. So geht ein Hieb der Kreatur ins Leere, aber der Fluch trifft Marco erneut. Plötzlich schaltet sich Jagrit in den Kampf ein, aber auf unangenehme Weise: Sie attackiert Gideon, verfehlt aber mit einem Hieb. Marco kann sich kaum noch auf den Beinen halten, versucht aber dennoch die Mumie zu bannen, es gelingt aber nur schlecht. Gideon sieht in Jagrits Augen und erkennt, dass diese leer wirken: Ist sie beherrscht? Er lässt sie mit einem Zauber davonlaufen und heilt Marco - die Kraft der Götter wirkt aber nur schwach. Sip versucht nun seinerseits Jagrit zu beherrschen, der Zauber gelingt aber nicht. Dann schießt er auf die Riesin, sie kann sich vorerst nicht mehr bewegen.

Ilmek schlägt erneut nach der Mumie. Diese schlägt zurück und auch Ilmeks Lungen füllen sich mit Staub, sodass er mit der Mumienkrankheit infiziert wird. Jagrit wirft einen Stein nach Sip, verfehlt aber. Danach scheint sie die Beherrschung abgeworfen zu haben. Als erstes bemerkt sie den Pfeil in ihrem Fuß. Marco verfehlt mit einer weiteren Attacke. Er sieht sehr mitgenommen aus. Auch Halaskann die Mumie nicht treffen. Gideon heilt seine Kameraden, verfehlt die Mumie aber ebenfalls. Sip feuert weitere Pfeile, die im vermoderndem Fleisch der Mumie zersplittern. Die Wunde verschließt sich allerdings wieder. Dann fällt ein neuerlicher Blick der Gruppe auf die Waffe der Mumie: Die Glaive hat eine breite, silbrig glänzende Klinge und einen dunklen, schwarz-öligen Schaft. Eine weitere dunkle Aura erfüllt die Helden, diese schwächt ihre Angriffe erneut. Jagrit wirft dann einen Stein auf die Mumie, verfehlt aber. Marco bricht zusammen, eine wunderbare göttliche Intervention Gideons kann ihn aber wieder beleben. Ein Blitzstrahl verfehlt. Gideon versengt die Mumie, während weitere Pfeile von Sip auf die Mumie schießen. Dann fällt die Kreatur zu Boden. Das göttliche Feuer glimmt noch auf seinen Bandagen, während das rote Lodern in seinen Augen erlischt.

Gideon drängt seine Kameraden erneut zum Aufbruch, diese entscheiden sich aber dazu, die Grabkammer zu durchsuchen und zu plündern. Sip findet drei Truhen in einem Miniatur-Gebäude. Er öffnet eine der drei, dann kommt es zur Detonation: Sip wird getroffen. Der Elf rappelt sich auf und findet eine große Zahl an Drachenscherben. In der Zwischenzeit helfen Gideon und Ilmek Marco aus der Grabkammer. Sip findet dann noch Rollenbehälter und eine silberne Flöte mit silbernen Spielsteinen, zudem einen goldenen Helm mit Drachenflügeln auf der Seite. Halas hat in der Zwischenzeit einen Stab und ein Kettenhemd gefunden, zudem einen kleinen Edelstein, wie er sagt. Marco verfällt körperlich unter den Händen der Kameraden. Man eilt aus der Grabkammer. Als die Gruppe in den Spiegelraum kommt, findet sie einen Traumriesen tot am Boden liegen. Er liegt vor jenem Spiegel mit der Schlachtszene. Sip blickt in den roten Spiegel: Er sieht sich selbst, wie Luara ihn küsst und ihm einen Dolch in den Rücken treibt. Ilmek berührt den blauen Spiegel: Er wird hinein gezogen. Die anderen sehen ihn im Wasser schweben. Marco attackiert den Spiegel mit einem Blitz, auch er wird hinein gezogen. Dann wird Ilmek wieder hinaus geworfen. Die Helden sehen, wie Marco im Wasser treibt und die Augen verdreht. Dann springt Sip hinein, er versucht Marco zu ergreifen. Er kann ihn zwar sehen, kommt aber nicht ganz zu ihm. Auch Ilmek springt wieder in den Spiegel. Sip versucht erneut zu Marco zu gelangen, was er schafft. Dann versucht er wiederum die Luft anzuhalten. Er schafft es und taucht mit dem leblosen Marco in seinen Armen auf. Gideon kann seinen Halbbruder stabilisieren.


Nach kurzer Diskussion entscheiden sich die Helden dazu, in den Spiegel mit dem Schlachtfeld zu steigen. Es wird niemand hinein gezogen, aber ein Titan mit einer Glaive springt aus dem Spiegel. Er attackiert Ilmek und Furcht erfüllt sein Herz. Sip schießt einen Pfeil auf den Geist. Gideon heilt Marco. Jagrit und Ilmek verfehlen. Halas stürmt auf den Geist, kann ihn aber ebenfalls nicht treffen. Jagrit trifft den Geist mit ihrer Keule. Gideon verbrennt ihn mit einer hell-leuchtenden Lanze, er zuckt zusammen. Marco kann ihn dann schließlich bannen: Der Titan zerbirst. Halas ermahnt die Helden: "Hier sind keine Fluchtwege eingebaut. Wir sollten graben."

Die Helden eilen zur eingestürzten Stiege: Dort wurde bereits eine Schneise durchgegraben. Sie gehen die Stiege nach oben und kommen zu einer Wendeltreppe. Diese führt in die Ruinen von Pra'Xirek. Alle können durchatmen: Hier scheint die Luft nicht mehr vergiftet zu sein. Sip hört plötzlich flüsternde Stimmen hinter einer Türe. Er schleicht sich heran un sieht den Wolkenriesen regungslos am Boden liegen. Daneben sind zwei Dunkelelfen. Einer liegt verletzt am Boden, der zweite versorgt ihn gerade. Sip teilt die Erkenntnisse pantomimisch mit, dann schleicht auch Ilmek zu den Elfen. Er wird aber gesehen. Sip tritt nach draußen und versucht den Dunkelelfen einzuschüchtern. "Das ist mein Jagdgebiet, verschwindet", sagt der Elf. Dann feuert er auf den Drow und nagelt ihn mit seinen Pfeilen zu Boden. Jagrit wirft einen Stein nach dem Dunkelelfen. Es tauchen zwei weitere Dunkelelfen aus den Schatten auf. Einer will einen Bumerang schießen, aber Sip ist schneller und feuert einen weiteren Pfeil ab. Dann sagt einer der Elfen, dass er die Gruppe ziehen lassen will. Man einigt sich darauf, die Waffen zu senken und nach draußen zu gehen. Der tote Wolkenriese bleibt in der Ruine zurück.

Die Gruppe zieht weiter, hat dann aber stets das ungute Gefühl, verfolgt zu werden. Sie suchen den Weg zum Hafen. Unbemerkt versuchen die Helden dorthin zu kommen. Nach rund zwei Stunden gelangen sie schließlich tatsächlich zum Ufer und sehen ihr Schiff. Aber noch ein weiteres liegt vor Anker: Die Riedrianer. "Die sind auch hinter der Glaive her", sagt Halas. Man beschließt, sich ein Versteck zu suchen um sich auszuruhen. In einer Ruine schlagen sie ein Lager auf. Gideon kümmert sich um die Erkrankten. Der Zustand von Halas verschlechtert sich. "Kannst Du mich heilen", fragt er Gideon. Der kann ihm das nicht zusichern. In der Zwischenzeit sehen sich die Helden ihre Beute an. Marco freut sich besonders über ein magisches Kettenhemd. Halas stellt fest, dass die Gegenstände geteilt werden müssen, zumindest der Wert der Dinge.

Man entscheidet sich dazu, zu den Booten zu gehen. Sip geht voraus, er kann Bewegungen am anderen Schiff entdecken. Dann geht er zurück und winkt seine Kameraden herbei. Gideon betont den Ernst der Lage. Ilmek geht dennoch zum Ufer und winkt. Es löst sich ein kleines Boot mit vier Ruderern von dem zweiten Schiff. Eine schlanke Gestalt mit übernatürlicher Schönheit steht auf dem Boot. Sie hat violette Augen, einen violetten Haarschmuck und trägt eine Robe. Das Boot bleibt in 30 Metern Entfernung stehen. "Mein Name ist Sjalaar. Wir sind hier, so wie ihr, auf der Suche nach der Schicksalswaffe. Eure Mannschaft ist bei uns zu Gast." Sip sagt, dass sie die Glaive nicht gefunden haben. "Ihr lügt", sagt sie. Sie droht damit, die Mannschaft des Schiffes umzubringen, sollten sie die Glaive nicht aushändigen. Sollten sie der Forderung aber nachkommen, könnten die Riedrianer, wie sie sagen, die befallenen Gruppenmitglieder von der Mumienfäulnis heilen. Die Gruppe zieht sich zu Beratungen zurück. Halas hat plötzlich keine Sorgen mehr wegend er Glaive sondern nur wegen seines Gesundheitszustandes. "Sie könne mich heilen", sagt er. Man beschließt auf das Angebot einzugehen: Sie sollen die halbe Mannschaft kommen lassen. Dann sollen die drei Erkrankten geheilt werden, daraufhin wird Gideon die Glaive aushändigen. 

Das wird Sjalaar gesagt. Gideon schwört auf die Götter, dass er den Pakt einhalten wird und das Schiff auch nicht verfolgen wird. Dann wird die halbe Besatzung zurück gebracht und die Kranken kommen einzeln an Bord des Riedrianischen Schiffes. Sjalaar weist noch darauf hin, dass man bei dem Ritual auch sterben könne. Das zeigt sich bald: Halas kehrt zurück und sieht sehr mitgenommen aus. Auch Marco ergeht es nicht besser. Ilmek wird bewusstlos aber stabil zurück gebracht. Gideon heilt seine Kameraden und händigt dann den Riedrianern die Glaive aus. Die Riedriander legen ab und bringen den Rest der Besatzung zurück. Dann bricht man mit dem Boot Richtung Drachenfriedhof auf.

Marco lernt in der Zwischenzeit neue Rituale. Dann geht es zu Fuß weiter. Es geht einige Tage durch den dichten Dschungel. Die Hitze und die Insekten machen den Helden zu schaffen, aber sie sind nicht zimperlich. Auch die Bewohner des Dschungels sind keine größeren Hindernisse. Eines Tages fällt der Gruppe auf, dass immer wieder Knochenreste zu finden sind: Von Tigern, von Elefanten, von einer Sammlung Humanoiden. Die Knochen sind unterschiedlich alt. Sie könnten hierher gebracht worden sein oder die Wesen kamen selbst zum sterben an diesen Ort. Dann kommen die Helden auf eine Anhöhe: Vor ihnen ist ein Ödland aus gebleichten Knochen zu sehen, umgeben von einer hohen Steinklippe. Es ist ruhig, kein Vogel ist zu hören: Sehr ungewöhnlich für den Dschungel. Einige Knochenberge sind höher als der umgebende Dschungel. Das ist ihr Ziel.

Abend 48: Der Rat der SchädelBearbeiten

Während des Marsches zum Drachenfriedhof hat Halas Matein berichtet, dass er ein Händler für Raritäten in Sturmkap kennt. Ein gewisser Varan Starseeker. Man vereinbart, dass dieser die gefundenen Reichtümer schätzen soll, damit man sie gerecht aufteilen kann.

Doch jetzt ist tatsächlich der legendäre Drachenfriedhof erreicht. Die Gefährten blicken von einem Hügel hinunter in einen Kessel der voll mit Knochen ist. In der Mitte ragt ein Hügel aus dem Nebel, daneben ein 30 m hoher weißer Obelisk. Klippen bilden eine Mauer um den Friedhof. Die Gefährten erinnern sich, was sie vom Rat der Schädel wissen: 10 Drachenschädel sollen es sein, die mächtigsten ihrer Art. Es wohnen noch Seelen in den Schädeln und sie bieten anderen Drachen ihre Weisheit. Vom Hügel geht es hinunter und auf die gegenüberliegende Seite der Klippe, dort ist ein Durchgang. Um hinein zu gelangen, müssen die Helden durch die Brustkörbe von zwei großen Drachen gehen. Alles ist voller Knochen, der Boden ist mit Knochen bedeckt, das Gehen ist schwierig. Das Gelände im Inneren des Kessels hinter der Klippe ist durch die vielen Knochen und den Nebel ausgesprochen unübersichtlich. Gideon rutscht unterwegs beinahe in ein Loch, Sip kann ihm gerade noch beistehen. Am Boden des Lochs ragen spitze Knochen nach oben, offensichtlich eine Falle.

Die Gefährten machen sich auf den Weg zum Hügel. Der ganze Hügel besteht nur aus Knochen, er macht keinen besonders vertrauenserweckenden Eindruck. Es gibt einen Eingang in den Hügel. Auch wenn man darin sicher nicht den Rat der Schädel finden wird, vielleicht findet sich dort eine Spur vom vermissten Elfen Dilnar. Nach 40m passieren die Gefährten eine Abzweignung und gehen witer hinein, da stellen sich ihnen zwei humanoide Gestalten mit bläulichen Schuppen und groben Speeren in den Weg. Die Gestalten bedrohen die Gefährten. Halas Matain zieht einen Edelstein aus der Tasche, der sogleich um seinen Kopf zu kreisen beginnt und ihm erlaubt, sich mit den Wesen zu verständigen. Halas erklärt, dass sie in Frieden kommen, Sip bietet einen Weinschlauch als Gastgeschenk, den wollen die Kreaturen nicht. Sie sagen, dass sie keinen Elfen gesehen haben. Die Gefährten ziehen sich wieder aus dem Hügel zurück. Mehrere der Humanoiden sammeln sich am Ausgang, darunter ein Schamane mit Stab. Die Wesen beraten sich, es klingt eher feindselig. Sip will angreifen, die anderen sind strikt dagegen. Man einigt sich, erst einmal zum weißen Obelisken zu gehen. Der Obelisk ist magisch und mit drakonischer Inschrift bedeckt, aber niemand ist in der Lage, die Inschrift zu lesen.

Plötzlich wird es kalt, ein knöcherner Drache kommt auf Gefährten zugefolgen. Fahles Licht leuchtet aus seinem Brustkorb, die Augen glühen. Die Gefährten begegnen dem Wesen ehererbietig, sie verneigen sich und Gideon versucht mit Hilfe des Steins von Halas Matain zu erklären, dass sie nichts Böses wollen. Aber der untote Drache zeigt sich wenig beeindruckt, er geht zum Anggriff über. Der furchterregende Anblick des wütenden Drachen lähmt die Gefährten, er stößt eine dunkle Wolke aus, die drei der Gefährten in einen Käfig aus Eis einfriert. Marco kann die Furcht als erster abschütteln, kann sich aber nicht aus Eiskäfig befreien. Die Gefährten können erst einmal nichts tun, der Drache stößt wieder eine Eiswolke aus. Sip befreit sich schließlich, Ilmek befreit Gideon.

Marco und Gideon rufen die Macht ihrer Götter gegen die untote Kreatur. Sip schießt Pfeil um Pfeil aus das Wesen, Jagred wirft Steine, nur Ilmek kann nichts ausrichten, weil er nicht an den fliegenden Drachen herankommt. Sip schafft es mit einem Pfeil die Flügel des Drachen zu lähmen, so dass der Drache abstürzt. Weitere Pfeile treffen ihn. Der Odem des Drachen friert Jagred und Marco ein. Einige Schläge prasseln auf den Drachen, dann fliegt er wieder hoch und steigt weiter und weiter nach oben. Einige Geschoße treffen den Drachen noch, dann fliegt er davon. Die Gefährten setzen die Untersuchung des Obelisken fort. Es liegt Illusionsmagie auf dem Obelisken. Als Gideon und Marco ihre Hand auf den Obelisken legen, sehen sie eine furchteinflößende Vision vom Kampf der Drachen gegen die Riesen. 

Am Rand der Klippe zwischen Hügel und Obelisken scheint es eine Vertiefung zu geben, dorthin gehen die Gefährten. Unterwegs stoßen sie auf eine Mulde im Boden, voll mit Schätzen. Alle sind sich einig, dass sie die Schätze zumindest vorläufig in Ruhe lassen sollten. Am Rand der Klippe öffnet sich tatsächlich ein Eingang zu einer großen Höhle. das muss der Rat der Schädel sein. Auf Marcos Bitte wartet Jagred vor der Höhle, Riesen und Drachen verstehen sich nicht gut. 

Die Höhle öffnet sich in eine runde Kammer, an den Wänden sind zehn riesige Drachenschädel, deren Augen zu leuchten beginnen. Gideon begrüßt die Schädel feierlich, scheint aber wenig Eindruck zu erzielen. Eine donnernde Stimme antwortet ihm: Was wollen weichhäutige Zweibeiner hier? Gideon fragt nach der Prophezeiung, doch die Stimme des Drachens fordert Wissen - etwas, was sie noch nicht wissen. Ein Blitz trifft Gideon, läßt ihn taumeln. Gideon weiß nicht recht, was er sagen soll. Wenig später trifft ihn ein zweiter Blitz, er verliert das Bewusstsein. Während Ilmek Gideon einen Heiltrank einflößt, wendet Sip sich an die Drachen. er erzählt ihnen, dass Riedra vor kurzem eine Schicksalsklinge der Riesen erbeutet hat. Das interessiiert die Drachenschädel tatsächlich. Auf Sips Frage nach Mordakesch und wie man ihn besiegen kann, antworten sie: Es gibt wenig Möglichkeiten, einen Rakshasa zu besiegen. Die Blutschreiberin, die Bibliothekarin von Asch'Takalar hat viel geforschtund niedergeschrieben, eventuell kann man dort etwas finden, was weiteerhilft. Marco weiß, dass Asch'Takalar in der Dämoneneinöde liegt. Sip erzählt den Drachen noch, dass die Winterbrecherin vor kurzem eine Armee gestoppt hat, das beeindruckt die Drachenschädel wenig, ein Feuerstrahl trifft ihn. Als Sip nach dem Elfen Dilnar fragt, sind die Drachenschädel geradezu beleidigt, mit welchen Banalitäten sie belästigt werden. Gideon berichtet den Drachen noch, dass der Dämon Bel'shalor, der in Flamekeep in der Silbernen Flamme gefangen ist, beinahe entkommen wäre und gerade noch gestoppt werden konnte. Jetzt wirken die Drachen beinahe beeindruckt, denn die Gefährten scheinen eine wesentliche Rolle in der Prophezeiung der Drachen zu spielen. Gideon fragt daraufhin, ob die Götter der Göttlichen Heerschar Drachen sind. Das bestätigt das Orakel sofort, ja die Götter sind Drachen. Im Gehen fragt Sip noch, ob das Orakel noch Wünsche hat. Seine lockere Art kommt nicht gut an, ein Feuerstrahl trifft ihn, und schickt ihn bewußtlos zu Boden. 

Nachdem Sip wieder geheilt ist, verlassen die Gefährten die Höhle und kehren zur Mulde mit den Schätzen zurück. Marco wirkt ein Ritual, um nach Dilnars Stab zu suchen. Bei den Schätzen ist er nicht, im Außenbereich am Rand des Knochenhügels auch nicht. An das Innere des Knochenhügels kommen die Gefährten nicht heran, ohne es auf eine Konfrontration mit den geschuppten Humanoiden anzulegen, das wollen sie nicht. Auch wenn es keine Spur von Dilnar gibt, entschließen sich die Gefährten zum Aufbruch. Entgegen Marcos Rat wird die Mulde mit den Schätzen geplündert, Sip und Ilmek packen so viel Gold ein, wie sie können. Dann verlässt die Gruppe den Drachenfriedhof und bricht zurück Richtung Sturmkap auf. Niemand folgt ihnen, sie kommen gut weg, aber am nächsten Tag beginnen Sip und Ilmek zu husten - sie husten winzige Rubine. Anscheinend war der Schatz am Drachenfriedhof nicht bewacht, sondern verflucht. Nach etwas Diskussion ist klar, die einzige Chance ist, alles zurückzubringen. Es gelingt den Gefährten zügig zurückzufinden, doch inzwischen überzieht sich Sips und Ilmeks Haut mit einem perlmuttähnlichem Schimmer und ihre Knochen schmerzen. Alle gefundenen Schätze und noch einiges von Ilmeks Gold, das damit vermischt war, wird wieder in die Mulde geleert, danach bricht man erneut Richtung Sturmkap auf. Wenigstens verschlimmert sich der Zustand der beiden Verfluchten nicht mehr weiter, er wird aber auch nicht besser. Gideon hat noch einen Trank, mit dessen Hilfe es tatsächlich gelingt, einen der beiden - Sip - von den Auswirkungen des Fluchs zu befreien. Ilmek muss sich so wie er ist nach Sturmkap zurückschleppen.

Unterwegs denken die Gefährten noch darüber nach, was sie über die Dämonenöde wissen. Es ist ein zerklüftetes Land, nur wenig lebt hier, der Boden und die Luft sind vergiftet. Es gibt Wüsten aus schwarzem Sand und Lavaflüsse. Das Gebiet ist nur sehr schwer zu erreichen: Das Meer ist voller gefährlicher Kreaturen, auf dem Lasndweg muss man hohe Gebirge überwinden. Die wenigen Bewohner der Dämonenöde sind durch das Land gezeichnet und verändert. Es sind Gnolle, Orks, Menschen, Tieflinge. Die meisten sind in sogenannten Aasfresserstämmen zusammengeschlossen, die bösen Geistern dienen und sich gegenseitig bekämpfen. Diese Stämme stammen von Siedlern aus Sarlona ab. Nur einige wenige kämpfen für das Gute, hauptsächlich sind es Orks. Sie verehren eine Bindende Flamme, die sehr an die Silberne Flamme erinnert. Das Land ist voll von Magie, viel noch aus der Zeit der Dämonen und es gibt riesige Schätze an Kyber-Drachenscherben. Haus Tharask hat eine Außenstelle, von der sie immer wieder Expeditionen in das Gebiet schicken.

Abend 49: Die Maske & die Sanduhr Bearbeiten

Zwei Tage erholen sich die Gefährten in Sturmkap von den Strapazen. Halas arrangiert ein Treffen mit einem alten, elfischen Sammler und Händler um die Aufteilung der Schätze zu erleichtern. Halas` Bekannter residiert in Alttor, genauer gesagt im gepflegten Viertel Tünche. Vaaran fiel als arundairischer General während des Krieges in Ungnade, ein Debakel in den Eldeen-Reichen soll zur Pensionierung und seinem neuen Leben in Xendrik geführt haben. Halas berichtet noch, dass der Elf bei der Terminvereinbarung seltsam angespannt gewirkt habe. Tatsächlich wirkt der (Sips Schätzung nach) rund 700 Jahre alte Elf nervös, als er die Abenteurer in seinem großen Anwesen begrüßt.

Das Haus ist voller Vitrinen, gefüllt mit Kunstwerken und Antiquitäten, auch Riesisches findet sich darunter. Der Boden des Salons besteht aus Glas – so kann ein großer Sarkophag bewundert werden. Vaaran berichtet von einem seltsamen Flüstern, das im Haus zu hören sei, und von sich bewegenden Schatten. Dann verschwanden der Bibliothekar, der Leibdiener und angeheuerte Wachen unter mysteriösen Umständen.

Der Elf will von seinen Problemen weitererzählen, als schlagartig ein Trupp bewaffneter Halborks hereinstürmt. Angeführt wird die Bande von einem boshaft grinsenden Halbling. Mit heteronormativ geprägten und gender-bezogenen Beleidigungen frotzelt er die Abenteurer und deklariert sich als Räuber! Ilmek beteiligt sich nicht am Geplänkel, sondern zählt ruhig von Drei herunter. Als der Countdown sein natürliches Ende findet, greift er beherzt den anderen Halbling an. Ilmek wirft zwei Halunken zu Boden, wird aber seinerseits von einem Vandalen unter einer Vitrine begraben. Das Glas splittert und das Sammlerherz schmerzt. Gideon lässt heiliges Feuer auf die Feinde und die Inneneinrichtung regnen, Marco wirft von Phantomen umgeben Blitze -  Varran stöhnt verzweifelt auf. Kann nicht jemand an die Gefühle der Wertgegenstände denken?  Mehr und mehr Halborks gehen in die Knie, schließlich durchbohrt einer von Sips Pfeilen ein Auge des räuberischen Halblings. Die Schurken geben sich geschlagen und nennen den vernarbten Elfen Klaue (von der Taverne Broken Link) als Auftraggeber. Die Halborks stellen sich als ehemalige (da eingesparte) Tharask-Lakaien heraus und werden entwaffnet fortgeschickt. Der Halbling namens Belzar Stoutfoot, seines halben Augenlichts und seiner Zigarren verlustig gegangen, wird auch mit einer eindringlichen Warnung vor etwaigen Rachepläne hinausgejagt…dies scheint sinnvoller als die korrupten Wachen Sturmkaps zu involvieren.

Nach der Aufregung kann der alte Elf seine Geschichte fortsetzen: Der Spuk begann mit der Mumie eines alten, elfischen Häuptlings aus Menecke Tarun. In der muffigen Ausstellunghalle erwartet die Ermittler – umweht von exotischen Düften – die eingewickelte Leiche in einem antiken Sarkophag. Marco taumelt davor zurück – so gewaltig ist die magische Aura, das der Halbelf seinen Atem fassen muss. Neben dem Sarkophag stehen in einem Regal, leicht makaber, aber ordentlich, die Grabbeigaben: Ein Kamm, ein Kelch, eine Sanduhr und eine Skulptur in Form eines Skorpions.

Die Gefährten sehen sich auch die große Bibliothek des Hauses an: hier ist immerhin als erstes der Bibliothekar verschwunden. Auf seinem Schreibtisch findet sich verstreut über Bücher in antikem Elfisch ein weißes Pulver, das eigentlich in kleinen Dosen zu Konservierung von Büchern dient. In dem Pulver findet sich auch Spuren von Sand – da wandern die Augenbrauen der Detektive nach oben: War da nicht eine Sanduhr bei den Grabbeigaben?

Auch in der Küche, in welcher der Butler verschwand, findet sich eine körnige Spur: verstreuter Zucker, in dem wieder Sand gefunden wird. Aber wohin sind die Opfer bloß verschwunden? In der Nacht wird die Mumie bewacht um dem Spuk auf den Grund zu gehen. Marco schreit auf, als er einen Schatten beim Regal sieht. Sand rieselt aus der Sanduhr und formt eine humanoide Gestalt. Die Gestalt fliegt auf die Wand zu und verschwindet…vermutlich nach draußen, das sich hinter der Wand befindet. Will die Sand-Schatten-Kreatur zum Sammler? Und wenn ja, wie kann er beschützt werden, wenn niemand ihn gefragt hat, wo er nächtigt? Wer es nicht im Kopf hat, hat es in den Beinen: möglichst schnell werden die umliegenden Hotels abgegrast: Varran wird mit Halas weinsüffelnd im Chapterhouse entdeckt – von der Kreatur keine Spur. Etwas ratlos zerstören die Ermittler die Sanduhr, von der magischen Aura ist nichts mehr übrig…ob dies an der Zerstörung der Uhr oder an der Abwesenheit der Kreatur liegt, ist eine andere Frage.

Am nächsten Tag arbeitet sich Marco – mit Ringe unter den Augen und dank eines Rituals Alt-Elfisch im Kopf – durch die Bücher auf dem Schreibtisch in der Bibliothek. Grimmiges steht in den Büchern: Blutkulte, Untote und wieder kommen ihnen die Kavlarien, die Schüler des Schattens, unter. Auch die Blutmaske, ein besonders grauenhaftes Artefakt, wird in den alten Wälzern beschrieben. Mit spitzen Zähnen und Insektenrüsseln anstelle von Augen saugt die Maske Blut und gewinnt so an Macht. Ihr Erschaffer Kadral wurde von seiner eigenen Kreation zerstört, nur blutloser Staub blieb von ihm übrig. Die Maske, einmal aufgesetzt, versucht den Geist des Trägers zu übermannen und kann nur mit heiligem Wasser und einer Silberklinge gelöst werden.

Während Marco forscht, fühlt der Rest der Truppe dem umtriebigen Wirt und Überfall-Auftraggeber auf den Zahn. Der vernarbte Elf blockt mit grimmigen Schweigen die Verhör-Versuche der Ermittler ab und sucht Hilfe bei der korrupten Wache vor seiner Absteige. Illmek – überrascht das seine freundliche Absichtserklärung „Ich will Euch nicht wehtun“ nicht wirkt – rammt einer Wache nach einem Tätscheln des Halbling-Hauptes den Ellbogen in den Magen. Waffen werden gesogen, Eskalation liegt in der Luft. Sip nützt den Tumult und durchwühlt hektisch das geheime Büro von Klaue. Nicht hektisch genug: Die Wachen, nicht genügend beschäftigt mit Ilmek und Gideon, und Klaue stellen ihn vor der geheimen Kammer. Sip gibt sich als Sharner Steuereintreiber aus – was zwar nicht überzeugt, aber genügend Ablenkung für eine gewagte Hechtrolle und eilige Flucht bietet.

Etwas außer Atem aber sonst wohl auf vereint sich die Gruppe im Haus des Sammlers. Marco hat derweil von ihrem Gastgeber erfahren, dass er tatsächlich die Blutmaske erworben hat und im West-Flügel des Anwesens aufbewahrt. Doch die Aura-dämmende Kiste in der Vitrine birgt eine Überraschung: die Maske ist grauslich anzusehen…aber eine Fälschung! Fast ohne Spuren zu hinterlassen hat jemand sich Zugang verschafft und das Artefakt durch eine kunstvolle Kopie ersetzt. Das Verbrechen löst starke, wenn auch unterschiedliche Reaktionen aus. (z. B. „Ein dreister Dieb!“ von Marco und „Ein Künstler!“ von Sip) Gefunden und verkauft wurde die Blutmaske von einem menschlichen Abenteurergruppe (vier Männer und eine Frau um die 30). Mitgesteigert haben ein Karnather und der – scharfes Einatmen von Sip – Zwerg Guldan, Mitglied des Aurum.

Die Detektive sind sich nicht sicher ob das Verschwinden der Maske mit den verschwundenen Personen im Haus zusammenhängt, ausschließen können sie es aber auch nicht. Genauso wenig ob der plumpe Raubüberfall und der geschickte Einbruch in Verbindung stehen. Ermittlungen betreffend die Fälschung in der Handwerkerszene verlaufen im Sand. Nur eines ist sicher: Jemand trägt die Blutmaske und saugt Menschen leer. In Hafennähe wird in den Morgenstunden die blutleere Leiche eines leichten Mädchen gefunden. Die Ermittler reden dem Zuhälter gut zu und bekommen Zugang zu der Leiche. Der Körper weist schwere Wunden auf, die Muster passen laut Gideons Experten-Meinung zu der Blutmaske. Aber weder Spuren am Tatort, noch Zeugen gehen den Abenteurern ins Netzt. Ratlos stehen die Gefährten in der Gasse, in der die Leiche gefunden wurde. Haben sie etwas übersehen? Sie werden das Gefühl nicht los, dass ihnen die Zeit, wie Sand zwischen den Fingern, verrinnt.

Abend 50: Die Maske & die Sanduhr Teil 2 - Die Jagd Bearbeiten

Sip verspürt das innere Bedürfnis, seinen Brüdern fast vergessenes Elfenwissen über die Tairnadal, die Elfen von Xen’drik, näher zu bringen.

Er meint außerdem, dass die Gruppe bis jetzt in die falsche Richtung ermittelt hat. Der Einbruch bei Varan Starseeker sei derart professionell ausgeführt, dass ein solch talentierter Trickdieb doch ein gewisses Renommee aufweisen müsse.


Weiters überlegt Sip, ob nicht eben dieser alte Elf in seinem Beruf möglicherweise schon mit  Fälschern von Kunstgegenständen zu tun hatte
So entschließen die Gefährten kurzerhand, sich aufzuteilen. Sip und Ilmek versuchen in verruchten Kaschemmen etwas über den Trickdieb herauszufinden, während Gideon und Marco sich bei Meister Varan erkundigen wollen. Dort erleben sie jedoch gleich eine Enttäuschung, der greise Kunstsammler hat keine Erfahrungen mit Kunstfälschern. Er warnt die Freunde aber, sich bei ihren Recherchen vor den Kielratten in Acht zu nehmen; diese in Sturmkap gefürchtet Bande habe ihre Finger in allen Arten von Verbrechen, und es gibt viele Gerüchte über sie. So munkelt man, ihr Anführer Carter habe einen Überfall von einer anderen  Gang unverletzt überstanden und seinerseits alle Angreifer getötet.

Inzwischen haben die anderen beiden SPIRE Detektive im Wayward Lobster mehr Glück und entdecken eine Spur. Sip kommt ins Gespräch mit einem zwielichtigen Typen. Der Unbekannte, dem die linke Hand fehlt und der sich Teasen nennt, erzählt für einige Goldmünzen und Gläser Gin vom  Dieb und Einbrecherkönig Stirge, der, wie passend, seit einigen Tagen verschwunden ist. Man sagt, er sei untergetaucht, und werde von Klaues Agenten gesucht. Einer von diesen Handlangern hat ausgeplaudert, dass Stirge die ausgetauschte Maske nicht abgeliefert hat. Und dass der weiße Rabe, der der Smaragdklaue vorsteht, Interesse an der Maske hat. Womöglich hätten Sip und Ilmek noch mehr erfahren, wäre nicht eine Gruppe Karrnather in die Kneipe gekommen. Sie tragen das Wappen des Ordens von Reckenmark, einer Spezialeinheit von Karrnath. Sip spricht sie neckisch an, doch sein Spott prallt förmlich ab an den humorlosen Soldaten, die ihrerseits Informationen über die Maske haben wollen und nur widerwillig das Feld räumen.

Im Chapterhouse treffen die Kameraden wieder zusammen und tauschen ihre Erkenntnisse aus. Als nächstes sehen sie kurz in Varan Starseekers Haus nach dem rechten, dort ist alles unverändert. Eine noch genauere Untersuchung der Mumie führt zur Erkenntnis, dass diese auf der Haut Brandzeichen hat. In einem kurzer Plausch mit Halas Matain lässt der anklingen, dass auch er bereits von Stirge als wahrhaft legendären "Cat Burglar" gehört hat. Und Sip kann durch seine Beziehungen zum Haus Phiarlan herausfinden, dass Stirge nicht mehr in seiner alten Bleibe zu wohnen pflegt.

Der nächsten Morgen bringt die Kunde, dass die Nacht weitere Opfer gefordert hat, Auf dem Sklavenschiff Wintermaid ist ein Hobgoblin verschwunden, und einer weiteren Prostituierten ist das Blut ausgesaugt worden. Dieser Todesfall wird als erstes untersucht, und die Gefährten suchen erneut Lorkato auf, den Zuhälter, bei dem auch das erste Opfer beschäftigt war. Die Mädchen werden eben abgeholt, und Gideon kann sich noch schnell vergewissern, dass beide die gleichen Verletzungen im Gesicht aufweisen.

Im Hafen wollen die Hobgoblins auf der Wintermaid die "Spitzohren" zuerst nicht an Bord lassen, doch mit der Aussicht, den Verbleib ihres verschwundenen Kameraden aufzuklären, lässt sich die Besatzung überzeugen, die Freunde an Bord zu lassen.

Dort herrschen triste Zustände. Während die vier Freunde durch den Rumpf des Schiffes geführt werden, sehen sie etliche Zellen, gefüllt mit zerrissenen Gestalten, denen ein schreckliches Dasein als Sklaven bevorsteht.

Zwei Menschen, einer in einem roten Mantel und einer in einer goldenen Rüstung, haben hier das Sagen. Während Sip versucht zu erfahren, was vorgefallen ist, macht Ilmek mit seinen zu laut geflüsterten Ideen, die gefangenen Sklaven zu befreien, die Gruppe verdächtig, und immer mehr Wachen scharen sich um die Gefährten. Immerhin kann der Hobgoblin Dauk, ein Augenzeuge, berichten, dass ein Sandsturm das Schiff heimgesucht hat. Erst war es nur ein Wirbel, dann eine Gestalt! Der Sandsturm ist aus Richtung des Leuchtturms vor der Küste gekommen und dann weiter Richtung Stadt gerast. Danach war sein armer Kamerad verschwunden, nur eine Häufchen Sand ist zurück geblieben.

Ein guter Grund, sich einmal auf der Insel mit dem Leuchtturm umzusehen. Die Kameraden leihen sich ein Boot und bringen noch in Erfahrung, dass der Leuchtturm auch bewohnt ist, ein Eigenbrötler namens Elamir Fellowcrest haust dort alleine.

Auf der Insel angekommen, nähern sich die Freunde dem Leuchtturm, dessen magisches Licht weit über ihnen das Meer erleuchtet. Doch kaum öffnen sie die Tür, werden sie vor einer Wolke roten Sandes attackiert. Marco, der vorne steht, wird von der vollen Stärke der untoten Magie, die von der Kreatur ausgeht, getroffen und steht an der Schwelle des Todes, doch Gideon kann ihn mit göttlicher Kraft retten. Und nun treffen ihrerseits Schwert, Pfeil, Blitz und heiliges Licht das Sandwesen. Angeschlagen flieht es im Turm nach oben und entkommt durch den Lichtauslass.

Im Leuchtturm ist keine Spur des Bewohners zu finden, kleine Sandspuren verheißen jedoch nichts Gutes. Sonst gibt es kein verwertbaren Hinweise und die Kameraden kehren nach Sturmkap zurück.

Der Plan ist, in der Nacht auf Patrouille zu gehen und Stirge auf frischer Tat zu ertappen und zu stellen. Gesagt getan; während Sip und Ilmek das Hafenviertel vorsichtig von den Dächern  überwachen, marschieren Gideon und Marco durch die nächtliches Straßen. Es gibt während der Nacht keinerlei Vorkommnisse, am nächsten Morgen jedoch stellt sich heraus, dass nicht weit entfernt ein Obdachloser ermordet wurde, mit den charakteristischen Wunden der Maske im Gesicht. Verärgert ob ihres Versagens suchen die Gefährten während des Vormittags wahllos nach dem Versteck vor Stirge, beispielsweise unter dem großen Koloss vor der Hafeneinfahrt. Alles vergeblich, und so begeben sich die vier todmüde zur Ruhe.

Die Gefährten haben nun die Idee, die Kielratten in die Suche nach Stirge einzubeziehen, denen eine neue Größe in ihrem Distrikt bestimmt wenig gefällt. So gehen am Abend Ilmek und Sip nochmals in den Wayward Lobster und Sip spricht dort einen schmierigen, fetten Kerl an, der ihm schon bei seinem ersten Besuch aufgefallen ist. Dessen Name ist Bordry Catamon, und auch der weiß ein wenig über die Kielratten und ihren Chef Carter zu erzählen. Der Wirt verfolgt die Unterhaltung besorgt und warnt Sip vor den Kielratten. Doch als der Elf hartnäckig bleibt, verspricht der Wirt, ein Treffen mit der sinisteren Vereinigung zu arrangieren.

In der nun folgenden Nacht begibt sich die Truppe wieder auf Patrouille, teils am Boden, teils auf den Dächern. Und diesmal ist ihnen das Glück hold. Sie sehen plötzlich eine dunkle Gestalt mit einer grotesken Maske in einem Winkel…

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